#1 12.03.2017, 09:29
Richard Gebhardt Abwesend
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Beiträge: 7


Betreff: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Man müsste doch denken dass eine IP 68 Zertifizierung bei Hörgeräten besser ist wie eine IP 57.
Jetzt hab ich irgendwo gelesen dass die Geräte mit IP 68 zwar wasser(fester) und staubdichter sind, aber da sie dichter sind kann deshalb entstehende Kondens-
feuchtigkeit im Gehäuse am Chip auch schlechter ablüften und trocknen;
das leuchtet ein und deshalb ist die Frage ob ein nicht so dichtes Gerät das IP 57 zertifiziert ist bei "normalen" Gebrauch vielleicht besser ist als ein angeblich sehr dichtes IP 68 Gerät?
Die Frage stellt sich vor allem in Bezug auf die Reparaturanfälligkeit.
Ist jemandem schon mal ein Gerät etwa im Regen nass geworden und was ist dann damit passiert, kann man es einfach trocknen und wieder verwenden oder ist es dann defekt und kann es dann überhaupt noch repariert werden?
Hat da vielleicht jemand Erfahrung und kann dazu was sagen, ich würde mich auf viele Antworten freuen und hoffe eine große Diskussion angestoßen zu haben. Vielleicht nehmen auch Akustiker in diesem Forum teil und teilen uns auch ihre Erfahrungen und Meinungen dazu mit.
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#2 13.03.2017, 10:33
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo!

Das ist ein interessantes Thema.
Also Regen sollte an sich kein Problem darstellen.
Jedenfalls nicht wenn man es nicht übertreibt.
Wenn man stundenlang im starken Regen rumläuft und die Geräte ständig vor Nässe triefen wird wohl irgendwann ein Defekt da sein.
Aber wenn man mal kurzzeitig, z.B. beim Einkaufen durch den Regen geht, sollte nichts passieren.
Viel schlimmer ist der menschliche Schweiß, z.B. wenn man beim Sport stark schwitzt. Schweiß ist sehr aggressiv.
Oticon z.B. ist in der Hinsicht sehr stark anfällig.
Man kann aber einfach nicht bei allen Sportarten die Geräte rausnehmen.
Klar sollte einem aber sein, das man nicht mit Hörgeräten schwimmen oder tauchen geht. Ich habe vor langer Zeit einmal beim schwimmen vergessen die Geräte rauszunehmen. Bin einmal damit kurz untergetaucht.
Da fiel mir ein, das ich die Geräte vergessen hatte rauszunehmen
Habe die schnell abgetrocknet und weg gelegt.
Die Geräte haben keinen Schaden genommen.

Übrigens hat Siemens vor 5 Jahren mal das "Aquaris" vorgestellt.
Ein wirklich wasserdichtes Hörgerät: https://www.bestsound-technology.de/...e/aquaris/

Interessanterweise scheinen andere Hörgeräte Hersteller in der Richtung nichts zu machen oder zu können.

Gruß
Sven
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#3 13.03.2017, 14:19
Ohrenklempner Abwesend
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Beiträge: 392


Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
IP57 reicht meines Erachtens völlig aus. Die Gehäuse sind so dicht, dass mitunter ein extra Filter an der Batterieklappe eingebaut ist, da sonst die Batterie im Gerät "ersticken" und schlapp machen würde. Wink

Ich habe im Kundenkreis einige "Schwitzer", die z.B. von Phonak und Hansaton entsprechende IP57-zertifizierte Geräte tragen (Baseo Q15 und Flow2-13 SP). Beim Auseinandernehmen ist die ganze Suppe nur außen an den Dichtlippen, innendrin ist alles stets trocken und frisch. Man kann so ein Gerät praktisch über Nacht mal in Wasser einweichen, ohne dass es Schaden nimmt. Schlimmstenfalls kommt bei großer Strapazierung mal Wasser in den Lautsprecher oder in die Mikrofone, die dann (je nach Ausmaß) evtl. erneuert werden müssten. Wenn der Akustiker fair kalkuliert, dürfte so eine große Reparatur über den Hersteller dann auch nicht mehr als 200 Euro kosten. Der Aku hat ja (bis auf die Reparaturrechnung des Herstellers, die Portokosten und Zeitaufwand für mal kurz das Gerät angucken) sonst kaum Aufwand.
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#4 14.03.2017, 15:31
Richard Gebhardt Abwesend
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Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Man möchte doch im Alltag wenn man zum Beispiel beim Einkaufen aus dem Auto steigt und ca. 50 Meter durch einen Nieselregen zum Supermarkt läuft nicht noch vorher sein Hörgerät rausnehmen wenn man keinen Regenschirm dabei hat. Bei solchen oder ähnlichen Situationen ist es doch, so finde ich, wichtig dass ein Hörgerät damit fertig wird und nicht gleich Schaden nimmt.
Man will doch auch dass einem das Hörgerät selbst nicht mehr auffällt oder stört und der Normalfall wäre dann doch dass man überhaupt nicht mehr daran denken muß.

Jetzt sagt mir aber mein Akustiker dass Hörgeräte allgemein empfindlich gegen Nässe sind und man sie davor immer schützen sollte!
-Kann man das so stehen lassen???

Mir als neuer Hörgeräte-Probierer ist dieser Aspekt schon wichtig und wenn man z.B. sagen könnte dass IP68 zertifizierte Geräte gegen Nieselregen immun sind im Gegensatz zu IP57 zertifzierten Geräten wäre das für mich ein Kaufaspekt; wenn aber bereits IP57 zertifzierte HG (was in aller Regel mind. alle Geräte haben) gegen leichten Regen geschützt sind, dann kann ich mich beim Vergleichen/Ausprobieren der verschiedenen Geräte rein auf die Technik/Verständlichkeit konzentrieren.
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#5 14.03.2017, 16:13
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo!

Da musst Du Dir keine Gedanken machen.
Mal eben 50m durch den Regen sind kein Problem.
Da ist starkes Schwitzen sehr viel schlimmer, denn Schweiß ist sehr aggressiv.
Aber auch damit sollten Hörgeräte fertig werden.

Gruß
sven
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#6 14.03.2017, 23:14
AlfredW Abwesend
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Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo,

also starkes Schwitzen halten meine Geräte aus; im Sommer kommen deie Geräte täglich in die Trockenbox; einmal pro Jahr gibt es eine Inspektion.
Bisher keine Probleme.

Gruß

Alfred
Alfred Würzburger
bds Innenohrschwerhörigkeit ca. 80 dzb

Phonak NAIDA S IX UP
+ ComPilot + TV-Link
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#7 15.03.2017, 20:40
Richard Gebhardt Abwesend
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Beiträge: 7


Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo,
apropos Trockenbox - mein AKU sagte mir ich muß die Hörgeräte jede Nacht in eine Trockenbox tun!
Stimmt das so?
Was habt ihr für Erfahrungen damit, ich meine es gibt ja Trockenboxen und andere Mittel welche den Geräten die Feuchtigkeit entziehen sollen.
Ist das jede Nacht notwendig oder nur wenn man die Geräte feucht gemacht hat (z.B. im Regen)????
Wer kann dazu Erfahrungen schreiben?!?
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#8 15.03.2017, 23:58
AlfredW Abwesend
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Beiträge: 261


Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo,

also ich lege die Hörgeräte nur dann in die Trockenbox, wenn doese "nass" geworden sind; im Winter kaum; im Sommer praktisch täglich.

Gruß

Alfred
Alfred Würzburger
bds Innenohrschwerhörigkeit ca. 80 dzb

Phonak NAIDA S IX UP
+ ComPilot + TV-Link
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#9 16.03.2017, 13:06
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Hallo!

Also ich habe als ich die ständigen Defekte bei den Oticongeräten hatte von meinem Akustiker einen Elektrische Trockenbox geschenkt bekommen.
An sich tue ich die Geräte jeden Abend dort rein.
Ich finde die elektrische Box viel besser als die Dose mit den Tabletten.
Und vor allem kauft man das Ding einmal und gut ist.
Diese Tabletten muss man ja ständig nachkaufen, was wieder ins Geld geht.
Der Stromverbrauch ist bei den elektrischen Boxen zu vernachlässigen. Die Geräte schalten sich nach gewisser Zeit selbstständig ab.

Gruß
Sven
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#10 16.03.2017, 17:30
Ohrenklempner Abwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 392


Betreff: Re: Hat jemand Erfahrung mit IP (57,68) Zertifizierungen/Wasserresistenz bei Hörgeräten?
Ja, die elektronischen Trockenboxen empfehle ich auch, ich mag die mit UV-Strahlung sehr, weil auch Keime abgetötet werden. Täglich in die Trockenbox finde ich etwas übertrieben, außer es ist Monsunzeit oder man arbeitet in einer Großküche ohne Dunstabzug. Wink
Wenn die Geräte augenscheinlich feucht sind, ab in die Trocknung und gut.
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