#1 17.08.2009, 19:49
lucky1
Gast


Betreff: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Mein Sohn soll nächstes Jahr mit 3 Jahren in den KiGa kommen, leider gibt es in unserer Umgebung (ländlich) nur 1 I-Platz, der besetzt ist. Nun stellt sich mir die Frage ob er nicht auch einen "normalen" Kindergartenplatz bestezen darf. Er ist mittelgradig schwerhörig, beidseitig und mit HG`s versorgt, seine Entwicklung ist bisher normal. Unsere Frühfoerderung hat mir heute erklärt ich dürfte ihn nicht einfach auf den normalen Platz geben, obwohl der KiGa damit einverstanden wäre. Vielleicht kann mir jemand helfen!
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#2 17.08.2009, 22:38
Benedikt Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo,

unser Sohn ist ebenfalls mittelgradig sh, bds. versorgt, und ging, bis er jetzt eingeschult wurde, in einen Regelkindergarten, ohne dass er einen I-Platz beansprucht hat.
Geht also und ist auch zulässig, zumindest in Niedersachsen.

Grüße

Benedikt
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#3 18.08.2009, 01:32
cooper Abwesend
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Beiträge: 807


Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Es gibt keine Pflicht, das Kind in irgend einem speziellen Kindergarten anzumelden -- keine Ahnung, wie eure Frühförderung auf dieses schmale Brett kommt!

Frag die mal, auf welche Paragraphen im SGB die sich beziehen, und ob die schon mal was vom AGG gehört haben... das gilt nicht nur für Erwachsene.

Viele Grüße, Mirko
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#4 18.08.2009, 06:44
Momo Abwesend
Mitglied
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo Lucky

ich kenne auch Kinder die ganz normal in einem Regelkiga waren...
Was schlägt denn die FF vor? Lass mich raten- den SH Kiga, der noch freie Plätze hat?

Gruß
Wiebke und Sohn (16 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Beratungsstelle des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V.
http://gehoerlosekinder.de
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#5 18.08.2009, 07:18
lucky1
Gast


Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo!
Danke für die Antworten.
Sie meinte der KiGa könnte vom Gesundheitsamt geschlossen werden wenn mein Sohn dort ohne I-Platz hinkommt, da sie Förderung für ihn fehlen würden. Im zweifelsfall solle ei in Hildesheim in den SH-KiGa gehen, das ist 150km von uns weg, in meinen Augen ein absoluter Blödsinn und garnicht zumutbar.
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#6 18.08.2009, 08:05
PetraAnett Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo Lucky -

mein Sohn hat als Regelkind einen Regelkiga besucht.
die notwendige Förderung erfolgte dann eben am Nachmittag mit uns und nicht im Kiga (Ergo, Logo ...)
Uns wurde der Besuch eines Regelkigas sogar empfohlen, da ein Sh Kind "in Sprache baden soll" - und das im Regelkiga eher gegeben ist.
Wir hatten immer ein Auge drauf, ob er auch klar kommt und im Kiga mit in die Gruppe reingenommen wird oder nebenher läuft - aber sonst ist bei Shkeit keine Integration zwingend notwendig - aber ein gutes Miteinander und Gespräche.
Falls eine Integration nötig wäre, könntet ihr dann nicht versuchen im "normalen" Kiga einen Integrationshelfer zu bekommen - manchmal ist da ja was machbar.
!50km entfernt würde ich mein Kind nicht unbedingt in den Kiga schicken - da muss es doch andere Lösungen geben.

LG und viel Erfolg
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#7 18.08.2009, 09:52
Momo Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 5.156


Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Zitat von lucky1:
Hallo!
Danke für die Antworten.
Sie meinte der KiGa könnte vom Gesundheitsamt geschlossen werden wenn mein Sohn dort ohne I-Platz hinkommt, da sie Förderung für ihn fehlen würden. Im zweifelsfall solle ei in Hildesheim in den SH-KiGa gehen, das ist 150km von uns weg, in meinen Augen ein absoluter Blödsinn und garnicht zumutbar.
Bitte? Warum sollte das Gesundheitsamt den Kiga dann schließen? Denkt sie SH ist eine meldepflichtige ansteckende Seuche, oder was?
Das ist ja ein Unding:
Mal ehlrich: bei einer mittelgradigen SH, mit unauffälliger (Sprach)Entwicklung würde ich mein Kind auf keinen Fall in einen 150 km weit entferneten Kiga schicken!
Dein Kind kann (da ihr ja scheinbar dann auch in Niedersachsen wohnt) ganz normal in den Regelkiga. Vorrausetzung ist, dass dieser sich bereit erklärt (was ja scheinbar so ist). Förderung in Form von Logo usw. findet dann eben nachmittags statt und eine Beratung der Kigaleute durch die FF der SH Schule oder den mobilen Dienst.
Für den Morgenkreis könnte evtl. der Einsatz einer FM Anlage nütlich sein.

Viele Grüße
Wiebke und Sohn (16 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Beratungsstelle des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V.
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#8 18.08.2009, 09:55
Momo Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 5.156


Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Also manchmal habe ich in Niedersachsen echt das Gefühl, dass alles getan wird damit sh Kinder nicht in die njormale Gesellschaft integriert werden. Das gilt für Kiga aber insbesondere für Schule. Sovile mal zum Gelichstellungsgesetz.... Mannomann....
Wir machen ja auch leider gerade die Erfahrung, dass man wenn man sein Kind integrieren will (in unserem Fall Schule) von der SH Schule fallengelassen wird wie eine heiße Kartoffel... Begleitung/ Beratung? Fehlanzeige! Nur gut, dass es engagierte Leute gibt in den Regeleinrichtungen, die sich ein Bein ausreißen.

Gruß
Wiebke und Sohn (16 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Beratungsstelle des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V.
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#9 18.08.2009, 10:36
cooper Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Zitat von lucky1:
Sie meinte der KiGa könnte vom Gesundheitsamt geschlossen werden wenn mein Sohn dort ohne I-Platz hinkommt, da sie Förderung für ihn fehlen würden.
Ich habe schon größeren Blödsinn gehört, jedoch nicht von jemandem über 14!

Also ob das das Gesundheitsamt auch nur die Bohne interessieren würde!

Mach der Frau die Hölle heiß, die strotzt nur so vor Inkompetenz!

Viele Grüße, Mirko
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 18.08.2009, 10:37 von cooper. ↑  ↓

#10 18.08.2009, 12:08
Sandy Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo,

mein Kind ist mittel-/bis hochgradig schwerhörig und kam schon mit 2 Jahren in eine Kleinkindgruppe in einem Regelkindergarten unter. Sie war dort auf einem Integrationsplatz. In Bayern ist es so, dass wenn es ein Integrationsplatz gibt, dass das Kind dort dann als 3 Kinder gezählt wird, also dass die Gruppe dann auch kleiner wird oder der Kindergarten dann mehr Stunden für die Betreuung bekommt.
Zusätzlich kam einmal die Woche eine I-Kraft in den Kiga und hat sich dann intersive mit unserer Tochter 2 Stunden beschäftigt. Außerdem kam noch einmal im Monat der Mobile Dienst im Kiga vorbei. Frühförderung und Logo erhält unsere Tochter auch einmal die Woche.
Im Kindergarten arbeiten sie zusätzlich noch z. B. im Morgenkreis mit der FM-Anlage.

Was die Förderung unserer Tochter angeht, denke ich, haben wir in der Hinsicht alles ausgeschöft, was in einem Regelkindergarten geht. Leider ist unserer Tochter immernoch etwas sprachentwicklungsverzögert und daher haben wir uns nun entschlossen, dass sie ab September nun einen Sprachheilkindergarten besucht.
Ich denke, dass ist ein guter Schritt für sie, da dort die Gruppe halb so groß ist und speziell auf die Sprache geachtet wird.

Ich bin mal gespannt, wie sich das Ganze bei ihr entwickeln wird.

LG
Sandra
Sandra (normalhörend)
mit Tochter Mia geb. 29.10.2005
Beidseitig versorgt mit HG seit Sept. 2007 Wink
rechts versorgt mit CI seit Okt. 2011 Wink
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#11 18.08.2009, 21:01
Benedikt Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo,

dann kommt die Frühförderin von Hildesheim?
Langsam fürchte ich, dass solche Äußerungen Methode haben.
Bei uns ging von Hildesheim ein Brief an die Schule (!), Hildesheim sei wegen der SH unseres Sohnes für ihn zuständig.
Überprüfung, ob Förderbedarf besteht, hatten wir nicht beantragt ...
Ich hab damals mit Hildesheim recht deutlich geredet, dass dieses Handeln z.B. auch Datenschutzpflichten verletzt etc.
Ich dachte, Hildesheim hätte verstanden, dass sogar Eltern schwerhöriger Kinder bisweilen eigenverantwortlich handeln dürfen und es vielleicht sogar können.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
die Sacharbeit von Hildesheim und der Frühförderung habe ich als positiv empfunden.

Grüße

Benedikt
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#12 19.08.2009, 07:51
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo Benedikt

den Eindruck habe ich auch. Auch von anderen nieders. SH Schulen ist mir zu Ohren gekommen, dass da hinter dem Rücken der Eltern irgendwelche Gespräche mit potentiellen Regelschulen geführt werden und zwar im Sinne von "Drohungen".
Auch in unserem Fall wird uns als Eltern, so mein Gefühl, jegliche Entscheidungskompetenz für unser Kind abgesprochen. Hat man sich gegen die SH Schule als Förderort entschieden wird man erwtmal links liegengelassen und muss als Bittsteller um Beratung usw. betteln. Es ist unglaublcih was hier abgeht... Im Moment macht mich das nur fertig, denn alles was wir als Eltern wollen ist doch das beste für unser Kind und in unserem Fall eine seinen kognitiven Fähigkeiten entsprechende Schulbildung. Tja und da sind Alternativen zur SH Schule gefragt....
Immerhin wurde unseres Wissens noch nicht hinter unserem Rücken irgendwer "bedroht" oder einseitig "beraten".

Ich jedenfalls sehe hier keinen Grund warum man nicht den Regelkiga probieren sollte. Und wenn eine FF behaupotet das Gesundheitsamt würde dann den Kiga schließen regen sich doch bei mir ganz arge Zweifel an ihrer Kompetenz!

LG
Wiebke und Sohn (16 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Beratungsstelle des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V.
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#13 19.08.2009, 10:08
disamo Abwesend
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Betreff: Integrationssplatz im Kindergarten (sorry,etwas lang)
Guten Morgen,auch wir hatten in Niedersachsen mit den LBZH Probleme...
Unser Sohn 4 Jahre besucht als I Kind einen Regelkindergarten und alles klappt gut.Den I Platz hat man uns empfohlen,weil er dann doch etwas mehr Hilfe bekommt im Kg.Hat auch alles super geklappt.
Da gab es keine Schwierigkeiten,wenn der Fachpädagoge vom LBZH nicht gewesen wäre....
Dies sollen die Aufgaben der Frühförderung sein, welche in keinster Weise erfüllt oder gemacht wurden:
Die Folgen einer Hörschädigung zu verhindern ist eine große Aufgabe.
Eine Aufgabe, bei der wir Sie nicht allein lassen wollen. Fachpädagoginnen und Fachpädagogen des LBZH Osnabrück werden Sie und ihr Kind betreuen, Sie beraten, unterstützen und Ihnen helfen.
Wir fördern
-Säuglinge
-Kleinkinder und
-Vorschulkinder mit beeinträchtigter Hörfähigkeit.
Ihr Fachpädagoge kam in unregelmäßigen Abständen mal alle 5-6 Wochen.
Mit unserem Sohn hat er nie so was Schönes gemacht, wie in den Aufgaben beschrieben wird:
Wir helfen hörgeschädigten Kindern und deren Eltern durch
- Hörerziehung
- Einsatz von Hörhilfen
- gezielte Sprachanbahnung
-Sprachförderung
-rhythmisch-musikalische Förderung
-Wahrnehmungsförderung
-ganzheitliche Fördermaßnahmen
-Beratung der Eltern im Zusammenhang mit der Hörschädigung.
Je eher eine Frühförderung einsetzt, desto Erfolg versprechender ist die Entwicklung des Kindes.

Der Fachpädagoge besuchte ohne unser Wissen, unseren Sohn 3- bis 4-mal im Kindergarten.
Für uns, als Eltern, war dieses Verhalten keine angenehme Art und Weise, auch aus datenschutzrechtlichen Gründen.
Auch über unsere Probleme mit dem Akustiker und der Versorgung mit den Hörgeräten, wusste der Fachpädagoge bescheid. Und das seit 2007!!! Er trank nur Kaffee mir mir,und erzählte nur was vom LBZH und das eine Stunde lang,als er mal alle 5/6 Wochen zu uns kam.
Und trotzdem erhielten wir niemals Hilfe oder Beratung.
Das alles mussten wir allein und ohne Hilfen meistern.
Leider hatten wir das Pech an die „falschen“ Fachleute zu geraten.
Wir, als Eltern, erhielten weder Hilfe, noch Beratung, noch Unterstützung bei unseren Problemen von dem Fachpädagogen.
Und auch unser Sohn bekam von all dem folgenden nichts:
Hörerziehung, Einsatz von Hörhilfen, gezielte Sprachanbahnung, rhythmisch-musikalische Förderung ,Wahrnehmungsförderung, Spiele usw.
Wir wussten noch nicht einmal, dass das die Aufgaben auch von dem Fachpädagogen waren, der uns zu Hause betreute.
Wir haben uns dann mal in den LBZH`s in Niedersachsen über die Hausfrühförderung informiert. Und mussten geschockt feststellen, was da mit den Kindern in der Hausfrühförderung alles getan wird.
Das Einzigste was der Fachpädagoge uns immer wieder zu verstehen gab, war, das wir das 50km entfernte LBZH und deren Kindergarten besuchen sollten.Der Kg dort hat sehr wenige Kinder..
Es gab es dann noch ein Gespräch in unserem Kindergarten. Mit der Heilpädagogin ,der Akustikerin und der Logopädin und dem Fachpädagogen
Bevor der Fachpä. den Kindergarten aufsuchte, waren alle Erzieher der Meinung, dass sich unser Sohn so super toll gemacht hat, seitdem die Hörgeräte richtig eingestellt sind.
Der Fachpädagoge hatte durch seine Besuche im Kindergarten erreicht, dass plötzlich seine Förderung in Frage gestellt wurde, obwohl das nie ein Thema war und dass ein Gutachten im LBZH gemacht werden sollte.
Um die Förderung unseres Sohnes mussten, haben und werden wir uns als Eltern selber bemühen,
obwohl wir ja schon so lange, seit 2007 von dem Fachpädagogen betreut werden.
Im LBZH waren wir auf Grund dessen, das der Kindergarten es für sehr wichtig fand.
Die Frau von dem Pädagogisch Audiologisches Beratungszentrum hat das auch super gemacht.
Ihrer Meinung nach bräuchte unser Sohn ein Intensives Hörtraining. (getestet wurde aber mit den schlechtsten Hg die wir jemals probiert haben)
Uns stellte sich die Frage:
“Wozu war die Frühförderung dann hier bei uns tätig? Warum hat der Fachpädagoge uns bzw. unserem Sohn nicht geholfen oder gefördert?“
Wir sind der Meinung, wenn seine Hg optimal eingestellt sind, benötigt er das nicht so intensiv. Darüber hatte ich in einem anderem Tread schon geschrieben,das Problem mit dem optimalem Hg/Widex Micro.
Und seine Logopädin macht dies auch schon 2mal die Woche. Und das ist für so ein kleines Kind von noch nicht mal 4 Jahren ausreichend.
Das der Mitarbeiter noch über 30 Kinder in der Frühförderung betreut, ist vielleicht eine gute Sache für viele.
Aber in unserem Fall haben seine Hausbesuche/Betreuung, nichts gebracht, weder uns, noch unserem Sohn.
Er hat es aber geschafft, dass wir total verunsicherte und verängstigte Eltern wurden, während seiner Betreuung.
Immer mit der Angst zu leben, unser Sohn kann es so vielleicht nicht optimal schaffen…!!
Das sind unser Erfahrungen,die wir mit der Frühförderung gemacht haben.Jetzt hat sich vieles geändert und ich glaube auch in dem LBZH wird sich was ändern müssen(nach unserer dicken Beschwerde).Vielleicht sind wir damit nur ein Einzelfall,aber unser Sohn soll die Chance haben wie alle anderen Kinder "normal" zu leben und lernen/Schule.Den Weg einer anderen Förderung in Schule und Kindergarten,können wir erst dann machen,wenn sich wirklich Probleme ergeben.Bis dahin wird er aber den Weg gehen müssen,den viele andere Kinder auch gehen müssen.
Wir hoffen auch,das alles gut gehen wird.
Liebe Grüße Moni
Moni
Moni mit kleinem Mann (7/2005) spitze
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#14 19.08.2009, 14:29
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Oh Moni

willkommen im Club. Internetseiten und Broschüren lesen sich immer ganz toll- leider sieht die Realität sehr oft ganz anders aus...
Traurig, aber ich teile deine Erfahrung. Wir bekan damals auch keine wirklcihe Frühförderung (es kam alle paar Wochen jemand). Das einzige was wirklcih gut war, war die Krabbelgruppe. Der Kindergarten -hmm ich dachte damals er sei gut, im Nachhinein denke ich zum großen Teil war er das, aber sie haben auch einges ziemlcih verbockt... Zum Thema Schule brauch ich nichts zu sagen?!

LG
Wiebke und Sohn (16 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Beratungsstelle des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V.
http://gehoerlosekinder.de
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#15 19.08.2009, 21:53
Benedikt Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Hallo Momo, hallo Moni,

dann würde es sich fast lohnen, die Kritik mal zu sammeln, damit das LBZH die Arbeit so gut macht, wie es mit dem Personalbestand geht, und nicht einfach vor allem alles unternimmt, um in Statistiken für das Land Niedersachsen gut auszusehen.
Schade eigentlich, dass es mehr Indizien gibt, dass meine Befürchtungen begründet sind.
Vielleicht kommt ja die Kritik sogar beim LBZH an, denn zumindest unsere Förderkraft weiß vom Forum und könnte auch meine Identität kennen.

Noch eine Randbemerkung: Förderung ist immer dann gut, wenn sie irgendwann nicht mehr nötig ist. Deswegen bezieht gute Frühförderung die Eltern ein, um sie kompetent zu machen. Ist man dann kompetent, taucht man in den Statistiken der fördernden Institution ncht mehr auf.

Grüße

Benedikt
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#16 20.08.2009, 09:06
disamo Abwesend
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Betreff: Re: Brauche ich zwingend einen Integrationssplatz im Kindergarten?
Nach meiner Dicken,Heftigen Beschwerde an das LBZH ist sicherlich einiges geschehen.Wochen später bekamen bestimmt alle einen Fragebogen über die Frühförderung.
Ich vermute das es unsere "Anklage" war.Ob sich was ändert,weiß ich nicht.Ein Gespräch steht noch an ,mit den Chefs.Hat bisher aber noch nicht geklappt.
Ich bin aber der Meinung,das jedes beeinträchtigte Kind,so auch wie unsere hörgesch.die Chance haben müssen,wie alle Kinder den selben Weg gehen zu können.Ich kann nur sagen,wie es bei uns ist.
Es fängt schon bei der Diagnose an,geht bei den Akustikern weiter,da haben wir auf so viel unkompetente Fachleute getroffen,das ich froh bin,das es das wunderbare www.gibt und dieses tolle Forum und seine Mitglieder.Ohne dem wären wir verloren.
Die Fachleute sind so miserabel gewesen in unserem Fall,das ich mit Beschwerdebriefen nicht mehr aufhören könnte.
Wir werden weiterhin alles versuchen ,uns und unserem Sohn selbst zu helfen und die richtigen Fachleute uns auszusuchen,die uns wirklich helfen.
Achso,mit Integration hat sowas nix zu tun.Das ist nur in unserem Kindergarten vor der Haustür,Gott sei Dank möglich.
Integration heißt nicht die Kinder zu sortiieren.Alle brauchen Hilfe,Förderung,das fängt im KG an und endet sicherlich nie.
Aber da sollte kein Kind irgentwo 40/50 km weiter weg müssen von zu Hause.Würden wir am Ort eines LBZH wohnen,wäre es eine Alternative.Aber das ist bei den wenigsten sicher möglich.
Und Schwerhörigkeit ist ja eigentlich nichts weiter schlimmes,als wenn andere Kinder eine Brille tragen müssen.Das sagten uns alle Fachleute auch.Aber sonst wird um Schwerhörige Kinder einen rießen Drama gemacht,mit Kindergarten,Integration,Schule und Beruf.
Die Hilfsmittel sind so gut,das man mit kleinen Hilfen es sicher überall schaffen kann.Wie es sein wird in 3 Jahren/Schule,weiß ich heute noch nicht,aber ich möchte gern versuchen das unser Sohn so leben und lernen kann ,wie seine Kg Freunde und seine Geschwister.....
Liebe Grüße Moni
Moni
Moni mit kleinem Mann (7/2005) spitze
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