#1 29.12.2017, 15:37
Diamama Abwesend
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Beiträge: 1


Betreff: Schwerhörigkeit Kleinkind nach mittelohrentzündung?
Hallo ihr Lieben, ich weiß gar nicht ob ich hier richtig bin denn so ganz eine Diagnose haben wir noch nicht. Kurz zu meiner kleinen sorgenmaus.
Anna ist 20 Monate, seit April 17 hat sie diabetes Typ 1, was uns zum Riesen Schock damals 3 Wochen Krankenhaus beschert hatte. Schon vorher war sie relativ anfällig und ihre mangelnde sprachausbildung wurde auf die krankenhauszeit und die vielen Infekt geschoben .
im Herbst 17 haben wir den Kinderarzt gewechselt (zum glück) und nachdem sie einen paukenerguss hatte wurden ihr im November 17 die polypen entfernt sowie paukenröhrchen eingesetzt. Der hörtest vor der op war sehr schlecht,.. daher dachten wir ja durch die op wird es nun besser...aber bisher nix. (Sprachlich kann sie nur Mama und Papa, manchmal gag gag, ja oder ähäh für nein. Auf Fragen antwortet sie meist mit ja oder ähäh aber eher geraten... ?)
Nun hat sie seit 1 Woche wieder eine mittelohrentzündung die einfach nicht abhielt, das ihr ist vereitert und läuft... momentan haben wir das Gefühl dass sie gar nix hört und nun habe ich Angst dass es chronisch wird ...durch den diabetes hat sie halt viele Baustellen da die häufigen ohrentzündungen auch die Werte beeinflussen.., der Kinderarzt will uns im neuen Jahr zu einem speziellen hörtest schicken , aber erstmal muss das ihr ja gesund sein ...

Was uns noch aufgefallen ist, sie zeigt nur auf Gegenstände,nimmt uns an der Hand wenn sie was möchte,
Guckt nur auf Mimik und Mund, und wenn wir sie nicht angucken dreht sie unseren Kopf so dass wir sie angucken,
Auf Töne reagiert sie manchmal, Musik zb hört sie und Tanz. Und obwohl ihr grosser Bruder und alle ständig,mit ihr üben kommt kein Wort zb au-to wenn sie es überhaupt versucht kommt öhöh also nur die silben,,
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#2 29.12.2017, 18:00
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 5.338


Betreff: Re: Schwerhörigkeit Kleinkind nach mittelohrentzündung?
Hallo Diamama,

herzlich willkommen!

Ich habe nur kurz Zeit, deshalb eher knapp:

Ich denke, dass in nächster Zeit das Hörvermögen Deiner Tochter umfassend eruiert werden sollte (bspw., sobald die akute Mittelohrentzündung abgeklungen ist oder ein Termin möglich ist).

Was die Sache etwas verkompliziert, ist der Umstand, dass eine Mittelohrproblematik vorhanden ist, und dies anscheinend permament.

So ist dann die Aussagekraft von TEOAEs und DPOAEs nur beschränkt (Messungen, welche unter anderem in einer umfassenden Abklärung durchgeführt werden sollten).
Auch fände ich es gut, wenn nebst der "üblichen BERAs" (bspw. ein mal Klick-BERA und zwei mal (frequenzspezifische notched-noise-BERA) auch noch Knochenleitungs-BERAs durchgeführt würden.

Selbstverständlich auch noch eine Verhaltensaudiometrie und eine Tympanometrie.

Auf diese Weise sollte man zumindest die Höhe des Hörverlusts abschätzen können - im besten Falle gar den Ort der Enstehung eruieren (eine Schallleitungskomponente scheint zumindest ebenfalls vorhanden).

Möglicherweise würde bereits die Durchführung eine Spielaudiometrie möglich sein.

Dies vorerst.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#3 29.12.2017, 20:08
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 747


Betreff: Re: Schwerhörigkeit Kleinkind nach mittelohrentzündung?
Puh, schwierig. Zumal durch die Vorgeschichte durchaus auch eine Entwicklungsverzögerung, die auch das Sprachvermögen betrifft nicht unwahrscheinlich ist.

Ich denke, Sinn macht es nach der Abheilung der momentan bestehenden Mittelohrentzündung sich das Hörvermögen der kleinen Maus genau anzuschauen und auch in Richtung Entwicklungsverzögerung zu schauen.

Für sinnvoll halte ich auch die Zusammenarbeit mit einem Sozialpädiatrischen Zentrum.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 29.12.2017, 20:31 von rabenschwinge. ↑  ↓

#4 30.12.2017, 22:33
Kaja Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.04.2007
Beiträge: 617


Betreff: Re: Schwerhörigkeit Kleinkind nach mittelohrentzündung?
Hallo,

herzlich willkommen auch von uns.

Wird deine Tochter durch einen Pädaudiologen betreut (HNO mit spezieller Ausbildung für Kinder)? Wurde schon einmal ein MRT vom Kopf gemacht, um zu schauen, wo die ständigen Paukenergüsse herrühren? Gab es schon eine Diagnostik bei einem Logopäden? Neben einem eingeschränkten Hörvermögen kann die ausbleibende Sprache auch viele andere Ursachen haben (z. B. Probleme mit der Mundmotorik, Sprech- oder Sprachapraxie).

Die Einschaltung eines SPZ KANN vorteilhaft sein. Das hängt - gerade bei zusätzlich eingeschränkten Hörvermögen - stark von den konkreten Ärzten, die dort arbeiten, ab. Es gibt einige SPZ, die auch wirklich fachübergreifend arbeiten - aber leider nicht alle.

Viele Grüße
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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