#301 Gestern, 19:59
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 380


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Hallo Moni,

ich habe leider nicht verstanden, was du genau meinst.
Aktuell in Deutschland gilt bei vielen Hilfsmitteln (nicht nur Hörhilfen): es gibt eine Pauschale, die die KK zur Versorgung mit einem Hilfsmittel der Sorte x (wobei x zB ein Hörgerät oder ein Rollstuhl etc sein kann) an den Versorger (Akustiker, Sanitätshaus etc). Kann der Patient mit einem entsprechenden Hilfsmittel der Sorte x versorgt werden und kostet dieses nicht mehr als die Pauschale, dann ist alles prima und ohne Probleme möglich.
Kann der Patient nicht innerhalb dieser Pauschale versorgt werden, so gibt es mehrere Wege:
1. der Patient zahlt die Differenz aus eigener Tasche. Schont jedoch nicht das Portemonnaie...
2. der Patient stellt einen entsprechenden Antrag auf Versorgung über die Pauschale hinaus bei der Krankenkasse und begründet medizinisch, warum er das beantragte Hilfsmittel benötigt und warum eine Versorgung innerhalb der Pauschale nicht möglich ist.
Nun hat die Krankenkasse (sofern die Indikation für das Hilfsmittel der Sorte x generell vorhanden sind und das Hilfsmittel im Grunde genehmigt bist, jedoch zunächst nur bis zur Höhe der Pauschale / des Festbetrags):
2a. sie schlägt dem Patienten eine zum Antrag vergleichbare Hilfsmittelversorgung vor, die sie übernimmt. Vergleichbar bedeutet im Falle von Hörgeräten, dass ein vergleichbares Sprachverstehen wie mit den beantragten Hörgeräten erreicht werden muss. Oder
2b. sie stimmt der Versorgung mit den beantragten Hörgeräten zu.

Einige Hörgeschädigte dagen klar: der Weg Nummer 2 dauert mir zu lange, ist mir zu aufwendig etc und wählen daher Weg 1. Dies ist dann oft unter dem Motto "gutes Hören kostet halt etwas". Vollkommen legitim und in Ordnung. Wer jedoch nicht mehr zahlen kann oder will und dennoch eine Versorgung benötigt, die nicht über die Pauschale möglich ist, kann nur Weg 2 wählen!
Wer letztendlich für die Mehrkosten aufkommt (Beitragszahler oder die Biha / ein Akustiker wegen des Vertrags) sollte dem Betroffenen egal sein -- ausser es ist medizinisch eben nicht notwendig!!

Grüße,
Miriam

PS: Sogesehen zahlt der "arme" Gewichtl meine insgesamt recht teure Hilfsmittelausstattung. Mir jedoch wäre es lieber, ich bräuchte die Hilfsmittel nicht! Da dies aber nicht der Fall ist, ist es mir herzlich egal, wer letztendlich den Betrag oberhalb der Pauschale zahlt, denn ich benötige die Hilfsmittel nun mal! Auch wäre es für mich deutlich angenehmer innerhalb der Pauschalen versorgt werden zu können -- denn das würde mir eine Menge Anträge, Begründungen, ärztliche Atteste / Stellungnahmen, Untersuchungen, Wiedersprüche etc ersparen!!
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#302 Gestern, 20:13
fast-foot Anwesend
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Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.048


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Hier meine Sichtweise:

Zitat von muggel:
PS: Sogesehen zahlt der "arme" Gewichtl meine insgesamt recht teure Hilfsmittelausstattung. Mir jedoch wäre es lieber, ich bräuchte die Hilfsmittel nicht! Da dies aber nicht der Fall ist, ist es mir herzlich egal, wer letztendlich den Betrag oberhalb der Pauschale zahlt...

Ich habe auf Grund Deiner Beiträge den Eindruck bekommen, dass dies nicht so ganz stimmt. Es ist Dir vielleicht egal, wenn die Beitragszahler für die Kosten aufkommen müssen - nicht aber, wenn dies, wie es meiner Ansicht nach eigentlich sein müsste, für den Akustiker gilt.

Auch andere User schreiben mit den Schultern zuckend, gutes Hören koste halt etwas mehr. Wenn jedoch meiner Ansicht nach richtigerweise fest gestellt wird, dass dies laut Verträgen den Akustiker mehr koste (und nicht den Kunden), dann ist dies plötzlich nicht mehr egal.
Hieraus leite ich ab, dass (aus welchen Gründen auch immer) viele User gar nicht (wirklich) die Interessen der Hörgeschädigten vertreten, sondern mindestens auch noch die von Akustikern.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#303 Gestern, 20:59
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 380


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Ich fasse zusammen:
1. Der Hörgeschädigte hat Anspruch auf eine ausreichende, zweckmässige und wirtschaftliche Versorgung mit Hilfsmitteln, zu denen auch Hörgeräte zählen. Dieser Anspruch ist im SGB festgeschrieben und dies ist das grundlegende Gesetz, an die sich die gesetzlichen Krankenkassen zu halten haben.
2. Die Krankenkassen versuchen - egal um welches Hilfsmittel es geht - Kosten zu sparen. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen zwischen der Krankenkasse und dem Hilfsmittellieferanten.
3. Ein Vertragsbruch kann generell nur von einem der Vertragspartner angezeigt werden. Dritte können höchstens auf einen solchen aufmerksam machen.
4. Eine Versorgung innerhalb der Pauschale funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip: Verordnung einreichen - KK prüft die Versorgungsvoraussetzungen - liegen die Voraussetzungen vor, wird versorgt - fertig
5. Eine Versorgung ausserhalb der Pauschale ist IMMER eine Einzelfallentscheidung. Einzelfallentscheidungen können aber nur nach Antrag entschieden werden. Den Antrag muss der Patient bei seiner Krankenkasse stellen!

Welchen Weg ein Patient geht (Versorgung über der Pauschale durch Eigenanteilszahlung oder durch Antrag auf Einzelfallentscheidung) ist seine Entscheidung.
Welche Möglichkeiten der Finanzierung die Krankenkasse hat (Erhöhung Beiträge, Ausschreibungen, auf Vertragseinhaltungen pochen etc) liegt einzig und alleine im Ermessen der Krankenkassen. Kurz: als Hörgeschädigter kann ich nicht mit dem Vertrag zwischen GKV und Biha wedeln und vom Anustiker die Herausgabe des zB OPN 1 ohne Eigenanteil beharren.
Ich kann nur meinen Vertragspartner sagen "OPN1 ist notwendig", die Notwendigkeit nachweisen und verlangen, dass ich ein OPN1 bekomme. Ob die Kasse dann zu ihrem Vertragspartner geht und sagt "du musst das für die Pauschale abgeben, steht im Vertrag" oder die Beiträge letzendlich anhebt, ist nicht mehr meine Sache!

Zitat von fast-foot:
Hier meine Sichtweise:

Zitat von muggel:
PS: Sogesehen zahlt der "arme" Gewichtl meine insgesamt recht teure Hilfsmittelausstattung. Mir jedoch wäre es lieber, ich bräuchte die Hilfsmittel nicht! Da dies aber nicht der Fall ist, ist es mir herzlich egal, wer letztendlich den Betrag oberhalb der Pauschale zahlt...

Ich habe auf Grund Deiner Beiträge den Eindruck bekommen, dass dies nicht so ganz stimmt. Es ist Dir vielleicht egal, wenn die Beitragszahler für die Kosten aufkommen müssen - nicht aber, wenn dies, wie es meiner Ansicht nach eigentlich sein müsste, für den Akustiker gilt.

1. ist es mir egal, was du denkst oder wie es deiner Ansicht nach sein müsste.
2. ich selbst bin kein Akustiker, arbeite noch nicht man indirekt in der Branche und benötige auch keinen Akustiker mehr, da ich kein Hörgerät mehr trage.
3. Mir ist es auch reichlich egal, was die Krankenkasse für Verträge mit Versorgern gemacht hat, denn ich bin nicht Vertragspartner und habe somit keinerlei Recht auf eine Vertragseinhaltung zu pochen. Ich kenne meine Rechte - das SGB und das dazu gehörige GKV- Hilfsmittelverzeichnis, indem steht, dass ich das Recht auf eine ausreichende, zweckmässige und wirtschaftliche Versorgung habe. Diesen "Vertrag" habe ich durch Abschluss meiner Krankenversicherung getätigt und nur diesen kann ich entsprechend "einklagen". Ob im Vertrag zwischen meiner KK und dem Zulieferer steht, dass die Auslieferung des Hilfsmittels nur in Clownskleidung und in Handstand erfolgen darf ist davon unbetroffen. Steht ein solcher Passus im Versorgungsvertrag, die Lieferung jedoch nicht so erfolgt, dann kann ich lediglich meine KK darauf Aufmerksam machen. Ein Recht auf eine Lieferung im Clownskostüm und im Handstand habe ich nicht - nur das Recht auf ein ausreichendes, zweckmäßiges und wirtschaftliches Hilfsmittel zum Ausgleich meiner Behinderung.

Generell halte ich sämtliche Versorgungsverträge zwischen Krankenkasse und Versorger für falsch, da diese nur auf Kosteneinsparung basieren und nicht das Ziel haben, den Patienten möglichst gut zu versorgen. Oft werden diese Verträge unter einem gewissen Zwang gemacht: entweder du unterschreibst oder wir suchen uns wen anderes. Leider können es sich nur wenige Versorger leisten ein "dann such dir doch wen anderes" zu sagen.
Ich "halte" daher nicht zu den Krankenkassen, sondern zu den Versorgern... denn letztendlich können nur die Patienten erreichen, dass solche Verträge aufgelöst werden und dies nur dadurch, in dem sie signalisieren (durch entsprechende Anträge), dass die Verträge eben so nicht ausreichen, um eine adäquate Versorgung zu erreichen.
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#304 Gestern, 21:32
monif Abwesend
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Dabei seit: 14.11.2010
Beiträge: 144


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Muggel schrieb:
Ist mir egal ,was du denkst oder wie es dir deiner Sicht nach sein müsste.

Hey Miriam, Echt egal? Nur weil du anders versorgt bist?
Sei mir bitte nicht böse,aber ich unterstütze auch deine Anliegen mit CI. Wer weiss wann ich das gebrauche! Sei dir gegönnt das dir alles bezahlt wird. Ist auch richtig! Und es ist auch richtig, wenn ich fürs gutes Hören mein Preis zahle aus mein eigener Tasche. Aber liebe Miriam sei zu mir nett und denke nicht ich denke was falsches! Jedem sein Anliegen soll respektiert werden!
Sei lieb gegrüsst aus der Schweiz! Deine Moni
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#305 Gestern, 21:37
Gewichtl Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2015
Beiträge: 1.046


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
moin Muggel, auch wenn du es nicht glaubst:
sogar ICH verstehe deine Argumentation, teile sie aber aus 4 Gründen NICHT:
1.
DU gehst davon aus, als sei "die Krankenkasse" dein "Feind";
ICH gehe davon aus, "die Krankenkasse" ist der "Verwalter MEINER Beiträge" Smiling
2.
DU siehst den zu Versorgenden als "Dritten";
ICH sehe ihn als "Mittelpunkt der Daseinsberechtigung jeder Krankenkasse" Smiling
3.
DU erweckst stets den Eindruck als würde ich für "HighTech-Wünsch-Dir-was" zu Lasten des Akustikers eintreten;
ICH spreche hingegen von ALTERNATIVgerät - anstelle: "entweder Basis, oder "ZwangsbündelungsAutomatikwahn" Smiling
4.
Du nimmst nicht zur Kenntnis, dass es jetzt die ganz konkrete Möglichkeit gibt, die eigene Krankenkasse für ALTERNATIVhörgerätevorschläge "anzuzapfen", welche eine - ggf. nur angebliche - Aufzahlungserfordernis entbehrlich macht;
ICH betreibe lautestmögliche Propaganda genau DAFÜR Smiling
mein Appell:
halte meinetwegen gerne fest an deiner Sichtweise;
aber beende deinen - geradezu verbissen wirkenden - Kampf gegen eine neue, andere Sichtweise, weil:
auch DU hast die Wahrheit nicht gepachtet, sondern nur "Erfahrungen gemacht" - so wie ich Smiling
LG
Gewichtl
eine (an)passende Hörsystemversorgung steht auf 4 Beinen:
1. ein informierter HörHilfeBedürftiger,
2. ein redlicher Hörakustiker,
3. gegenseitige Vertrauens-Würde,
4. beiderseitige Geduld.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 16.01.2018, 21:48 von Gewichtl. ↑  ↓

#306 Gestern, 21:59
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 380


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Zitat von monif:
Muggel schrieb:
Ist mir egal ,was du denkst oder wie es dir deiner Sicht nach sein müsste.

Hey Miriam, Echt egal? Nur weil du anders versorgt bist?
Sei mir bitte nicht böse,aber ich unterstütze auch deine Anliegen mit CI. Wer weiss wann ich das gebrauche! Sei dir gegönnt das dir alles bezahlt wird. Ist auch richtig! Und es ist auch richtig, wenn ich fürs gutes Hören mein Preis zahle aus mein eigener Tasche. Aber liebe Miriam sei zu mir nett und denke nicht ich denke was falsches! Jedem sein Anliegen soll respektiert werden!
Sei lieb gegrüsst aus der Schweiz! Deine Moni

Ähm... Moni...
das war einzig und alleine auf Fast-Foot bezogen. Kurz: Mir ist es vollkommen egal, was Fast-Foot denkt!!
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#307 Gestern, 22:05
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 320


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Gewichtl, wenn ich eines hasse, dann sind es Falschinformationen und die verbreitest Du gerade mal wieder. Denn nicht Miriam bzw. Muggel irrt sondern Du mit Deiner absurden Auslegung und Interpretationen von Texten und Verträgen.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
↑  ↓

#308 Gestern, 22:07
Gewichtl Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 1.046


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Zitat von rabenschwinge:
Gewichtl, wenn ich eines hasse, dann sind es Falschinformationen und die verbreitest Du gerade mal wieder. Denn nicht Miriam bzw. Muggel irrt sondern Du mit Deiner absurden Auslegung und Interpretationen von Texten und Verträgen.

und das WEIßT DU?
woher?
"Erfahrung"?
na dann Smiling
eine (an)passende Hörsystemversorgung steht auf 4 Beinen:
1. ein informierter HörHilfeBedürftiger,
2. ein redlicher Hörakustiker,
3. gegenseitige Vertrauens-Würde,
4. beiderseitige Geduld.
↑  ↓

#309 Gestern, 23:56
fast-foot Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.048


Betreff: Re: welches Hörgerät könnte es sein?
Hier meine Sichtweise:

Zitat von muggel:
2. Die Krankenkassen versuchen - egal um welches Hilfsmittel es geht - Kosten zu sparen. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen zwischen der Krankenkasse und dem Hilfsmittellieferanten.

Ja hoffentlich auch. Nur all zu gerne haben die Lieferanten Preise verlangt, welche kaum etwas mit der Leistung zu tun hatten (ist bei Hörgeräten bspw. immer noch der Fall).


Zitat von muggel:
3. Ein Vertragsbruch kann generell nur von einem der Vertragspartner angezeigt werden. Dritte können höchstens auf einen solchen aufmerksam machen.

Trotzdem bleibt es ein Vertragsbruch. Und es kann nicht schaden, wenn der Kunde erkennen kann, wer Vertragsbruch begeht, und entsprechend reagieren.


Zitat von muggel:
5. Eine Versorgung ausserhalb der Pauschale ist IMMER eine Einzelfallentscheidung. Einzelfallentscheidungen können aber nur nach Antrag entschieden werden. Den Antrag muss der Patient bei seiner Krankenkasse stellen!

Muss nicht so sein. Es kann jedoch sein, dass der Akustiker eine solche provoziert, weil er seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.


Zitat von muggel:
Welche Möglichkeiten der Finanzierung die Krankenkasse hat (Erhöhung Beiträge, Ausschreibungen, auf Vertragseinhaltungen pochen etc) liegt einzig und alleine im Ermessen der Krankenkassen. Kurz: als Hörgeschädigter kann ich nicht mit dem Vertrag zwischen GKV und Biha wedeln und vom Anustiker die Herausgabe des zB OPN 1 ohne Eigenanteil beharren.
Ich kann nur meinen Vertragspartner sagen "OPN1 ist notwendig", die Notwendigkeit nachweisen und verlangen, dass ich ein OPN1 bekomme. Ob die Kasse dann zu ihrem Vertragspartner geht und sagt "du musst das für die Pauschale abgeben, steht im Vertrag" oder die Beiträge letzendlich anhebt, ist nicht mehr meine Sache!

Aber es ist das direktes Problem des Hörgeschädigten, wenn sich sein Akustiker nicht an den Vertrag hält und ihm deshalb sehr viele Unannehmlichkeiten bereitet. Dieses Problem wird direkt von seinem Akustiker verursacht. Und das ist seine (des Hörgeschädigten) Sache.


Zitat von muggel:
Generell halte ich sämtliche Versorgungsverträge zwischen Krankenkasse und Versorger für falsch, da diese nur auf Kosteneinsparung basieren und nicht das Ziel haben, den Patienten möglichst gut zu versorgen.

Hier hast Du etwas anderes behauptet:

Zitat von muggel:
3. Mir ist es auch reichlich egal, was die Krankenkasse für Verträge mit Versorgern gemacht hat, denn ich bin nicht Vertragspartner und habe somit keinerlei Recht auf eine Vertragseinhaltung zu pochen.

Ausserdem haben viele Leistungserbringer auch Preise verlangt, welche in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung standen. Bei den Hörgeräten ist es immer noch so.


Zitat von muggel:
Oft werden diese Verträge unter einem gewissen Zwang gemacht: entweder du unterschreibst oder wir suchen uns wen anderes. Leider können es sich nur wenige Versorger leisten ein "dann such dir doch wen anderes" zu sagen.

Was ist das anderes als freie Marktwirtschaft, welche hier ja propagiert wird? Wenn sich die Kassen jemand anderen suchen können, so gibt es eben einen besseren Anbieter - wenn nicht, eben nicht...
Aber es ist Dir immer noch nicht egal (siehe oben)?

Und eben: das selbe gilt in einem gewissen Sinne auch zwischen Akustiker und Hörgeschädigtem: letzterer muss einfach nehmen, was der Akustiker anbietet, will er nicht einen langen Klageweg auf sich nehmen. Dies scheint Dir dann wirklich egal zu sein.
Es ist zunächst im Interesse des Hörgeschädigten, dass er die Leistungen erhält, für welche er bezahlt, und nicht, ob der Akustiker die unterzeichneten Verträge nicht einhalten kann, weil er angeblich davon nicht leben kann.

Dann wäre doch ein Appell an die Hörgeschädigten, sich mit den Akustikern zu solidarisieren und freiwillig mehr zu bezahlen, als erforderlich wäre, angezeigt, und nicht, so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung und als würde der Akustiker Behinderten helfen!


Zitat von muggel:
Ich "halte" daher nicht zu den Krankenkassen, sondern zu den Versorgern... denn letztendlich können nur die Patienten erreichen, dass solche Verträge aufgelöst werden und dies nur dadurch, in dem sie signalisieren (durch entsprechende Anträge), dass die Verträge eben so nicht ausreichen, um eine adäquate Versorgung zu erreichen.

Hat aber nichts mit freiem Markt zu tun, sondern mit Solidarität. Dagegen ist grundsätzlich nichts ein zu wenden. Nur dagegen, dass immer vom freien Markt gesprochen wird, und wie sehr der Akustikern den Behinderten helfe usw., es jedoch genau umgekehrt ist.
Ausserdem finde ich es auch nicht in Ordnung, wenn am Ende der die Zeche bezahlen soll, welcher sich das auf Grund seiner Behinderung gar nicht leisten kann.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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