Hörgeräte nach langer Pause

Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#26

Beitrag von Dani! »

Sven,
es stimmt nicht, wenn du schreibst: "*Wir* raten hier immer von IdO ab." Du sprichst nicht für alle im Forum. Tatsächlich gibt es *hier* viele, die auf IdO schwören.

Gewöhne dir doch bitte endlich ab, von dir pauschal auch auf andere zu schließen. Nur deshalb eckst du permanent an und kriegst Gegenwind.
Zuletzt geändert von Dani! am 2. Nov 2022, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
Dominik
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Carla
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#27

Beitrag von Carla »

Ich hatte auch HdO Geräte. Und habe kleine, enganliegende Ohren. Ich kaufte mir Brillen mit extrem schmalen Bügel. Zuerst waren es eben breite Acetatbügel, nun sind es ganz schmale Titanbügel. Das macht eine Menge aus. Dann kam noch die Maske dazu, das muss man auch einberechnen. Ich hatte manchmal abstehende schmerzende Ohren :crazy:
tabbycat
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#28

Beitrag von tabbycat »

Moin,

ich hatte das Ohrmuschelproblem bei meinem vorherigen Hörgerät (das war dicker und größer als die jetzigen Geräte) auch.
Mir hat es geholfen, die Brillenbügel vom Optiker neu anpassen zu lassen. Das hat auch bei meinem Kunststoffgestell mit relativ dicken Bügeln wunderbar funktioniert.
Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich."
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Kaesebrot
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#29

Beitrag von Kaesebrot »

*Staub wegpust*

Vielen Dank für die lieben Worte bezüglich der Brillenbügel. Manchmal drückt es noch ein wenig, mein langfristiger Plan ist bei der nächsten Brille auf schmale Bügel zu achten.

Inzwischen habe ich Hörgerät Nummer zwei aka das Phonak Audéo Lumity 30 getestet und den Eindruck, dass es definitiv in die richtige Richtung geht.

Das Sprachverständnis in Ruhe ist exzellent, ich nehme wieder viele hochtonige Geräusche wahr. Mein Gewinn ist der Verlust meines Ehemannes - ich höre es jetzt nämlich, wenn er in der Küche mit der Schokoladenverpackung raschelt, von wegen unauffällig! :mrgreen: Geräusche werden deutlich differenzierter und komplexer wiedergegeben als vom Phonak Vitus+, mich hat es ziemlich umgehauen, dass Wellen ja viel mehr Geräusche machen als einfaches Rauschen, sondern das Anrollen, Brechen und Zurückziehen ganz verschiedene Töne hat. Das ist irgendwie noch ein bisschen surreal, aber gut surreal. Musik klingt auch besser, aber da ich a) wenig für Musik übrig habe und b) vollkommen unmusikalisch bin, ist das eher zweitrangig. Streaming geht gut, bei Telefonaten kommt ein Echo meiner Stimme beim Gesprächspartner an. Da muss meine Akustikerin ran und gucken, was sich in den Einstellungen von Hörgerät und Handy optimieren lässt.

Das Sprachverständnis im monotonen Störgeräusch ist sehr gut, das Sprachverständnis in hallender Umgebung und in Umgebungen mit wechselnder Geräuschkulisse deutlich ausbaufähig. Zum Teil kann ich das manuell über die Phonak App regeln indem ich den Speech Fokus sehr schmal und die Störgeräuschunterdrückung sehr hoch einstelle. Damit verstehe ich allerdings nur Personen, die mir direkt gegenüber sitzen und die Qualität der Stimmwiefergabe ist eher für die Tonne. Da wünsche ich mir eindeutig mehr Komfort und werde das mit meiner Akustikerin besprechen. Für/gegen den Hall im Museum wünsche ich mir eine T-Spule.

Der Tragekomfort ist gut, nach 15h Tragzeit habe ich einen leichten Druckschmerz am Außenohr, allerdings war ich da auch so müde, dass ich auch meine Schuhe nervig und eng fand. Sonst merke ich nix von den Geräten und bin schon fast damit duschen gegangen…

So gesehen: Ich bin gerade im Vergleich zu meinen vorherigen Versuchen mit Hörgeräten hellauf begeistert und habe endlich das Gefühl, dass sie mir den Alltag deutlich erleichtern. Mit Geräten muss ich mich in Gesprächen weniger konzentrieren, nicht mehr auf das Mundbild meines Gesprächspartners schauen und die Untertitel beim Serien schauen brauche ich nur noch, wenn ich nebenher besagte Schokolade mit Cornflakesfüllung kaue.
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Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#30

Beitrag von Dani! »

Kaesebrot hat geschrieben: 18. Nov 2022, 19:42 Mein Gewinn ist der Verlust meines Ehemannes -
Ich komme nicht umhin darauf aufmerksam zu machen, dass man diesen Satz im ersten Moment auch falsch lesen kann 😱😁
Dominik
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Richy
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#31

Beitrag von Richy »

Ich bin auch eher ein Ehemann der an den Kühlschrank aka an die Tafel Schokolade geht , allerdings hört meine Frau wie ein Luchs 😀
Kaesebrot
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#32

Beitrag von Kaesebrot »

Beim Schreiben des Beitrags kamen keine Ehemänner zu Schaden :D Wobei das Teilen von Schokolade schon ein schweres Los zu sein scheint.
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Kaesebrot
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#33

Beitrag von Kaesebrot »

Und es folgt das nächste Update. Die letzten Tage bin ich ziemlich genervt, von mir selbst, meiner Behinderung und der Preisgestaltung von Hörgeräten.

Beim Audéo L30 war ja das Sprachverstehen in lauter Umgebung zwar in Ordnung, wenn ich selbst manuelle Einstellungen vornehme, aber die Tonqualität mies. In Ruhe alles schick, Streaming schick, an sich ein tolles Gerät. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass ich gern Restaurants besuche und da angenehmer verstehen möchte.
Oben drauf hat mein Arbeitgeber am Montag unsere neuen Büroräume eingeweiht. Die Räume sind hoch, sehen toll aus, aber die Akustik ist leider für die Tonne. Auch da musste ich mit dem L30 die manuellen Einstellungen nutzen, die die Tonqualität verschlechtern.

Entsprechend meines Wunsches auch bei Hall zu verstehen und wenn es um mich herum lauter ist, habe ich mal vorsichtig angefragt, was denn die höchste Technikstufe, die laut Phonak Website das bietet, was ich mir wünsche, kosten würde. Davor hatte ich online etwas bei Käfertal recherchiert und mich auf eine ordentliche Zuzahlung eingestellt. Damit habe ich auch kein Problem und es ist nun nicht so, dass ich mir das nicht leisten könnte. Dass die Geräte aber in jeder Preisklasse noch etwa 800-1.000€ pro Ohr mehr kosten würden (Krankenkassenzuschuss schon abgezogen), als bei Käfertal angegeben, hat mich dann doch aus den Latschen gehauen.

Jetzt sitze ich seit ein paar Tagen mit den Geräten am Ohr rum und habe einen Gewissenskonflikt. Mich nervt diese Preisgestaltung, weil ich nicht das Gefühl habe eine übermäßig anspruchsvolle Kundin zu sein. Ich kann meine Wünsche gut artikulieren, ich kann eine Rückmeldung geben, die zuverlässig dazu führt, dass das Problem mit einem Klick in der Anpasssoftware behoben wird. Nach meiner gerade gefühlten Wahrheit könnte den Service der Feinjustierung auch ein outgesourcter Inder per Videotelefonie vollbringen. Vermutlich sehe ich das zu vereinfacht, weil ich keine Ahnung habe wie komplex ein solches Programm ist und das Finetuning ist nur deshalb minimal, weil die erste Einstellung richtig, richtig gut war. Ich brauche keine Otoplastiken, ich bin in einem Alter in dem ich nicht versehentlich meine Tabletten ins Batteriefach stopfe und mich dann wundere, warum nix funktioniert. Ich brauche keine langwierigen Erklärungen wie ein Hörgerät funktioniert und laufe nicht zum Akustiker, wenn das Bluetooth nicht auf Anhieb läuft. Ich brauche keine emotionale Begleitung oder Pampern vom Akustiker und komme auch nicht ohne Grund auf ein Pläuschchen vorbei.

Ich nerve mich selbst, weil ich eben nicht direkt nach dem Preisniveau gefragt habe, bevor ich irgendein Hörgerät getestet habe. Andererseits hätte mir da eh wenig gesagt - denn wie erkennt man Qualität, wenn man selbst eher planlos unterwegs ist und keinerlei Ahnung hat welches Gerät warum für einen in Frage kommt. Eher gar nicht.
Mich nervt, dass ich für ordentliche Informationen zu den Leistungsklassen von Hörgeräten erst die Akustiker-Version der Homepages aufrufen muss, um an mehr zu kommen als das Versprechen “hören sie alles überall ganz toll”.

Gerade ist bei mir den Impuls da hinzuschmeißen, den werde ich aushalten müssen und dann mal schauen, was ich mache. Meine persönliche Motivation sich mit dem Thema Hörgeräte auseinander zu setzen ist jedenfalls ordentlich gesunken und ein Teil von mir meint “es ging ja früher auch ohne”. Offenbar bin ich jetzt in dem Alter angekommen. Mimimi Ende. Das alles aufzuschreiben tat gerade schon erstaunlich gut.
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cherusker
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#34

Beitrag von cherusker »

Vielen Dank für deine offenen Worte. Vieles aus deinem letzten Post erkenne ich wieder, da es mir mitunter so ähnlich geht.
Ich habe mich auch schon oft geärgert, weil mein Akustiker nicht direkt die ungefähren Preise nennt, wenn er mir ein Modell zum Testen mitgibt. Das würde doch einiges einfacher machen, auch bei der Bewertung des Hörkomforts. War bislang vermutlich auch meine Schuld, weil ich nicht nachgefragt habe, allerdings hatte ich bereits beim 2. Termin einen ungefähren Preisrahmen vorgegeben und deutlich gemacht, dass ich nicht jeden Preis zahlen werde. Gefällt einem ein Hersteller vom Klang her, darf/sollte auch eine Preisliste auf den Tisch kommen.
Oft hat man auch das Gefühl, dass die Auswahl der Hörgeräte doch mehr nach den Vorstellungen des Akustikers gehen und nicht nach den Vorstellungen des Kunden. Ich möchte hiermit auf keinen Fall Akustikern generell etwas anhängen, habe aber das Gefühl, dass bei mir auf eine bestimmte Marke hingearbeitet wurde.
Grüße vom cherusker :cheers:
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tabbycat
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#35

Beitrag von tabbycat »

Ich würde mir erstmal überlegen, wie zufrieden ich bisher insgesamt mit dem Akustiker bin... - kann ich mir vorstellen, da die nächsten Jahre hinzugehen, wenn was mit meinen Hörgeräten ist? Macht er bei der Anpassung gute Arbeit und drängt mich nicht zur Kaufentscheidung? - Oder habe ich einfach nur den Eindruck, dass ich umschmeichelt werde und für jedes laue Lüftchen bezahlen muss?
Wenn das Bauchgefühl mir "bleiben" sagt, würde ich gerade heraus sagen, daß die Hörgeräte mir gefallen, ich aber gern über den Preis reden würde. Ist zwar für manch einen eine Überwindung, bringt aber oft mehr als gedacht ;)
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Lodda
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#36

Beitrag von Lodda »

Ich habe zu meinen getesteten Hg, die einer Zuzahlung bedurft hätten, Kostenvoranschläge bekommen, ausser beim ersten hatte das System gesponnen, da wurden mir aber die einzelnen Posten/ Kosten gezeigt und genannt nur ausdrucken wollte das System an dem Tag nichts. Getestet habe ich von zuzahlungsfrei in Richtung steigende Zuzahlung/ höhere Klasse.
Gruß Lothar

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lezard
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#37

Beitrag von lezard »

@Kaesebrot
@cherusker

Ihr sprecht mir beide aus dem Herzen.

Es ist sooo verdammt schwer, sich auf Hörgeräte einzulassen, wenn man ohne "irgendwie" auskam.

Dass dies aber verdammt viele Nerven bei unseren Mitmenschen gekostet hat, blenden wir da gerne mal aus.

Ich weiß nicht, ob ich es so lange mit einem halbtauben, schlecht verstehenden Menschen wie mir ausgehalten hätte, wie meine Frau und Kinder es schon seit vielen, vielen Jahren tun. Was haben die schon alles ertragen müssen, Missverständnisse etc.p.p..

Es ist in meinen Augen nur selbstverständlich, sich selbst mal aus der Komfortzone zu bewegen und diese furchtbare Adaption zu ertragen, allein der Familie zuliebe.

Finde ich. Aufgeben ist in unserem Alter keine Option mehr.

Ich weiß, wie furchtbar schwer das ist. Aber gibt es eine Alternative?
Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#38

Beitrag von Dani! »

lezard hat geschrieben: 23. Nov 2022, 20:32 Ich weiß, wie furchtbar schwer das ist. Aber gibt es eine Alternative?
Gebärden?
Ja, klingt vielleicht etwas provokativ. Aber ich kenne jemanden, die hatte vor Jahren tatsächlich ernsthaft als Alternative darüber nachgedacht.

Andererseits hast du natürlich Recht. Ich persönlich empfinde das Hören als so wichtig, dass man das nicht vernachlässigen sollte, solange man es noch hat. Klar haben auch die anderen gelitten. Aber in erster Linie ist man auch selbst derjenige, dem ein großer Teil des Lebens ohne richtig zu hören verloren geht. Man kann sogar froh sein, wenn man noch hören kann.
Dominik
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#39

Beitrag von Hörgräte »

Kaesebrot hat geschrieben: 23. Nov 2022, 16:48 Ich nerve mich selbst, weil ich eben nicht direkt nach dem Preisniveau gefragt habe, bevor ich irgendein Hörgerät getestet habe.
Ich habe bisher zwei Hörgeräte getestet. Zu jedem Paar habe ich bei der Anpassung einen Kostenvoranschlag bekommen, sodass ich weiß, was preislich auf mich zukommt, wenn ich mich dafür entscheide.
Mir wird nichts aufgedrängt, auch Dank dieses Forums habe ich mich vorab gut informiert, sodass ich ungefähr weiß was ich will. Der Ohrenklempner geht auf meine Wünsche ein und steht mir beratend zur Seite.

Ich bin bei einem Laden der Kette mit F und bisher sehr zufrieden.
Schlecht hören tu ich gut
lezard
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#40

Beitrag von lezard »

Dani! hat geschrieben: 23. Nov 2022, 21:12
lezard hat geschrieben: 23. Nov 2022, 20:32 Ich weiß, wie furchtbar schwer das ist. Aber gibt es eine Alternative?
Gebärden?
Ich selbst würde es ja noch lernen, kein Problem. Aber als Hörgeschädigter mutet man seinem Umfeld schon seit Jahren mehr als genug zu. Wenn die noch alle Gebärdensprache lernen sollten, um mit mir zu kommunizieren, würden die mir einen Vogel zeigen. Außer es wäre nicht selbstverschuldet, nach mehreren schweren Hörstürzen, Unfall oder so. Da kann man dann nichts für.

Aber nur weil man selbst zu bequem ist, die Anpassung mit allen Widrigkeiten über sich ergehen zu lassen, Gebärdensprache lernen? Dafür hätte niemand Verständnis. Zu Recht.


Dani, wie wird das denn üblicherweise gehandhabt, wenn Leute kommen, welche lange Zeit unterversorgt oder überhaupt nicht versorgt waren? Gibt es da das Ei des Kolumbus, einen idealen Weg?
Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#41

Beitrag von Dani! »

Nee, den goldenen Weg gibt es nicht.
Letztendlich ist bei Hörhilfen alles nur ein Kompromiss aus Verstehen und Komfort. Man muss sich selbst sein Mittelmaß suchen.

Als Hörgeräteträger hast du immerhin noch die Wahl aus verschiedenen Modellen, die du testen kannst. Und für Musik ggf die Geräte einfach wechseln.
Wenn es wie bei mir vor 3 Jahren nur noch die Möglichkeit bestand zu verstehen oder gleich ganz ohne Hörgeräte, nimmt man auch CIs ohne es vorher testen zu können in Kauf - wenn man noch am Gesellschaftsleben teilhaben möchte. Aber davon bist du ja glücklicherweise noch weit entfernt.

Du kannst ja auch Hörgeräte nur dann tragen wollen, wenn du sie zum besseren Verstehen gerade brauchst. Das wäre immerhin ein Anfang für die Gewöhnung. Das perfekte Hörgerät gibt es nicht. Es bleibt eine Sache der Gewöhnung bzw des Trainings des Gehirns. Das Teil zwischen den Ohren ist diesbezüglich phänomenal (anpassungsfähig).
Zuletzt geändert von Dani! am 24. Nov 2022, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#42

Beitrag von Kaesebrot »

Guten Morgen,

vielen, vielen Dank für eure Beiträge! Nicht alleine zu sein fühlt sich gut an, gerade auch weil ich zwar von meinem Umfeld Verständnis entgegen gebracht bekomme, aber die eben nicht in meinen Schuhen stecken. Am besten funktioniert das noch bei meinem Mann, der als Internist hauptsächlich mit betagten Menschen zu tun hat und sich manchmal fragt, ob Hörgeräte überhaupt eine vernünftige Wirkung haben, oder alte Menschen sie akzeptieren, damit die Kinder oder Partner nicht mehr nerven :mrgreen: Alle anderen waren der Meinung, dass die Kasse ja zahlt und hatten eher die Vorstellung, dass ich nach einer Anpassung perfekt hörend und glücklich zu Vivaldis Frühling über eine bunte Blumenwiese hüpfe.

Naja, zurück zu mir. Ich bin etwas desillusioniert. Im Forum lese ich an vielen Stellen den wiederholten Ratschlag: Erstmal testen, dann nach Preisen fragen, am Ende passt es schon. Gut, damit bin ich in dem Sinne jetzt etwas auf die Nase gefallen, vielleicht hätte ich auch keine Preise im Internet vergleichen dürfen. Dann hätte ich nett genickt, bezahlt und mich gefragt, wie eigentlich Menschen mit wenig Geld das Problem lösen. Vermutlich können sie weniger ins Restaurant oder Museum gehen und das Problem löst sich, so traurig und zynisch das jetzt klingt, mangels finanzieller Mittel von selbst.
Wobei ich diese preislichen Unterschiede schon enorm finde, schlicht vor dem Hintergrund, dass ich jetzt bei einem Akustiker sitze, Zeit und Mühe gekostet habe und schon allein deshalb Hemmungen habe mich anderswo beraten zu lassen, weil die Krankenkasse ja für die Beratungsleistung keine Vergütung vorsieht. Andererseits kann ich bei einem günstigen Angebot auch nicht wissen, wie die Beratung aussehen wird. Alles etwas undurchsichtig. Die aktuelle Akustikerin ist aber noch nicht “vom Tisch”, eine Überlegung ist derzeit dort zu kaufen und dann sechs Jahre Ruhe zu haben in denen ich mich hoffentlich über gutes Hören freue.

Da ich in der mehr oder minder komfortablen Situation bin im Alltag zwar viel Energie fürs Hören zu brauchen, aber mit gleicher Hörfähigkeit Abitur, Studium und Staatsexamina geschafft habe, überlege ich gerade noch das Thema etwas ruhen zu lassen. Die Schwerhörigkeit merkt man mir nur an, wenn man sehr viel Zeit mit mir verbringt, Logopäde oder Musiker ist. Das macht vermutlich auch meine Ansprüche an die Tonqualität eines Hörgerätes hoch. Nicht im musikalischen Sinne, sondern im Sinne von “klingt so ähnlich wie die Realität, nur lauter”. Die B-Lösung habe ich in Form meines Gehörs fest verbaut, ich brauche “nur” in Situationen viel Unterstützung, die auch für Hörgeräte anspruchsvoll sind. Die Krux ist der Energieeinsatz, der für Hören drauf geht, diese Energie würde ich eigentlich gern in andere Dinge stecken.

Klar ist: Es geht ohne Hörgeräte, aber es ist anstrengend und auch nicht so richtig gut. Ich habe mir eine persönliche Deadline gesetzt, bis dahin treffe ich keine Entscheidung und entscheide dann mit etwas weniger emotionaler Involvierung.
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Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#43

Beitrag von Dani! »

Kaesebrot hat geschrieben: 24. Nov 2022, 10:12 Die Schwerhörigkeit merkt man mir nur an, wenn man sehr viel Zeit mit mir verbringt, Logopäde oder Musiker ist.
Ich hab deinen Hörverlust gerade nicht auf dem Schirm. Aber lass dich nicht täuschen: Nicht jeder (oder eigentlich keiner, der nur kurze Zeit mit dir verbringt) teilt dir mit, dass man auf eine Frage mit einer sinnbefreiten Antwort gekommen ist, nur weil man die Frage falsch verstanden hat. Du bist im Glauben, er hat deine Schwerhörigkeit nicht mitbekommen - er ist im Glauben, mit dir stimmt was nicht im Kopf ...
Wie gesagt, ich kenne deinen Hörverlust und auch dich nicht, um es zu beurteilen.
Die Krux ist der Energieeinsatz, der für Hören drauf geht, diese Energie würde ich eigentlich gern in andere Dinge stecken.
Ich hatte es im vorherigen Post ja schon angedeutet: Das was miserabel klingt ist die Abweichung von deinem bisherigen Normalzustand. Das Gehirn muss schon an das neue Hören trainiert werden. Die zusätzliche Information, die das Gehirn bekommt, muss erst neu sortiert werden. Das strengt die ersten Monate erst mal mehr an als dass es hilft. Wenn das Gehirn aber gelernt hat, das Gehörte richtig zuzuordnen, dann führt das im Ergebnis zu weniger Anstrengung als ohne Hörgeräte.

Man kann zwar Hörgeräte wie zu analog-Zeiten zum Zwecke des "natürlichen Hörens" alles einfach nur lauter machen. Dann werden deine Ohren aber unnötig mit Lärm zugeballert. Zweite Variante ist, dass die Hörgeräte "optimal" (im Sinne der Theorie) eingestellt werden. Das verfälscht das Hören allerdings extrem - umso extremer je unruhiger die Umgebung ist. Manche langjährige Träger kommen mit dieser Einstellung wunderbar zurecht. Ich hingegen trotz Hörgeräte seit dem 4. Lebensjahr überhaupt nicht. Auch heute mit CIs ist mir diese Klangverfälschung ein Graus.

Oder man nimmt den Mittelweg (wie ich das nach dem Umstieg von Analog auf Digital praktiziere), dass die Geräte nur in der Verstärkung digital an den Hörverlust angepasst sind (also mit der entsprechenden Kompression je nach Lautstärke) und keinerlei Klang"verbesserung" eingesetzt wird (außer ggf Rückkopplungsunterdrückung). Ich habe das als Alltagsprogramm. Dafür braucht man dann auch keine hochpreisigen Hörgeräte. Allerdings fällt dann auch die Möglichkeit der Impulsschallunterdrückung weg. Ich hab letzteres trotz hochgradiger Schwerhörigkeit in digitalen Hörgeräten nie erfolgreich einsetzen können, sondern die korrekte(!) Einstellung von MPO hat ausgereicht (zu analog-Zeiten war Impulsschallunterdrückung bei mir noch ein Muss).

(MPO = Maximum Power Output, der maximale Pegel, den das Hörgerät auf das Trommelfell abgeben darf und heute auch niemals überschritten wird).


Nachtrag zu Klangverfälschung:
Es gibt auch noch Anpassungen, wie die Mikrofone ausgerichtet werden. Ich habe das aus Gründen in meiner Person stets auf Omni-Direktional. D.h. die Mikrofone nehmen stets alles aus allen Richtungen gleich laut auf. Das muss nicht jedem Hörgeräte-Träger gefallen. Ganz im Gegenteil denke ich, dass den meisten es gefallen wird, wenn die Hörgeräte umso mehr den Sprecher direkt vor einem hervorheben, je Party-mäßiger die Umgebung ist. Derartiges kann man dann aber auch in einem "Restaurant"-Programm einstellen, das man nur bei Bedarf einstellt.
Dominik
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Kaesebrot
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#44

Beitrag von Kaesebrot »

Danke für deine Eindrücke Dani, insbesondere für die Erklärungen zur Technik.
Die genauen Ergebnisse der Audiometrie habe ich gerade tief auf meinem Schreibtisch vergraben, die reiche ich sinnvollerweise mal nach, wenn ich das Chaos da beseitigt habe.

Dass die Abweichung vom Normalzustand miserabel klingt, empfinde ich nicht grundsätzlich so, vermutlich habe ich das gestern in meinem “alles doof” Modus schlecht formuliert.

Mit den L30 kann ich viel manuell “nachbessern”, wenn ich zum Beispiel im lauten Restaurant nicht verstehe. Dann muss ich die Störgeräuschunterdrückung auf Anschlag auf und den Speech Fokus so einstellen, dass nur noch aufgenommen wird, was genau von vorne kommt. Die Tonqualität, die dabei rauskommt ist grottig und wenn ich mit mehreren Menschen ein Gespräch führe, muss ich den Kopf ständig mit drehen, weil ich sonst wegen des engen Aufnahmewinkels genau so wenig verstehe wie ohne Hörgeräte. Das Richtungshören fällt damit komplett weg. Im Museum muss ich mich sehr anstrengen um dem Führer im Automatikmodus folgen zu können, oder ebenfalls manuell das Sprachverständnis verbessern und damit die Tonqualität und Richtungshören über den Jordan schicken. Im Automatikmodus hatte ich weder im lauten Restaurant, noch im Museum den Eindruck, dass die Geräte mir das Verstehen deutlich erleichtern.
Wohl aber mit monotonen Hintergrundgeräuschen wie prasselndem Regen oder um das Haus wehenden Wind.

Mit den L90 geht das alles sehr komfortabel, die Tonqualität ist deutlich besser und die Geräte können auch mit Störgeräuschen einen Sprecher neben mir fokussieren. Auch beim Autofahren kann Musik im Hintergrund laufen und ich kann mich entspannt, mit geschlossenen Augen und/oder in Fahrtrichtung schauend unterhalten. Der Hall im Museum ist auch deutlich besser, der Automatikmodus bringt ein viel angenehmeres Ergebnis als meine stümperhafte manuelle Einstellung beim L30. Obwohl die Führung mit den L90 von einer Frau geleitet wurde, habe ich viel besser verstanden als mit den L30.

So gesehen hätte ich mich quasi schon auf die L90 festgelegt, hatte nach dem Preis geschaut und bin in Anbetracht der Tatsache, dass der lokale Betrieb für zwei L90 6750€ Eigenanteil haben möchte, versus 4800€ bei Käfertal fast hinten über gefallen. Das empfinde ich als Wucher.
Wenn ich noch einen anderen Akustiker kontaktieren sollte, frage ich direkt nach dem Preis. Mich nervt es einfach gerade zu Tode, dass Akustiker 1 ein totaler Reinfall war und Akustiker 2 scheinbar eine Apotheke. Und da frage ich mich echt, was diesen Preisunterschied rechtfertigt. Es wird hier im Forum empfohlen wegen der besseren Qualität zum inhabergeführten Betrieb zu gehen. Ich frage mich was jetzt kommt, wenn ich es als nächstes mit einer Kette probieren sollte. Explodieren die Geräte dann am Ohr, oder schließe ich beim Kauf automatisch eine Rentenversicherung ab? :D
Ich weiß eben auch nicht, ob mir Einstellungen bei einem anderen Akustiker ebenso angenehm wie bei Akustiker 2 wären und ob es sich nicht lohnt preislich in den sauren Apfel zu beißen.
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Carla
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#45

Beitrag von Carla »

Versuche doch die Kette. Vielleicht das große F. Die sollen nicht schlecht sein. Erfahrungen muss man selbst sammeln. Ich war bei zwei inhabergeführten Geschäften, und dass ich da vor Freude frohlocke, kann ich nicht sagen. Beim ersten kaufte ich, aber die Nachsorge, Otoplastik etc. War grottig. Für die war mit dem Geldtransfer alles erledigt und ich als Kundin nicht mehr beratungsbedürftig, Zeit ist Geld.
Der zweite Akustiker war sehr gut, hat gut eingestellt, meine Otoplastiken gut angefertigt, obwohl ich die Geräte dort nicht kaufte. Nun ist er dort weg.
Der dritte Akustiker, bei dem bin ich nun, war gut. Zumal sie mir das verkauft haben, was ich wollte. Aber meine Akustikerin ist nun auch weg, allerdings ist ihre Nachfolgerin auch gut.
Manchmal ist es so, dass die inhabergeführten Geschäfte eben sehr auf ihren Gewinn achten.
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#46

Beitrag von tabbycat »

Ich finde es ein wenig befremdlich, daß man dir nach der niedrigsten Technikstufe gleich die höchste anbietet. Es gibt zwischen 30 und 90 noch 50 und 70, vielleicht reicht eins von denen ja vollkommen aus.

Und nicht viel älter, aber vielleicht schon preisgünstiger ist die Paradise-Serie von Phonak.

Im übrigen trage ich die Audeo Marvel 30 - also das Vor-vorgängermodell. Ich musste mich offen gestanden ein paar Monate an die Geschichte mit der Automatik gewöhnen. In der ersten Zeit habe ich ein manuell erstelltes Programm benutzt und z. B. im Restaurant oder in der Kantine umgeschaltet auf "Verstehen im Störlärm" oder "Restaurant". Irgendwann hat mich die Umschalterei genervt und ich nutzte immer öfter die Automatik. Mittlerweile habe ich sie mir als Standardprogramm einstellen lassen und komme super damit klar.
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#47

Beitrag von Kaesebrot »

Danke Carla, das große F haben wir hier auch in der Nähe. Vielleicht frage ich da nach, wenn ich meine Gedanken ein bisschen mehr gesammelt habe. Mich persönlich schreckt an Ketten ein wenig ab, dass häufig eine hohe Fluktuation von Mitarbeitern gegeben ist. Ich bin mit fremden Menschen eher Typ socially awkward, aber der Akustiker soll mich ja auch nicht auf persönlicher Ebene gut finden, sondern mich gut beraten.

Der Sprung von den 30 auf die 90 ist wirklich enorm, da stimme ich dir zu tabbycat. Wir haben geschaut, welche Leistungsklasse meine “Probleme” mit Hall und lauter Umgebung lösen könnte, damit blieb laut Akustikerin und den Unterlagen von Phonak nur die 90 übrig.
Die Paradise-Serie hat wohl einen anderen Chip und Software, daher ist das Sprachverstehen da in lauter Umgebung wohl schlechter als beim Lumity. Das hatte ich erfragt, weil ich dachte der Vorgänger könne ähnlich klingen.
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#48

Beitrag von hkg »

Das würde mich auch interessieren, Frage an die Spezialisten: Hat das Lumity wirklich einen anderen Chip, oder ist da in der Software nur eine Option mehr eingebastelt worden? Wahrscheinlich ist das noch ein Betriebsgeheimnis, da man ja die Lumity für einen satten Aufschlag verkaufen möchte und dem schwerhörigen Kunden, der nach dem letzten Strohalm greift, nicht auf die Nase binden will, dass nur eine neuer Filter softwaremäßig eingebaut wurde.
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#49

Beitrag von tabbycat »

... ich bin übrigens auch Kunde beim großen F. - nachdem mein früherer Akustiker es geschafft hatte, mich mittels offen zur Schau getragener Geldgier und Schmierentheater zu vergraulen.

Ich bin da seit drei Jahren und ziemlich zufrieden, auch wenn mich dort inzwischen ein anderer Akustiker betreut als anfangs.
Ich finde das Team dort erheblich motivierter als bei meinem früheren Akustiker.

Entgegen jeglicher Unkenrufe bekommt man übrigens am gleichen Tag einen Termin, wenn mal was kaputt ist, wie letztens mein Hörer oder die gebrochene Otoplastik meiner Schwiegermutter.
Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich."
(Sir Peter Ustinov)
Dani!
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Re: Hörgeräte nach langer Pause

#50

Beitrag von Dani! »

Kaesebrot hat geschrieben: 24. Nov 2022, 15:01 So gesehen hätte ich mich quasi schon auf die L90 festgelegt, hatte nach dem Preis geschaut und bin in Anbetracht der Tatsache, dass der lokale Betrieb für zwei L90 6750€ Eigenanteil haben möchte, versus 4800€ bei Käfertal fast hinten über gefallen. Das empfinde ich als Wucher.
Puh, das ist dann schon eine andere Hausnummer. So gesehen hast du bisher eigentlich alles richtig gemacht.
Ich würde im nächsten Schritt einen Akustiker 3 mit L90 testen, ob er die genauso gut hinbekommt. Und sei es eine Kette. Wenn das Angebot (deutlich) günstiger ist, kanns du ja damit Akustiker 2 konfrontieren.
Einer der beiden Akustiker wird verlieren müssen, aber Akustiker 2 hat offenbar mehr Arbeit für dich investiert.

@hkg
Das Update von Paradise auf Lumity ist eher homöopatisch. Die Preise sollten aktuell in etwa gleich sein.
Dominik
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
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