fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

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Johannes B.
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fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#1

Beitrag von Johannes B. »

moin,
hat jemand Erfahrungen, wie eine fachgebietsübergreifende Hörbehinderung diagnostiziert und entsprechend versorgt wird?
Der Hintergrund meiner Frage:
Ich bin seit 10 Jahren frühverrentet und schwerbehindert wegen Depressionen und Hörbehinderung.
Bisher wurde entweder meine Depression behandelt, oder meine Hörbehinderung.
Eine Reha für Hörgeschädigte machte nun im Sommer deutlich, dass beides sich gegenseitig aufschaukelt (Teufelskreis).
Ich höre schlechter, wenn der Stresspegel steigt und dieser steigt, je mehr ich mich anstrengen muss um meine Wahrnehmungseinschränkungen zu kompensieren.
Es wurden mir daher individuell hörstresssenkende Hörhilfen empfohlen, welche sowohl die Höranstrengung, als auch die "Abkapselungsempfindungen" durch Otoplastiken bestmöglich senken (offenstmögliche Versorgung).
Sowohl Krankenkasse, als auch Hörakustiker, als auch Ohrenärzte diagnostizieren und versorgen aber stets nur nach "Freiburger Test", welcher meinen somatoformen Anteil meiner Hörbehinderung völlig unbeachtet lässt.
Weiß jemand einen Ausweg daraus:
Hörverschlechterung führt zu immer geschlossenerer Versorgung und zunehmende Ohrenverschließung führt zu immer weiterer somatoformer Hörverschlechterung aus Anspannungsgründen. (Je mehr abgekapselt: Sichtfeld wg Brille + Atmung und Gesicht wg. Maske + Ohren wegen Otoplastik, umso mehr Stress und umso mehr sozialer Rückzug umso mehr Depression).
Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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Dani!
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#2

Beitrag von Dani! »

Der einzige Ausweg den ich für dich kenne ist:
du musst lernen, deine Hörbehinderung zu akzeptieren. Das hattest du schon auf der Reha gesagt bekommen.
Du akzeptierst sie zwar möglicherweise vom Kopf her, aber nicht aus deiner Brust heraus; du bist innerlich nicht bereit dazu, du akzeptierst sie nicht. Das merkt man an den endlosen Fäden, die du hier durch die Threads spinnst.

Und du musst lernen zu akzeptieren, dass du nur eine leichte Schwerhörigkeit hast. Keine einzige Schwerhörigkeit ist durch Technik egalisierbar.
Dominik
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Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#3

Beitrag von Johannes B. »

moin Dominik,
sicherlich ist viel daran richtig was du hier schreibst.
Aber es bleibt die Frage:
Wenn die offene Versorgung mit höherer Technikstufe (ich probierte diesbezüglich z.B. Starkey Muse IQ i 2400) spürbar hilft, meinen Kommunikationsstress - und damit meine Schwerhörigkeit - deutlich zu senken, dann muss es doch eine Möglichkeit geben, diesen Unterschied zu der kontraproduktiven Vorgehensweise "immer dichtere Otoplastiken bei meinen jetzigen Hörgeräten" beweisbar zu machen.
Welche Möglichkeit gibt es also?

Fazit:
meine Frage war nicht: "wie nehme ich eine mittelschwere Innenohrschwerhörigkeit weniger wichtig?",
sondern meine Frage war: "wie diagnostiziert und versorgt man fachgebietsübergreifende Hörbehinderung?"

Freundliche Grüße
Johannes B.
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muggel
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#4

Beitrag von muggel »

Manchmal lässt sich das nicht etwas nicht nachweisen, sondern ist ähnlich wie der Placebo-Effekt. Wenn es für dich also so ein extrem großer Unterschied ist, dann solltest du dir einfach mal überlegen, ob es das nicht für dich wert ist!
Mal ein wenig anders herum gedacht zu deiner Denkweise: warum sollte die Versichertengemeinschaft für jemanden, der nur knapp an der Grenze überhaupt zur Hörgeräte-Indikation steht, für Hörgeräte mehr zahlen als bei anderen Versicherten nur, weil derjenige angibt, dass diese deutlich stärker den Kommunikationsstress reduzieren als andere Hörgeräte?
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#5

Beitrag von Johannes B. »

muggel hat geschrieben: 24. Nov 2021, 18:38 warum sollte die Versichertengemeinschaft für jemanden, der nur knapp an der Grenze überhaupt zur Hörgeräte-Indikation steht, für Hörgeräte mehr zahlen als bei anderen Versicherten nur, weil derjenige angibt, dass diese deutlich stärker den Kommunikationsstress reduzieren als andere Hörgeräte?
moin Miriam,
deine Frage, warum im Einzelfall eine teurere offene Versorgung indiziert sein kann, anstelle immer weiter zu verschließende Ohren, damit das alte Hörgerät kein Rückkopplungspfeiffen erzeugt, lässt sich leicht beantworten.
nämlich darum:
Bundessozialgericht, Urteil vom 17.12.2009 - B 3 KR 20/08 R
1.
GKV-Versicherte haben Anspruch auf die Hörgeräteversorgung, die nach dem Stand der Medizintechnik bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlaubt, soweit dies im Alltagsleben einen erheblichen Gebrauchsvorteil bietet.
2.
Die Festbetragsregelung ermächtigt als Ausprägung des Wirtschaftlichkeitsgebots zu Leistungsbegrenzungen nur im Hinblick auf die Kostengünstigkeit der Versorgung, nicht aber zu Einschränkungen des GKV-Leistungskatalogs;
kann mit einem Festbetrag die nach dem GKV-Leistungsstandard gebotene Versorgung nicht für grundsätzlich jeden Versicherten zumutbar gewährleistet werden, bleibt die Krankenkasse weiterhin zur Sachleistung verpflichtet.
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muggel
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#6

Beitrag von muggel »

Tja.. wo ist denn dein Gebrauchsvorteil -- ausser den subjektiv empfundenen?

Es bringt auch nichts, ständig die gleichen Paragraphen zu zitieren.. denn damit beantwortest du die Frage auch nicht. Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe -- was du ja wissen müsstest wo du doch immer wieder darauf verweist, dass du doch schon oft als "ehrenamtlicher Richter" (Schofe) tätig warst.
Fakt ist, dass du es NACHWEISEN musst, dass du tatsächlich besser mit den gewünschten Hörgeräten hörst. Dein subjektiver Eindruck ("weniger Hörstress") ist da egal, der Krankenkasse interessieren nur die reinen Werte -- die des Freiburgers, wie du feststellen durftest. Du kannst ja auch gerne vor Gericht ziehen...denn du siehst ja das Recht auf deiner Seite. Dann kämpfe doch dafür.
Ansonsten musst du es wie jeder andere machen, der in deiner Situation ist und nicht mit Tests nachweisen kann, dass das gewünschte Hörsystem tatsächlich besser ist als andere: in die eigene Tasche greifen, denn dein rein wahrgenommener, aber nicht quantifizierbarer "weniger Hörstress" ist "Komfort" und nicht Grundbedürfnis.
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#7

Beitrag von Johannes B. »

Liebe Miriam,
es würde genügen, wenn du eine Antwort auf die Frage parat hättest:
"wie werden fachgebietsübergreifende Hörbehinderungen diagnostiziert und versorgt?",
weil das Problem sicher weit mehr Menschen als nur mich betrifft.
Hast du darauf aber keine Antwort, wäre es zielführender, du schwiegest einfach.

Freundliche Grüße
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muggel
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#8

Beitrag von muggel »

...bitte antwortet nur, wenn ihr Antworten habt, die Johannes gefallen!!!! Alles andere ist hier nicht willkommen!

PS: Meiner Meinung nach gibt es keine "fachgebietsübergreifenden Hörstörungen". Von daher laassen sich diese auch nicht diagnostizieren. Es gibt -- wie bei allen Erkrankungen und Behinderungen -- natürlich Faktoren, die Einfluß darauf haben. Die psychische Verfassung ist natürlich ein sehr sehr großer Faktor generell -- geht es einem psychisch nicht gut, reagiert nicht selten der Körper darauf.
Da du geschrieben hattest, dass deine Depression bisher nicht behandelt wurde, wäre meiner Meinung nach da der erste Ansatzpunkt!
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#9

Beitrag von Johannes B. »

muggel hat geschrieben: 24. Nov 2021, 19:27 ...bitte antwortet nur, wenn ihr Antworten habt, die Johannes gefallen!!!! Alles andere ist hier nicht willkommen!
Da du geschrieben hattest, dass deine Depression bisher nicht behandelt wurde, wäre meiner Meinung nach da der erste Ansatzpunkt!
man möge bitte nur Antworten zumuten, wenn man etwas mehr zu der Fragestellung beitragen kann als unzutreffende Vermutungen.
Unzutreffend ist zum Beispiel die Vermutung, ich hätte von unbehandelter Depression geschrieben.
Wer lesen kann und will, der kann sich, mir und den Lesern viel unnötige Reibungsverluste ersparen.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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muggel
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#10

Beitrag von muggel »

Du hast Recht, ich habe nicht "entweder" gelesen, sondern "weder". Ich entschuldige mich dafür.
akopti
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#11

Beitrag von akopti »

Da weder HNO noch Akustiker Psychotherapeuten noch Psychologen sind können wir dir keine zufriedenstellende Antworten geben.
Was sagt den dein Psychologe zu deinen Thema Hörstress durch Versorgung mit geschlossener Versorgung? Kann er dazu einen Nachweis führen.

Gruß

Dirk
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#12

Beitrag von Johannes B. »

akopti hat geschrieben: 24. Nov 2021, 19:43 Da weder HNO noch Akustiker Psychotherapeuten noch Psychologen sind können wir dir keine zufriedenstellende Antworten geben.
Was sagt den dein Psychologe zu deinen Thema Hörstress durch Versorgung mit geschlossener Versorgung? Kann er dazu einen Nachweis führen.

Gruß

Dirk
zu deinem Satz 1:
wer ist "wir"? ("wir Akustiker" verstehe ich ja noch, aber "wir HNO"???).
aber, mal ganz abgesehen davon:
in diesem Forum für Schwerhörige erwarte ich auch nicht nur Antwort von HNO oder HGA, sondern von selbstbetroffenen Menschen.
Ganz besonders wenn ich nach Erfahrungen frage.
Warten wir also doch einfach ab, ob jemand seine ERFAHRUNGEN teilen mag.
zu deinem Satz 2:
Ich hatte in meinem Startbeitrag geschrieben, was außerhalb HNO möglich ist:
"REHA empfiehlt..."
Mehr als "Empfehlung" ist mir nicht bekannt.
Darum frage ich ja hier nach Erfahrungen und nicht nach Belehrungen.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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Dani!
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#13

Beitrag von Dani! »

Johannes B. hat geschrieben: 24. Nov 2021, 18:26 sondern meine Frage war: "wie diagnostiziert und versorgt man fachgebietsübergreifende Hörbehinderung?"
Ich Depp bin schon wieder darauf reingefallen und hab dir im Glauben geantwortet, dass in jedem was Gutes steckt. Tatsächlich hast du wieder mal eine neue Spielwiese für dich entdeckt, wie du möglicherweise völlig „kostenlos“ an Premium Hörgeräte kommst. Koste es (Gegenwind) was es wolle. Kauf dir halt endlich auf deine Kosten welche und es kehrt Frieden für alle (also auch für dich) ein.

Schönen Tag noch.
Dominik
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Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#14

Beitrag von Johannes B. »

Gibt es vielleicht jemanden mit Erfahrung zu meiner Fragestellung, wie die GKV ihrer Leistungspflicht nachkommt, bei Hörbehinderungen die weitergehender sind als standardisiert nur mit Freiburger Test diagnostizierbar?
Ich bin für jeden Hinweis diesbezüglich erfahrener Betroffener dankbar.
Vielen Dank.

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Thüringer
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#15

Beitrag von Thüringer »

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Der Hörverlust rechts ist: 94 % An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit
Der Hörverlust links ist: 97 % An Taubheit grenzende SH / Taubheit
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#16

Beitrag von Johannes B. »

Johannes B. hat geschrieben: 24. Nov 2021, 20:24 Gibt es vielleicht jemanden mit Erfahrung zu meiner Fragestellung, wie die GKV ihrer Leistungspflicht nachkommt, bei Hörbehinderungen die weitergehender sind als standardisiert nur mit Freiburger Test diagnostizierbar?
Ich bin für jeden Hinweis diesbezüglich erfahrener Betroffener dankbar.
Vielen Dank.

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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#17

Beitrag von rhae »

Alles wieder auf Anfang?

Und wenn Dein Problem mit dem Verstehen noch weiter geht, also nicht nur auf das Hören und dessen Verarbeitung beschränkt ist? Gerade hier im Forum merkt man doch wie schwierig es ist mit Dir zu diskutieren, eigentlich sogar unmöglich. Jeder Thread in dem Du mitschreibst eskaliert sehr schnell, bis ein Moderator sich dann erbarmt und ihn schliesst. Das halte ich nicht für normal, das liegt an Dir.
Nur mal so als Gedankenanregung ...

VG Ralph :sm(110):
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#18

Beitrag von Johannes B. »

Hallo Ralph,
Ich stimme dir zu.
Es muss an mir liegen, dass immer wieder die selben Menschen auf mich reagieren, ohne die Fragestellung wirklich zu beachten.
Oder siehst du am Beispiel dieses Stranges eine einzige Wortmeldung eines Menschen der im Startbeitrag ausdrücklich angefragt war?
Also eines Menschen mit eigener Erfahrung zu dem Thema "fachgebietsübergreifende Hörbehinderung?
Da braucht´s also noch etwas Geduld, bevor der Strang wieder gesperrt wird, damit er überhaupt die Chance auf ernsthafte Themabefassung bekommen kann.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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Dani!
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#19

Beitrag von Dani! »

Du hast ausdrücklich geschrieben: Du seiest für jeden Hinweis dankbar. Und den gab ich dir, du undankbares Volk.
Dominik
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#20

Beitrag von KatjaR »

Johannes B. hat geschrieben: 24. Nov 2021, 12:15 Weiß jemand einen Ausweg daraus:
Hörverschlechterung führt zu immer geschlossenerer Versorgung und zunehmende Ohrenverschließung führt zu immer weiterer somatoformer Hörverschlechterung aus Anspannungsgründen. (Je mehr abgekapselt: Sichtfeld wg Brille + Atmung und Gesicht wg. Maske + Ohren wegen Otoplastik, umso mehr Stress und umso mehr sozialer Rückzug umso mehr Depression).
Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Glaubst du ernsthaft das ginge nicht allen Hörgeschädigten so?
Depressionen sind die häufigsten Begleiterkrankungen und das Mundbild ist für viele existentiell für Verstehen.
Das Reagiern mit erhöhter Anspannung kann man angehen durch Entspannungsübungen und Ähnliches, kognitive
Annahme und Akzeptanz durch Anerkennen der Sinnhaftigkeit.
Viele hochgradig Schwerhörige kommen garnicht klar, weil sie Mundbild brauchen, da nutzen auch bessere Hörgeräte nichts.
Fachübergreifend ist beispielsweise Reha, aber in der warst du ja schon. Darüber hinaus gibt es keine mir bekannten Angebote.
Einen "somatoformen Anteil" haben alle, wie man den kompensieren kann ist halt unterschiedlich. Grade viele hochbetagte haben dazu
auch noch kognitive Einschränkungen. Teurere Hörgeräte werden deswegen nicht bezahlt.
Gruß Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#21

Beitrag von Johannes B. »

moin Katja,
ich freue mich, dass du das Thema wenigstens inhaltlich in der Weise anerkennst, dass das absolut nicht nur mein Problem ist.
Und es insofern auch breiter diskutiert werden sollte.
Grund:
Wenn es ausgerechnet die REHA war, welche zu anderen Hörgeräten riet;
Und zwar nach Ausschöpfung aller persönlichen Bemühungen, wie Reflektion, Meditation und Lippenabsehen (bei Maskenträgern), dann kann es doch nicht unangemessen sein, diesem Rat zu folgen.
Und es ist doch sicher einsichtig, dass, wenn "offenstmöglich" empfohlen ist, das genau gemeint ist.
Und wenn der Ausgleich des zunehmenden Hörverlustes bei den alten Hörgeräten nur durch immer dichtere Ohrverschlüsse zu realisieren ist, weil die alten Hörgeräte sonst ins Rückkopplungskreischen geraten, dann dürften die wohl nicht mehr - wie es rechtlich heißt - auf medizinisch-technisch aktuellem Stand bestmöglichen Behinderungsausgleich bewirken.
Warum sollten also geeignetere Hörgeräte nicht Kassenleistung sein?

Freundliche Grüße
Johannes B.
Zuletzt geändert von Johannes B. am 25. Nov 2021, 08:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#22

Beitrag von akopti »

Du leidest seit 10 Jahren an Depressionen.
Dann sollte dein Psychologe den Nachweis deiner Wesensänderung erbringen können. Mit diesen Nachweis kannst du ja die Mehrkostenübernahme beantragen.

Gruß
Dirk
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#23

Beitrag von Johannes B. »

akopti hat geschrieben: 25. Nov 2021, 07:24 Du leidest seit 10 Jahren an Depressionen.
Dann sollte dein Psychologe den Nachweis deiner Wesensänderung erbringen können. Mit diesen Nachweis kannst du ja die Mehrkostenübernahme beantragen.

Gruß
Dirk
Depression ist Depression.
Wesensänderung ist eine Unterstellung.
Und in diesem Strang geht´s weder um Psychiatrisierung, noch um Unterstellungen, sondern um Erfahrungsaustausch, wie eine Hörgeräteversorgung aussehen kann, ohne ein anderes Krankheitsbild zu verschlimmern.
Auf solche Erfahrungen warte ich noch.
Vielen Dank für die künftige Freihaltung von subtilen Entwertungen meiner Person.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#24

Beitrag von akopti »

Nein, ich habe nicht entwertet, das unterstellst du mir. Dein Thema ist ein fachübergreifendes Problem. Nur das das zweite Fach von dir nicht mit in die Verantwortung genommen wird.
Johannes B.
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Re: fachgebietsübergreifende Hörbehinderung

#25

Beitrag von Johannes B. »

akopti hat geschrieben: 25. Nov 2021, 08:14 Nein, ich habe nicht entwertet, das unterstellst du mir. Dein Thema ist ein fachübergreifendes Problem. Nur das das zweite Fach von dir nicht mit in die Verantwortung genommen wird.
Du entwertest nicht offensichtlich, das stimmt.
Du entwertest subtil, und mehr hatte ich nicht behauptet.
Bitte unterlasse auch die subtilen Entwertungen.
Vielen Dank.
Zum Sachinhalt:
Es gibt zwei Fachbereiche, nämlich Hörbehinderung und Depression, die sich gegenseitig aufschaukeln.
Fachbereich Depression wurde stationär und ambulant behandelt.
Verbindung zwischen Beiden wurde durch Reha für Hörgeschädigte offenbart.
Jetzt geht´s um die Umsetzung des Bereiches individuell geeignete Hörsysteme..
Und ich warte immer noch auf Sachbeiträge - auf Basis eigener Erfahrung - zum Vorgehen zu geeigneten Hörgeräten zu kommen, ohne die GKV aus ihrer Leistungspflicht zu entlassen.

Freundliche Grüße
Johannes B.
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