#41 03.10.2017, 08:03
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 4.913


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
Zitat von muggel:

Zitat von Gewichtl:

3.
daraus schloss ich - dummerweise:
ist die Versorgung so offen wie möglich (z.B. Schirmchen), dann kann ungefiltertes Geräusch in´s Ohr und damit behält die Ohrmuschel ihre Funktion und ich höre beispielsweise (ohne Pinna-Technikmätzchen) im Straßenverkehr von welcher Seite sich ein Martinshorn nähert

Zitat von muggel:
Richtig: dummerweise.


Zitat von Gewichtl:
oder irre ich mit dieser Vermutung?
LG
[quote=muggel]GewichtlJa, tust du. Informiere dich übers Richtungshören und wie dieses beim (gesunden) menschlichen Ohr funktioniert.[/qote]

So dumm müsssen die Schlussfolgerungen von Gewichtl nicht unbedingt sein:

"Menschen können eine Schallquelle lokalisieren, selbst wenn eine einseitige Hörbehinderung besteht. Den Durchbruch in der Erklärung dieser menschlichen Gehörlokalisation brachten erst Erkenntnisse über die speziellen Filtereffekte, die durch die Ohrmuscheln herbeigeführt werden. Die Filtereffekte haben sich in der Literatur zu den kopfbezogenen Übertragungsfunktionen (HRTF oder Ohrsignalen) entwickelt und beinhalten verschiedene Schalllokalisationmerkmale einschließlich ITD, ILD sowie den Änderungen in der spektralen Zusammensetzung des Klangs, der einen Zuhörer erreicht."

Was das jetzt für welchen Fall genau bedeutet, kann ich nicht genau sagen. Aber die Ueberlegungen von Gewichtl sind aus meiner Sicht jedenfalls nicht dumm.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#42 11.10.2017, 14:23
Gewichtl Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2015
Beiträge: 328


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
weitere Hinweise für Menschen, die auf die Hilfe von Hörakustikern angewiesen sind Smiling

Vorwände - Einwände:

präventiv bei Vorwänden von HGA´s, welche glauben:
"Mundwerk ersetzt Handwerk"
und
"einREDEN von Hörgeräten bringt mehr als einSTELLEN von Hörgeräten"

Standardrepertoire der Vorwände:

1.)
Vorwand:
"wir brauchen IMMER eine fachärztliche Verordnung"
Einwand:
"nach Ablauf der Versorgungsfrist von 6 Jahren, wird die NICHT gebraucht"

2.)
Vorwand:
"Ihr Ohrenschmalz verhindert exaktes Audiogramm"
Einwand:
"Ohren wurden gerade professionell mit Lösung behandelt und Cerumen abgesaugt"

3.)
Vorwand:
"Hörentwöhnung"
Einwand:
"seit xxx Jahren Hörgeräteträger"

4.)
Vorwand:
"zu geringer Dynamikbereich"
Einwand:
"meine UCL liegt bei xxx dB"

5.)
Vorwand:
"kognitive Sprachverständlichkeitsprobleme", oder:
"psychosomatische (somatoforme) Schwerhörigkeit",
Einwand:
"das Argument kommt erst zum tragen, nachdem ALLES ergebnislos ausgetestet wurde"

6.)
Vorwand:
"zu hohe Erwartungen"
Einwand:
"auch das kommt erst zum tragen, nachdem ALLES an Hörhilfen ergebnislos ausgetestet wurde"

7.)
Vorwand:
"mehr als "Freiburger" zahlt Ihre Kasse nicht"
Einwand:
"meine Kasse zahlt die Erfüllung der Vorgaben der HilfsM-RL § 21 (AUCH OLSA oder GÖSA)"

8.)
Vorwand:
"diese Technologiestufe ist nicht aufzahlungsfrei"
Einwand:
"was individuell aufzahlungsfrei ist, ergibt sich aus § 19 HilfsM-RL"

das nur mal so zur Info
LG
Gewichtl
"die Welt wäre deutlich besser, würden doch nur alle so denken wie ich" - denken alle Smiling
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 11.10.2017, 14:24 von Gewichtl. ↑  ↓

#43 11.10.2017, 15:22
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 277


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
Hallo!

2.)
Vorwand:
"Ihr Ohrenschmalz verhindert exaktes Audiogramm"
Einwand:
"Ohren wurden gerade professionell mit Lösung behandelt und Cerumen abgesaugt"


Selber gemacht, oder beim HNO?
Selber kommt man nie so tief wie der HNO und ich muss ganz klar sagen, das ich merke wenn ich beim HNO war. Man hört dann ein wenig besser.


Vorwand:
"mehr als "Freiburger" zahlt Ihre Kasse nicht"
Einwand:
"meine Kasse zahlt die Erfüllung der Vorgaben der HilfsM-RL § 21 (AUCH OLSA oder GÖSA


Hatte ich noch nie beim Akustiker, das macht der HNO bei mir.

Das mit der Verordnung sehe ich nicht als Problem.
Man sollte eh 2x pro Jahr zum HNO gehen.
Ich finde das schon wichtig und dann holt man sich eben eine Verordnung,
auch wenn sie nicht zwingend gebraucht wird.

Gruß
sven
↑  ↓

#44 11.10.2017, 16:54
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 470


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
Soll ich nochmal? Ich geb nicht auf. Grinning

Zitat von Gewichtl:

1.)
Vorwand:
"wir brauchen IMMER eine fachärztliche Verordnung"
Einwand:
"nach Ablauf der Versorgungsfrist von 6 Jahren, wird die NICHT gebraucht"

Welcher Akustiker behauptet das denn auch freiwillig? Es nimmt doch ne Menge Aufwand ab (seitens des Versicherten) und beschleunigt die Abrechnung, wenn nicht extra ne Verordnung geholt werden muss.

Zitat:
2.)
Vorwand:
"Ihr Ohrenschmalz verhindert exaktes Audiogramm"
Einwand:
"Ohren wurden gerade professionell mit Lösung behandelt und Cerumen abgesaugt"

Hatte ich neulich schon. Letzte Woche Ohren reinigen lassen, heute schon wieder dicht. Sorry, ist nun mal so. Es bringt ja auch kaum was, ein Luftleitungs-Hörgerät anzupassen, wenn die Luftleitung blockiert ist.
Auch hier wieder ne Gegenfrage, falls der Akustiker den Schmalzpfropf ausgedacht hat: Warum sollte ich damit meinen Kunden noch mehr stressen (schon wieder zum HNO?) und eine weitere Woche auf Versorgungsabschluss warten?

3. 4. und 5. lasse ich mal links liegen. Die Vorwände sind ziemlich aus der Luft gegriffen.

Zitat:
6.) zu hohe Erwartungen

Ja, kommt vor. Manche wollen "hören wie früher", aber früher hat man eben auch lautes Zeitungsrascheln, Klospülungen und leise Konsonanten gehört. Die Erwartung ist oftmals, dass man mit Hörgeräten wieder genau das optimal hört, was man auch hören und verstehen möchte. Das andere, was stört oder ungewöhnlich klingt, soll bitte auch stumm bleiben. Und das ist nicht möglich.

Zitat:
7.)
Vorwand:
"mehr als "Freiburger" zahlt Ihre Kasse nicht"
Einwand:
"meine Kasse zahlt die Erfüllung der Vorgaben der HilfsM-RL § 21 (AUCH OLSA oder GÖSA)"

Mein Lieblingsthema. Grinning
Die Kasse zahlt explizit weder für den Freiburger noch für den OLSA/GÖSA. Die Kasse zahlt für eine Dokumentation der Hörgeräteanpassung je nach geltendem Vertrag. Wir haben die Thematik doch ausführlich anhand des vdek-Vertrags erörtert. Grinning

Zitat:
8.)
Vorwand:
"diese Technologiestufe ist nicht aufzahlungsfrei"
Einwand:
"was individuell aufzahlungsfrei ist, ergibt sich aus § 19 HilfsM-RL"

Ja, Opn 1 für alle! spitze
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#45 11.10.2017, 17:21
Gewichtl Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2015
Beiträge: 328


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
Hallo Ohrenklempner,
wenn die angesprochenen Dinge DICH nicht betreffen, dann brauchst du dich nicht angesprochen fühlen Smiling
LG
Gewichtl
"die Welt wäre deutlich besser, würden doch nur alle so denken wie ich" - denken alle Smiling
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#46 11.10.2017, 20:17
macho Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.10.2016
Beiträge: 1


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
mir persönlich gehen Gewichtel's Beiträge und Anmerkungen langsam am A.... ähh Senkel
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#47 11.10.2017, 21:16
Gewichtl Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2015
Beiträge: 328


Betreff: Re: Hörgeräte für gesetzlich Versicherte
Zitat von macho:
mir persönlich gehen Gewichtel's Beiträge und Anmerkungen langsam am A.... ähh Senkel

wem hilft diese "Botschaft" weiter? Smiling
"die Welt wäre deutlich besser, würden doch nur alle so denken wie ich" - denken alle Smiling
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