Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

streeter1985
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Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#1

Beitrag von streeter1985 »

Hallo liebe Community,

ich bin 32 Jahre, männlich und hatte vor kurzem einen Hörsturz mit einem Hochtonsteilabfall bei 4-5khz auf 90db und bin auch stark eingeschränkt im Bereich von 80-90db bei darüberliegenden Frequenzen. Mit einem Hochtontinnitus und Geräuschüberempfindlichkeit.

Für mich ist die Angelegenheit etwas neu, daher möchte ich mich etwas von euch beraten lassen, ob es Hörgeräte gibt, die bei diesem Hörverlust inkl. Tinnitus Sinn machen bzw. mich gut unterstützen könnten.

Grundsätzlich geht es bei mir darum, die fehlenden Frequenzen ggf wieder etwas herzustellen, um vielleicht dem Tinnitus und der Überempfindlichkeit entgegenzuwirken und die allgemeine Aufnahmefähigkeit in Gesprächen/Meetings wieder zu verbessern.

Ich habe keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Optik des Geräts, natürlich würden mir inear Lösungen gefallen, aber es hängt ja sicherlich immer mit der Leistung und somit Größe zusammen. Ich habe mir schon einige Datenblätter angeschaut bei inear war bei circa 7khz Schluss, aber um ehrlich zu sein, finde ich die ganzen Fakten etwas unübersichtlich und für mich als Neuling etwas umfangreich worauf ich wirklich zu achten habe.

Vielleicht hat jemand ähnliche Probleme oder Hinweise für mich worauf ich achten sollte, ich freue mich über jegliches Feedback :)

Danke und liebe Grüße
Gerhard_R
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#2

Beitrag von Gerhard_R »

Inear, oder CIC, bei dem Verlust und mit Rückkopplungsproblematik, meiner Meinung nach unsinnig, bin aber nicht vom Fach.

Es gibt Technologien wie Sound Recovery 2 von Phonak, oder Speech Guard von Oticon, die dir helfen sollten.

Möglich ist es auf jeden Fall, gibt noch schlimmere Fälle als dich, die gut klarkommen mit SP Höhrgeräten ( SP = Super Power).

Empfehlung wäre Oticon OPN, mit 100dB und domes und naida V als RIC, oder BTE.

BTE = Schlauchgerät, alles hinter dem Ohr, eher groß.

RIC = Hörer im Ohr, kleineres Gerät hinter dem Ohr. Statt Schlauch dünnes Kabel.
Oticon OPN1, 105dB.PM, closed.
Innenohr SHG. Wannekurve. 40-80-40.(Tief- Mitte-Hoch).
svenyeng
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#3

Beitrag von svenyeng »

Hallo!

Man kann hier nicht einfach Empfehlungen für ein Hörgerät geben.
Hörverluste sind immer individuell.
Du muss halt viele Geräte von vielen Herstellen testen und dann schauen mit welchem Gerät Du am besten zurecht kommst.

Lass Dir beim testen keinen Druck vom Akustiker machen.
Das braucht einfach Zeit.
und vor allem lass Dir nicht die Anzahl der Testgeräte vom Akustiker vorschreiben.
Immer viele Geräte von vielen Herstellern testen.

Gruß
sven
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#4

Beitrag von Ohrenklempner »

Ido-Geräten ("inear") würde ich nicht von vornherein abhaken. Wenn Frequenzkompression gut bei dir funktioniert, kann auch ein CIC funktionieren. Kommt natürlich darauf an, wie viel Platz dein Gehörgang bietet und wie der Tieftonbereich hört -- und ob du es akzeptierst. Kann aber auch getestet werden, z.B. mit Silk (Signia), quiX (Audioservice) oder Step2go (Interton).
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

Zu audiologischen Ratschlägen, Anpassberatungen oder Hörgeräte-Offerten fragen Sie nicht mich sondern Ihren Hörakustiker (m/w/d)! 👍
fast-foot
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#5

Beitrag von fast-foot »

Hallo streeter1985,

hier meine Sichtweise:

Wann hat sich der Hörsturz denn ereignet? Wenn dies erst vor kurzem geschah, ist es womöglich zu früh, bereits mit Hörgeräten zu versorgen. Da sich das Gehör noch erholen kann. Je nach Ursache (welche nicht bekannt ist) könnte sich die allenfalls zusätliche durch das Tragen von Hörgeräten verursachte Belastung kontraproduktiv auswirken.

Wurden je DPOAE-Messungen durchgeführt? Auf Grund Deiner geschilderten Ueberempfindlichkeit (bei welchen Frequenzen?) könnte allenfalls von einem Schaden der OHCs ausgegangen werden. Ein Hörgerät könnte diesen noch verstärken. Dies wäre weniger der Fall, wenn die nicht (mehr) hörbaren Frequenzen in einen für Dich hörbaren Bereich verschoben würden - allerdings müssten die Geräte sehr sorgfältig und präzise eingestellt werden. Dies könnte allenfalls das Sprachverstehen etwas erhöhen.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#6

Beitrag von streeter1985 »

Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen! Ihr habt mir sehr geholfen ein bisschen Einblick in die Thematik zu bekommen! Insbesondere was mich erwartet, wenn ich mich für ein Hörgerät entscheide.

Ist es überhaupt sinnvoll bei der Frequenz über ein Hörgerät nachzudenken? Reagiere ich vielleicht über? Viele Ärzte sagen wieder, dass es mich im Alltag nicht belasten wird.

@Gerhard_R
Danke für deine Übersicht insbesondere bzgl. der ganzen Abkürzungen und Empfehlungen. Das hilft mir sicherlich weiter.

@svenyeng
Danke, es war mir nur wichtig, wo ich mich in etwa einzufinden habe. Die individuellen Probleme werden dann eh zusätzlich mit dem Akustiker/HNO angepasst/besprochen. Möchte nur ein paar ggf. Fehlgriffe vermeiden oder hinterfragen können.

@Ohrenklempner
Bei mir ist das Gehör grundsätzlich sehr gut alles im Bereich 0 bis 15db nur ab 4khz fällt es wobei erst bei 5khz ich die Töne garnicht mehr wahrnehme (gefühlt) weil es eben schon bei 80-90db alles ist. Bei mir ist die Knochenleitung im Durchschnitt um 30db besser als die Luftleitung...und das nach einem Hörsturz konnte mir keiner sagen was das heisst. Werde ich mit Sicherheit testen.

@fast-foot
vor circa 5 Monaten war der Hörsturz. Ich warte auch noch, da eine Behandlung noch offen ist (Spritze Mittelohr) - leider warte ich hier in Ö. noch immer auf die Durchführung. Privat bietet es keiner der HNO Ärzte an. Das ist in Ö. noch Neuland. 2 Kortisontherapien (Tabletten) hatte ich schon hinter mir ohne Veränderung. Mir war insbesondere der Input von euch wichtig was echte Betroffene an Erfahrungen gemacht haben. Wenn es nach dem HNO geht sollte ich prinzipiell einfach damit leben und auf die Spritze auch verzichten das macht bei mir das Krankenhaus die haben es empfohlen. Ich habe noch keine Messung gemacht bzgl. der Überempflindlichkeit - die meisten sagen es lege sich wieder in den kommenden Wochen ggf nach der Spritze. Teller oder Alufolie die man zusammenknüllt sind gerade schmerzende Geräusche. Natürlich lebt die Hoffnung, aber mich beruhigt es gleichzeitig zu wissen, dass es Geräte gibt die mir ggf. wenn es nicht klappt helfen könnten. Danke für den Tipp die Töne in einen für mich hörbaren Bereich zu verschieben, davon habe ich noch nicht gehört!

Danke euch und Liebe Grüße
streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#7

Beitrag von streeter1985 »

Was ich noch anmerken wollte und mich seit dem ersten Tonaudiogramm stark wundert ist, dass ich nach dem Hörsturz ein große Differenz von 30db im Durchschnitt zwischen meiner Luftleitung und der Knochenleitung habe.

khz / db luft / db Knochen

4 / 15 / 15
6 / 85 / 55
8 / 80 / 45

Leider konnte sich dazu keiner noch einen Reim machen woher das kommt...
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#8

Beitrag von Ohrenklempner »

Ich kann mir da einen guten Reim draus machen: Audiometer-Leistungsgrenze. ;)
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streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#9

Beitrag von streeter1985 »

Danke für deinen Input, jetzt bin gespannt :D kannst du das genauer spezifizieren? Ich habe das Tonaudiogramm bei circa 4 Einrichtungen schon gemacht und auch mehrfach und es kamen bis auf eine Abweichung von 5-10db (normal) immer diese Werte heraus.

Das würde mich wundern im Netz findet man bei Hochton Hörsturz immer schön synchron den Abfall von Luft und Knochen auch weiter runter Immerhin gehts hier um 30db die könnt ich mir ggf ja noch "erkämpfen".
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#10

Beitrag von Ohrenklempner »

Ich hab's mal bei meinem Audiometer probiert: Bei 6 kHz Knochenleitung ist bei 55 dB Schluss -- lauter geht nicht. Mehr schafft der Knochenleitungshörer nicht. Eine Frequenz von 8 kHz kann ich erst gar nicht auswählen.
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streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#11

Beitrag von streeter1985 »

Wow super danke hab grad gesehen, dass du vom Fach bist (Profil). Vielen Dank das du das ausprobiert hast!!

Also heisst das die Abweichung ist normal und ich kann davon ausgehen, dass jetzt mehrere HNO Ärzte ihr Audiometer nicht lesen können? Also sagen wir 5 HNO Ärzte? Die meisten haben diese 30db einer Belüftungsstörung zugeordnet. Jetzt frag ich mich nur wie die ganzen Tonaudiogramme im Netz entstanden sind, dann müssten die ja alle bei 55db aufhören auf der Knochenleitung die gehen aber alle weiter....
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#12

Beitrag von Ohrenklempner »

Vielleicht haben die anderen bessere Audiometer. Oder der HNO-Arzt ist mit seinem Audiometer nicht vertraut -- die audiometrierende Sprechstundenhilfe sollte es allerdings sein und die Messpunkte dann mit einem Pfeil nach unten ("Leistungsgrenze" bzw. "nicht gehört") versehen.

Bei einer Belüftungsstörung hat man zudem entweder einen Tiefton-Schallleitungsanteil (durch Unterdruck im Mittelohr) oder einen breitbandigen Schallleitungsanteil (durch Flüssigkeit im Mittelohr).
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streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#13

Beitrag von streeter1985 »

Ich bin jetzt etwas unsicher...ich hab hier mal das linke Ohr hochgeladen wies bei mir aussieht, vielleicht hilft das etwas ich geb dir recht über 55db geht die Knochenleitung aber nie drüber bei keinem meiner Audiogramme - ggf Zufall oder doch das Gerät selbst? Die Meinungen gehen grad auseinander...viele der HNO behaupten das dieser Abstand eben eine Mittelohrschwerhörigkeit zeigt (Belüftung usw), zusätzlich zum Hörsturz der sich in der Knochenleitung widerspiegelt, andere sagen es sei normal und wir liegen sicherlich bei 80-90db in den beschädigten Frequenzen und es ist ein reiner Hörsturz...und das sieht halt nur "komisch" aus.

Mir ist klar du bist kein HNO, aber vielleicht hast du sowas in deinem Beruf schonmal gehabt. Immerhin müsste ich dieses ominöse Tonaudiogramm mal als "fix" hinnehmen um überhaupt an ein Hörgerät denken zu können. 30db sind für mich grad Welten :D
Dateianhänge
tonaudiogramm.jpg
streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#14

Beitrag von streeter1985 »

Zwecks Unterdruck: Ich hab ein eingezogenes Trommelfell...und daher wird nur nach der optischen Begutachtung behauptet es sei ein Unterdruck und dieser soll chronisch sein durch eine Belüftungsstörung (Nebenhöhlen -> Ohrtrompete). Angeblich soll der Unterdruck die Hochtonfrequenzen stören...aber 30db...ohne Flüssigkeit...naja kann ja sein das etwas nicht so gut schwingt im Hochton...
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#15

Beitrag von Ohrenklempner »

Okay, die Audiometer-Leistungsgrenze nehme ich zum Teil wieder zurück; denn sonst wäre bei 6 kHz doch ein höherer Pegel in der Knochenleitung als bei 8 kHz gemessen worden.

Das wird jetzt interessant. Man kann sich das Mittelohr als ein Feder-Masse-System (Hurra, Schulphysik! :D ) vorstellen. Wenn so ein System im hohen Frequenzbereich schlechter schwingt, dann ist A) die Feder zu schlaff und/oder B) die Masse zu groß.
A) Schlaffe Feder kann z.B. eine Trommelfellnarbe sein, eine schlaffe Bänderaufhängung oder -verbindung der Gehörknöchelchen, vielleicht auch eine Luxation (Ausrenkung) der Gehörknöchelchen.
B) große Masse könnte ein teilweiser Paukenerguss sein (Trommelfell leicht am Schwingen behindert), oder ein Ohrenschmalzpfropf am Trommelfell.

Durch den Unterdruck kommt das auf keinen Fall. Stell dir das Trommelfell vor wie ein Gummiband. Wenn du daran ziehst (Trommelfell wird durch Unterdruck straffer) und es anzufst, wird der Ton höher. Daher ist bei einem eingezogenen Trommelfell der Tieftonbereich schlechter und nicht der Hochtonbereich.

Vielleicht hat ja einer der mitlesenden Kollegen noch ne gute Idee! ;)
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streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#16

Beitrag von streeter1985 »

Genau das dachte ich mir dann auch weil es ja wieder raufgeht oder bei 50 stehen bleibt. Jetzt verstehst du warum mich das alles etwas durcheinander bringt und die 30db echt noch voll im Raum stehen :) aber keiner kann helfen. Dein Input war sehr wichtig, weil du mir von der technischen Seite auch eine Auskunft geben konntest.

Ich bin der Meinung der Hörsturz geht bis 50db im Innenohr und die Luftleitung hatte immer schon einen Schaden bis 30db oder durch eine Entzündung. Das Mittelohr wäre grundsätzlich noch zu retten. Ist jetzt etwas Off Topic hier im Hörgeräte Forum ggf mach ich einen Eintrag in einer anderen Kategorie.

Ich habe A und B schon im Kopf ich hatte eine Gehörgangsentzündung und Trommelfellentzündung lt. dem ersten HNO der eigentlich nicht dachte es sei ein Hörsturz....was mir wertvolle Zeit gekostet hat aber egal es ist wirklich ominös für mich kann es nur ein Schaden außerhalb des Innenohrs sein. 3 Monate lang Kruste am Trommelfell gehabt immer wieder keiner wusste woher.

Ich habe jetzt noch 2 Audiogramme abfotografiert das es kein Zufall ist und auch mit unterschiedlichem Equip (Krankenhaus + HNO Praxis). Zuerst dachte ein HNO ich habe im Hörtest blöd rumgeklickt, als ich dann alle auf den Tisch gelegt habe...

Vielleicht hat ja noch wer einen Input. Ich bin dir wirklich überaus dankbar :)
Dateianhänge
tonaudiogramm3.jpg
tonaudiogramm2.jpg
Ohrenklempner
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#17

Beitrag von Ohrenklempner »

Kurios, dass bis 4 kHz alles normal ist, und bei höheren Tönen Schallleitung UND Schallempfindung betroffen sind. Einen Zusammenhang gibt es da aber meines Erachtens nicht.
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#18

Beitrag von streeter1985 »

Ich vermute wie gesagt einen normalen Hörsturz bis 50db. Der Rest dürfte wie du schon beschrieben hast ein Problem der Gehörknöchelchen sein ggf vielleicht sogar viel früher vorhanden gewesen als der Hörsturz. Die Ärzte versteifen sich auf den Hörsturz der mir mittlerweile "egal" ist nach fast 5 Monaten, weil das eigentliche herabsacken in der Luftleitung sich noch viel schlimmer auswirkt, was die Lebensqualität angeht.

Ob es mit den ganzen Entzündungen zusammenhängt kann ich auch nicht sagen es gab nach dem Hörsturz oder um den Hörsturz herum: Gehörgangsentzündung, Trommelfellentzündung und chronische Sinusitis (Siebbeinzellen) und daraus resultierende Belüftungsstörung. Das wurde mal "erkannt". Tinnitus kam nebenher innerhalb der ersten Kortisontherapie irgendwann dazu.

Edit/Zusatz: ggf waren die 30db Luftleitung schon sehr lange vorhanden und in dem Frequenzbereich fällt das kaum auf.
Gerhard_R
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#19

Beitrag von Gerhard_R »

http://www.asha.org/public/hearing/Cond ... ring-Loss/

Probleme bei den Knochen im Gehörgang kann man messen, indem man die Schwingung des Trommelfells misst. Das sollte bei der Untersuchung aber zur Routine gehören, denke nicht, dass die das Übersehen haben.

Lass mal die Ärzte machen.
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#20

Beitrag von streeter1985 »

Danke für den Link Gerhard.

Die Messung der Schwingung hat nur einmal stattgefunden im Krankenhaus mit 5 mal ansetzen Murmelei mit "hohes Volumen" und nach 5 mal war dann ein Ergebnis passend. Ich dachte ok hinterfrag nicht, weil war ja gut :)

Für mich war das Feedback primär wichtig, dass es nicht unbedingt ein reiner Hörsturz ist. Man neigt natürlich gerade beim Hörverlust dann solchen kleinen Unstimmigkeiten nachzurennen, weil man halt noch bissl die Hoffnung hat auf Besserung. Soviel hab ich in 5 Monaten gelernt. Wahrscheinlich ist eh irgendwas kaputt zusätzlich...dann muss man sich nur noch fragen ob man das Risiko einer Operation eingehen möchte. Ich war mir nur nicht sicher ob ich das Tonaudiogramm total falsch verstehe.
Gerhard_R
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#21

Beitrag von Gerhard_R »

ja du meintest ja, dass deine röhre öfter dicht ist und du Druckausgleichsprobleme hast, da kann dann die Knochenleitung deutlich besser sein.

Die sollen einfach mal dein Druckproblem angehen und sehen wie sie dich da frei bekommen.
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streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#22

Beitrag von streeter1985 »

Ich werde versuchen morgen bzw. diese Woche irgendwo die Druck + Gehörknöchelchen überprüfen zu lassen.

Für das Druckproblem nehm ich Kortisonnasenspray und mach mit dem Ballon derzeit den Druckausgleich, leider ohne "viel" Erfolg der Druckausgleich wirkt nur verzögert und das Trommelfell zieht sich dann nach paar Sekunden nach dem Druckausgleich wieder nach innen...schwierig ja...aber ob nur Druck ohne Flüssigkeit im Ohr so einen Hörverlust schaffen...kann ich garnicht glauben...sie haben gemeint ich muss das 12 Wochen machen für erste Resultate.
hengst041

Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#23

Beitrag von hengst041 »

Das Druckausgleichsproblem kenne ich leider.
Habe ich auch und niemand kann mir helfen.
Hatte eine Nasenscheidewandverkrümmung und vergrösserte Nasenmuscheln.
Da hat es geheißen das ist Schuld.
habe ich operieren lassen und geholfen hat es nichts. Ich bekomme zwar besser Luft, aber die Probleme mit dem Druckausgleich die blieben.
Momentan versuche ich es mit dem Ostheopaten.
Der HNO kommt nicht mehr weiter :-(
streeter1985
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Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#24

Beitrag von streeter1985 »

Hallo Hengst wir kennen uns schon vom onmeda Forum wo du auf meine Belüftungsstörung reagiert hast. Ostheopat bin ich auch HWS kein Problem. Nasenscheidewand schief, vergrößerte Nasenmuscheln und chronische Sinusitis hab ich aber ob die 30db ausmachen kann im Durchschnitt insbesondere bei fast der identischen Frequenz wie der angebliche "Hörsturz". Mittlerweile tippe ich eher auf eine Mittelohrentzündung da ich sehr viele Entzündungen zu diesem Zeitpunkt hatte ich werde aber dazu hier im Forum einen eigenen Eintrag unter einer passenderen Kategorie machen bzw. Titel falls ebenfalls Betroffe mit dem gleichen Problem auftauchen.
hengst041

Re: Hörgerät - Hochtonschwerhörigkeit

#25

Beitrag von hengst041 »

Ich weiß, ich bin auch überall unterwges zu diesem Thema.
Aber niemand kann helfen :-(

Wie kommst du auf Mittelohrentzündung?

Ich habe den HNO schon gebeten, mir auch Verdacht irgendwelche Entzündungshemmende Mittel zu verschreiben, da hat er aber gesagt es ist nichts entzunden und er macht das nicht.

Ich habe ihm auch schon gesagt, mir kommt vor es ist Wasser im Innenohr irgendwo. Kommt mir so vor, wenn ich wieder einmal einen manuellen Druckausgleich mache.
Er sagt nein er sieht nichts,...

Eine never ending story.
Im September hatte ich dann die OP wegen Nasenscheidewand unnd NAsenmuscheln. Habe den unzähligen Ärzten dort auch gesagt dass mir vorkommt, dass Flüssigkeit im Innenohr ist.
Die sahen auch nichts.
Man kommt da leider nicht weiter.

Wie schon gesagt, jetzt versuche ich es mit Ostheopaten, da e immer alles verspannt ist bei mri schadet er nicht, aber ist halt auch nicht billig.

Ich nehme schon Vitamin B12, Magnesium,... da das alles angeblich helfen soll, die Durchblutung des Ohres zu verbessern. Aber irgendwie ist das alles für die Fische.
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