#1 06.04.2017, 11:11
TaubeNuss71 Abwesend
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Dabei seit: 05.04.2017
Beiträge: 2


Betreff: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Guten Tag zusammen.
Seit ungefähr 20 Jahren lässt mein Hörvermögen mehr und mehr nach. Ich bin jetzt 45.
Anfangs habe ich es selber garnicht gemerkt. Wie genau die Erkrankung heißt, weiss ich nicht. Mit den ganzen Fachbegriffen die hier verwendet werden, kann ich garnix anfangen.
Bisher bin ich ganz gut zurecht gekommen. Hörvermögen auf Beiden Seiten bei 30-40%. Ich lese von den Lippen ab und was ich nicht verstehe ergibt sich meist aus dem Kontext. Wer es nicht weiss, merkt es auch nicht. Man entwickelt eben Stratgien....
Nun ist es aber in den letzen Wochen nochmal deutlich schlimmer geworden und es ist mir fast unmöglich Fehrnzusehen, oder jeder Unterhaltung zu folgen.
Gespräche haben oft etwas von dem Spiel" Stille Post".

Die Kontrolltermine beim Arzt sind halbjährlich, der nächste steht bald an.
Jedesmal sind die Werte schlechter.

Man hatte mir schon nahegelegt ein Öhrgerät zu tragen.
Der Gedanke missfällt mir sehr und ich kann mich kaum damit anfreunden.
Weil ich nur bestimmte Sachen lauter hören möchte und nicht alles. Smiling

Hier bin ich nun auf der Suche nach Rat und Austausch.

Das sollte erstmal reichen.
Happy

Nette Grüße
Die taube Nuss
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#2 06.04.2017, 12:04
heinzi Abwesend
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Dabei seit: 28.10.2016
Beiträge: 7


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Hallo TaubeNuss71,

wenn die Versorgung mit Hörgeräten angezeigt ist, wäre es mein Rat, einmal Hörgeräte zu testen und dann zu entscheiden, wie du damit zurecht kommst.
Bei mir war der erste Schritt auch nicht ganz einfach und ich denke, das ist hier einigen so ergangen.
Vielleicht überwiegen dann bei dir die positiven Erfahrungen mit Hörgeräten und dann kannst du die Geräte auch akzeptieren.

Herzliche Grüße!
heinzi
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#3 06.04.2017, 12:24
Steffi Sch. Abwesend
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Beiträge: 42


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Hallo taube Nuss,

auch ich habe mich lange Zeit irgendwie mit meiner Hörschwäche über Wasser gehalten. Jetzt geht es leider nicht mehr. Ich habe morgen einen Termin beim HNO für eine Verordnung und werde dann in der nächsten Woche wohl das erste Testgerät bekommen.

Ich hoffe, ich kann das akzeptieren und komme damit auch im Alltag klar.
Ich habe lange gebraucht, mir einzugestehen, dass ich etwas tun muss. Das war ein schwerer Schritt, aber ich bin doch ein wenig erleichtert, dass ich es angegangen bin.

Vielleicht geht es dir ja genauso?

Viele Grüße,
Steffi Sch.
Steffi Sch. Helpless
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#4 06.04.2017, 22:37
Ohrenklempner Abwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 264


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Zitat von TaubeNuss71:

Der Gedanke missfällt mir sehr und ich kann mich kaum damit anfreunden.
Weil ich nur bestimmte Sachen lauter hören möchte und nicht alles. Smiling

Hallo und Willkommen! Grinning

Du musst wahrscheinlich akzeptieren, dass du mit Hörgeräten einfach alles andere auch wieder lauter hörst, und nicht nur das, was du lauter hören willst. Das ist gerade in der Gewöhnungsphase ein häufiger Kritikpunkt: "Die Nebengeräusche!!" -- höre ich als Akustiker ständig. Wink
Ich versuche meine Kunden dann dahingehend zu sensibilisieren, dass alle anderen Leute diese Geräusche auch hören, und zwar teilweise auch laut. Papierknistern, Klospülung, Straßenverkehr. Das Gehör hat sich nur entwöhnt und kommt zunächst nicht damit klar, dass ja die Welt tatsächlich so laut ist. Der Kopf muss erst wieder neu lernen, "wichtig" von "unwichtig" zu unterscheiden, da dieser Filter im Kopf lange nicht benutzt wurde. Neuversorgte wundern sich üblicherweise über alle möglichen Geräusche: Der klappernde Ehering auf dem Tisch, der knarzende Stuhl, die raschelnde Kleidung, klimperndes Geld. Aber hey: diese Geräusche sind einfach mal da und wollen auch gehört werden.

Du bekommst auch bei der ersten Anpassung nicht gleich die volle Zielverstärkung mit komplettem Lautheitsausgleich auf die Ohren. Da würdest du vom Stuhl springen und den Laden fluchtartig verlassen. Daher fängt man mit einer Einstellung an, bei der du etwas besser hörst, die aber trotzdem für deine (noch) empfindlichen Ohren akzeptabel ist. Die Hörverbesserung ist anfangs eher gering, sie steigt aber im Laufe der Monate und Jahre, wie auch die Toleranz deiner Ohren für Alltagsgeräusche steigen wird. Erfahrungsgemäß kommen meine Kunden nach spätestens einem halben Jahr zu mir und wollen, dass ich es ihnen etwas lauter drehe: "Ja, so ist es schön!" => und schwupps, schon wieder 5 dB näher an der Zielverstärkung.

Versuche am Anfang nicht das Negative zu sehen, sondern achte auf die Sachen, die mit Hörgeräten besser funktionieren als ohne. Und wenn was nicht klappt, lass die Geräte nicht in der Schublade verschwinden sondern ruf den Akustiker an. Der hat ja immerhin auch ein Interesse daran, dass du zufrieden bist und in sechs Jahren das nächste Paar Hörgeräte mit der aktuellen Technik von ihm haben willst. Wink
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#5 16.04.2017, 18:02
TaubeNuss71 Abwesend
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Dabei seit: 05.04.2017
Beiträge: 2


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Vielen Dank erst einmal für die netten Antworten.
Ich wünsche allen hier ein schönes Osterfest und werde mich nun mal etwas durchlesen.
Der nächste Termin beim Ohrenarzt ist nicht mehr weit hin, er drängt eh auf ein Gerät.

Dummerweise kenne ich niemanden der zufrieden ist mit seinem Gerät.
Deshalb weiss ich auch nicht wo man mit der Suche nach etwas passendem anfangen soll.
Also begebe ich mich jetzt hier im Forum mal auf die Suche, nach Ratschlägen.

Nette Grüße
Die Taube Nuss
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#6 16.04.2017, 18:52
AlfredW Abwesend
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Dabei seit: 15.11.2005
Beiträge: 257


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Hallo,

grundsätzlich solltest Du so viele Geräte testen, bis Du die Schnauze voll hast. Kein noch sogutes HG bringt Dir ein normales Hören zurück: Deswegen kannst Du nur eine best mögliche Versorgung erreichen. Dies ist auch abhängig von deiner Geduld und deinen finanziellen Mitteln.

Schöne Rest-Ostern noch

Alfred
Alfred Würzburger
bds Innenohrschwerhörigkeit ca. 80 dzb

Phonak NAIDA S IX UP
+ ComPilot + TV-Link
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#7 16.04.2017, 22:27
Tuchel48.1.1 Abwesend
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Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 119


Betreff: Re: TaubeNuss, kurze Vorstellung
Hallo, taube Nuss, es ist verständlich, daß man sich mit einem Hörgerät nich gerne anfreundt, aber wenn man immer wieder Schwierigkeiten mit dem Verstehen hat, sollte man die Abneigung über Bord werfen und es erst mal mit Hörgeräten versuchen. Wenn auch mehrere Versuche scheitern, kannst du immer noch ablehnen. Niemand zwingt dich dazu, Hörgeräte zu tragen, wenn du nicht zurecht kommst.

Aber ziemlich bald wirst du merken, daß du mit Geräten besser fährst, du kannst wieder leichter an Gesprächen teilnehmen ohne öftere fragen zu müssen, leichter fernsehen oder Radio oder andere Audiogeräte hören.

viel Glück!
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