#1 20.03.2017, 13:07
RF aus H Abwesend
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Beiträge: 8


Betreff: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Wünsche erst einmal allen im Forum einen schönen Wochenstart.

Seit Anfang des Jahres teste ich HG's der unterschiedlichsten Hersteller und deren Modelle. Am Anfang dachte ich naiv, dass so etwas ja wohl nicht so lange dauern könne. Aber, jetzt weiß ich es besser.
Einige testen vor Kauf der Geräte ja bis zu einem halben Jahr und das bringt mich zu meiner Frage:

Was geschieht eigentlich mit den Geräten, die zurückgegeben werden?
Kommen die wieder in den kommerziellen Kreislauf? Wenn ja, als Neugeräte, neuwertige Geräte, oder als Gebraucht-Geräte?

Angenommen Kunde A testet drei Monate, bevor er sich gegen das Gerät entscheidet. Das Gerät liegt dann erst einmal rum und das bekommt dann der Kunde B zu Testzwecken. Kunde B testet das Gerät ebenfalls drei Monate, lässt es dann reserviert liegen und probiert drei andere Geräte aus. Da kann doch schon einmal ein Jahr vergehen, ehe das Gerät dann einen Abnehmer findet?

Ich stelle die Frage, weil ich kurz vor der Entscheidung stehe, ein Oticon OPN 2 zu nehmen, von dem ich vermute, dass es sich in solch einem Kreislauf befindet.

Wer kennt sich damit aus?

Rainer
... Rainer Fred
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#2 20.03.2017, 13:28
svenyeng Anwesend
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Beiträge: 59


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo!

Also ich habe bei meinem Akustiker mitbekommen das er die Geräte von den Herstellern auf Kommission für einen bestimmten Zeitraum bekommt.
Anders geht es ja kaum. Der Akustiker kann ja nicht alles Geräte die im Geschäft liegen vorfinanzieren.
Ist der Zeitraum abgelaufen schickt der Akustiker die Geräte wieder zum Hersteller zurück.
Ich könnte mir vorstellen das man dort die Gehäuse tauscht und das Gerät selber komplett prüft und überholt. Danach gehen die vermutlich wieder als Neu-Geräte wieder in den Handel. Sonst würden ja massenhaft Hörgeräte entsorgt werden.

Gruß
Sven
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#3 20.03.2017, 15:32
Selene Anwesend
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Beiträge: 271


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Meine Akustikerin sagte,
dass die HG, wenn sie vom Testkunden nicht gekauft werden, zum Hersteller zurückgehen. Dort werden sie auseinandergebaut, gereinigt und bekommen eine neue Nummer. Dann gehen sie als Neuware wieder raus.

Ich habe meine neuwertigen Testgeräte gekauft, weil sie immer einwandfrei funktioniert hatten. Und das tun sie jetzt noch.

LG,
Selene
Tinnitus (früher Morbus Meniere), durch Hörstürze beidseits ca. 50-70 dB Schwerhörig.
Seit April 2014 Trägerin von zwei Hörgeräten Phonak Audeo Q90 Ex-Hörer - jetzt mit Otoplastik. Idee
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#4 20.03.2017, 16:21
svenyeng Anwesend
Mitglied
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Beiträge: 59


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo!

Also wenn das wirklich so ist, wie Selene es schreibt, dann ist das an sich eigentlich Betrug.
Bei den hohen Preisen und Eigenanteilen erwarte ich Neuware oder eben einen günstigeren Preis für die sogenannten Testgeräte.

Gruß
Sven
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#5 20.03.2017, 16:56
RF aus H Abwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Also vorstellen kann ich mir schon, dass Geräte sogar den kurzen Weg von Kunde zu Kunde zu Kunde nur über den HG-Akustiker machen. Wie viele Kunden dieses Gerät dann getragen haben und wie lange, ist wohl schwer zu beweisen. Wie gesagt: vorstellen [i][/i]könnte ich mir das. Wissen tu ich es nicht.

Dann sollte dem Kunden gegenüber aber auch der Sachverhalt dargelegt werden. Das wäre in meinen Augen dann aber ein so genanntes Vorführgerät. Vielleicht kommen ja auch auf diese Weise die (in manchen Filialen angebotenen) riesigen Rabatte zustande.
Von Bekannten hörte ich da von 30 - 40%. Ich muss noch einmal sagen, dass das reine Spekulation ist.
Ich habe diese Frage an den Oticon Kundenservice weitergegeben und hoffe noch auf klärende Antwort. Wenn von da nichts verwertbares kommt, werde ich halt an Phonak schreiben.

Rainer

P.S. Die Antwort werde ich hier einstellen.
... Rainer Fred
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#6 20.03.2017, 20:31
smallhexi79 Abwesend
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Dabei seit: 19.09.2011
Beiträge: 212


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo Rainer,

als ich 2013 Hg getestet habe. Unitron hat Flex:trial Geräte zum testen und ich habe von diesen Hersteller auch getestet.
LG smallhexi
Hörgeschädigt seit 1980 durch Meningitis
links: versorgt mit Naida Q 50 UP
rechts: gehörlos
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#7 21.03.2017, 09:25
tan Abwesend
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Dabei seit: 03.12.2016
Beiträge: 23


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Also mein Akustiker sagte mir, dass er ein paar Testgeräte hat (die mit "DEMO" beschriftet waren und die auch als Demogeräte von der Anpassungssoftware erkannt wurden), die an einen Kunden nach dem nächsten zum Test verliehen werden. Als klar war, welches Gerät es wahrscheinlich werden würde, hat er einen Satz auf Kommission bestellt, den ich bekommen habe. Hätte ich mich doch noch umentschieden, wäre dieser Satz ohne Probleme wieder an den Hersteller gegangen.
0250 0500 1000 2000 3000 4000 6000 8000 Hz
..10...15...25...30...55...60...55...60 links OPN 2, 85er Hörer
..50...55...85...95..100..110..115...95 rechts OPN 2, 105er Hörer
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#8 21.03.2017, 09:36
svenyeng Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 59


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo!

Das mit auf Kommission bestellen sagte ich ja schon.
Nur was macht der Hersteller mit diesen Geräten wenn sie zurück kommen?
Ich gehe davon aus das die nach Prüfung etc. wieder als Neugeräte in den Handel gehen.

Gruß
sven
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#9 21.03.2017, 14:04
RF aus H Abwesend
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Dabei seit: 14.03.2017
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Ich habe ja versprochen eine etwaige Antwort ins Forum zu stellen. Gestern Abend bekam ich Antwort von Oticon und auf Rückfrage meinerseits die Freigabe den Text hier einstellen zu dürfen. Die wichtigste Passage bezieht sich auf meine gestellte Hauptfrage siehe Zitat:

Zitat
Sehr geehrter Herr,
wir freuen uns, dass Sie sich mit dem Gedanken tragen, mit dem Kauf eines Opn2 eine sehr gute Entscheidung zu treffen!
xxxxxxxxxx
Zu Ihrer Hauptfrage können wir Ihnen von hier aus keine abschließende Auskunft geben, da wir nicht genau wissen, wie Ihr Akustiker die Probegeräte bereit stellt.
Wir gehen davon aus, dass entweder Testgeräte eingesetzt werden, die selbst nicht verkäuflich sind, oder dass getestete aber nicht verkaufte Geräte nach dem Testen an uns zurück gegeben werden, von wo sie dann zurück ins Werk zur vollständigen Demontage geschickt werden. An uns zurück gegebene, gebrauchte Geräte gehen nicht wieder zurück in den Verkauf.
Zur endgültigen Klärung bezüglich Ihres persönlichen Gerätes fragen Sie doch bitte Ihren Akustiker. Er wird Ihnen sicher sagen, wie die endgültige Versorgung bei Ihnen aussehen soll.

Wir hoffen, Ihnen soweit geholfen zu haben und verbleiben


Mit freundlichen Grüßen

Dr. XXXXXXXXX
Zitat Ende

Die zurückgeschickten Geräte werden also nicht wieder in den Verkauf gegeben.
Daraus geht nicht der ganze Sachverhalt hervor. Für die Firma Oticon lassen wir das mal so stehen. Ob die anderen Mitbewerber hier den gleichen Prozess haben, müsste man einzeln erfragen. Interessant finde ich, dass Dr. XXXX offen lässt, wie die Akustiker im Allgemeinen mit diesem besonderen Thema umgehen.
Für mich bedeutet das zunächst, dass es keinen genormten branchenüblichen Prozess gibt. Am kommenden Freitag bin ich bei meiner Akustikerin und werde dort versuchen die Frage dezent unterzubringen.
Ich werde Euch berichten.
... Rainer Fred
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#10 21.03.2017, 21:58
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo,

Unitron, Signia(Siemens) und Oticon arbeiten im Bereich der Zuzahlungsgeräte mit sogenannten Demo-Geräten. Diese werden nur für die Anpassung genutzt und können nicht verkauft werden. Dafür sorgt eine Sperre, denn die Geräte fangen nach ca 6 Wochen zu piepsen an, erst langsam, dann immer häufiger. Erst durch das erneute anschließen an den Computer kann man den Testzeitraum neu starten.
Die anderen Hersteller geben dem Akustiker die Möglichkeit Kommissionsgeräte zu erhalten, wobei der Kommissionszeitraum ca 8-12 Wochen dauert, danach werden die Geräte berechnet. Ich achte stets darauf, die Geräte zurück zu schicken. Solllte ein Kunde einen längeren Zeitraum benötigen, dann wird er gebeten, das Gerät zurück zu bringen und es wird gegen ein neues Kommissionsgerät ausgetauscht. Falls sich ein Kunde für eine Versorgung entscheidet, dann bekommt er das HG, welches er getestet hatte, denn er war ja auch der erste Träger
Somit ist es recht sicher gewährleistet, das meine Kunden bei Zuzahlungsgeräten immer neue Geräte erhält.
Bei Kassengeräten sieht es etwas anders aus, denn die kann der Akustiker in den meisten Fällen nur fest kaufen. Bei diesen Basis-Versogungen ist es allerdings meistens so, dass das Testtragen meistens nicht so lange dauert. Will nicht heißen, dass ich die Entscheidung erzwinge, sondern die Kunden oftmals keine Zeit für langwieriges testen aufbringen wollen. Deshalb kann man bei mir davon Ausgehen, dass der Kunde auch hier annähernd ein neues HG erhält. Da bei Kassengeräten der Kunde keinen Eigenanteil bei der Anschaffung und auch bei Reparaturen zu tragen hat und das die Kasse eine Reparaturpauschale bezahlt, ist es das Risiko des Akustikers, wenn beim Kassengerät vermehrt Reparaturen auftreten. Dieses Risiko zu minimieren ist das Geschick des Akustikers bei der Auswahl und Menge der Basisgeräte, die er sich aufs Lager legt.

Gruß

Dirk
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#11 23.03.2017, 13:53
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
So ganz traue ich Oticons Aussage mit "zurück ins Werk zur vollständigen Demontage geschickt werden" nicht.

Ich spekuliere mal ganz frech, dass gebrauchte Kommissionsware im Mülleimer landet und nur die wirklich neuen, unbenutzten Geräte wieder in den Verkauf gehen. Die Hersteller werden das bestimmt nicht so kommunizieren, denn die lächerlichen Materialkosten sind denen bestimmt zu peinlich. Wink

Ich mache es im Betrieb so, dass meine Kunden entweder Demogeräte bekommen und ich nach der Entscheidung dann fabrikfrische Geräte an die Ohren hänge. Oder ich bestelle neue Geräte auf Kommission, diese gehen dann nach ausgiebiger Testung wieder zurück zum Hersteller. Bei den Kommissionszeiträumen gebe ich auch gerne mal zwei oder drei Wochen Ausprobezeit. Normalerweise werden Kommissionsgeräte nicht mehreren Kunden nacheinander angepasst, denn es gibt einfach zu viele verschiedene Hersteller und Variationen.
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#12 23.03.2017, 14:13
svenyeng Anwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo!

Also Oticon ist eh nen Fall für sich.
Hatte ja jahrelang Oticon und ständig defekte Geräte die ständig eingeschickt werden mussten.
Ich habe nie verstanden warum Oticon defekte Gerät repariert.
Einfach, schneller und besserer Kundenservice wäre der Tausch gegen neue gewesen, zu mal die Geräte dem Hersteller fast nichts kosten.
Da sind die Kosten für Reparaturen weitaus höher.

Gruß
Sven
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#13 23.03.2017, 14:18
RF aus H Abwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo Dirk,
vielleicht musst Du die Liste der Hersteller, die Demogeräte ausgeben, um Oticon kürzen!
Die Antwort von Oticon lässt ja offen, was der Akustiker damit macht. Meine Akustikerin erklärte mir, dass sie das Gerät, dass ich jetzt zum Testen trage, nach der Testphase eventuell sogar umbauen müsse / würde, wenn ich das Modell wollte, aber eine andere Farbe wünschte!

Dem entnehme ich, dass es sich keineswegs um ein Demomodell handelt. Wobei ich hier nicht vom Besonderen ins Allgemeine übertragen wollte. Ich rede hier nur über meinen Fall bei meinem Akustiker. Vielleicht haben die großen Ketten ja auch mit den Herstellern Kontrakte geschlossen, die einen anderen Prozess vorsehen.

Der Antwort des Herstellers entnehme ich nur folgendes:
Die vom Akustiker NICHT verkauften Geräte, die an uns zurückgeschickt werden, gehen nicht wieder in den Verkauf.

Er lässt offen, dass wohl getestete Geräte an den Kunden verkauft würden. Ob der Kunde dabei der dritte, vierte oder zweite Tester ist, bleibt Spekulation.

Dank Deiner Darstellung und der Antwort von Oticon und der Schilderung meiner Akustikerin gibt es mal wieder mehrere Antworten auf mein Threat-Thema.

Es gibt Hersteller, die Demo-Geräte zur Verfügung stellen.
Es gibt Akustiker, die Testgeräte wieder an den Hersteller zurückgeben.
Es gibt Akustiker, die dem Kunden nach Zuschlag sicherstellen können, dass er ein Fabrikneues Gerät ausgehändigt bekommt.
Es gibt Akustiker, die (Non-Demo-) Geräte mehreren Testern zur Verfügung stellen und diese dann verkaufen.
Es gibt Akustiker, die die Geräte dem Kunden individuell zusammenbauen.
Es gibt Akustiker, auf die mehrere Aussagen zutreffen.

Wo kommen nun die riesigen Rabatte von 30 - 40% her?
Wurden die vorher draufgeschlagen, wie Wilhelm Busch schon gedichtet hat?
... Rainer Fred
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#14 23.03.2017, 15:30
svenyeng Anwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Hallo!

Natürlich werden Rabatte vorher draufgeschlagen.
Das ist eine ganz normale kaufmännische Kalkulation:

Selbstkosten
+ Gewinn (%)
= Barverkaufspreis
+ Skonto (%)
=Zielverkaufspreis
+ Rabatt (%)
= Listenverkaufspreis (netto)
+ MwSt (19%)
=Bruttoverkaufspreis

Das kann man noch weiter aufdrösel. Dazu mal ein Beispiel:

Materialkosten 0,50 Euro
+ Materialgemeinkosten 0,10 Euro
= Materialkosten = 0,60 Euro
+Fertigungseinzelkosten 0,10 Euro
+ Fertigungsgemeinkosten 0,05 Euro
= Herstellkosten = 0,75 Euro
+ Verwaltungsgemeinkosten 0,10 Euro
+ Vertriebsgemeinkosten 0,05 Euro
= Selbstkosten = 0,90 Euro
+ Gewinn in % (30%) 0,27 Euro
= Barverkaufspreis = 1,17 Euro (97%)
+ Skonto in % (3%) 0,04 Euro
= Zielverkaufspreis (90%) = 1,12 Euro
+ Rabatt in % (10%) 0,13 Euro
=Listenverkaufspreis netto = 1,34 Euro
+ 19% MwSt
Verkaufspreis brutto = 1,59 Euro

An Hand von diesem Beispiel sieht man wie ein Produkt das an Materialkoten 0,50 Euro hat, am Ende ein Preis von mehr als das dreifache rauskommt.

Das geht aber noch weiter.
Nicht nur der Hersteller möchte Gewinn erziehlen, der Händler ebenso.
Also müsste man noch mal den Gewinn des Händlers draufschlagen.

Gruß
Sven
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#15 23.03.2017, 19:00
Syrinx Abwesend
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Dabei seit: 31.10.2013
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Nur mal kurz eingeworfen..."...sogar umbauen für eine andere Farbe....
Das ist nun alles andere als Hexenwerk.
Bei Oticon-Geräten die Schalen zu wechseln, um eine andere Farbe zu haben, ist nun echt kein Thema, sogar für mich als Laie machbar....hatte für mein Intiga 5 Farben und kann auch beim Phonak selbst Hörer oder schale wechseln mit dem richtigen Werkzeug, habe 3 verschiedene Schalenpaare, also Farben.

Grüssle
beidseitig mit Phonak Audeo V versorgt und
zum Hörjunkie mutiert Grinning
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#16 24.03.2017, 14:41
Lchtschwrhrg Anwesend
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Irgendwie erübrigt sich doch die gesamte Diskssion um Testgeräte und Weiterverwendung.
Zum einen unterliegen die Teile weitestgehend keinem mechanischem Verschleiß (nur Gehäuse - da dann aber wohl neu zu ersetzen sind), Schläuche und Leitungen mal ausgenommen, sondern es sind elektronische Baugruppen.

Wichtig muss sein, dass Hygiene-Regeln sorgfältigst eingehalten werden.

Weiter dürfte es bestimmt eingepreist sein, dass Testgeräte in Kommission vertrieben werden - d.h. notwendige Aufarbeitung etc.. Es ging dem T.O. doch insbesondere darum, einen Preisnachlass zu erhalten - auch der dürfte mit in der Kalkulation berücksichtigt sein - ich fürchte dann eher auf höher für ganz neu. Wobei sich dann die Frage stellt, dass die Electronic-Bauteile in einer automatisierten Fertigungsumgebung zwar auf bestimmte Werte und Funktion geprüft werden, das Ohr da aber evtl. doch noch eine höhere Quali-Teststufe darstellt.

Der Wert der Hörgeräte liegt doch nicht im Materialteil, sondern in der Software im Chip. Das Gerät selbst ist fast ein Pfennigsrtikel - Die Fertigungsmaschinen, Formen und der gesamte Overhead incl. Werbung etc. belasten hier die Kosten eines HG mehr als die Bauteile oder die Montage. Und die verschwinden auch nicht mit Testtragen.

Interessanter Weise hat sich wohl noch kein BMW Fahrer darüber aufgeregt, dass der Motor, der da in seiner neuen Kiste mit 0 km eingebaut ist, bereits wohl mindestens 5TKM Laufleistung hinter sich haben dürfte. Geh doch mal einer zum BMW-Händler und sagt "Gebrauchtware" im Neufahrzeug....
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#17 24.03.2017, 15:07
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 142


Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.

Um nochmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Das Opn2, welches Rainer überlegt zu kaufen, ist entweder ein Demogerät (erkennbar am Schriftzug DEMO auf dem Gehäuse), welches nicht verkäuflich ist sondern bei der Kaufentscheidung durch ein fabrikfrisches Gerät ausgetauscht wird.
Alternativ steht evtl. nicht "DEMO" am Gerät, dann handelt es sich um ein Gerät, das dem Akustiker gehört und möglicherweise schon einigen anderen Menschen am Ohr hing. In dem Fall liegt dem Akustiker sicher etwas daran, das Ding endlich zu verkaufen und er lässt sich bestimmt auf einen Rabatt ein. Wink
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#18 24.03.2017, 19:51
RF aus H Abwesend
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Dabei seit: 14.03.2017
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Betreff: Re: Testgeräte und deren Weiterverwendung
An Alle, die hier zur Klärung beigetragen haben, sage ich Danke.

Der Vergleich mit dem BMW ist schon dreist. Sorry.
Kann natürlich auch auf Audi, Mazda, Peugeot, etc... übertragen werden. Aber wir wollen ja keine Äpfel mit Birnen vergleichen.

Einen speziellen Dank noch an Sven für seine Ausführungen.

Als ich die Frage hier einstellte, hatte ich mit zwei drei Antworten gerechnet. Ich finde die Entwicklung auf jeden Fall informativ und spannend.

Noch eine letzte Info dazu von meiner Akustikerin:
In der Filiale »ihres Konzerns« gilt als Zielsetzung das Testgerät des Kunden bei Gefallen in dessen Besitz zu bringen.
Das ist so auch in Ordnung. Zum Testen wird nur ein Neugerät an den Kunden gegeben. Die oben erwähnten hygienischen Gründe sind für mich auch überzeugend.

Meine Frage zielte auf die abgelehnten Testsysteme. Diese Frage wurde auch mehrfach beleuchtet.

Dazu noch einmal Danke und schönes Wochenende.
... Rainer Fred
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