Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

Hier kann man sich vorstellen oder eigene Erlebnisse berichten
Groovy
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Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#1

Beitrag von Groovy »

Moin Gemeinde ;-)

Ich stelle mich mal kurz vor:

Die Ohren:
Nach einer OP Akustikusneurinom (Tischtennisball groß) nah am Stammhirn und späterer Gamma Knife Bestrahlung auf der rechten Seite höre ich hier sehr reduziertes (55(250),45,70,60,75,80,85(2k),75,65,79,55(8k)) auf Grund der OP. Leider wurde erst nach mehreren vermeintlichen Hörstürzen mal mit einem MRT nachgesehen. (Na ja...ist halt so) Links ist die Welt in Ordnung.

Brot-Job:
Nach einer ausgibigen Studienzeit (Techn. Informatik (Signalverarbeitung dig./ana.) und Wirtschaft Informatik bin ich dann tatsächlich erst in die IT und dann immer mehr zum Unternehmens Thema gelangt. Aktuell arbeite ich an meinem MBA Abschluss.

Hobby:
Zwischendurch war noch ein bisschen Platz für die elektronische Musik an den Tasten und später dann der e-Bass. Mischen für kleine Bands oder Aufnahme-Technik sind mir sehr vertraut und ich höre natürlich auch gerne Musik.

Allgemein:
Von Biologie und "Hören" an sich hab ich keine, ggf. wenig Ahnung, aber lerne gerne dazu.

Was noch kommt:
Ach ja, ich darf wohl noch 25-30 Jahre arbeiten...
oder muss später für einen Teller Suppe spielen....

Auf was ich gespannt bin:
Ich freue mich auf den Austausch und Infos von Euch! Und bin gespannt, ob ich auch meinen Senf dazu geben kann. ;)

Ach ja, aktuell freunde ich mit Hörgeräten an. Tolle Teile, dass so kleine Geräte soviel berechnen können und dies fast in Echtzeit - prima. Ich hab auch kein Problem damit eins zu tragen. :yes:

Allerding hängt alles von den Einstellungen ab und wie ich es kommunizieren, bzw. wie der Akustiker es versteht/interpretiert, wenn ich etwas beschreibe. Also habe ich angefangen mich etwas einzulesen, in der Hoffnung den Akustiker zu helfen für mich die optimale Lösung zu finden. Also um mein Empfinden zu beschreiben und nicht um die Methode vorzuschlagen. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man schon mehrere HG hatte und mit dem ein oder anderen Akustiker zu tun hatte, dann wird das etwas einfacher.

Was ich mir von einen HG verspreche, was das Ziel sein soll: Ich möchte Sprachverstehen auf der rechten Seite hin bekommen (sicher ist sicher). Und super wäre, wenn ich auch Musik in Kombination mit den linken Ohr wieder etwas besser hören könnte (Stereobild, Hallfahne, Tiefenstaffelung, etc.), ohne über einen Kopfhörer und ein paar wenigen Frequenzanpassungen mir das Ohr total zu kaputt zu machen (der Nerv ist ja schon kaputt). Wobei ich mit einen KH schon ganz akzeptable finde, aber der pack das natürlich nicht wirklich.

Gibt es eigentlich KH mit HG-Funktion?

Leider sind die tollen Features nur bei beidseitiger Versorgung wirklich nutzbar. Meine Suche ist in Richtung möglichst breites Frequenzspektrum und vielen Kanälen, DSL (i/o) und gerne mit parametrischen EQ pro Kanal. Aber das wird wohl nix.

Ich lass mal den Akustiker machen, der weiß es eh besser und wird Ziel gerichteter denken. Und das meine ich sehr positiv! Fühle mich da auch gut aufgehoben. Aber das erste Jahr der Suche war nicht so toll. Die vier oder fünf bei denen ich war sind nicht über ein kurzes "hallo" hinaus gekommen. Das war echt ein komisches Volk, es kocht da doch jeder nur mit Wasser...

Das soll es erstmal gewesen sein..., meine Fragen werde ich schon noch in Forum tippen...

Und keine Panik, ich frage nicht nach dem "besten" HG und auch nicht, ob Akku oder Bat. besser ist.

VG Groovy

P.S: Vieles ist Schei.., aber der Rest macht Spaß!
Rancher
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#2

Beitrag von Rancher »

Groovy hat geschrieben: 10. Feb 2024, 21:56 Und keine Panik, ich frage nicht nach dem "besten" HG und auch nicht, ob Akku oder Bat. besser ist.
Das ist schon mal ein guter Anfang. Ein herzliches :sm(133):

Und mit dem Rest bist Du, glaube ich, auf einer guten Fährte. :)
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the_flow
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#3

Beitrag von the_flow »

Servus Groovy, technisch werde ich Dir wohl nicht so viel helfen könen da ich auch neu bin. Wir sind aber in ähnlichem Alter. Ich bin 42.
Treehugger
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#4

Beitrag von Treehugger »

Hallo

KH mit Frequenzanpassung gibt es mittlerweile einige.
Apple oder Sennheisser zum Beispiel
Groovy
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#5

Beitrag von Groovy »

Guten Morgen!

@Rancher, @the_flow, @Treehugger vielen Dank Euch!
Ich hätte ja gerne einen Daumen hoch da gelassen, aber irgend wie funktioniert das nicht... egal..
Schön, das man nicht alleine ist.
Das mit den KH ist interessant, werde mich da mal umschauen.
Und wenn ich nicht so ganz falsch laufe, da wird das wohl was...

Gibt es eigentlich Empfehlungen, was man nicht machen soll?
jguther
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#6

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 10. Feb 2024, 21:56 Leider sind die tollen Features nur bei beidseitiger Versorgung wirklich nutzbar. Meine Suche ist in Richtung möglichst breites Frequenzspektrum und vielen Kanälen, DSL (i/o) und gerne mit parametrischen EQ pro Kanal. Aber das wird wohl nix.
Hallo Groovy,

Ich kenne Geräte mit bis zu 24 Kanälen. Parametrische Equalizer gibt es leider bei Hörgeräten nicht. Bin "self fitter" und hätte das auch gerne. Oder wenigstens durchgehend Terzbänder. Leider Fehlanzeige. Mein Hörverlust ist geringer als Deiner. Mit den Signia Silk 7IX (20 Frequenzbänder) habe ich das Musikhören in Stereo (ja, sogar die Hallfahnen!) wieder gut hingekriegt. Was da bei Deinem Audiogramm noch möglich ist, weiß ich leider nicht. Eine gute Anpassung ist extrem wichtig, das macht mehr aus, als man denkt. Ohrenklempner hat mich auf audiosus aufmerksam gemacht. Wenn ich's nicht selbst machen würde, würde ich mir meine Geräte nach deren Verfahren anpassen lassen.

Viel Erfolg!

Jochen
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Dani!
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#7

Beitrag von Dani! »

Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 08:31 Gibt es eigentlich Empfehlungen, was man nicht machen soll?
Möglichst keine Abkürzungen verwenden. Oder wenn dann nur die üblichen (zB, u.a., etc) oder eindeutigen (HNO, Aku)

Da hier regelmäßig über Gesundheit gesprochen wird, lese ich bei KH regelmäßig erst Krankenhaus statt Kopfhörer und bin erst mal irritiert. In einem anderen Thread spricht jemand scheinbar vom Ohrenarzt statt Ordnungsamt. HNO statt OA wäre passender.
Dominik
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#8

Beitrag von Groovy »

jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 08:34 Bin "self fitter" und hätte das auch gerne. Oder wenigstens durchgehend Terzbänder. Leider Fehlanzeige.
Das hört sich interessant an. "self fitting", da hatte ich auch schon mal dran gedacht, nicht um MPO oder generell alles über den Haufen zu schmeißen, sondern um die Kanäle ggf. etwas nach zu stellen. Da wäre auch seine gute App tool, aber ich glaube mittlerweile, dass das nicht gewollt ist - man soll lieber zum Aku gehen...
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 08:34 Mit den Signia Silk 7IX (20 Frequenzbänder) habe ich das Musikhören in Stereo (ja, sogar die Hallfahnen!) wieder gut hingekriegt.
Bei Silk bin ich mir nicht sicher, wie es mit den Rückkopplungen aussieht. Sonst eine gute Idee. Das hat doch nur ein Mikrophon und nutzt dann den Pinna Effekt des Ohrs?
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 08:34 Eine gute Anpassung ist extrem wichtig, das macht mehr aus, als man denkt.
Ja, ich glaube das ist das a und o! Da können die vielen Helferlein manchen was diese wollen und auch KI bringt dann nicht viel, wenn es einfach nicht optimal eingestellt ist. (Und manchmal ist weniger Schnickschnack, mehr (glaub ich).)
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 08:34 Ohrenklempner hat mich auf audiosus aufmerksam gemacht. Wenn ich's nicht selbst machen würde, würde ich mir meine Geräte nach deren Verfahren anpassen lassen.
Hmm, Audiosus - ich werd mal drüber schaun..

Kann man bei den Signia IX7 (AX7) alle Features abschalten?

Ich hatte mal bei Signia angerufen und auf der Aku-Hotline ein paar fragen gestellt. Der Mitarbeiter meinte: "Ohne jetzt eine Beratung durchzuführen, wäre einen niedrige Technikstufe schon ok, aber da sind es dann weniger Kanäle und ein begrenzterer Frequenzbereich." Allerding hörte ich leicht raus (hatte das Gefühl) es könnte sein, das der Hörer das nicht kann. Kann da jemand etwas zu sagen?
Dani! hat geschrieben: 11. Feb 2024, 09:17 Möglichst keine Abkürzungen verwenden. Oder wenn dann nur die üblichen (zB, u.a., etc) oder eindeutigen (HNO, Aku)
Oh ja, guter Hinweis!
Dani! hat geschrieben: 11. Feb 2024, 09:17 (...) lese ich bei KH regelmäßig erst Krankenhaus statt Kopfhörer (...) In einem anderen Thread spricht jemand scheinbar vom Ohrenarzt statt Ordnungsamt. HNO statt OA wäre passender.
Das ist doch dann recht lustig :lol:

Wird man eigentlich durch die Unterstützung der vielen Sprachhervorhebenden-Technologien hörentwöhnt? Störgeräusche Filtern, etc...

BTW: Manchmal würde ich gerne ein T-Shirt mit der Aufschrift tragen: "Ich bin nicht doof, nur Schwerhörig"
Dani!
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#9

Beitrag von Dani! »

Wenn du ein gutes Ohr hast und das andere mit Hörgerät versorgt werden soll, nimmt man normalerweise ein Gerät, das nicht oder nur wenig filtert. Sonst kommen Geräusche sehr unterschiedlich im Kopf an.

Ansonsten werden die Ohren mit filtern zwar entwöhnt. Dafür entlastet es das Gehirn, wenn nicht andere Notwendigkeiten wie bei mir entgegenstehen (ich muss alles hören, um mich orientieren zu können)
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#10

Beitrag von Groovy »

Dani! hat geschrieben: 11. Feb 2024, 10:21 Wenn du ein gutes Ohr hast und das andere mit Hörgerät versorgt werden soll, nimmt man normalerweise ein Gerät, das nicht oder nur wenig filtert. Sonst kommen Geräusche sehr unterschiedlich im Kopf an.
OK, dann bin ich mit der Idee wohl gut unterwegs.
Dani! hat geschrieben: 11. Feb 2024, 10:21 Ansonsten werden die Ohren mit filtern zwar entwöhnt. Dafür entlastet es das Gehirn, (...)
Ah ha, also lieber mehr reinhören auch wenn schwierig ist und erst recht spät Unterstützung nutzen.
Dani! hat geschrieben: 11. Feb 2024, 10:21 wenn nicht andere Notwendigkeiten wie bei mir entgegenstehen (ich muss alles hören, um mich orientieren zu können)
Ich schließe daraus, das es bei Dir mit den Augen vielleicht etwas eingeschränkter ist. Bedeutet aber auch, das man mit den Ohren viel machen kann.

Sind hier noch mehr die so halb mono hören?
Man kann sich dran gewöhnen, aber irgendwie fehlt was. Verstehen kann ich sehr viel, aber manchmal wird es auch eher erahnen oder folgern...

Hat jemand eine Idee, einen Tipp zu einem Gerät, das wenig Features hat, aber trotzdem ein breites Frequenzspektrum überträgt mit vielen Kanälen?

Was sind Eure Vorlieben bei den Hörgeräten, außer ein geringer Preis. (Preis ist auch so ein intransparentes Thema, genauso wie Zubehörpreise...)
Dani!
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#11

Beitrag von Dani! »

Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 11:17 Ich schließe daraus, das es bei Dir mit den Augen vielleicht etwas eingeschränkter ist. Bedeutet aber auch, das man mit den Ohren viel machen kann.
Ganz genau. Wer auf die Ohren angewiesen ist, trainiert die automatisch ("unbeabsichtigt") mehr als andere. Allerdings wird es umso anstrengender, je höher der Hörverlust und je mehr man verstehen möchte. Wenn man mit den Augen kompensieren kann ("Mundablesen"), entlastet das das Gehirn ungemein ("auf Kosten" eines besser trainierten Gehörs). Womit wir zur nächsten Aussage kommen:
Verstehen kann ich sehr viel, aber manchmal wird es auch eher erahnen oder folgern...
Ein Hörgerät kann nicht alles ausgleichen. Erahnen oder schlussfolgern wird umso mehr zum Alltag, je höher der Hörverlust.
Mit einem guten Gegenohr wirst du mit dem schlechten Ohr wahrscheinlich niemals auch nur annähernd an das andere Ohr herankommen. Aber es wird dir vor allem in schwierigeren Situationen viel Unterstützung bieten. Einerseits Verstehen im Störschall, andererseits wird es dir das Orten von Geräuschen teilweise wieder ermöglichen. Nur mit dem einen Hörgeräte-Ohr zu hören wird schwierig bleiben.
Dominik
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#12

Beitrag von Groovy »

OT (offTopic) Wie dankt man jemanden für seinen Beitrag?
Update: Habe es glaube ich selbst rausgefunden :)
Zuletzt geändert von Groovy am 11. Feb 2024, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
jguther
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#13

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 10:10 Bei Silk bin ich mir nicht sicher, wie es mit den Rückkopplungen aussieht. Sonst eine gute Idee. Das hat doch nur ein Mikrophon und nutzt dann den Pinna Effekt des Ohrs?
Ja - das Silk ist für mehr als 20 oder 30dB nicht so gut geeignet, da brauchst Du eher ein Gerät, das hinter dem Ohr sitzt. Bei den Silks nutzt jedes Gerät sowohl sein eigenes Mikrofon als auch das Mikrofon der Gegenseite. Dazu wird die e2e-Verbindung verwendet, die früher nur zur Synchronisation von Programm und Lautstärke getaugt hat. Die ist inzwischen von der Bandbreite her für die Echtzeit-Sprachübertragung tauglich.
125-250-500-750-1.5k-2k-3k-4k-6k-8k
R 20-10-10-05-05-05-05-05-20-30-50
L 35-30-25-25-30-30-25-40-45-50-75
beidseitig Signia Silk 7IX
Groovy
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#14

Beitrag von Groovy »

jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 14:03 Ja - das Silk ist für mehr als 20 oder 30dB nicht so gut geeignet, da brauchst Du eher ein Gerät, das hinter dem Ohr sitzt.
Aktuell hab ich ein X7. Werde wohl ein AX7 bzw. IX7 ausprobieren, wegen Kanäle und der Frequenzbreite, aber ich vermute das IX wird sonst nicht wirklich noch was raus holen. Und ist es mir das Geld wert?

Sind da eigentlich unterschiedliche Chips drin und können die Hörer (Frequenzen) das auch? Oder ist es eigentlich alles AX Basis mit aufgebohrter Software?

Da die Hörgeräte das Ohr leicht nach vorne bewegen, frage ich mich, ob eventuell das Styletto (nur AX) etwas sein kann...?
... aber der Akku!? Kann man die Hörgeräte irgendwie ohne in der Ladebox zu sein abschalten und ggf. dann auch irgendwie an? Oder hat man da einen Mini Taster vergessen?
Windy Miller
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#15

Beitrag von Windy Miller »

Zu der Frage, ob Kanäle (und/oder Bänder) und höhere Frequenzen als 8khz eine gute Sache sind, hat es hier schon ein paar Diskussionen gegeben. Mein eigenes Fazit war, dass es sich in den meisten Fällen (bzw für mich selber) echt nicht lohnt, dafür mehr zu bezahlen. Aber das Thema ist in der Tat interessant, und es lohnt sich, in den alten Threads zu schauen.
Richy
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#16

Beitrag von Richy »

Ne , die Styletto kannst du nicht abschalten, der Akku ist ziemlich klein und meiner Meinung nach , das ist auch die Meinung anderer, tragen sie sich nicht so gut da sie länger sind
mittelgradig schwerhörig, versorgt mit Signia Pure 5 AX beidseitig
jguther
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#17

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 14:28 Sind da eigentlich unterschiedliche Chips drin und können die Hörer (Frequenzen) das auch? Oder ist es eigentlich alles AX Basis mit aufgebohrter Software?
IX läuft nur auf den neuen Chips mit mehr Rechenpower und mehr Speicher. Alle IX Technikstufen verwenden die gleiche Hardware. Die Hörer kommen bis 10kHz hoch, problematisch ist bei denen aufgrund der kleinen Membran eher der Tiefbass als die Höhen. Aber ich finde, sooo viel tut sich oberhalb von 8kHz auch wieder nicht, dass man das unbedingt bräuchte. Ich brauche zur exakten Einstellung des natürlichen Klangs möglichst viele Frequenzbänder, deshalb kaufe ich generell die höchste Technikstufe. Die restlichen Features nutze ich praktisch nicht.
Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 14:28 ... aber der Akku!? Kann man die Hörgeräte irgendwie ohne in der Ladebox zu sein abschalten und ggf. dann auch irgendwie an? Oder hat man da einen Mini Taster vergessen?
Nein, ohne Ladebox und ohne Taster geht da nichts. Wenn Du Akkugeräte ohne Taster in die Ladebox legst, schalten sie sich aus. Wenn Du sie aus der Ladebox nimmst, schalten sie sich wieder ein. Einen Neustart macht man also, indem man sie kurz reinlegt und wieder rausnimmt. Geräte ohne Taster finde ich wegen der Zuverlässigkeit besser - ein mechanisches Teil weniger, das kaputt gehen kann und verschmutzungsanfällig ist. Handy oder Uhr zur Bedienung habe ich sowieso immer dabei.
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Groovy
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#18

Beitrag von Groovy »

Windy Miller hat geschrieben: 11. Feb 2024, 16:49 Mein eigenes Fazit war, dass es sich in den meisten Fällen (bzw für mich selber) echt nicht lohnt, dafür mehr zu bezahlen.
Ich habe immer bei eingesetzter Otoplastik das Gefühl da fehlt was, der Raum ist weg - also wenn es lauter ist, z- B.: Musik. (Auch wenn es nicht viel ist.) Dann denke ich, warum soll ich mich selbst beschneiden und den Ohr/Gehirn das vorenthalten, wenn es zu keinem Problem führt. (Abschalten kann man immer noch.)
Richy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:01 Ne , die Styletto kannst du nicht abschalten
ja, das hatte ich auch schon vermutet. :-(
Richy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:01 der Akku ist ziemlich klein
Leider... kann der wenigsten vom Akustiker oder von einem selbst gewechselt werden?
Oder ist der schon mit auf dem Chip :animiertes-frech-smilies-bild-0042:
Richy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:01 und meiner Meinung nach , (...) tragen sie sich nicht so gut da sie länger sind
Das muss ich mal ausprobieren...

Na ja, ein Pure AX mit Batterie ist ja auch nett. Beim IX ist es dann doch wieder ein Akku, aber der soll ja etwas länger halten.

Das Pure IX hat doch unten eine Buchse, oder?
Und die Styletto werden wohl induktiv geladen?
Groovy
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#19

Beitrag von Groovy »

jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:55 IX läuft nur auf den neuen Chips mit mehr Rechenpower und mehr Speicher. Alle IX Technikstufen verwenden die gleiche Hardware.
Ok, das ist dann schon mal eine Info, die mir das IX interessanter macht.
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:55 Die Hörer kommen bis 10kHz hoch, problematisch ist bei denen aufgrund der kleinen Membran eher der Tiefbass als die Höhen. Aber ich finde, sooo viel tut sich oberhalb von 8kHz auch wieder nicht, dass man das unbedingt bräuchte.
Ja, stimmt schon, ob das bisschen was macht... Allerding hab ich das Gefühlt von ich die Orthoplastik reinstecke, dann geht etwas vom raum weg (also wenn es lauter ist).
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:55 Ich brauche zur exakten Einstellung des natürlichen Klangs möglichst viele Frequenzbänder, deshalb kaufe ich generell die höchste Technikstufe. Die restlichen Features nutze ich praktisch nicht.
Das sehe ich auch so. Mit andern Worten: Bruder im Geiste :yes:
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:55 Nein, ohne Ladebox und ohne Taster geht da nichts. Wenn Du Akkugeräte ohne Taster in die Ladebox legst, schalten sie sich aus. Wenn Du sie aus der Ladebox nimmst, schalten sie sich wieder ein. Einen Neustart macht man also, indem man sie kurz reinlegt und wieder rausnimmt.
... und läd dann in der Box, denke ich. Aber wenn ich das Ding einfach nicht trage, dann pfeift es vor sich rum... Also nichts mit Akku sparen, wenn man mal nicht geladen hat und die Box nicht dabei hat, dann ist es irgendwann einfach leer.....
jguther hat geschrieben: 11. Feb 2024, 19:55 Geräte ohne Taster finde ich wegen der Zuverlässigkeit besser - ein mechanisches Teil weniger, das kaputt gehen kann und verschmutzungsanfällig ist. Handy oder Uhr zur Bedienung habe ich sowieso immer dabei.
Gute Idee, aber ich glaube ein Taster ist nicht das Problem, eher das Prokuktdesign und die Fertigungskosten, das Gehäuse wird dadurch sehr günstig und mit einem Taster währe es nicht so konsequent und einfach nur lang und ein bisschen flacher. Aber kein Grund um hier einen Glaubenskrieg zu starten) :lol:

Kann man bei den Signia in jedem Programm eine andere Anpassformel nutzen und sind diese generell von einander unabhängig? (Vielleicht sollte ich mir diese einfach mal installieren.)
jguther
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#20

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 11. Feb 2024, 20:39 Kann man bei den Signia in jedem Programm eine andere Anpassformel nutzen und sind diese generell von einander unabhängig? (Vielleicht sollte ich mir diese einfach mal installieren.)
Ja, das geht. Man erstellt jeweils ein neues Programm, sinnvollerweise vom Typ "Musik", lässt sich jeweils die Zielverstärkungskurven nach der entsprechenden Formel anzeigen und passt dann die Verstärkungskurven manuell an die jeweiligen Zielverstärkungskurven an. Ich kann Dir aber gleich sagen, dass die anderen Anpassformeln noch primitiver sind, als die defaultmäßig eingestellte Signia IXFit.

Ich arbeite überhaupt nicht mit Anpassformeln und gebe deshalb nicht einmal mein Audiogramm ein. Was bringt es mir, eine Zielverstärkungskurve zu haben, die meilenweit vom Optimum abweicht, egal mit welcher Formel? Man darf nicht vergessen, dass der Input für die automatische Anpassung ein lächerlich grobes Audiogramm ist - meines hat gerade mal 11 Messpunkte im 5dB-Raster.

Dementsprechend schlecht ist zwangsläufig der automatische first fit, egal mit welcher Formel. Und da sind individuelle Besonderheiten des jeweiligen Ohr noch gar nicht mal berücksichtigt. Bei mir weicht der first fit in dem für Sprache interessanten Bereich um bis zu 10dB von meinem individuellen Optimum ab. Über natürlichen Klang oder präzises Richtungshören braucht man da nicht mehr nachzudenken. Da könnte man mit verschiedenen Messungen (in situ etc.) noch was rausholen, aber das bleibt alles ein Rumbasteln an den Symptomen - davon halte ich wenig.

Ich arbeite lieber direkt in der Eingabemaske, wo man für jeden Kanal und jede der drei Lautstärken (50dB, 65dB, 80dB) die Verstärkung einstellt. Ich generiere mir mit einer DAW (Digital Audio Workstation) geeignete Meßtöne und mache dann zuerst einen Lautstärkeausgleich auf dem rechten (guten) Ohr. Ziel ist, rechts wieder die normale Hörkurve - 0dB linear bis 10kHz zu bekommen. Das schafft das Silk mit geeigneter Otoplastik ganz gut. Nun habe ich ein normalhörendes rechtes Ohr als Referenz.

Danach passe ich das linke Ohr wiederum mit geeigneten Meßtönen an das rechte an. Bei der gesamten Anpassung verwende ich ein Musikprogramm ohne alle Komfortfunktionen.

Die Meßtöne sind für das rechte Ohr rosa Terzbandrauschen auf den zwanzig Mittenfrequenzen der Silk Frequenzbänder. Für den Lautstärkeabgleich rechts --> links arbeite ich dann iterativ, beginnend mit dem vollen Spektrum, dann schrittweise runter auf 2, 5, 10, 20 Bänder mit rosa Rauschen über die jeweilige Bandbreite. Das vermeidet Fehler durch unvermeidliche schmalbandige Resonanzen und Auslöschungen, die das Ergebnis bei der Arbeit mit Sinustönen massiv verfälschen würden.

Damit ich eine gute Genauigkeit bekomme, arbeite ich mit einem ohrumschliessenden offenen Kopfhörer mit selektierten Hörern. Diese werden zusätzlich über die DAW im Frequenzgang linearisiert und dann mittels eines speziellen Plugins auf Freifeldentzerrung umgerechnet.

Das Ergebnis ist ziemlich perfektes Hören in allen Situationen. Die Geräte sind mit dieser Einstellung so transparent, das ich nicht mehr spüre, dass ich etwas im Ohr habe. Sprachverbesserung, Geräuschreduzierung und den ganzen Rest brauche ich dann nicht mehr.

Das Ganze nur als Anregung, da Du Dich anscheinend für die Technik der Hörgeräte und die richtige Anpassung interessierst. Ich bin kein Akustiker und behaupte nicht, dass das beschriebene Verfahren für jemand anderes auch so gut funktioniert wie für mich.

;)
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#21

Beitrag von Groovy »

Respekt!
Ich kann mich nur wiederholen: Bruder im Geiste ;)

Ich glaube das Akustiker eine Menge gelernt haben und viel Wissen und Erfahrung haben, aber leider manchmal der eine Knopf lieber gedrückt wird und dann der Rest sparsam gemacht wird.

Es kann ja auch ein endloses Thema werden, was meiner Meinung nach an der fehlenden Information zum Kunden liegt (wenn Interessiere vorhanden ist). Aber woher weiß man den, ob jetzt die Einstellung gut ist oder nur akzeptabel und gewöhnt sich daran und wird später besseres als falsch empfinden.

Aber das ist ja jetzt eher auch schon ein philosophisches Thema. Egal, jeder/jede wie sie/er will und was gefällt - ist ja zum Glück individuell und ich muss das ja nicht auf den Ohren haben...

Kannen Du auch andere Software z. B.: Widex, Oticon?
jguther
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Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#22

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 12. Feb 2024, 11:57 Kannen Du auch andere Software z. B.: Widex, Oticon?
Noch nicht. Ich habe mir aber letzte Woche noch die Starkey Genesis AI 24 CIC wireless mit Software und Interface bestellt. In einigen Wochen kann ich dann mehr zu Starkey Pro Fit sagen und auch die Signia Silk mit den Genesis AI CIC wireless vergleichen. Die anderen Hersteller haben im Moment nichts, was mich reizt, also werde ich danach erst mal keine weitere Software mehr ausprobieren.
125-250-500-750-1.5k-2k-3k-4k-6k-8k
R 20-10-10-05-05-05-05-05-20-30-50
L 35-30-25-25-30-30-25-40-45-50-75
beidseitig Signia Silk 7IX
Groovy
Beiträge: 48
Registriert: 10. Feb 2024, 10:17

Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#23

Beitrag von Groovy »

Nach dem ich die folgenden Übersicht gefunden habe, ist mir das Vorgehen von der Akustikerin etwas klarer geworden. (erst Unitron, Bernafon, dann Signia)
Leider war ein Screenshot upload nicht möglich, also hier der YT link:https://youtu.be/KvT6bxsvhog?t=328 die Übersicht ist bei ca. 5:28 komplett zu sehen.

Widex und Oticon würden mich noch interessieren.

Ich denke ja, wenn man ein gute eingestelltes Hörgerät hat, dann braucht man nicht unbedingt eine umfassende App und viele Programm. Aber da muss man erst mal hin.

Mein HNO hat mir den Tipp gegen: Mach nicht immer laut und leise und wechsle nicht immer die Programme hin und her. Gewöhn Dich erst mal. Das geht am besten, wenn sich nicht immer alles ändert.

Wie machst Du es mit der Kompression, also Knee , Threshold, Faktor, Release - oder ist das beim Hörgerät anders?
Windy Miller
Beiträge: 30
Registriert: 28. Okt 2023, 16:29

Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#24

Beitrag von Windy Miller »

Vielleicht auch interessant?
Bild von https://www.hearingtracker.com/hearing-aids

Sonova
Phonak / Hansaton / Unitron / Lyric / Nova Sense / Geers-Laden
Klangbild: mittel - hart

WS Audiology (ex Sivantos)
Signia / Audio Service / Rexton / hear.com / Audibene / Widex (haben auch leicht anderes Klangbild)
Klangbild: weich

Demant Holding
Oticon / Bernafon / Philips / Sonic / Sennheiser
Klangbild: weich - mittel

GN Hearing
Resound / Interton / Beltone / Jabra (Headphones) / Danalogic (for NHS)
Klangbild: mittel

Starkey
Starkey, NuEar, ihear
Klangbild: hart
jguther
Beiträge: 59
Registriert: 18. Okt 2023, 18:47

Re: Der "Neue" hat was an einem Ohr... und sucht die Lösung!

#25

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 12. Feb 2024, 15:15 Mein HNO hat mir den Tipp gegen: Mach nicht immer laut und leise und wechsle nicht immer die Programme hin und her. Gewöhn Dich erst mal. Das geht am besten, wenn sich nicht immer alles ändert.
Ja. Wenn die Einstellung passt, gibt es für mich keinen Grund, währends des Tages etwas zu verstellen.
Groovy hat geschrieben: 12. Feb 2024, 15:15 Wie machst Du es mit der Kompression, also Knee , Threshold, Faktor, Release - oder ist das beim Hörgerät anders?
Da muss man Timing und Kennlinie unterscheiden:

Die Timing-Parameter der Kompressoren (attack / release) kann man zumindest bei den Silk 7IX nicht direkt beeinflussen. Man kann entweder die vorgegebenen Werte verwenden, die nicht dokumentiert sind, oder für alle Kanäle die adaptive Kompression aktivieren, die über flexible Timing-Parameter eine natürlicher klingende Sprache liefern soll.

Die Kennlinie kann man für jeden der 20 Kanäle mit zwei Kniepunkten und den dazugehörigen Kompressionsfaktoren vorgeben. Die Kniepunkte kann man zwischen 20 und 86dB wählen, die Kompressionsfaktoren zwischen 1,000 und 4,000.

Ich muss gestehen, dass ich diese Art der Einstellung total praxisfern finde und deshalb nicht verwende. Woher soll ich wissen, welche Kompressionsfaktoren welches Ohr je nach Frequenz und Lautstärke braucht?

Wenn ich dagegen bei meinem Lautheitsabgleich die richtige Lautstärke jedes Kanals bei 50 dB, 65dB und 80dB einstelle, habe ich damit gleichzeitig die Kompressorkennlinie jedes Kanals anhand von drei Stützpunkten definiert. Das ist für mich eher praktikabel und bisher auch ausreichend.

Mit einer weiteren Einstellung der Kompressoren habe ich noch nicht experimentiert. Da kann man, falls man nicht den adaptiven Algorithmus verwendet, pro Kanal einstellen, ob der Algorithmus "Silbe" oder "Dual" verwendet werden soll. Das dient wohl dazu, die Sprachverständlichkeit zu optimieren. Da das nicht mein Problem ist, habe ich da bisher nichts verändert. Ich schätze, da braucht man viel Erfahrung, um das zielgerichtet zu nutzen.

Mit anderen Worten: Es ist kompliziert...
125-250-500-750-1.5k-2k-3k-4k-6k-8k
R 20-10-10-05-05-05-05-05-20-30-50
L 35-30-25-25-30-30-25-40-45-50-75
beidseitig Signia Silk 7IX
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