#1 08.01.2018, 18:07
Iris49 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.01.2018
Beiträge: 2


Betreff: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
Hallo Allerseits,

nun habe ich hier zahllose Beiträge gelesen und bin froh, mit dem Thema nicht allein zu sein. Nach tagelanger Recherche habe ich (als Erstes) das Resound Links 3d getestet und bin absolut nicht glücklich damit. Daher die Frage, welche Dinge „sind einfach so“ und welche kann man mit Einstellungen oder einem anderen HG beseitigen?

ZB:
- Alles hört sich metallisch, unecht, wie schlechte Computerstimme an und hat sehr viell Hall
- Otoplastik ist schmerzhaft und unangenehm
- Höhen (Besteck ablegen, Zeitung rascheln, Glas abstellen etc) extrem unangenehm/ schmerzhaft trotz Einstellung „Keine Höhen“
- Frauenstimmen meist unverständlich
- Männerstimmen meist verständlich, wenn die Person mich direkt gerade ansieht
- Stimmen von hinten oder von der Seite eher unverständlich

Das sind nur einige der Problemstellen. Muss ich das Alles akzeptieren und damit leben? Oder ist es das falsche Gerät? Oder falsche Einstellungen?

Vielen Dank im Voraus für ein paar hilfreiche Antworten.
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#2 08.01.2018, 18:14
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 320


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
Hallo Iris und herzlich willkommen hier.

Die schmerzhafte Otoplastik muss meiner Meinung nach nicht sein - auch beim Austesten von HG´s nicht.

Das Hören mit Hörgeräten ist grad am Anfang so, da man mit Hörgeräten a. anders hört und b. die Einstellungen vom Hörgerät noch nicht so stimmen.

Es dauert oft doch einige Sitzungen beim Akustiker bis man die Einstellungen für sich gefunden hat.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#3 08.01.2018, 19:43
Gerhard_R Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 27.09.2016
Beiträge: 400


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
hört sich alles nach Einstellung an.

Wie genau ist dein Hörverlust, wo liegt deine Unbehaglichkeitsgrenze? Das ist der Test bei dem du Töne so laut wie möglich hörst, bevor du sie nicht mehr aushälst.

Je nachdem kann man Tips geben wo man drehen könnte. Aber grundsätzlich hört es sich so an, als würde das Klangbild das Sprachverstehen beeinflussen.

Tipp:

Teste mal mit aktueller Einstellung beim nächsten Termin den Einsilben Wort Test. Danach an Frequenzen und Kompression drehen. Und wieder Testen mit hoffentlich besserem Ergebniss, bevor du durch die Tür auf die Welt losgelassen wirst.

Grob gesagt gibt es 3 Berreiche( es gibt noch wleche dazischen und über den 80dB).

Leise ca 45dB
Mittel ca 65dB
Laut ca. 80dB

Die Werte zwischen 45 und 65(z.b, oder anders gesagt, die Werte zwischen 2 Berreichen) bilden die Kompression. hast du bei 45 z.b +30dB aber bei 65 nur + 10 dB, so ist die Kompression extrem hoch, betont eher zu stark die leisen Töne.

Da musst du mal ein Selbsttest machen. Kannst du dich und andere gut FLüstern hören?

Wird es bei normaler Lautstärke undeutlicher? Dann könnte Kompression ein Problem sein, es hilft dann diese kleiner zu machen. Da musst du selber aufpassen und die Situation genau schildern, damit die neue Einstellung auch besser wird, denn die Zielkurve, die berechnet wird, ist häufig nicht optimal.

Vlt auch mal ein 2tes Programm einstellen mit anderer Anpassformel. Mal dem Aku erzählen, dass die Grundeinstellung einfach irgendwo flasch ist und auch versuchen herauszufinden, welche Frequenzen , tief, mittel, hoch, da zu dominant ist.
Oticon OPN1, 105dB.PM, closed.
Innenohr SHG. Wannekurve. 40-80-40.(Tief- Mitte-Hoch).
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 08.01.2018, 19:46 von Gerhard_R. ↑  ↓

#4 09.01.2018, 11:51
Iris49 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.01.2018
Beiträge: 2


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
Hallo Rabenschwinge, hallo Gerhard,

Vielen Dank für die vielen Infos! Das hilft mir schon sehr.

Da ich noch im KH bin, habe ich keine Testergebnisse vorliegen - die besorge ich jetzt.
Den „Flüstertest“ habe ich direkt gemacht und da scheint etwas dran zu sein.

Liebe Grüße
Iris
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#5 10.01.2018, 10:04
Der Akustiker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 03.12.2017
Beiträge: 43


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
Hallo Iris.

Ich kann mich meinen beiden Vorrednern anschließen und etwas erweitern.

Das wichtigste wäre zu wissen, wie die Hörkurve aussieht, dann kann man auch eine Referenz zu der Aussage ziehen. Ohne diese, ist es relativ schwierig.

Eine schmerzhafte Otoplastik darf nicht sein, da braucht man auch nicht drüber diskutieren. Da stimmt dann wahrscheinlich etwas nicht und muss nachgearbeitet werden.

Was du an Probleme beschreibst, ist teilweise "normal". Mann man plötzlich einen Hörverluist erleidet dauert es sehr lange sich an einiges zu gewöhnen. Da das Gehirn keine Ahnung hat, was gerade passiert. Wichtig wäre eine Insitu Messung über die Hörsysteme zu machen, um mehr Präzision zu bekommen.

Nach den Erzählungen hört es sich so an, als wäre ReSound einfach zu hart vom Klang. Ist sehr oft in diesen Situationen so, weil der Hörverlust nicht schleichend sondern plötzlich gekommen ist. Ich glaube, dass es für das Gehirn einfach zu viel ist und es deswegen alles "Übersteuert".

Ich würde empfehlen den Hersteller (das Klangbild) zu wechseln. Da eignen sich Signia /Audio Service oder Oticon / Bernafon.

Alle vier Hersteller sind recht weich und haben ein gutes Klangbild.
Hören kann man mit jeden System...Verstehen nur, wenn das Gehirn es akzeptiert und trainiert ist!

Es gibt immer zwei Seiten...

Akustiker aus Leidenschaft...
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#6 10.01.2018, 12:07
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 320


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
@ der Akustiker, Widex evtl. auch noch?
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#7 10.01.2018, 12:44
Der Akustiker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 03.12.2017
Beiträge: 43


Betreff: Re: Seit 6 Wochen SH (nach Koma) - was muss ich bei HG akzeptieren?
Zitat von rabenschwinge:
@ der Akustiker, Widex evtl. auch noch?

Ja, Widex sollte auch gehen, obwohl am weichsten, zur Zeit, sind Signia / Audio Service
Hören kann man mit jeden System...Verstehen nur, wenn das Gehirn es akzeptiert und trainiert ist!

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