da die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen NUR DAS bezahlen, was INDIVIDUELL "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich" ist, darum ist es unerlässlich, dem Hörakustiker auf seine Frage nach den "persönlichen Lebensumständen" umfänglich und vollständig Antwort zu geben.
Weil:
Hier - in diesem persönlichen er-lebens-Umfeld - den bestmöglichen Ausgleich des Hör- und Verstehverlustes zu erreichen ist KASSENLEISTUNG (HilfsM-RL § 19).
Deshalb hier ein paar "Gedächtnisstützen" dazu, die so - oder so ähnlich - sicher für fast jeden gelten (man sich dessen aber gar nicht so bewusst ist):
"mein individuelles Hörumfeld in dem meine VERSTEH-Kompetenz – soweit möglich – zurück zu gewinnen ist, möglichst OHNE „von den Lippen abzulesen“:
a)
bei üblichen Straßenverkehrsgeräuschen und leichtem Wind auf dem Gehsteig meinen direkt neben mir gehenden Gesprächspartner – auch ohne Sichtkontakt – wieder verstehen können.
b)
in Auto, Bus, Bahn – während der Fahrt und leicht geöffneter Seitenscheibe – meine Begleiter wieder verstehen können.
c)
Gefahren orten als Teilnehmer im Straßenverkehr (Richtungshören).
d)
im Supermarkt an der Bedientheke und Kasse das Personal, wie auch meine direkt schräg hinter mir stehende Begleitung wieder verstehen können.
e)
meine Aufrufung in Wartebereichen (Ärzte, Behörden, Ämter) wieder verstehen können.
f)
bei Besprechungen in größerer Runde (Sitzung, Versammlung, etc.) meine Gesprächspartner wieder verstehen können.
g)
im Restaurant und bei Feierlichkeiten meine Gäste wieder verstehen können.
h)
"zuflüstern" in größerer Runde wieder verstehen können.
i)
Durchsagen auf Bahnhöfen und in öffentl. Verkehrsmitteln wieder verstehen können.
j)
Mitbewohner in leeren Räumen und im Treppenhaus wieder verstehen können.
k)
Reiseleiter im Freien u./o. z.B. auch Museumsführer wieder verstehen können.
l)
Vortragende in größeren Räumen wieder verstehen können.
m)
Telefongesprächspartner wieder verstehen können.
n)
Radio, TV, Kino wieder verstehen können.
o)
mich bei plötzlichem „Stoßlärm“ (Anspringen von Maschinen, Kompressor, Kärcher, Martinshorn, etc.) NICHT „zu Tode erschrecken“.
p)
vermeiden der häufigen Gesprächspartner-Forderung an mich: „sprich leiser“
(„verstehen“ bei geringstmöglicher output-Lautheit).
UND:
q)
ich möchte die ganze Palette der Umweltgeräusche wieder bestmöglich wahrnehmen können."
Kassenversicherte schauen hier (besonders die Anhänge 3 und 4):
https://www.vdek.com/vertragspartner/hi ... g%2011.pdf
diese Liste lässt sich ja vielleicht von anderen HörHilfeBedürftigen noch ergänzen, ganz nach dem Motto:
"Nur gemeinsam sind wir stark"
LG
Gewichtl
