Schallschläuche, ein paar technische Fragen

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brillenkatze
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Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#1

Beitrag von brillenkatze »

Gestern habe ich mir im Hg-Laden Ersatzschläuche abgeholt, da mein Vorrat alle war.
Bestellt waren Powerschläuche (4mm).
Die Angestellte hatte irrtümlich noch etwas 3mm-Schlauch dazugepackt, da die bestellte Menge 4mm-Schlauch nicht mehr vorrätig war.

Nun ist es ja so, dass die Schläuche mit der Zeit dünner werden, sowohl beim Tragen als auch in der Lagerung; Weichmacher (PVC) gast aus und die Schläuche werden auch härter, ebenso tut das UV seine Wirkung.
Man kann das fühlen. Aber konkret Qualitätskontrolle/Brauchbarkeitsprüfung setzt Messung voraus.

Der Aussendurchmesser der Powerschläuche war ca. 4.15mm, also wahrscheinlich noch gut.
Die dünnen 3mm-Schläuche waren nur noch knapp 2.9mm. Sind die denn noch "gut"?
Ohne konkrete Spezifikationen weiss ich das nicht zu beurteilen, was (noch) als gut/frisch anzusehen ist.

So habe ich reichlich gegugelt, aber nichts Befriedigendes gefunden.
Ich habe Bezeichnungen wie Powerschlauch, Dickschlauch, Dünnschlauch, Normalschlauch usw. gefunden, meist ohne konkrete Spezifikationen.


Was sind die gängigsten Schallschlauchtypen und welche Spezifikationen haben sie?
  • Aussendurchmesser im frischen/guten/(noch) einbaufähigen Zustand?
  • Innendurchmesser/Wandstärken?
  • Materialien? PVC? Silikon? Mix?
  • korrekte Handelsbezeichnungen (zwecks Bestellung ohne Verwechslungsgefahr)?

Verarbeitbarkeit und Haltbarkeit der Schallschlauch-Materialien
@Ohrenklempner sprach von "Dry Tube"-Schallschläuchen, die länger weich bleiben, aber mehr Feingefühl beim Einbau bedürfen.
Längere Haltbarkeit klingt verlockend, weniger häufig wechseln.
Was sind die anderen pro/contra zwischen PVC/Silikon/Gemisch?
Wie werden die verschiedenen Materialien jeweils am besten gelagert, so dass der Vorrat nicht verdirbt?


Vorgebogen oder vom Meter?
Seit längerer Zeit sind vorgebogene Schläuche anscheinend bei den Meisten "Standard".
Leider sind diese weniger haltbar; die heissluftaufgewärmte gebogene Stelle ist ja materialmässig degradiert und bricht mitunter bereits, während der andere Teil des Schlauchs noch akzeptabel weich ist.
Hinzu kommt der Knick, der ja auch ein wenig dämpft.
Ist aber leichter anzubringen als Schlauch vom Meter, welcher einen Hauch sorgfältigeres Vorgehen erfordert.
Was sind die anderen Pro/Contra-Argumente zwischen normal und vorgebogen?


Genauer Schlauchwechselzeitpunkt?
Der Schlauch sollte immer schön biegsam sein, nie hart.
Spätestens wenn der Schlauch sich gelblich verfärbt, ist er hinüber.
Oder wenn er soweit dünner geworden ist, dass er nicht mehr fest sitzt, sondern beim Otoplastiken-Herausziehen sich bewegt, aus dem Kanal gleitet.
Ideal wäre hier, zu wissen, ab welchem Aussendurchmesser der Schlauch vorsorglich getauscht werden sollte.
Was sind Eure Kriterien?


Fachgerechtes Entfernen von geklebtem Schallschlauch
Leider werden neue Ohrpasstücke mitunter geklebt geliefert.
Oder man war bequem und hat, statt den Schallschlauch selbst zu wechseln, im Hörgeräteladen darum gebeten und es wurde geklebt.

Meine persönliche Meinung zum Schallschlauch-Einkleben: No-go!
Einmal weil Cyanacrylat ein Reizstoff (X) ist.
Und zum anderen wegen des Problems der schadlosen Entfernung.
Die Meisten bohren das offenbar aus.
Zumindest mir ist es bisher noch nie gelungen, ohne Beschädigen der Rohrwand auszubohren.
Daher habe ich die letzten paar Male den Schallschlauch mit einem spitzen V-förmigen Skalpell eingeschlitzt, scharfe Seite zur Schallschlauchmitte hingewandt. Dann lässt er sich leichter von der Rohrwand lösen und anschliessend mit einer Spitzzange greifen, ablösen und herausziehen. Danach müssen die weisslichen Reste des Sekundenklebers beseitigt werden, vorsichtig abkratzen, möglichst ohne die Wand des Rohrs zu beschädigen.
Trotzdem ist das Rohr in der Otoplastik danach nicht mehr perfekt glatt.
Gibt es noch andere Methoden, Geklebtes möglichst schadlos zu beseitigen?
Dani!
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#2

Beitrag von Dani! »

Hui. Da bist du aber arg perfektionistisch eingestellt. Die Unterschiede hörst du so im Detail nicht, dass die ganzen Spezifikationen so wichtig wären. Du musst dich halt für eine Art entscheiden und die HGs darauf anpassen. Bei einem Wechsel auf eine andere Anbindung (Winkelstück statt heißgebogener Schlauch, erc.) kann man den Aufwand einer Neuanpasdung treiben - muss man aber nicht.

Wichtig ist allerdings, dass die Meterware luftdicht und im Dunkeln gelagert wird. Alles andere ist overkill.
Dominik
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#3

Beitrag von Ohrenklempner »

Faustregel: Wenn der Schlauch nicht mehr schön ist, wird er getauscht. :D
Ich bohre den übrigens auch aus und verklebe mit Sekundenkleber (Cyanacrylat). Cyanacrylat kann man mit Aceton lösen, aber die Ausbohrvariante mit dem Rosenbohrer ist die effizientere. Wenn der Schlauchkanal dann ein paar kleine Krater hat, dann ist es eben so, das stört nicht. Um die Verträglichkeit des Klebstoffs würde ich mir keine Sorgen machen. Die Hersteller geben bei ihren Sekundenklebern an, dass die biokompatibel seien. Ärzte kleben ja auch Gefäße, Haut und Wunden damit zusammen. ;)
Der Standard-Schallschlauch ist aus PVC und hat einen Außen-/Innendurchmesser von 3,1mm/2,0mm. Wenn man den lichtgeschützt lagert (bei mir in der Werkstatt eine ausgediente Tastaturschublade unter der Arbeitsplatte), dann bleibt der auch jahrelang gut. Gelegentlich werden von der Rolle Schnipsel abgeschnitten und vorgebogen, das erspart im Ernstfall etwas Arbeitszeit. Auch die vorgebogenen Stücke liegen teils monatelang in der Schublade ohne Einbußen in der Qualität.
Die "Dry Tubes" sind aus Polyurethan und deutlich störrischer als die PVC-Schläuche. Dafür bleiben sie viel länger flexibel.
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svenyeng
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#4

Beitrag von svenyeng »

Hallo!

Wie soll das auch ohne kleben gehen?
Da reißt man sich doch den Schlauch ständig aus den Otoplastiken.

Werden heute eigentlich noch viele Schlauchgeräte verkauft?
Ich könnte mir vorstellen das Schlauchgeräte mittlerweile eher selten sind.
Ex-Hörer hat ja eigentlich nur Vorteile, oder?

Gruß
sven
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#5

Beitrag von Ohrenklempner »

Hey

im Grunde kann man auch nur den Schlauch durchziehen ohne Kleben. Allerdings muss die Bohrung den richtigen Durchmesser haben (minimal kleiner als der Schlauchdurchmesser). Wenn man aber öfter am Schlauch zieht, um das Passstück rauszuholen, kann natürlich alles auseinanderfallen.
Ja, man könnte jetzt sagen, dann darf man eben nicht am Schlauch ziehen, der Schlauch muss alle paar Wochen erneuert werden, wegen Schrumpf, und so weiter... aber da ist es viel praktikabler, mit nem Tröpfchen Sekundenkleber den Schlauch zu fixieren.

Schlauchgeräte haben schon gewisse Nachteile, was die Klangeigenschaften angeht. Auch subjektiv stört viele Menschen der sichtbare Schlauch, und starke Hochtonhörverluste sind mit Exhörer besser zu versorgen als mit dünnen Schläuchen.
Es gibt aber auch hochbetagte Leute oder Menschen mit visuellen und motorischen Einschränkungen, denen ein RIC zu empfindlich und zu filigran ist, oder der Siebwechsel und die Handhabung zu fummelig. Da macht man dann lieber ein robustes HdO.

Schlauchgeräte sind aber deutlich in der Minderheit. 5-10 Prozent etwa. Zum Jahresende hab ich eine aussagekräftigere Statistik. ;)
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#6

Beitrag von Dani! »

svenyeng hat geschrieben: 10. Mai 2022, 14:49 Wie soll das auch ohne kleben gehen?
Da reißt man sich doch den Schlauch ständig aus den Otoplastiken.
Ja, Grobmotoriker ziehen ungeklebte Schläuche wie die Motten aus den Otoplastiken. Alle anderen sind da etwas vorsichtiger. Und klar geht das ohne Kleben. Meine waren nie geklebt. Schließlich hab ich die Schläuche selbst gewechselt. Disclaimer: Heißt natürlich nicht, dass der Akustiker sie nicht trotzdem kleben soll. Es geht aber halt auch ohne.
Dominik
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#7

Beitrag von brillenkatze »

Vielen Dank für die informativen Antworten!
Dani! hat geschrieben: 10. Mai 2022, 16:37 Ja, Grobmotoriker ziehen ungeklebte Schläuche wie die Motten aus den Otoplastiken.
Als notorischer Grobian ziehe ich mir die Otoplastiken am Schlauch raus, wenn ich nasse Hände habe :)
svenyeng hat geschrieben: 10. Mai 2022, 14:49 Wie soll das auch ohne kleben gehen?
Da reißt man sich doch den Schlauch ständig aus den Otoplastiken.
Dazu muss der Schlauch schon einigermassen dünner und glatter geworden sein, also austauschreif.
Frische Schläuche haben recht hohe Reibung, die mit der Alterung (auch bei der Lagerung) abnimmt.
Deshalb lasse ich mir auch nur kleine Vorratsmengen geben (<=1m).
Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Mai 2022, 10:35 Cyanacrylat kann man mit Aceton lösen
Frage: sind die gängigen Materialien der Ohrpasstücke acetonbeständig?
Wenn ja, dann liessen sich damit Reste des Sekundenklebers sauberer als mit Abkratzen entfernen.
Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Mai 2022, 10:35 Die "Dry Tubes" sind aus Polyurethan und deutlich störrischer als die PVC-Schläuche. Dafür bleiben sie viel länger flexibel.
Muss ich unbedingt probieren! Dürfte zu gegebener Zeit einen eigenen Erfahrungsbericht wert sein.

Habe übrigens zwischenzeitlich einen interessanten, etwas detaillierten Artikel zum Thema "Schallschläuche" gefunden:
https://www.yourhearinghelper.com/blog/ ... -aid-tubes
Ohrenklempner
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#8

Beitrag von Ohrenklempner »

brillenkatze hat geschrieben: 10. Mai 2022, 21:27
Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Mai 2022, 10:35 Cyanacrylat kann man mit Aceton lösen
Frage: sind die gängigen Materialien der Ohrpasstücke acetonbeständig?
Wenn ja, dann liessen sich damit Reste des Sekundenklebers sauberer als mit Abkratzen entfernen.
Gute Frage. Ich glaube, Otoplastiken aus hartem Acryl (PMMA) vertragen sich auf Dauer nicht mit Aceton. Silikon ist aber kein Problem.
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#9

Beitrag von brillenkatze »

Ohrenklempner hat geschrieben: 11. Mai 2022, 11:21 Gute Frage. Ich glaube, Otoplastiken aus hartem Acryl (PMMA) vertragen sich auf Dauer nicht mit Aceton. Silikon ist aber kein Problem.
Was ist eigentlich Thermotec für ein Material?

Es gibt ja Sicherheitsdatenblätter für all die Otoplastik- und Schallschlauch-Materialien, z.B. auf der Eggert-Webseite.
Darin wird sicherlich auch auf die Zusammensetzung der Materialien eingegangen.
Leider braucht man für den Zugriff auf diese Sicherheitsdatenblätter zumindest bei Eggert einen Account, den Endverbraucher wohl nicht bekommen.
Weiss jemand, wo man evtl. diese als "doofer End-User" herunterladen kann?

Ganz allgemein, würde mich riesig freuen, wenn irgendwer, der Zugang zu den Otoplastikherstellern hat, sich mal kundig machen könnte, welche Materialien von Aceton nicht angegriffen werden und somit leicht von Sekundenkleberresten gereinigt werden können...
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#10

Beitrag von Ohrenklempner »

Soweit ich weiß, besteht Thermotec aus PU (Polyurethan) und ist gegen Aceton leider unbeständig.
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svenyeng
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#11

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
Schlauchgeräte sind aber deutlich in der Minderheit. 5-10 Prozent etwa. Zum Jahresende hab ich eine aussagekräftigere Statistik. ;)
Das wirft direkt eine Frage bei mir auf:
Kann man eigentlich jeden Hörverlust mit Ex-Hörern versorgen bzw. gibt es Situationen wo unbedingt ein Schlauchgerät her muss?
Es gibt aber auch hochbetagte Leute oder Menschen mit visuellen und motorischen Einschränkungen, denen ein RIC zu empfindlich und zu filigran ist, oder der Siebwechsel und die Handhabung zu fummelig. Da macht man dann lieber ein robustes HdO.
Das ist ja letztendlich eine Situation wo Schlauch genommen wird, aber nicht zwingend müsste.
Ich wundere mich halt das es überhaupt nicht Schlauchgeräte gibt.
Letztendlich könnten die Hersteller ja auch hingehen und die Drähte der Hörer dicker mach und durch nen Schlauchziehen.
Dann wäre der Ex-Hörer direkt robuster.

Gruß
sven
Ohrenklempner
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#12

Beitrag von Ohrenklempner »

Nun ja, Schlauchgeräte sind zwar zunehmend in der Minderheit, aber es wird sicherlich immer Leute geben, die lieber das Ohrpassstück in der Gebissreinigerdose baden als am Exhörer Filter zu wechseln. Es gibt auch audiologisch immer mal Konstellationen, die sich mit einem Schlauchgerät besser versorgen lassen; Kinderversorgungen zum Beispiel, oder wenn der Hörverlust so stark ist, dass der entsprechende Hörer nicht ins Ohr passt. ;)
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brillenkatze
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#13

Beitrag von brillenkatze »

Update:

Fachgerechtes Entfernen von geklebtem Schallschlauch - der ultimative Tipp:

Heute war ich in der Apotheke, um Ersatz für meine stumpfen Skalpelle zu beschaffen.
Leider waren sie gerade nicht vorrätig, kommen erst morgen wieder.
Wie ich mich mit der Apothekerin unterhielt, hatte sie eine super Idee als Alternative.
Sie gab mir eine Injektionsnadel Grösse 20 (Durchmesser 0,9mm, knapp dünner als die Schallschläuche).

Und bingo!
Sehr gute Arbeitsplatzbeleuchtung, wie man sie in der Elektronikwerkstatt braucht/hat, ist hierzu Pflicht.

Sorgfältig die Nadel genau gerade, oder im Zweifelsfall ein wenig schräg, so dass sie nicht in die Otoplastik piekst, in den Schallschlauch eingestochen und diesen dann mit der Nadel von der Rohrwandung weggebogen.
Man sieht dann, wo der Schlauch bereits abgelöst ist, es wird weiss(er).
So kann man den Schallschlauch dann gezielt, wo er noch anhaftet, rundum lösen und anschliessend beschädigungsfrei herausziehen.

Das Schöne ist, dass (zumindest bei Thermotec) der Sekundenkleber besser am Schallschlauch klebt als an der Otoplastik.
Einige kleine Reste von Kleber blieben an der Wand hängen, diese habe ich mit einer Nadel Grösse 14 leicht herunterschaben können.
So blieben keine Reste vom Klebe-Pfusch in der Otoplastik übrig.
Nun sind die Wände der Otoplastik sauber und glatt, nicht kaputt wie beim Ausbohren.

Der neue Schallschlauch wird optimal sitzen und dämmen.
Das dürfte auch nicht länger gedauert haben als ausbohren (*schauder*).

Muss nur noch meine Hörgeräteakustikerin fragen, ob die neuen Otoplastiken vom Hersteller geklebt wurden oder von jemand anderem...
Gänseblümchen
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#14

Beitrag von Gänseblümchen »

Vielleicht Titan ?
Ohrenklempner
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#15

Beitrag von Ohrenklempner »

Titan fetzt. Da würd ich dann aber nen schwarzen Schlauch nehmen. 8-)
Carreau!
brillenkatze
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#16

Beitrag von brillenkatze »

Ohrenklempner hat geschrieben: 16. Mai 2022, 21:48 Titan fetzt. Da würd ich dann aber nen schwarzen Schlauch nehmen. 8-)
*nixversteh*

Da meine Hg-Akustikerin offenbar Schwierigkeiten hat, kurzfristig "Dry Tube"-Schlauch zu beschaffen, spiele ich mit dem Gedanken, mir aus dem Industriefachhandel Pneumatikschläuche aus PU zu besorgen.
Diese gibt es in allen relevanten Durchmessern/Wandstärken, verschiedenen Shore-Härten - oder sagt man besser "Weichen"? - und vielen Farben.

Bild

Im Medizingerätebereich sind Schläuche aus PTFE (Teflon) verbreitet.
Diese sind offenbar nur naturfarben (d.h. milchig-transparent) zu haben.
Dürften aber äusserst haltbar sein.
"Vorbiegen" mit dem Feuerzeug funktioniert mit diesen wahrscheinlich nicht. :mrgreen:

Preislich sind diese Optionen alle sehr attraktiv. Das Versandporto dürfte den Hauptkostenanteil darstellen.

Daher nun meine nächste Frage:
In welchem Shore-Härtebereich sollten Schallschläuche idealerweise sein?
svenyeng
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#17

Beitrag von svenyeng »

Hallo!

Wenn man kurz googlet, findet man raus, das Schallschlauch eine Shore Härte 35 hat.
Die Pneumatikschläuche aus PU sind wohl sehr viel härter. Weicher Schlauch wäre wohl Silikonschlauch.
Wenn der Pneumatikschlauch problemlos als Schallschlauch nutzbar wäre, würden das die Akustiker wohl machen, denn preislich ist das ja attraktiver.

Der Akustiker wird immer passenden Schlauch da haben.
Lass den dort wechseln und fertig. Ich kann das selber rumbasteln eh nicht nachvollziehen.
Vor allem ist der Schlauchwechsel normalerweise kostenlos. Dafür ist die Wartungspauschale da, bzw. man hat es mit den HGs schon mitbezahlt.

Gruß
sven
Ohrenklempner
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#18

Beitrag von Ohrenklempner »

Wenn der nicht zu biegen ist, wäre ein Winkelstück in der Otoplastik praktisch. Das muss man dann auch nicht mehr wechseln und die Pfriemelarbeit an der Otoplastik entfällt. Musst mal das Akustikgeschäft deines Vertrauen fragen, da müssten immer welche auf Lager sein.
Carreau!
Dani!
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#19

Beitrag von Dani! »

Ohrenklempner,
brillenkatze will eine perfekte Lösung, nicht so eine Bastellösung, wo man 1-2% schlechter hört mit, also fast nichts mehr. Da kannst du doch nicht mit Pragmatismus kommen!
Dominik
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Re: Schallschläuche, ein paar technische Fragen

#20

Beitrag von Ohrenklempner »

Die Impedanzsprünge im Winkelstück sind wahrlich nicht zu verachten. :D
Das Winkelstück wird ohnehin durch Kleben eingebaut, aber ich wollte es trotzdem vorschlagen.
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