Ein Neuer

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HansOhr
Beiträge: 1
Registriert: 26.10.2020

Ein Neuer

#1

Beitrag von HansOhr »

Hallo,
nach langem Zögern war ich endlich beim HNO und habe einen Hörtest gemacht.
Ich bin 57 und habe die Schwerhörigkeit wohl irgendwie von meinem Vater geerbt.
Im Grunde habe ich das Gefühl alles zu hören, nur mit dem Verstehen der Gesprächspartner hapert es immer mehr.
Nach dem Eingewöhnhörgeräte Phonak Audeo P90R habe ich als erstes Gerät das Phonak Audeo P30R (Der HNO meinte, ich bräuchte keinen Porsche, ein Golf tät es bei mir auch). Einen gewaltigen Unterschied zum ersten Gerät habe ich eigentlich nicht bemerkt.
Wobei in der derzeitgen Lage das Austesten auch schwierig ist. Grundsätzlich ist es bei mir privat wie auch auf der Arbeit eher ruhig. Der Besuch bei meinen Neffen letztes Wochenende war allerdings etwas unangenehm laut.
Gibt es eine Emphelung für weitere Testgeräte bei meiner Hochtonschwerhörigkeit?
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Johannes B.
Beiträge: 1173
Registriert: 28.05.2020

Re: Ein Neuer

#2

Beitrag von Johannes B. »

moin HansOhr,
meine Empfehlung ist:
prüfe mal, ob du überhaupt Zuzahlungshörsysteme benötigst, weil:
wenn du gesetzlich krankenversichert bist, dann kann dir ggf. bereits "auf Rezept" ausreichend zweckmäßig geholfen werden.
Kurz gesagt:
"Golfniveau" sollte es bereits zuzahlungsfrei geben 😉

LG
Johns

schau hier:
https://www.g-ba.de/downloads/62-492-22 ... -10-01.pdf
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
Nanni
Beiträge: 435
Registriert: 06.02.2019
2

Re: Ein Neuer

#3

Beitrag von Nanni »

Hallo Hansohr,
eine pauschale Empfehlung für ein bestimmtes Gerät kann man nicht abgeben. Jeder Hersteller hat seinen eigenen Klang und jeder empfindet diesen individuell anders.
Du solltest ruhig andere Hersteller probieren. Der Akustiker muss mindestens ein zuzahlungsfreies Gerät anbieten. Wenn du verschiedene Technikstufen probierst, wirst du wahrscheinlich selbst Unterschiede merken. Du solltest dir überlegen, welche Funktionen, wie z. B. Bluetooth, Du haben möchtest.
Viele Grüße Nanni
Sperling
Beiträge: 7
Registriert: 27.12.2020

Re: Ein Neuer

#4

Beitrag von Sperling »

Hallo,
bei mir hat Eibe Frequenzverschiebung mein Sprachverständnis verbessert.
Frage mal deinen Hörakustiker danach. Ich habe übrigens auch Phonakhörgeräte.
Liebe Grüße
Sperling
Johannes B.
Beiträge: 1173
Registriert: 28.05.2020

Re: Ein Neuer

#5

Beitrag von Johannes B. »

Sperling hat geschrieben: 9. Jan 2021, 22:54 Hallo,
bei mir hat Eibe Frequenzverschiebung mein Sprachverständnis verbessert.
Frage mal deinen Hörakustiker danach. Ich habe übrigens auch Phonakhörgeräte.
Liebe Grüße
Sperling
moin Sperling,
das interessiert mich jetzt auch:
was ist denn "Eibe Frequenzverschiebung"?

LG
Johns
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
Akustik Alex
Beiträge: 497
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Re: Ein Neuer

#6

Beitrag von Akustik Alex »

Moin,

also zum einen gibt es die Frequenzkompression und zum anderen die Frequenztransposition. Letztlich werden die hohen Töne in einen tieferen Bereich verschoben oder kopiert. Es ist einstellbar, wieviel tatsächlich verschoben werden soll und auch ab, und bis zu welcher Tonhöhe. Allerdings geht das nicht bis ins Unendliche. I.d.R. ist der Bereich von 8kHz bis hin zu maximal 1kHz. Die Funktion ist eigentlich für Träger gedacht, die einen bestimmten Bereich nicht mehr wahrnehmen können.

Hier die Unterschiede zwischen Kompression und Transposition:
Bei der Frequenztransposition werden beide Teile addiert, anders gesagt wird die Quelloktave in die Zieloktave transponiert. Da die Schwingungen der Quelloktave jedoch höher sind als die der Zieloktave, werden mit Hilfe von speziellen Filtern die Seitenflanken beschnitten. Bei der Frequenzkompression hingegen, wird das Spektrum einfach verschmälert. Das heißt: zusammengestaucht. Beide Varianten verfälschen jedoch das natürliche Hören, so dass der Hörgeräteträger sich neu an die Hörsituation gewöhnen muss. Die Frequenztransposition sorgt zudem für Pegelspitzen im zusammenaddierten Bereich, die Kompression hingegen schmalbandigere Widergabe der hohen Frequenzen.

Besten Gruß,
Alex
https://infohrmationen.blogspot.com/
Sperling
Beiträge: 7
Registriert: 27.12.2020

Re: Ein Neuer

#7

Beitrag von Sperling »

Super erklärt.
Es heißt natürlich nicht Eibe sondern eine Frequenzverschiebung.
Hatte keine Anpassungsprobleme. Die Spracherkennung ist etwas besser geworden. Bei einer Hochtonschwerhörigkeit scheint aber wohl irgendwann ein Implantat fällig zu werden.
Dies die ernüchternde Info meiner Audiotherapeutin. Wie stark ist dein Hochtonbereich beeinträchtigt?
Liebe Grüße
Sperling
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