#1 14.11.2017, 17:19
Trude's Mama Abwesend
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Beiträge: 7


Betreff: Tinnitus
Hallo! Kennt einer Tinnitus der über Nacht zum Klavierspiel Word und eine Nacht darauf noch der Krankenwagen dazu kommt?
Bin am Verzweifeln aus lauter Angst.
Gruß Susann
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#2 14.11.2017, 17:40
Ohrenklempner Anwesend
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Betreff: Re: Tinnitus
Das könnten akustische Halluzinationen sein.

Keine Angst, das ist nichts bedrohliches. Es kann auf Dauer nur belastend werden, daher würde ich zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Ich hatte mal eine Kundin, die hörte nach ihrer Aussage tagsüber immer einen Männerchor, der preußische Volkslieder sang. Sie meinte, das Hörgerät würde die Musik abspielen, aber sie hörte es auch, wenn das Hörgerät nicht am Ohr war. Die Dame fand ihre Halluzinationen aber eher unterhaltsam.
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#3 14.11.2017, 18:33
pascal2 Abwesend
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Betreff: Re: Tinnitus
Hallo,

hast du dir mal Gedanken gemacht, vielleicht in Reha zu gehen ?
Es gibt Kliniken die haben sich auf Tinnituspatienten spezialisiert.
Ich war deshalb vor ca. 20 Jahren mal z.B in St. Wendel.
Dort gab es eine spezielle Tinnitusbehandlung.
Ob es die heute noch gibt, weiß ich nicht, vielleicht mal die Webseite suchen und nachgucken.
Zum Glück hat der weise Trittin die Entwicklung des Deutschen Rentensystems früh erkannt und das Flaschenpfand eingeführt !
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#4 14.11.2017, 21:18
Trude's Mama Abwesend
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Betreff: Re: Tinnitus
Vielen Dank für eure Meldungen.
Ich habe Angst es sind akustische Halluzinationen.
Werde ich jetzt völlig verrückt?
Die Otosklerose und das rechts gar nicht richtig funktioniert ist schon belastend genug und dann das noch.
Ich gehe ab Donnerstag in eine psychologische Tagesklinik und hiffe es hilft mir etwas. Danach soll ich zur psychologischen Reha aber ich werde es eher umbeantragen in eine für Hörgeschädigte.

Pascal was hattest du für Probleme?

Danke Susann
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#5 15.11.2017, 09:18
Doris Z. Abwesend
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Betreff: Re: Tinnitus
Hallo!

Akustische Halluzinationen sind bei Tinnitus und/oder Schwerhörigkeit leider wirklich nicht selten. Du wirst sicher nicht verrückt, da du dir darüber bewusst bist, dass es Halluzinatonen sind und nicht die Realität. Die Tagesklinik ist doch schonmal eine gute Sache. Ich kann dir persönlich die Schön Klinik in Bad Arolsen ans Herz legen. Ich war dort 2015 mit meinem dekompensierten Tinnitus. War die beste Entscheidung mich dort in Behandlung zu begeben.
Ich wünsche dir viel Kraft!

Liebe Grüße
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#6 15.11.2017, 09:27
Trude's Mama Abwesend
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Betreff: Re: Tinnitus
Vielen Dank!
Es ist jetzt erst nach der Stapesplastik mit vorherigem Hörsturz rechts gekommen. Eigentlich höre ich da ohne Hörgerät etwas lauter als links aber nur noch verzerrt und das aohr schmerzt und vibriert pulsiert richtig.
War immer meint größte Angut taub zu werden und den Krankenwagen oder so zu hören.
Ich hoffe ich pack das für meine Tochter und mein Familie.
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#7 15.11.2017, 10:11
Doris Z. Abwesend
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Beiträge: 46


Betreff: Re: Tinnitus
Ich will nicht klingen wie ein Kalenderspruch, aber du wirst das schaffen und es wird besser werden! Weil du alles dafür tust!
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#8 15.11.2017, 11:59
pascal2 Abwesend
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Dabei seit: 20.04.2011
Beiträge: 384


Betreff: Re: Tinnitus
Zitat von Trude's Mama:

Pascal was hattest du für Probleme?
Danke Susann
Ich wollte von der Brücke springen.
Nachdem das mit der Otosklerose und dem Tinnitus immer schlimmer wurde.
Arbeitsplatz verloren hatte, Ehe geschieden wurde.
Das habe ich dann dort bei der Psychotherapie gesagt und sofort hatte ich einen Termin beim Klinikleiter.
Von wegen Arztgeheimnis.......
Der schnauzte mich dann an: "NICHT IN MEINER KLINIK !", ein Zeuge aus dem Büro war da auch noch mit dabei.
Der hatte vor allem Angst um den Ruf seiner Klinik.
Also so wie ich den verstanden habe, sollte ich es außerhalb seiner Klink machen.
Jedenfalls gabs dann schachtelweise Antidepressiva.
Gesprungen bin ich nicht, sonst könnte ich jetzt nicht mehr hier schreiben.
Also hat mich wohl der Aufenthalt dort therapiert.
Ich denke stationärer mehrwöchiger Aufenthalt ist einer Tagesklinik vorzuziehen, weil man da mehr Abstand bekommt.

@Doris
Schön Klinik in Bad Arolsen, da habe ich schon oft von gehört, das scheint in der Tat eine sehr gute psychosomatische Klinik zu sein.
Ein Bekannter, hörgeschädigter von mir, hat danach eine Rente bekommen, was bei den Kliniken die auch die Ohren mitbehandeln fast unmöglich ist.
Denn die sind vorrangig dazu da, die Hörgeschädigten in Arbeit zu halten.
Also Bad-Nauheim, Bad-Berleburg, St. Wendel usw.
Erzähl bitte mal mehr von der Klinik Doris.
Hat es mit der Rente geklappt ?
Zum Glück hat der weise Trittin die Entwicklung des Deutschen Rentensystems früh erkannt und das Flaschenpfand eingeführt !
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 15.11.2017, 12:01 von pascal2. ↑  ↓

#9 15.11.2017, 13:50
Doris Z. Abwesend
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Beiträge: 46


Betreff: Re: Tinnitus
Bzgl. Verrentung kann ich nichts sagen, als ich dort war, war ich schwanger und im Beschäftigungsverbot. das Thema war für mich also garnicht wichtig.
Für den stat. Aufenthalt ist eine „Doppeldiagnose“ notwendig, neben dem Tinnitus und meiner Hyperakusis also eine Depression. Da ich mich psychisch auch eher in deinen Gedankengängen bewegt habe, war das kein Problem eine Einweisung zu bekommen.
Vor Ort wird man wenn nötig auch medikamentös eingestellt, aufgrund meiner Schwangerschaft habe ich drauf verzichtet und das war auch der Vorschlag der Ärzte.
Nach allen notwendigen Tests, wie es um die psychische Belastbarkeit momentan bestellt ist, wird man auch audiologisch durchgecheckt, BERA, Sprachverständlichleit usw...

Dann erhält man sein Therapieprogramm, dass bei mir Entspannung, Einzeltherapie, Gruppentherapie, Sport und Hörtraining umfasste.
Das hilfreichste Angebot war tatsächlich die Edukation über den Tinnitus und die Hyperakusis durch die HNO Ärztin. Sie selbst ist Betroffene und weiß ganz genau worauf es ankommt. Vorallem hat sie mich ernst genommen und ermutigt. Ich dachte nicht, dass das möglich wäre.
Ich habe dort neue Erkenntnisse erhalten, was ein Tinnitus überhaupt ist, woher er kommen kann und wie er mit Schwerhörigkeit zusammenhängt. Da sich mein Hörvermögen nach den Hörstürzen zum Glück bislang immer wieder erholt hat habe ich vor Ort einen Rauscher bekommen, den ich aber auch nicht lange gebraucht habe.

Ich hatte vor kurzem meinen dritten Hörsturz, aber ich konnte dank der Edukation viel besser damit umgehen. Ich weiß, dass die Wartezeit für die Klinik sehr lang ist, sie ist sehr beliebt. Aber es lohnt sich wirklich.

Liebe Grüße
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#10 16.11.2017, 13:44
Trude's Mama Abwesend
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Beiträge: 7


Betreff: Re: Tinnitus
Ich werde mal bei der Rentenkasse anrufen und fragen ob ich lieber in die Klinik zur Reha fahren kann wenn ich aus der Tagesklinik raus bin. Ich könnte jetzt nach Bad Kösen mit meiner Tochter zur 5 wöchigen psychologischen Reha, aber mit TinnitusBehandlung wäre natürlich noch besser.

Komplett Stationär möchte ich nicht in die Klinik weil ich alleinerziehend bin und meine Tochter nicht so lange bei meinen Eltern oder ihrem Stiefpapa lassen mag. Sie leidet so schon unter Neurodermitis und wenn ich weg bin wird es schlimmer wie der Hörsturz und die OP Zeit gezeigt hat.

Dabke für eure lieben Worte!
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#11 18.11.2017, 13:36
pascal2 Abwesend
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Beiträge: 384


Betreff: Re: Tinnitus
Tinnitusbehandlung gibt es dort:
http://www.schoen-kliniken.de/...eistungen/
Du hast freie Klinikwahl, nur dahin gehen, wo auch genügend Erfahrung vorhanden ist.
Zum Glück hat der weise Trittin die Entwicklung des Deutschen Rentensystems früh erkannt und das Flaschenpfand eingeführt !
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