#21 14.06.2011, 00:16
Patagonia
Gast


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hallo,

auch ich bin Organist seit meinem 14. Lebensjahr (nun bin ich 43 Jahre alt). Leider können die alten analogen Hörgeräte nicht von den digitalen Hörgeräten übertroffen werden (ähnlich vergleichbar mit den alten Röhrenverstärkern im HiFi-Berich) - annähernd komme ich zur Zeit mit einem OticonChili SP5 zur Zeit sehr gut zurecht - hier wurde sämtliches Lärmmanegemnt u. Speechguard ausgeschaltet u. die Hörverstärkung so linear wie möglich eingestellt, so dass ich fast kaum ein "Nachpfeifen" oder sonstige störende Faktoren wie Rückkopplung habe. Beim programmieren des HG ist wirklich sehr viel Geduld erforderlich.

LG
Stefan
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#22 14.06.2011, 17:37
Kantor
Gast


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hallo Mone,

vielen Dank für die Info, werde das mal meinem HGA mitteilen; Abkürzungen scheinen ja bei Schwerhörigenforum sehr beliebt zu sein Grinning

Hatte letzte Woche übrigens estweise Kassengeräte am Ohr und wirklich "lustige" Effekte bei meiner Arbeit - insbesondere bei den Flötengruppen; hoffe die Berufsgenossenschaft äußert sich mal bzgl. Kostenbeteiligung,

bis bald
Herbert
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#23 27.06.2011, 20:46
Mone Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 39


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hallo,

ich freue mich, noch weitere Organisten hier zu finden!
Mein Akustiker hat es mit der alten Einstellung immer noch nicht hinbekommen, jetzt bin ich dabei, mich mit der neuen auch in der Kirche anzufreunden. Leider muss ich mit der Fernbedienung noch hin und her schalten, sonst ist es zu laut, aber an den durmpferen Klang gewöhne ich mich schon etwas, das Gehirn ist doch eine tolle Sache, wie es sich anpassen kann. Wer weiß, wie die Guthörenden die Orgelklänge wahrnehmen, vielleicht höre ich diese ja mit HGs viel schöner Angel Grinning

Viele Grüße
Mone
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#24 17.10.2015, 22:26
OrganistSoest Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 16.10.2015
Beiträge: 14


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Sodele.

Nun kommt noch ein Organist dazu.
Ich habe einige Hörgeräte ausprobiert und bislang hat es keines davon geschafft, den Orgelklang zu verarbeiten. Komischerweise ist es egal, ob ich leise oder laut spiele.

Stets Rückkopplungen; auch bei leisem Spiel.
Mein Hörgeräte-Mensch meinte dazu: der Ton der Orgel sei zu rein und das könnte das Gerät nicht verarbeiten. Nun ja ......

Es ist halt eine blöde Situation:
Mit Hörgeräten kann man eigentlich nicht spielen, weil die Rückkopplungen ständig da sind und auch zu laut sind.
Ohne Hörgeräte verstehe ich die Worte des Pfaffen schlecht. Hinterher verpenne ich noch meinen Einsatz.

Zu einer befriedigenden Lösung mit ich mit meinen Geräten noch nicht gekommen.
Aber vielleicht weiss jemand von Euch einen guten Rat ..........
Stefan
rechts und links: Oticon Intiga 6 - gekauft in 2012
aktuell in Erprobung neuer HGe
Schwerh.-ReHa vorgesehen im Juli 2017 Happy
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#25 17.10.2015, 23:23
Musiker_72 Abwesend
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Beiträge: 474


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hallo,

in der Tat ist ein Orgelton ziemlich "rein" - also ziemlich ähnlich einer Sinusschwingung (kommt natürlich auf´s Register an).

Aber: Rückkopplungen kommen nur, wenn der Ton des Hörgeräte-Lautsprechers vom Hörgeräte-Mikrofon wieder aufgenommen werden. Wenn man das verhindern kann, dann ist das Problem gelöst.

Einfachste Lösung: In vielen Kirchen gibt es Induktionsschleifen. Du stellst Dein Hörgerät auf Induktionsschleife, die Außengeräusche auf "leiser", dann hörst Du den Pfarrer optimal, die Orgel leiser.

Nächster Ansatz: Du stellst das Hörgerät leiser, bis es keine Rückkopplungen mehr gibt. Wenn Du den Pfarrer dann trotzdem noch verstehst, wäre das auch schon eine Lösung.

Weiter: Du lässt Dir Otoplastiken anpassen oder, wenn Du schon welche hast, diese verbessern.

Auch noch bedenkenswert: Die Rückkopplungsunterdrückung des HG selbst. Diese verfälscht aber meist den Klang. Ich habe kürzlich gelesen, dass die neusten Oticon-Geräte (die mit "Brain Hearing", also glaube ich Oticon Alta Pro 2) die Wahl lassen, ob sie bei der Rückkopplungsunterdrückung nur mit Phasenumkehr arbeiten oder mit Frequenzverschiebung. Letzteres klingt schlecht, ersteres müsste aber unhörbar sein.

Welche HG hast Du denn? Und wie stark schwerhörig bist Du? Hast Du offene Schirmchen, oder eine Otoplastik?

Hast Du das HG schon gekauft, oder bist Du noch in der Testphase?

Viele Grüße,

Musiker_72
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#26 18.10.2015, 18:39
OrganistSoest Abwesend
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Dabei seit: 16.10.2015
Beiträge: 14


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hallo Musiker_72

Dann will ich mal auf Deine Fragen antworten :-)

Induktionschleifen haben wir schon wieder abgeschafft. Mit den neuen Verstärkeranlagen sind die Schleifen wieder "eingestampft" worden.

Jedes Mal leiser und lauter zu stellen, wäre schon ein Aufwand; grade bei Wechselgesängen oder kurzen Phasen von Musik & Wort würde ich ständig am Knöpfchen drehen....

Die Hörgeräte, die ich aktuell trage (beidseitig) sind Oticon Intiga 6 - gekauft in 2012
Hörverlust auf beiden Ohren relativ gleich bei -45%
Leider ist der Sprachbereich bei mir stark betroffen

Meine nächste Testphase fängt wohl erst in 2 Jahren wieder an :-)


Also im grossen und ganzen klappt es natürlich auch ohne HG im Gottesdienst. Aber es strengt sehr an, wenn ich das Wort von unten verstehen will. In einer meiner Dienstkirchen war man so freundlich, mir einen eigenen Lautsprecher auf die Empore zustellen, damit ich alles noch direkter mitbekomme. Aber das kann ich leider nicht überall verlangen.
Stefan
rechts und links: Oticon Intiga 6 - gekauft in 2012
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#27 18.10.2015, 22:46
Musiker_72 Abwesend
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Dabei seit: 09.11.2014
Beiträge: 474


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Hi,

Du hast aber nicht gesagt, ob Du offen oder geschlossen versorgt bist.

Mit einer guten Otoplastik kann man Rückkopplungen stark vermindern.

Ich habe mal einen Blick in das Datenblatt geworfen, eine Feedbackunterdrückung haben die Dinger auch - ist die angeschaltet? Wurde ein Feedbacktest durchgeführt? (da hört man so ein Rauschen in verschiedenen Lautstärken). Mit einer eingeschalteten Feedbackunterdrückung handelt man sich wieder andere Probleme ein, aber evtl. wäre das für Dich ein guter Kompromiss.

Meinst Du mit 45% Hörverlust, dass die Hörschwelle bei 45 dB liegt? Bei allen Frequenzen, oder mehr so ein Hochtonabfall?

Ich denke mal, dass das Problem in den Griff zu bekommen sein müsste, auch ohne neue Hörgeräte.
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#28 10.04.2017, 21:55
OrganistSoest Abwesend
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Beiträge: 14


Betreff: Re: Probleme mit Hörgeräten: bin Organist in einer Kirche
Ich bin's noch mal.

Für die Publikation des Arbeitskreises "Hausorgel" würde ich gern etwas über Organisten schreiben, die Probleme mit den Ohren / mit Hörgeräten haben.

Mögt Ihr mir vielleicht Erfahrungsberichte schreiben?

Vielen Dank!
Stefan
Stefan
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