#1 14.11.2017, 14:39
lattemania Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 16.08.2016
Beiträge: 3


Betreff: Tympanometrie auswerten
Hallo zusammen!

Beschäftige mich gerade wieder mit evtl. Zusammenhängen meiner Erkrankungen. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass eine Schwerhörigkeit auch auf einen Unterdruck im Mittelohr zurückgeführt werden kann.

Hörverlust rechts liegt bei mir bei 11%, links bei 62%. Soweit ich das herausgefunden habe, sieht man auf dem Tympanogramm den Unterdruck im Mittelohr (Linksverschiebung).

Kann mir jemand bei der weiteren Auswertung helfen? Was bedeuten z. B. die Zahlen zum Volumen (links im Bild) und die Angaben zur Sonde (rechts im Bild)?

Lieben Dank!

Miniaturansichten angehängter Bilder:
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#2 14.11.2017, 16:41
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 613


Betreff: Re: Tympanometrie auswerten
Hallo,

die maximalen Ausschläge der beiden Tympanogramme sind etwa bei "Null" (horizontale Achse). Die minimale Verschiebung nach links ist vernachlässigbar. Das heißt, in der Umgebungsluft und im Mittelohr herrschen etwa die gleichen Druckverhältnisse.

Allerdings ist der Ausschlag (die "Compliance", aufgezeichnet als relatives Volumen) etwas zu gering. Der Normalbereich fängt bei ca. 0,3-0,5 ml an und geht bis 2 ml. Grund für einen geringeren Ausschlag ist i.d.R. eine geminderte Beweglichkeit von Trommelfell und Gehörknöchelchen, oft bei Otosklerose oder steifen Trommelfellnarben.

Die Volumenangaben sind die theoretisch errechneten Gehörgangsvolumina vom Sondenkopf bis zum Trommelfell.

Die Angaben zur Sonde rechts im Bild sind bei der Stapediusreflexaudiometrie wichtig. So eine Reflexaudiometrie wird gemacht, wenn ein Verdacht auf eine Schädigung der Hörbahn vorliegt. Sind die Felder leer, wurde keine Stapediusreflexaudiometrie durchgeführt.
edit: Oh Sorry, ich hab nicht gründlich geguckt. Mein Blick war weiter unten rechts. Wink
Also, die Zahlen geben die maximale Compliance und die Luftdruckdifferenz an. Du hast also rechts eine maximale Compliance von 0,25 ml bei -21 daPa (also bei einem normalen Umgebungluftdruck von 10.000 daPa war im Mittelohr zum Zeitpunkt der Messung ein Luftdruck von 9.979 daPa).
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 14.11.2017, 16:50 von Ohrenklempner. ↑  ↓

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