Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Hallo zusammen!
Mein Name ist Joshua und im Rahmen meines Innenarchitektur-Studiums schreibe ich eine Facharbeit zum Thema inklusiver, barrierefreier Hotelzimmer. In meinem Praxissemester konnte ich an einem Projekt mitarbeiten, bei dem ein bestehendes Hotel durch den neuen Betreiber komplett umgestaltet werden sollte. Nachdem der Entwurf dort ganz am Anfang stand, möchte ich den jetzt in der Facharbeit weiter entwickeln. Da ich in der Arbeit leider nur ca. 20 Seiten zur Verfügung habe, beschränke ich mich auf die Zimmer selbst.
Dabei stellt sich mir die Frage, was abseits der verschiedenen Vorschriften und Normen, die sich nebenbei gesagt leider auch sehr oft nur auf Gehbehinderungen beziehen, als Hilfreich angesehen wird. Gerade beim Thema Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit habe ich wahrscheinlich die geringste Vorkenntnis.
Gerade im Bezug auf das Universelle Design, dessen Ansatz es ist eine allseits inklusive Umgebung zu schaffen, interessiere ich mich für die kleinen Details, die eine Umgebung für euch persönlich inklusiv machen, ohne beispielsweise erst beim Personal etwas erfragen zu müssen.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr mir von euren positiven Erfahrungen berichtet, beziehungsweise eure Wünsche äußert, was eurer Meinung nach noch fehlt oder zu wenig beachtet wird.
Ich danke euch für eure Zeit!
Liebe Grüße,
Joshua
Mein Name ist Joshua und im Rahmen meines Innenarchitektur-Studiums schreibe ich eine Facharbeit zum Thema inklusiver, barrierefreier Hotelzimmer. In meinem Praxissemester konnte ich an einem Projekt mitarbeiten, bei dem ein bestehendes Hotel durch den neuen Betreiber komplett umgestaltet werden sollte. Nachdem der Entwurf dort ganz am Anfang stand, möchte ich den jetzt in der Facharbeit weiter entwickeln. Da ich in der Arbeit leider nur ca. 20 Seiten zur Verfügung habe, beschränke ich mich auf die Zimmer selbst.
Dabei stellt sich mir die Frage, was abseits der verschiedenen Vorschriften und Normen, die sich nebenbei gesagt leider auch sehr oft nur auf Gehbehinderungen beziehen, als Hilfreich angesehen wird. Gerade beim Thema Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit habe ich wahrscheinlich die geringste Vorkenntnis.
Gerade im Bezug auf das Universelle Design, dessen Ansatz es ist eine allseits inklusive Umgebung zu schaffen, interessiere ich mich für die kleinen Details, die eine Umgebung für euch persönlich inklusiv machen, ohne beispielsweise erst beim Personal etwas erfragen zu müssen.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr mir von euren positiven Erfahrungen berichtet, beziehungsweise eure Wünsche äußert, was eurer Meinung nach noch fehlt oder zu wenig beachtet wird.
Ich danke euch für eure Zeit!
Liebe Grüße,
Joshua
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ich habe Dir eine PN geschickt
Hochgradig schwerhörig (rechts), links an Taubheit grenzend schwerhörig, Schwerhörig seit Geburt, aber Hörschädigung erst mit fünf festgestellt. Zeit Mai 2021 mit Phonak Naida Marvel 30 SP versorgt
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Teppich und/oder Akustikpaneele, alles was das Hallende verhindert, ist hilfreich. Das fällt mir spontan ein
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Rauchmelder mit Lichtsignal und Türklingel ebenfalls optisch wahrnembar, fällt mir noch ein.
Ach das Telefon für Weckrufe u.a. sollte auch ein Lichtsignal oder Vibration haben
VG Ralph
Ach das Telefon für Weckrufe u.a. sollte auch ein Lichtsignal oder Vibration haben
VG Ralph
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ah, danke für den Einwurf!
Da werden Akustikpaneele wahrscheinlich eine komfortable Lösung sein, da ich schon gehört habe, dass Teppichboden z.B. für Asthmatiker problematisch werden kann.
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Gute Akustik, bzw ruhigere Nischen fände ich im Speisesaal noch wichtiger. Gerade mit viel Geschirr und Geklapper in so stylischen reduzierten Räumen ist das sonst anstrengend.
Zum Zimmer fällt mir noch ein:
- ausreichend Steckdosen, weil man ggf. mehr aufladen muss. (In einem recht altmodischen Zimmer musste ich kürzlich die Nachttischlampe ausstecken)
- Anschlüsse am TV zugänglich, um Zubehör anschließen zu können (eher bei längeren Aufenthalten)
- Lichtalarm im Zimmer bei Feueralarm
Zum Zimmer fällt mir noch ein:
- ausreichend Steckdosen, weil man ggf. mehr aufladen muss. (In einem recht altmodischen Zimmer musste ich kürzlich die Nachttischlampe ausstecken)
- Anschlüsse am TV zugänglich, um Zubehör anschließen zu können (eher bei längeren Aufenthalten)
- Lichtalarm im Zimmer bei Feueralarm
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Super, dankeschön!
Würdest du es denn für die Weckrufe z.B. als sinnvoll/angenehm empfinden, wenn das Vibrationssignal direkt im Bettmöbel integriert ist? Z.B. am Kopfteil hinter dem Kopfkissen oder ähnliches?
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Danke für deine Antwort!Neela hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:09 Gute Akustik, bzw ruhigere Nischen fände ich im Speisesaal noch wichtiger. Gerade mit viel Geschirr und Geklapper in so stylischen reduzierten Räumen ist das sonst anstrengend.
Zum Zimmer fällt mir noch ein:
- ausreichend Steckdosen, weil man ggf. mehr aufladen muss. (In einem recht altmodischen Zimmer musste ich kürzlich die Nachttischlampe ausstecken)
- Anschlüsse am TV zugänglich, um Zubehör anschließen zu können (eher bei längeren Aufenthalten)
- Lichtalarm im Zimmer bei Feueralarm
Die allgemein zugänglichen Bereiche wie Speisesaal, Lobby etc. werde ich in dem Umfang der Arbeit leider nicht thematisieren können. Aber ich überlege schon, die Historie in der Einleitung zu kürzen und das Thema dort anzuschneiden. Weils ja eigentlich schon auch einen großen Teil in der Hotelplanung ausmacht.
Und das mit den ausreichenden Steckdosen ist auch ein super Einwand. Aus den restlichen Hotelzimmern, die ich im Praktikum noch mitbekommen habe, wurden auch eher nur für die hoteleigenen Gegenstände Steckdosen gesetzt und maximum eine pro Nachttisch für den Gast ...
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Zu dem Feueralarm noch etwas: Wie ist verhält sich das denn, wenn man schläft und ein Lichtsignal nicht mitbekommt? Oder ist das dann mit dem Weckruf, den @rhae schon erwähnte, gleichgeschaltet und man kann durch dessen Vibration dann auf den Alarm aufmerksam gemacht werden?Neela hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:09 Gute Akustik, bzw ruhigere Nischen fände ich im Speisesaal noch wichtiger. Gerade mit viel Geschirr und Geklapper in so stylischen reduzierten Räumen ist das sonst anstrengend.
Zum Zimmer fällt mir noch ein:
- ausreichend Steckdosen, weil man ggf. mehr aufladen muss. (In einem recht altmodischen Zimmer musste ich kürzlich die Nachttischlampe ausstecken)
- Anschlüsse am TV zugänglich, um Zubehör anschließen zu können (eher bei längeren Aufenthalten)
- Lichtalarm im Zimmer bei Feueralarm
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Gut wäre eine Vibrationsanlage am Bettrost. Wenn die wackelt wacht man auf und sieht an den Lichtsignalen was los ist, also Feuermelder, Telefon oder Türsignallicht blinkt und blitzt.Joshua hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:27 Zu dem Feueralarm noch etwas: Wie ist verhält sich das denn, wenn man schläft und ein Lichtsignal nicht mitbekommt? Oder ist das dann mit dem Weckruf, den @rhae schon erwähnte, gleichgeschaltet und man kann durch dessen Vibration dann auf den Alarm aufmerksam gemacht werden?
VG Ralph
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ah, das hört sich plausibel an, dankeschön!rhae hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:31Gut wäre eine Vibrationsanlage am Bettrost. Wenn die wackelt wacht man auf und sieht an den Lichtsignalen was los ist, also Feuermelder, Telefon oder Türsignallicht blinkt und blitzt.Joshua hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:27 Zu dem Feueralarm noch etwas: Wie ist verhält sich das denn, wenn man schläft und ein Lichtsignal nicht mitbekommt? Oder ist das dann mit dem Weckruf, den @rhae schon erwähnte, gleichgeschaltet und man kann durch dessen Vibration dann auf den Alarm aufmerksam gemacht werden?![]()
VG Ralph
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ja, so etwas meinte ich. Lichtalarm für Rauch/Feuer usw.
Vibrationsalarm am Bett hätte halt den Nachteil, dass man das nicht mitbekommt, wenn man z.B. auf dem Sessel sitzt und fernsieht oder liest.
Aber mit solchen Systemen kenne ich mich nicht gut aus ( und verlasse mich auf meine guthörenden Mitreisende).
Weckruf scheint mir etwas aus der Mode gekommen, hab ich noch nie genutzt.
Ich sehe gerade Ralph in der Vorschau, der das schon besser erklärt hat, sende das aber trotzdem ab.
Vibrationsalarm am Bett hätte halt den Nachteil, dass man das nicht mitbekommt, wenn man z.B. auf dem Sessel sitzt und fernsieht oder liest.
Aber mit solchen Systemen kenne ich mich nicht gut aus ( und verlasse mich auf meine guthörenden Mitreisende).
Weckruf scheint mir etwas aus der Mode gekommen, hab ich noch nie genutzt.
Ich sehe gerade Ralph in der Vorschau, der das schon besser erklärt hat, sende das aber trotzdem ab.
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Hallo Joshua,
Für Schwerhörige ist eine gute Übersicht hilfreich (nicht überraschendes Auftauchen von Personen und Dingen). Zusätzlich wäre es natürlich vorteilhaft wenn sich jemand an der Tür nicht nur durch Klopfen (akustisch) sondern auch visuell (z.B. durch Intensitätsmodulation eines gut sichtbaren Leuchtelements) durch Betätigung eines Schalters bemerkbar machen kann. Neben der ebenfalls bereits erwähnten Unterdrückung von reflektierten Schallwellen.
Viele Grüße
Christian
Für Schwerhörige ist eine gute Übersicht hilfreich (nicht überraschendes Auftauchen von Personen und Dingen). Zusätzlich wäre es natürlich vorteilhaft wenn sich jemand an der Tür nicht nur durch Klopfen (akustisch) sondern auch visuell (z.B. durch Intensitätsmodulation eines gut sichtbaren Leuchtelements) durch Betätigung eines Schalters bemerkbar machen kann. Neben der ebenfalls bereits erwähnten Unterdrückung von reflektierten Schallwellen.
Viele Grüße
Christian
Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war. (Françoise Sagan)
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Um die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Menschen geht es ja gerade, deshalb danke für deine Einwände!Neela hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:38 Ja, so etwas meinte ich. Lichtalarm für Rauch/Feuer usw.
Vibrationsalarm am Bett hätte halt den Nachteil, dass man das nicht mitbekommt, wenn man z.B. auf dem Sessel sitzt und fernsieht oder liest.
Aber mit solchen Systemen kenne ich mich nicht gut aus ( und verlasse mich auf meine guthörenden Mitreisende).
Weckruf scheint mir etwas aus der Mode gekommen, hab ich noch nie genutzt.
Ich sehe gerade Ralph in der Vorschau, der das schon besser erklärt hat, sende das aber trotzdem ab.
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Danke für deine Antwort Christian!emilsborg hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 16:49 Hallo Joshua,
Für Schwerhörige ist eine gute Übersicht hilfreich (nicht überraschendes Auftauchen von Personen und Dingen). Zusätzlich wäre es natürlich vorteilhaft wenn sich jemand an der Tür nicht nur durch Klopfen (akustisch) sondern auch visuell (z.B. durch Intensitätsmodulation eines gut sichtbaren Leuchtelements) durch Betätigung eines Schalters bemerkbar machen kann. Neben der ebenfalls bereits erwähnten Unterdrückung von reflektierten Schallwellen.
Viele Grüße
Christian
Wegen dem Überraschungsmoment wäre es deswegen wahrscheinlich auch hilfreich, wenn das Zimmer so offen wie möglich gestaltet wäre und z.B. der Eingangsbereich nicht vom restlichen Zimmer abgetrennt wäre (selbst wenn es ein offener Durchgang wäre, der trotzdem Ecken schaffen würde)?
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ja
Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war. (Françoise Sagan)
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
In vielen Hotelzimmern gibt es ja Infos auf dem Fernseher (Wetter, Essenszeiten usw) Das Display könnte man barrierearm vielleicht zur Kommunikation mit der Rezeption nutzen, statt Telefon. Für Bestellungen und anderes. Das kommt auch den Leuten entgegen, die nicht gerne telefonieren.
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Auch ein sehr guter Punkt. Über Tablets im Zimmer hatte ich auch schon nachgedacht, da der Betreiber auch die Rezeption in Zukunft als reinen Self-Check-In mit Tablets haben möchte.Neela hat geschrieben: ↑11. Feb 2026, 18:25 In vielen Hotelzimmern gibt es ja Infos auf dem Fernseher (Wetter, Essenszeiten usw) Das Display könnte man barrierearm vielleicht zur Kommunikation mit der Rezeption nutzen, statt Telefon. Für Bestellungen und anderes. Das kommt auch den Leuten entgegen, die nicht gerne telefonieren.
Mit dem Fernseher hätte man dann allerdings gleich alles beieinander, das wäre weniger hin und her für den Gast und vielleicht auch IT-technisch komfortabler einzurichten.
Danke!
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Als störend empfinde ich es, wenn es nur Strom gibt, wenn man die Zimmerkarte einsteckt und in Abwesenheit nicht. Das verhindert, dass man tagsüber Akkus laden kann.
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
(Rainer Maria Rilke)
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Das lösen ich immer ganz einfach. Im Auto habe ich für solche Zwecke immer irgendwelche alten Kundenkarten herumliegen. Davon stecke ich einfach eine in diesen Schalter. Problem solved.
Signia Pure Charge&Go BCT 7 IX
Re: Entwurf eines inklusiven Hotelzimmers
Ich lasse mir meist eien 2. an der Rezeption geben, da manche aber nicht rund um die Uhr besetzt sind, nervt es halt.
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
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