#121 11.12.2017, 12:14
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Ja, das Phänomen nennt sich "Temporary threshold shift", oder kurz "TTS", das ist eine zeitweise Verschiebung der Hörschwelle nach großer (Geräusch-) Belastung. Das kennt fast jeder, denke ich.
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#122 15.12.2017, 09:00
dianaca Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Ahso, das ist es dann.
Ich war zwar nie in der Disco, habe aber zuhause, nachts, immer schön laut Musik gehört.

Ich bin so verwirrt....

Wie kann das alles nur sein....

Wirklich jedes Audiogramm hat sich gebessert, wirklich jedes!
Wieso merke ich selber nichts davon?
Das einzige, was mir wirklich auffällt, ist, dass Tüten nicht mehr dumpf klingen, oder Geldscheine, hat alles seine Klarheit größtenteils zurück...

Hat dieses Dumpfe was mit dB Verlust zu tun?
Oder ist das einfach eine Art Reizung durch den Hörsturz?

Oder merke ich selber nicht so schnell, dass es sich gebessert hat?

Je nachdem wo ich bin, klingt es besser mal schlechter.

Mein Akustiker sagt aber, ich sei nicht schwerhörig.
Also, rechts..

Können die Unterschiede vom HNO, Krankenhaus und Akustiker so unterschiedlich sein, dass da jedesmal ein besseres Ergebnisse bei raus kommt?
Müsste das dann nicht eher durcheinander sein, mal besser, mal schlechter?

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#123 15.12.2017, 09:19
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Ich denke, so manches Hörerlebnis in der Vergangenheit hat sich in Deiner Erinnerung verklärt und Du jagst teilweise einem Traum nach, Diana.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#124 15.12.2017, 09:29
dianaca Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Wieso Traum, ich will es einfach nur verstehen...
Es geht um die Audiogramme, die sich immer verändern...

Laut Akustiker bin ich nichtmal schwerhörig....
Ich suche einfach nach dem was wirklich ist, ich bin im letzten Audiogramm, im 20er Bereich und im Tiefton im 10/15er Bereich
Ich möchte einfach nur wissen, ob das möglich ist, dass die alle unterschiedlich messen...
Oder, ob es an die Art der Durchführung liegt, nur beim HNO saß ich hinter einer Scheibe, im Krankenhaus und Akustiker saßen mir die die das Audiogramm durchführten direkt gegenüber...
Im Krankenhaus war ich noch im 30er und die zwei vor letzten Punkte im 35er Bereich.
Und beim Akustiker war ich da zwischen , drei mal im 30 er und sonst 25er Bereich.
Der Tiefton ist auch da im 10-15er...
Das ist schon ein Unterschied und laut meines Akustikers, merkt man erst ab 10 dB einen Unterschied, beim Hören.

Es kann ja wohl kaum an der Tagesform liegen, denn mir geht's seit dem Hörsturz immer gleich schlecht.

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#125 15.12.2017, 09:42
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Sag Diana, wie sehr beeinflusst Dein Hörsturz Dein Denken und vorallem Dein " so muss es aber lt. meiner Erinnerungen klingen" im Alltag und ist da noch Platz für andere dinge wie Hobby, Ablenkung, andere Eindrücke und ein Weg nach vorn statt einem Blick zurück auf Vergangenes?

Ich kann durchaus verstehen, dass Dein Hörsturz Dich massiv erschreckt hat, aber Du hast Dich doch lt. dem was Du postest an Audiogrammergebnissen und Aussagen vom Aku gut erholt und so langsam sollte ein normaler Alltag wieder einkehren und ein Blick nach vorn.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#126 15.12.2017, 09:48
dianaca Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Es belastet mich extrem und deshalb Suche ich hier nach Antworten...
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#127 15.12.2017, 09:59
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
oder anders formuliert: Es hat nichts anderes daneben mehr Platz und Du hast Dich darauf fixiert.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#128 15.12.2017, 10:04
dianaca Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Natürlich habe ich das, es geht um mein Gehör.
Es schränkt mich ein, im Alltag, ich höre Leute schlechter u.s.w

Naja, ich möchte nicht, dass meine Fragen jetzt untergehen und sie nicht mehr gelesen werden...
Es soll ja um die Frage bezüglich der Audiogramme gehen und hier kennen sich ja einige aus..
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#129 15.12.2017, 10:12
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Du, ich will Dir nichts böses und versteh Dich vermutlich besser als Du denkst. Nur sehe ich auch, dass Du Gefahr läufst Dich in etwas zu verrennen.

Für mich klingt es so als ob Deine Seele angetrieben durch den Schock und die Panik Dir grad einen gewaltigen Streich spielt.

Was völlig normal ist, nur musst Du da auch wieder raus und darfst Dich nicht davon gefangen nehmen lassen.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#130 15.12.2017, 12:19
HHO69 Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Ich will mal wieder etwas zum Thema "Audiogramm Ablauf und Funktion" zurückkommen.
Beim Hörschwellentest wird ermittelt, ab welcher Lautstärke man gerade eben einen Ton war nehmen kann. Hierbei gibt es ja unterschiedliche Vorgehensweisen.
a) Ton wird lauter und wenn man ihn hört macht man sich bemerkbar (Knopf drücken und der Zeichen geben), eventuell Wiederholung um Fehlmessung auszuschließen.
b) Ton wird lauter, wenn man ihn hört macht man sich bemerkbar, dann wird der Ton etwas lauter um anschließend wieder leiser zu werden. Wenn man ihn jetzt nicht mehr hört drückt man erneut.
Beide Verfahren können sowohl mit Luftmessung als auch mit Knochenmessung durchgeführt werden.
Da ich einen recht ausgeprägten Tinnitus beidseits habe, ist die erste Variante bei Tönen, die in der Tinnitusfrequenz liegen sehr schwer, da ich durch das "Hinhören" mein Pfeifen höre und auf irgend einen anderen Ton warte. Bei der 2. Variante weiß ich genau, worauf ich hören soll und kann so genau sagen, wenn ich diese eingespielte Frequenz nicht mehr höre. Das macht bei mir bei 4kHz 5db, bei 6kHz und 8kHz 10db Unterschied. Die anderen Frequenzen sind davon nicht betroffen.
Bei der Definition der Unbehaglichkeitsschwelle habe ich Probleme. Für mich ist das recht subjektiv und bei jedem Test kommen da sehr abweichende Ergebnisse heraus. (niedrige Frequenzen=keine Hörschädigung=95db, hohe Frequenzen=Hörschädigung=85db).
Wenn jetzt die Hörgeräte danach eingestellt werden z.B. bei 4kHz Verstärkung 30db aber durch Unbehaglichkeit Drosselung 85db, bleibt nur ein kleines Dynamikfenster übrig (ca. 40db, im tiefen Bereich sind es hingegen fast 80db).

Ich meine auch, dieses zu hören, denn wenn ich (Programm: keine Rauschunterdrückung, Rückkopplung minimal) leise höre, sind die sehr hohen Zischlaute der Sprache recht ausgeprägt und beim lauten hören normalisiert sich das wieder. Beim Musikhören ist dies auch deutlich zu war zu nehmen.
Lieder aus der Zeit vor meinem Hörsturz leise bis normal gehört = Hochtonübersteuert, gehobene Zimmerlautstärke bis sehr laut (Diskoniveau) klanglich wie von früher im Gehirn abgespeichert.
Ohne Hörgeräte hört sich alles unnatürlich dumpf an, so wie mit Watte oder Wasser im Ohr.
Vergleichsweise habe ich mit einen 12-Band-Eqalizer meine heimische HiFi-Anlage an mein Hördefizit (ca. 20db) angeglichen. Hier gibt es zwischen leise und sehr laut keinen klanglichen Unterschied. Der Klang kommt so denen mit Hörgeräten in sehr lauter Umgebung recht nahe.

Ich vermute mal, dass die Unbehaglichkeitsschwelle von mir falsch definiert und somit auch ermittelt wurde und somit die Hörgeräte hierdurch in einem nicht passenden Dynamikbereich arbeiten. (96db rosa Rauschen, gemessen in 1m Abstand vor meinen Boxen sind bei mir noch nicht ganz die Unbehaglichkeitsschwelle, aber noch weit von der Unerträglichkeitsschwelle entfernt).
Diese Unbehaglichkeitsschwelle scheint einen riesen Einfluss auf das Verstärkungsverhalten von Hörgeräten zu haben. Für die Ermittlung dieses Wertes fehlt mir bis jetzt der Bezug. (beim mir 3 mal gemessen, mit 3 verschiedenen Ergebnissen und Abweichungen von über 20db). Die Audiokurven hingegen sind reproduzierbar.
Was soll ich dem Akustiker beim nächsten Besuch sagen? keine Frequenzanpassung aber dafür die Unbehaglichkeit überarbeiten? Leider hat man ja nicht die Möglichkeit, mal schnell selber was anzupassen und unter Realbedingungen zu überprüfen.
Neuling in der Testhörphase

125 250 500 750 1 1,5 2 3 4 6 8 12
R 10 20 30 40 35 30 35 55 55 60 55 80
L 20 25 25 30 30 35 45 55 50 55 55 80
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#131 15.12.2017, 13:10
Gewichtl Anwesend
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Dabei seit: 10.07.2015
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
moin,
bezüglich "Unbehaglichkeitsschwelle (UCL)" habe ich beim Tonaudiogramm für mich selbst diese als "Unerträglichkeitsschwelle" umdefiniert um genau diese "Anpassungsverengungszwänge" auszuschließen. Die Lautheit im "reallife" beeinflusse ich dann selbst an meinen Hörgeräten. Das minimiert für mich aber die Gefahr, dass NAL oder DSL für mich vorentscheidet, was "gut für mich ist".
LG
Gewichtl
eine (an)passende Hörsystemversorgung steht auf 4 Beinen:
1. ein informierter HörHilfeBedürftiger,
2. ein redlicher Hörakustiker,
3. gegenseitiges Vertrauen,
4. beidseitige Geduld.
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#132 Gestern, 08:22
muggel Abwesend
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Beiträge: 315


Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Hallo Diana,

ich weiss, wie sehr es dich beschäftigt und daher fokussierst du. Allerdings kann es sein, dass deine Wahrnehmung verfälscht ist, eben weil du so darauf achtest.

Dein Hörsturz ist noch nicht so lange her und deine Hörtests zeigen, dass die Selbstheilung im Gange ist. Da dieses - im Gegensatz zum Hörsturz - ein schleichender Prozess ist, bekommst du das nicht direkt mit. Vielleicht denkst du daher auch, dass du dieses und jenes nicht mehr hörst, obwohl du es früher auch nicht gehört hast.

Weiterhin geht mit dem Hörsturz nicht selten ein verändertes Hören einher. Obwohl nach meinem Hörsturz das CI genau so eingestellt wurde wie immer, habe ich viele Dinge anders wahrgenommen. Das Hören war irgendwie verzerrt, „nuschelig“, dumpf. Ich weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Dieses komische Hörgefühl hat mich jedoch recht lange nach dem Hörsturz begleitet und ist nur sehr sehr langsam (ohne weitere Einstellungen des CIs) verschwunden. Vielleicht ist es auch so bei dir?

@HHO69
Meine Erfahrung mit den UCLs ist ähnlich. Allerdings habe ich auch folgendes festgestellt:
die Töne, die beim Hörtest verwendet werden, sind ja relativ „rein“. Diese empfinde ich eher als unangenehm als ein Geräuschbrei, also ein breitbandigeres Geräusch.
Früher (als ich noch messbare Unbehaglichkeitsschwellen hatte), fand ich alles ab ca 100 dB im Test als unangenehmt. Der Test mit Einsilbern bei 100 dB hingegen war nicht unangenehm.
Daher glaube ich, dass ich bei dem UCL Bestimmungstest viel zu früh drückt hatte, insbesondere auch weil ich intensiv darauf fokussiert habe. Schaute ich jedoch irgendeinen Text oder ein Video an (also mit Ablenkung), waren die gemessenen UCL deutlich später erst erreicht.
Wegen deiner Frage: ja, ich würde das so dem Anustiker sagen und fragen, ob er die UCLs verändern kann ohne „den Rest“ der Programmierung zu verändern.

Grüße,
Miriam
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#133 Gestern, 08:33
dianaca Anwesend
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Betreff: Re: Audiogramm Ablauf und Funktion
Miriam, ich danke dir, dass du das geschrieben hast, das gibt mir Hoffnung...

Ich habe dieses nuschelige und dumpfe ja auch und hoffe, dass es langsam verschwindet...
Es war auch schon schlimmer, knistern höre ich nicht mehr so dumpf, eigentlich normal.

Und es kann wirklich sein, dass ich denke, dass ich dieses oder jenes, was ich im Moment mir Handtrichter höre, vor dem Hörsturz gehört habe, früher gar nicht gehört habe... Den Gedanken hatte ich auch schon...

Leider habe ich mich mit dem Handtrichter echt verrückt gemacht, auch mein Akustiker meinte, ich soll nicht die Nadel im Heuhaufen suchen.

Naja, noch hoffe ich, der Hörsturz war Ende September...
Irgendwie dachte ich, das ist schon lange her für ein Hörsturz....
Aber, meine Ohren sind irgendwie beschäftigt, denn ich habe komischen Tinnitus, unterschiedliche und öfter mal so ein Brummen...Das hatte ich vorher nicht.
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