Erzieherin mit mittlerer Schwerhörigkeit sucht Gleichgesinnte zum Austausch

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monif

Re: Erzieherin mit mittlerer Schwerhörigkeit sucht Gleichgesinnte zum Austausch

#26

Beitrag von monif »

ich wende aber in der Beratung das an, was letztendlich auch vor einem Gericht als rechtliche Argumentation Bestand hat. Gruß Katja
Hallo Katja

Ich denke einfach der bessere Weg ist ohne Gericht. Und finde es super, dass RemyRiver eben sagte , dass es auch andere Wege gibt. Bevorzuge gerne Menschen , die auch ohne Hilfe von Verbände oder gar ohne rechtliche Schritte einleiten mussten und es geschafft haben! Hut ab! Und auch dies mitteilen. Grandios.

Sonnige Grüße

Monif
Zuletzt geändert von monif am 29. Apr 2017, 14:08, insgesamt 1-mal geändert.
muggel
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Re: Erzieherin mit mittlerer Schwerhörigkeit sucht Gleichgesinnte zum Austausch

#27

Beitrag von muggel »

Hallo,

natürlich ist es immer besser, ohne Gericht die Ansprüche durchzusetzen.
Remy hat hier geschrieben, dass sie (mindestens?) den Krankenkassenanteil von der GKV bekommt, wenn sie berufsbedingt neue Hörgeräte benötigt.
Hier habe ich nachgefragt, wie genau sie argumentiert hat und ob sie die Aussage auch schriftlich hat.
Leider gab es bisher noch keine Antwort und bisher befindet sie sich ja auch noch in der Testung, d.h. die Kasse hat noch nichts bezahlt und das Verfahren noch nicht abgeschlossen.

Generell fände ich das Vorgehen und die Argumentation wichtig -- da auch z.B. Lehrer, Busfahrer, Krankenschwestern etc ähnlich höranstrengende Berufe haben und somit die Argumentation aufgreifen könnten.

Grüße,
Miriam
RemyRiver
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Re: Erzieherin mit mittlerer Schwerhörigkeit sucht Gleichgesinnte zum Austausch

#28

Beitrag von RemyRiver »

ABBC3_OFFTOPIC
Ich lag damals mit Meningitis 9 Wochen im KH, danach 5 Wochen Reha. Anschliessend haben mich sowohl HNO als auch Akustiker darauf gedraengt ein HG zu holen, weil ich A) sprechen neu lernen musste und B) keine Hoerentwoehnung stattfinden sollte.

Nun war ich zu dem Zeitpunkt noch Krankgeschrieben (nach der Reha) bzw. Arbeitslos und zwar 4 oder 5 Monate lang. Ich habe also die HGs getestet (bei einem schlechten Akustiker, das wusste ich damals aber nicht) und musste mich dann fuer eines der 3 Geraete entscheiden. Fuer die Sachen die ich damals gemacht habe (zu Hause sitzen, simple Kommunikation in leisen Raeumen etc.) hat es gerade so gereicht und mir wurde gesagt besser geht es nicht (was nicht stimmte, aber wie man hier im Forum sieht scheint das ja ein weit verbreiteter Satz zu sein in der Hoergeschaedigten Gemeinschaft) und fuer mehr zahlt die KK nicht. Ich konnte auch keinen Grund anbringen warum ich ein besseres Geraet brauchte (Wofuer auch? Ich wusste ja nicht mal selber als was ich danach arbeiten koennen wuerde.).
Nach 5 Monaten musste ich dann eine Stelle als Erzieherin anfangen. Anfangs hab ich es mit HG probiert, katastrophe. Spaeter hab ich mich ohne HG durch gewurschtelt, auf die Gesundheit hat das ganz schoen dolle geschlagen. Ich hatte im Schnitt im Jahr 30-40 Krankheitstage. Da ich aber nicht fest in einer Gruppe war und nur oberflaechlich mit den Kindern zu tun hatte, konnte ich es noch gut so kompensieren und es war das nicht ganz so schlimm.

Nun hab ich seit 1 1/2 Jahren eine Stelle als feste Gruppenerzieherin und da kommen viel intensivere Einzelgespraeche mit den Kindern zu stande etc. die ich so einfach nicht leisten konnte ohne HG. Nach einer extrem fiesen Zeit von stressbedingter Kranksheitswelle wie mein Hausarzt es so nett ausdrueckte hab ich das alte HG wieder raus gekramt und bin zum neuen Akustiker, gemeinsam haben wir so gut es ging versucht aus dem HG raus zu holen was geht, aber durch hohe Feedbackprobleme und co war der Gewinn auf der Arbeit mehr oder minder nicht vorhanden und ich war sogar nur noch gestresster.

Der HNO hat sich das angehoert und hat ein Hoertest gemacht und mir dann ein neues HG verordnet mit der Begruendung, dass das alte HG unzureichend sei. Hinzu kommt natuerlich das ich links jetzt auch noch Tinnitus hab und fuer raeumliches Hoeren 2 Geraete brauche (eine Erkenntnis die ich dank des ersten HGs machen konnte).

Als ich dann bei der KK war hab ich mit der Zustaendigen Dame gesprochen die fuer die Hilfsmittelverteilung zustaendig ist, also keine Sachbearbeiterin die eigtl. keine Ahnung von der Materie hat. Die meinte fuer das linke (gesunde) Ohr wuerde die KK nichts zahlen (wobei ich da auch widerspruch einlegen wuerde, die KK ist dafuer zustaendig das ich bspw. im Verkehr auch zurecht komme und ich persoenlich brauche dafuer einfach raeumliches Hoeren) weil keine Medizinische indikation vorliegt, bei dem rechten Ohr hingegen, gerade weil ich vorher arbeitslos war und jetzt als Erzieherin arbeite, ist es ja klar das es dort andere Anforderungen gibt als damals als ich die alten Geraete gekauft hatte.
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
RemyRiver
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Re: Erzieherin mit mittlerer Schwerhörigkeit sucht Gleichgesinnte zum Austausch

#29

Beitrag von RemyRiver »

muggel hat geschrieben:Hallo Remy,

habe ich das richtig verstanden? Du bekommst mit der Begründung "brauche berufsbedingt andere/neue Hörgeräte" einen Zuschuss von der Krankenkasse zu neuen Hörgeräten, obwohl sich dein Hörverlust nicht verändert hat und die letzte Hörgeräteversorgung noch keine 6 Jahre zurückliegt?
Wenn ja: hast du diese Aussage schriftlich oder nur mündlich am Telefon erhalten?

Es würde mich (und auch bestimmt andere) die genaue Begründung ggü der GKV interessieren, um in einem solchen Fall (ausser Verlust,nicht mehr zu reparieren und aufgrund von Hörverschlechterung nicht mehr ausreichend) die medizinische Notwendigkeit neuer HGs zu begründen. Oder anders: wie hast du nachgewiesen, dass die Hörgeräte berufsbedingt nicht ausreichen - hast du dafür spezielle Hörtests machen lassen? Oder glaubt die Krankenkasse das aufgrund deiner Schilderung?

Grüße,
Miriam
Korrekt. Ich habe den Antrag auf neue HGs gestellt und unter anderem Bezug auf Beruf genommen, trotz unveraenderter Hoerkurve. Die KK hat gesagt sie zahlen eine Seite mit dem Pauschalbetrag, die andere mit Maskerbetrag.

Darauf hin habe ich mich an die RV gewandt (bzw. die KK?). Nach 2 Monaten (!) war ein Techniker bei mir in der Einrichtung, hat sich das angeschaut. Habe wieder mit Beruflichen Bedarf argumentiert bzw. war der offensichtlich.

2 Wochen spaeter hatte ich das Antwort schreiben.

Also liebe @KatjaR, mit beruflichen Bedarf zu argumentieren bringt durch aus was auch bei der KK. :)
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
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