#1 18.04.2017, 10:46
Syrinx Abwesend
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Beiträge: 224


Betreff: Sprachverstehen verabschiedet sich einseitig
Vielleicht hat jemand Tipps.
Ich bin beidseitig mit Hörgeräten versorgt und mache mir Sorgen um eines meiner Ohren, da ich gefühlt immer weniger Sprachverständnis auf dieser Seite habe. Ich habe leider weder Ton- noch Sprachaudiogramm, kann aber berichten, dass ich auf der Seite mit einer reinen Hochtonschwerhörigkeit anfing, dann nach 2,5, Jahren auch mittlere Frequenzen hinzukamen, worauf ich sogar neu versorgt wurde. .Der Hörverlust wurde als mittelgradig bezeichnet, der der anderen Seite als leicht. Am Anfang gab der Einsilbentest auf der schlechteren Seite schon einen Wert aus, der wohl sehr schlecht war (angbl. 30% Verstehen) und anhand des Tonaudiogramms so mies nicht erwartet wurde.
Gefühlt drehte ich immer lauter, die Grundlautstärke wurde nachgeregelt um 2 Stufen (?), aber im Verstehen bringt mir das wenig, im Gegenteil stresst mich mitunter der Lautstärkepegel, so dass ich von selbst schon runterdrehe und wieder runterregeln lassen werde.
Ich komme da gerade nicht weiter. Ich möchte mehr Power auf dem Ohr, aber das allein über die Lautstärke bringt nichts.
Hat jemand Tipps zum Thema Hörtraining oder anderweitig?

Danke
Syrinx

p.s. Brainhearing habe ich auch schon mal eine Weile probiert - von Oticon- war nett aber auch nicht besser....und erst recht nicht klarer im Sprachverständnis
beidseitig mit Phonak Audeo V versorgt und
zum Hörjunkie mutiert Grinning
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#2 18.04.2017, 13:10
Lchtschwrhrg Anwesend
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Beiträge: 35


Betreff: Re: Sprachverstehen verabschiedet sich einseitig
Hallo Begleiterin der Artemis,
was sagt denn der (hoffentlich fähige) HNO dazu?

Denn, was logisch ist, wenn es zu laut wird, knallst Du Dir Dein Gehör auch weg.

M.E. sollte HNO oder Akustiker Deine Hörkurve möglichst detailliert (mit vielen Kanälen) testen und Du das für Dich beste Verstärkungs-Profil rausfinden.

Bin zwar nur erst Anfänger, aber was mich persönlich verblüffte war, dass mein
Sprachverständnis nicht nur von der Verstärkung der bei mir schwachen Hörfähigkeit im Hochtonbereich, sondern gerade auch der bei den eigentlich "gut gehörten" mittleren Frequenzen abhing - die (wegen geringster hörschwäche) im Hörspektrum zu dämpfen hatte mein Sprachverständnis sofort verschlechtert - die mit zu verstärken bracht dann die Lösung.

In jedem Fall viel Glück!
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#3 18.04.2017, 17:59
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 4.747


Betreff: Re: Sprachverstehen verabschiedet sich einseitig
Off-Topic:
Noch ergänzend zur Information:

Zitat von Lchtschwrhrg:
Hallo Begleiterin der Artemis,
was sagt denn der (hoffentlich fähige) HNO dazu?

Denn, was logisch ist, wenn es zu laut wird, knallst Du Dir Dein Gehör auch weg.

Wenn man die Hörgeräte nach den ucls begrenzt, können generell weitere (Lärm-) Schädigungen des Gehörs durch die Hörgeräte selbst nicht ausgeschlossen werden. Dieses Vorgehen ist jedoch üblich bei einer Hörgeräteversorgung.

Die subjektive Lautheitsempfindung ist also kein verlässlicher Parameter, nach welchem man ein Hörgerät begrenzen kann, wenn man weitere Schädigungen ausschliessen will - schon besser sind da Hörgeräte, welche für den Lärmarbeitsplatz konzipiert wurden bzw. durch einen entsprechend zertifizierten Akustiker (oder einen, welcher über das notwendige Know-how verfügt) nach den angedeuteten Kriterien (ausgesuchte; bspw., was die Otoplastiken betrifft etc. und) eingestellte Hörgeräte.

Gruss fast-foot

Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#4 21.04.2017, 11:12
Syrinx Abwesend
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Beiträge: 224


Betreff: Re: Sprachverstehen verabschiedet sich einseitig
Danke für Eure Antworten.
Der HNO sieht keinen Handlungsbedarf, meint es wäre "Einstellungssache".
Ich habe jetzt die Lautstäke runterregeln lassen, so dass ich das Eigengeräusch des Gerätes auch nicht mehr höre (-n muss).

Der Akustiker hatte es ja auf meine Bitte hin alles lauter gedreht.
Aber meinem Wunsch zu verstehen, hat das auch nichts gebracht.
Für mich fühlt es sich fast so an, als wären mal wieder 2 Jahre rum und es "geht erneut los", also dass ich hörtechnisch weiter abrutsche.
Ich fühle mich nicht ernstgenommen, bin wohl noch zu gut hörend.

In meiner 15.000 Einwohnerstadt gibt es sogar 2 HNOs, die jedoch beide nur und ausschließlich privat abrechnen. Mein HNO, der auch schon in den 60ern ist, ist 44 km entfernt, einfache Autofahrt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen und die Wartezeit für einen Termin beträgt bei ihm und im "näheren Umfeld", einer Stadt mit 30.000 Einwohnern und 1 kassenärztlich praktizierendem HNO, ca. 3 - 4 Monate, wenn kein akuter Notfall vorliegt.
Da fühle ich mich nicht gerade prima versorgt.
beidseitig mit Phonak Audeo V versorgt und
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