#21 31.12.2017, 19:30
Kaja Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.04.2007
Beiträge: 617


Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo Gewichtl,

dein Beitrag erinnert mich ganz dunkel an eine Ansicht der DRV vor vielen Jahren, wonach wirklich keine weiteren Leistungen mehr zu erbringen waren, weil jetzt ja die KK für die vollumfängliche Finanzierung zuständig sei. Davon ist aber die DRV schon seit langem abgerückt. Warum springst du JETZT auf diesen Zug auf?

Ob im konkreten Einzelfall durch die KK ein vollständiger Funktionsausgleich erfolgte oder noch "Platz" für eine Leistung der DRV bleibt, ist eine Tatsachen-, aber keine Rechtsfrage. Rechtlich besteht weiterhin ein Anspruch gegen die DRV (oder einen anderen Leistungsträger der Teilhabe am Arbeitsleben) zum Ausgleich des berufsbedingten Mehrbedarfs, wenn dieser vorliegt und nachgewiesen wurde.

Viele Grüße
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
↑  ↓

#22 01.01.2018, 02:44
Gewichtl Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2015
Beiträge: 1.531


Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
moin Kaja,
du fragst, warum ICH mich hier so engagiere und vermittelst dabei den Eindruck als würde ich "einem längst abgefahrenen Zug hinterherlaufen".
das will ich dir gern erklären.
ich finde, dass die meisten HörHilfeBedürftigen auch Beitragszahler der Kassen sind und somit - bzgl. Hörsystemversorgung - die "Nachfrageseite" und "Zechezahler" sind, so oder so (entweder als Direktaufzahler - oder als INdirektdraufzahler über Beitragssatz).
deshalb finde ich, dass, wenn die Nachfrageseite (z.B. vdek) mit der Anbieterseite (z.B. biha) ziemlich eindeutige Verträge vereinbart, welche Leistungen zu erbringen sind, dass dann wenig bis kein Spielraum für die Anbieterseite (HörgeräteIndustrie und Vertrieb) mehr besteht, hier die zu Versorgenden zu instrumentalisieren um weitere "Draufsattelungsforderungen" an die (eigene) Nachfragerseite (hier Rentenversicherung) zu formulieren; eben WEIL die Verträge - seit 2013 - diesen Spielraum NICHT mehr hergeben.
meine Meinung Smiling
LG
Gewichtl
eine (an)passende Hörsystemversorgung steht auf 4 Beinen:
1. ein informierter HörHilfeBedürftiger,
2. ein redlicher Hörakustiker,
3. gegenseitige Vertrauens-Würde,
4. beiderseitige Geduld.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.01.2018, 02:48 von Gewichtl. ↑  ↓

#23 01.01.2018, 09:02
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 577


Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Die KK übernimmt keine Mehrkosten.
Die RV zahlt entsprechende Zuschüsse zu Hörgeräten und Zubehör, wenn das beruflich nötig ist.
Dazu stellt man einen Antrag bei der RV.
Ein entsprechender Bericht/attest (mit Befund) vom HNO muss dem beigelegt werden, da auch von dem entsprechend attestiert werden muss das z.B. Bluetooth etc. beruflich nötig ist. Das trifft z.B. auf Leute zu die beruflich viel telefonieren müssen.
Weiterhin müssen einige Formulare (Fragen zum Arbeitsplatz, etc.) ausgefüllt werden, dabei kann man sich Hilfe von Integrationsdienst des Arbeitgebers holen.

Ich habe das Ganze 2017 ja grade durch und für Hörgeräte, als auch Zubehör einen Zuschuss von der RV bekommen.
Dabei ist völlig egal ob es zuzahlungsfreie Geräte sind, oder welche mit Zuzahlung sind.

Entsprechende Anträge an die RV kann man auch für anderes Hilfsmittel (z.B. elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch bei Rückenkranken, ...) stellen.

Gruß
sven
↑  ↓

#24 01.01.2018, 12:28
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.228


Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Nichts begriffen?
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

Seiten (2): 1, 2

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +01:00. Aktuelle Uhrzeit: 01:58.