Otoplastik mit Dämmung für HDO Geräte

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Ohrenklempner
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Re: Otoplastik mit Dämmung für HDO Geräte

#51

Beitrag von Ohrenklempner »

wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43 Leider muss ich aber feststellen, dass von Seite des deutschen Akustiker Verbandes nichts unternommen wurde um die Problematik aktiv zu behandeln. Obwohl das Problem längst bekannt ist. Sonst hätten wir Schwerhörige es wiesen können.
Welches Problem? Dein Problem mit der Otoplastik? Es gibt keinen deutschen Akustikerverband, es gibt die Bundesinnung (BIHA). Dass es verschiedene Otoplastikformen, -arten, -materialien usw. gibt, wissen die Akustiker. Ich bin sicher, dein Akustiker würde dir auch gerne helfen. Er kann zwar keine Otoplastik mit Wattedämmung in Auftrag geben, aber das Problem anders lösen. Etwa so, wie ich es dir beschrieben habe.
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43 Alle Akustiker schreien wie die KI erfolgreich ist aber um ihre Früchte wirklich zu genießen braucht man entsprechend mehr als das was man bis jetzt verwendet.
Die Akustiker sind nur so begeistert, wie ihre Kunden es sind. Wir (Akustiker) wissen selbst, wie sehr die Hörgerätehersteller das Blaue vom Himmel versprechen. Dagegen sind wir resistent. Wir bewerten die Qualität von Hörgeräten und ihrer Features anhand des Nutzens am Kunden.
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43Als wir noch gut gehört haben war ein Besuch in einem Restaurant oder unter Leuten die Gespräche die wir ausgeführt haben problemlos. Sie haben uns Freude und Lebensqualität gebracht.

Warum das mit KI arbeitende HG nicht geht, kann ich euch gut erklären.
Du meinst wahrscheinlich, warum es bei dir nicht funktioniert hat. Das kann viele Gründe haben: Hörentwöhnung, hoher Diskriminationsverlust, starker Hörverlust. Die KI-Unterstützung hilft sehr vielen Menschen. Es sind auch welche hier im Forum, die davon profitieren. Du hast auch mal irgendwo geschrieben, dass du schon jahrlang Oticon More getragen hattest. Hm, das sind doch die mit der KI? ;)
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43Unser Gehirn ist in der Lage, in einer lauten Umgebung mit vielen Geräuschen ein einziges Gespräch herauszufiltern und andere Hintergrundgeräusche zu unterdrücken. Dies funktioniert, indem das Gehirn die Zeitunterschiede analysiert, mit denen Schallwellen an beiden Ohren ankommen, und unwichtige Informationen ausblendet. Die KI lässt keine Schallwellen an den Ohren ankommen.
Teilweise richtig, teilweise falsch.
Der Cocktailparty-Effekt funktioniert, weil unser Gehirn ein neuronales Netzwerk ist, welches sein Leben lang gelernt hat, wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen und zu isolieren. Das ist genau das, worauf auch die DNN-Chips (Deep Neural Network) in Hörgeräten trainiert sind. Das Hörgerät soll aus einem Wirrwarr von Signalen die Sprache herausfiltern, so wie es ein gesundes Hörorgan auch kann.

Die Laufzeitunterschiede spielen dabei natürlich eine Rolle, ebenso die spektrale Färbung und die Pegeldifferenzen zwischen beiden Ohren (aus allem zusammen kann man die Richtung eines Schallsignals berechnen), aber diese Informationen sind nur ein Teil dessen, was den Cocktailpartyeffekt ausmacht.
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43Geräusche, die als Teil der Atmosphäre empfunden werden (sanfte Musik, Stimmengewirr), werden oft als positiv assoziierte Umgebung wahrgenommen. Solche gleichmäßigen Hintergründe können sogar dazu führen, dass plötzliche, laute Geräusche weniger stören.

Da ein Restaurantbesuch ein soziales Event ist, konzentriert sich die Aufmerksamkeit primär auf das Gegenüber. Das Gehirn priorisiert diese Interaktion, wodurch periphere Geräusche in den Hintergrund treten.
Sitzt man länger im Restaurant, gewöhnt sich das Gehör an das allgemeine Lärmniveau, und es wird nicht mehr als störend empfunden, solange es eine gewisse Grenze nicht überschreitet.
Da stimme ich zu.
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43Bei Benützung der HG mit KI ist unsere eigene Intelligenz fast ausgeschaltet. Die KI erzwingt uns neue Hörprofile zu erlernen - das mit der alten Technologien nicht notwendig war - und zwar diese die sie für uns ausgesucht hat.
Die KI zwingt uns nicht dazu.
Schau, ein geschädigtes Gehör kann nicht die gleiche Leistung erbringen (Cocktailpartyeffekt) wie ein gesundes Gehör. Das ist leicht nachweisbar und solche Messungen gehören sogar zur Ausbildung zum Hörakustiker dazu. Junge, kerngesunde Menschen mit scharfem Gehör können Sprache aus einem Rauschen verstehen, welches wesentlich lauter ist als die Sprache selbst. Als ich in der Ausbildung war, war ich schon knapp 30. Eine Mitschülerin war zu dem Zeitpunkt noch keine 18. Als wir die Messung gemacht haben, habe ich bei der Signalpräsentation nur "SCHHHH" (das Rauschen) gehört, und die Mitschülerin hat die gesprochenene Sätze, die 17 dB leiser (!) waren als das Rauschen, zur Hälfte korrekt wiederholt. Das fand ich bemerkenswert. Je stärker das Gehör geschädigt ist, desto lauter muss der Signal-Rausch-Abstand sein, mitunter sogar im positiven Bereich. Wenn man davon betroffen ist, dann kann die KI den Kontrast zwischen Sprache und Geräuschen beträchtlich erhöhen.

Was mich an deinen Darstellungen stört, ist folgendes.
Du kommst mit "KI-Hörgeräten" nicht klar, darum meinst du, niemand würde davon profitieren und strickst dir deine Vorstellung davon, dass die KI die Menschen verdummt, gar nichts bringt und Hörgeräte mit KI generell schlechter seien und die Hörgeschädigten damit sogar noch schlechter hören. Mit dieser Darstellung schließt du von dir auf andere. Wenn es tatsächlich so wäre, wie du schreibst: Warum zum Geier sollten Hörgerätehersteller solche Hörgeräte entwickeln und anbieten? Die würde doch keiner kaufen.

Was mich aber richtig nervt, ist die Tatsache, dass du schon seit Jahren immer wieder damit anfängst. Deine Annahmen und Schlussfolgerungen sind von anderen Forenteilnehmern und von mir schon unzählige Male korrigiert und deine Argumente widerlegt worden. Leider bist du nie darauf eingegangen, hast die Antworten fast immer ignoriert und eine Weile später inhaltlich wieder das gleiche gepostet.

Deine Beiträge folgen immer dem Muster, dass dir irgend etwas nicht gefällt, wofür du die Automatiken oder "KI" in Hörgeräten verantwortlich machst. Selbst als du Geräte ohne "KI" getestet hast, warst du schon der Meinung, die künstliche Intelligenz würde dir willkürlich Klänge und Geräusche ins Ohr bringen, die eigentlich gar nicht existieren. Auch hier wurden die Erklärungen der Forengemeinde und der Experten (namentlich Der_Akustiker, akopti, mukketoaster und ich) von dir ignoriert.
wasilismusik hat geschrieben: 26. Feb 2026, 10:43Deswegen hört sich der Namen Ihres Partners anders und sonst alles andere auch. Sie hören nicht das was in Ihrem Gehirn über Jahre gespeichert ist. Und auch nicht das was in Ihrer Umgebung echt passiert!
Ja, das passiert zu Beginn jeder Hörgeräteversorgung. Alles hört sich anders an. Die eigene Stimme, die Stimme des Partners, Geräusche im Haushalt, auf der Straße, in der Natur. Und weil es anders klingt, passt es auch nicht zu dem, was in unserem Gehirn gespeichert ist. Das war aber schon immer so, weil Hörgeräte schon immer die auditive Wahrnehmung verändert haben (was sie ja auch sollen). Mit KI hat das rein gar nichts zu tun.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

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Re: Otoplastik mit Dämmung für HDO Geräte

#52

Beitrag von 777 »

Ich halte es nicht mehr aus hier, was für ein schräger Faden... aber Ohrenklempners Erklärungen sind fein!
Moin Moin und viele Grüße aus dem nördlichsten Bundesland :wave:
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