Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

jguther
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#476

Beitrag von jguther »

Groovy hat geschrieben: 11. Mär 2024, 14:50 Wäre das Messen mit der Otoplastik und Hörer für den Einzelnen zur Einstellung der HG nicht sinnvoller? :thumbup:

Ganz genau!

Die ProFit Software in Verbindung mit meinen Starkey Genesis AI kann das übrigens schon - ganz ohne Steinzeit-Kopfhörer. Die so gemessenen Hörschwellen weichen teils deutlich von meinen Audiogrammen ab, die HNO und Akustiker mit Kopfhörern bestimmt haben.

Und dass dieses Verfahren gut ist, sehe ich daran, dass der Starkey Quick Fit, basierend auf diesen selbstgemessenen Audiogrammen schon erschreckend gut war - da musste ich nur noch bei wenigen Frequenzen einen oder zwei Clicks korrigieren.
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Lichti
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#477

Beitrag von Lichti »

Seit kurzem habe ich auch ein Starkey Genesis AI.

Mit dem Gerät bin ich sehr zufrieden.
Es nervt allerdings, das ich laufend zum Akustiker muss um etwas einzustellen, was nicht ganz passt.

Was brauche ich denn, um selbst die Geräte einstellen zu können ?
ProFit habe ich schon installiert.
Aber welcher Programmer ?

Danke für die Unterstützung !
Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#478

Beitrag von Ohrenklempner »

Du brauchst die Noahlink Wireless.

Die Geräte können auch vom Akustiker ferneingestellt werden. Das wird zwar sehr selten genutzt (bei mir vielleicht 1-2 Mal im Jahr), aber die Möglichkeit besteht.
akopti
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#479

Beitrag von akopti »

Hallo,
jguther hat geschrieben: 11. Mär 2024, 18:38
Groovy hat geschrieben: 11. Mär 2024, 14:50 Wäre das Messen mit der Otoplastik und Hörer für den Einzelnen zur Einstellung der HG nicht sinnvoller? :thumbup:

Ganz genau!

Die ProFit Software in Verbindung mit meinen Starkey Genesis AI kann das übrigens schon - ganz ohne Steinzeit-Kopfhörer. Die so gemessenen Hörschwellen weichen teils deutlich von meinen Audiogrammen ab, die HNO und Akustiker mit Kopfhörern bestimmt haben.

Und dass dieses Verfahren gut ist, sehe ich daran, dass der Starkey Quick Fit, basierend auf diesen selbstgemessenen Audiogrammen schon erschreckend gut war - da musste ich nur noch bei wenigen Frequenzen einen oder zwei Clicks korrigieren.
vielleicht ein paar worte zu den Messungen beim Akustiker/HNO mit Kopfhörer.
Diese Messanalgen werden jählrich kalibriert und die Messungen dienen dazu reproduzierbare und damit vergleichbare Darstellungen der Schwerhörigkeiten zu ermitteln, die als rechliche Grundlage für die Hörgeräteanpassung und Evaluation des Anpasserfolges gegenüber den Krankenkassen dienen.

Bei der Insitu-Audiometrie mittels Hörgeräte werden anatomische Besonderheiten des Gehörgangs und der Sitz der akustischen Anbindung (Otoplastik/Schirmchen) berücksichtigt. Dadurch unterscheiden sich die Messergebnisse, was normal ist. Werden diese Daten für den FirstFit verwendet, dann ist naturgermäß das Ergebnis besser.
Ich verwende die Insitu-Audiometrie zusätzlich genau aus diesem Grund. Trotzdem muss man als Akustiker immer die klassischen Messungen durchführen.

Gruß
Dirk
Robert Wilhelm
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#480

Beitrag von Robert Wilhelm »

Wenn ich ein Audiogramm erstelle, kommen doch alle abgespielten Frequenzen am Trommelfell an. (Wobei mir immer noch nicht klar ist, wieso die für die 20 Kanäle meiner Hörgeräte mit dem für das Audiogramm ermittelten Frequenzen scheinbar nichts zu tun haben) Ich versteh nicht, warum "Target" die nicht für das Erstellen des Audiogramms anbietet. Schaut man sich die Berichte an, werden wieder andere Frequenzen dargestellt.
Habe diese Frage schon einmal gestellt.
Groovy
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#481

Beitrag von Groovy »

Mal was zum Thema Hörsystemanpassung:
https://www.diatec-diagnostics.de/wisse ... manpassung

ein Fachartikel:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9242947/
(ganz kleines bisschen runterscrollen... oder hier direkt als PDF https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articl ... e_1139.pdf)

und etwas kurzes von der UniMed Mannheim:
https://www.umm.de/hals-nasen-ohren-kli ... u-messung/

Das sollte doch fürs Wochenende reichen... ;) :popcorn:
Groovy
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#482

Beitrag von Groovy »

Nabend Michael,

ich bin genauso erstaunt wie Du. Hat der AKU die Einstellungen nicht gespeichert? Sind HG so unterschiedlich, dass jedes neue der gleichen Serie individuell eingestellt werden muss? Komisch...

Ich bin mir sicher, dass hier noch jemand ist, der Dir eine gute Auskunft geben kann.

Aus jeden fall viel Erfolg!
jguther
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#483

Beitrag von jguther »

Hallo Michael,

Dein Programm ist auf jeden Fall im Verwaltungssystem des Akustikers gespeichert, und von dort kann er es wieder auf die Hörgeräte laden. Was er darüber hinaus machen will, das einen vor-Ort Termin erfordert, weiss ich nicht. Da würde ich ihn einfach mal fragen. Vielleicht sind es neue und etwas andere Geräte, weil die alten nicht repariert werden konnten, und das alte Programm passt deshalb nicht eins zu eins. Da können wir hier nur spekulieren.
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ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#484

Beitrag von ReinerH »

Wieviel kriegt man hin und ab wann sollte man es gut sein lassen?

Ich trage seit Anfang des Jahres Hörgeräte und weil ich ein technisch interessierter und neugieriger Mensch bin habe ich mir die nötigen Dinge besorgt um meine Hörgeräte selbst einstellen zu können. Bei den unzähligen Einstellmöglichkeiten hat mir das Mitlesen hier im Forum an vielen Stellen geholfen, trotzdem bleiben am Ende offene Fragen.

Eine meine offenen Fragen bezieht sich auf das räumliche Hören. Ich hatte kürzlich eine Situation wo ich mich in einem kleinen Raum befand und plötzlich hörte ich eine Melodie, die für mich wie ein uralter Klingelton klang. Ich habe dann versucht das vermeintliche Handy in dem Raum aufzuspüren aber es ist mir nicht gelungen. Ganz am Ende mit Hilfe eines Arbeitskollegen stellte sich dann das Ladegerät eines Akkuschraubers als die Tonquelle heraus. Obwohl das Ladegerät deutlich sichtbar auf der Werkbank stand konnte ich es akustisch nicht orten.

Ist das so? Muss ich damit leben oder kriegt man das besser hin?
Bei Vogelgezwitscher habe ich das Problem eher nicht. Da weiß ich eigentlich immer sofort wo ich hinschauen muss um den Piepmatz zu sehen.
125-25-50-75-1k-15-2k-3k-4k-6k-8k
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Dani!
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#485

Beitrag von Dani! »

Hörgerät und Richtungshören schließt sich nicht grundsätzlich aus. Aber nicht jeder kann Richtungshören.

Damit es überhaupt funktionieren kann, müssen im Idealfall bei jeder Frequenz zu jeder Ausgangslautstärke der Ton links und rechts gleich hoch und gleich laut klingen. Ist der Hochton Verlust auf einen Ohr höher als auf den anderen, wird es zwar dennoch möglich, aber schwieriger. Insbesondere muss man dann wohl einen Kompromiss eingehen zwischen Klang und Wahrnehmung.
Dominik
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L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
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Hebbie
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#486

Beitrag von Hebbie »

Ich denke mal, das liegt daran, wie deine Mikrofone eingestellt sind. Wenn sie fixdirektional auf 180 Grad nach vorn eingestellt wären, könntest du die Töne vermutlich recht genau orten.
dB:125-250-500-750-1k-1,5k-2k-3k-4k-6k-8k
R: 20 20 20 20 30 70 70 65 75 90 90
L: 15 20 25 25 35 55 65 80 85 80 100
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ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#487

Beitrag von ReinerH »

Dani! hat geschrieben: 29. Mär 2024, 13:17 ...
Ist der Hochton Verlust auf einen Ohr höher als auf den anderen, wird es zwar dennoch möglich, aber schwieriger. Insbesondere muss man dann wohl einen Kompromiss eingehen zwischen Klang und Wahrnehmung.
Das ist auch mein Gefühl bei der Sache, deshalb will ich eigentlich für mich die Entscheidung zugunsten des Gesamtklangeindrucks fällen. Ich wollte nur zuvor noch mal nach Rat oder Erfahrungen fragen.

Bei mir ist der Hochtonverlust ungleich.

HNO 125 250 500 750 1 k 1,5 k 2 k 3 k 4 k 6 k 8 k
links 20 20 15 15 20 30 40 50 70 70 70
rechts 25 25 25 30 30 30 30 50 55 50 40
125-25-50-75-1k-15-2k-3k-4k-6k-8k
R 30-30-30-35-35-30-30-50-50-45-45
L 25-25-20-20-25-30-35-50-55-60-65
Dani!
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#488

Beitrag von Dani! »

Okay, in der Tat deutlich anders.
Allerdings bin ich nur Laie und habe keine Ausbildung diesbezüglich. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten, als ich eben zwei gleiche Ohren hatte.
Prüfe aber unbedingt auch Hebbies Einwand, wie deine Mikrofone ausgerichtet sind, das kann noch viel mehr Einfluss haben. Ich habe bei mir stets omnidirektional, weil ich das so brauche.
Dominik
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L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
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Skater
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#489

Beitrag von Skater »

Hallo Zusammen,
ich habe ein Schallpegelmessgerät ausgeliehen.
Phonak Target bietet, und sicherlich auch Youtube, Test-Hörszenen an.

Kann ich das irgendwie normieren?
PC - Lautsprecher - Laustärke, so dass Hörbeispiele passen?

Beispiel (1)
Phonak Target > Medien > Roger Szene - Verkehrslärm > 60 dB
Phonak Target > Medien > Sprach-Elemente > Hohes 'S' (Frau) ist nicht hörbar (Messgerät: 47 dB(A) :?:
Rest funktioniert.
Beispiel (2)
Phonak Target > Medien > Roger Szene - Verkehrslärm > 50 dB
Phonak Target > Medien > Sprach-Elemente >
Lediglich 'SCH' ist hörbar :silent:

Gruß Frank
Hochtonschwäche, Phonak Audeo P90-R
jguther
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#490

Beitrag von jguther »

ReinerH hat geschrieben: 29. Mär 2024, 12:19 Obwohl das Ladegerät deutlich sichtbar auf der Werkbank stand konnte ich es akustisch nicht orten.

Ist das so? Muss ich damit leben oder kriegt man das besser hin?
Ja, das kann man unter bestimmten Voraussetzungen besser hinkriegen.

Richtungshören geht im Wesentlichen über drei verschiedene Mechanismen im Gehirn, die Feinheiten lassen wir mal außen vor:

1. Laufzeitunterschied zwischen links und rechts. Unter anderem wichtig für die Orientierung im Raum. Geht auch mit Hörgeräten, da diese links und rechts die gleiche Verzögerung erzeugen, und somit die Differenz nicht ändern. Hilft beim Dauerpiepsen des Ladegeräts leider nicht weiter, sondern nur bei Geräuschen, die sich verändern oder kurz dauern (Vogelzwitschern).

2. Pegelunterschiede links/rechts. Funktioniert mit Hörgeräten nur dann, wenn sie nach dem Prinzip des Lautheitsausgleichs angepasst sind, wenn Du also jede Frequenz bei jedem Pegel links und rechts gleich laut empfindest. Das sollte nach meiner Erfahrung auf ca. 1dB hin oder her stimmen, da ist leider nicht viel Toleranz. Ich passe meine Geräte so an und habe damit wieder gutes räumliches und Richtungshören. Damit lassen sich auch einzelne Stimmen wieder aus dem Hintergrundlärm herauslösen. Allerdings brauche ich dazu mehrere Sitzungen mit insgesamt einigen Stunden konzentrierter Arbeit. Für den Akustiker ist es schwierig, das hinzukriegen, weil er nicht hört, was Du hörst und sich nicht alles so genau kommunizieren lässt. Je nach Art des Hörverlustes und je nach Frequenz ist es auch gar nicht so einfach, zu sagen, wann links und rechts gleich laut ist. Die Messverfahren dazu sind eine ganze Wissenschaft für sich, darüber wurden schon Bücher geschrieben.

3. Ortung durch Kopfdrehen und Nutzung der sogenannten HRTF (head related transfer funkction) bzw. Abschattungsfunktion.
Das ist im Prinzip eine Abwandlung von (2) und stellt die normale Methode dar, mit der die meisten Menschen versuchen würden, das hochfrequente Pfeifen des Ladegeräts zu lokalisieren. Der Kopf dämpft je nach Drehwinkel und Neigungswinkel unterschiedliche Frquenzen aus unterschiedlichen Richtungen sehr unterschiedlich und bis zu 20dB. Durch die Lautstärkeänderungen auf beiden Ohren während der Kopfbewegungen ermittelt unser Gehirn dann die Richtung des Geräuschs. Mit Hörgeräten ändert sich die HRTF dramatisch, da die Mikrofone an den falschen Stellen sitzen. Richtmikrofone machen die Nutzung dieses Effekts noch schwieriger, und die ganze Signalverarbeitung der Hörgeräte zur Sprachhervorhebung ist auch nicht gerade hilfreich. Ich bevorzuge deshalb CIC Geräte mit Einzelmikrofon im Musikprogramm.
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Rancher
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#491

Beitrag von Rancher »

Skater hat geschrieben: 20. Apr 2024, 11:31 Phonak Target > Medien > Sprach-Elemente > Hohes 'S' (Frau) ist nicht hörbar (Messgerät: 47 dB(A) :?:

Phonak Target > Medien > Sprach-Elemente >
Lediglich 'SCH' ist hörbar :silent:
Ich kann nichts zur Beantwortung Deiner Frage beitragen.
Aber was Du oben erwähnst, ist mir auch schon aufgefallen.
Ich habe meine Akustikerin darauf angesprochen, sie hat noch einmal etwas eingestellt, ich kann es aber in Phonak Target trotzdem nicht hören, d.h. wenn ich die Lautstärke erhöhe schon. Nun ist es allerdings so, dass ich meine, im normalen Gespräch die 'S' schon zu hören, ich glaube auch, dass ich sie schon gehört hatte, bevor die Akustikerin nachgeregelt hatte.

Hat dieses Phänomen jemand anderes auch? Oder übertreibt Phonak Target hier einfach?

Ansonsten habe ich noch nicht viel herumexperimentiert.
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jguther
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#492

Beitrag von jguther »

Skater hat geschrieben: 20. Apr 2024, 11:31 Phonak Target > Medien > Sprach-Elemente > Hohes 'S' (Frau) ist nicht hörbar (Messgerät: 47 dB(A) :?:
Eigentlich ganz einfach: Das "S" gehört zu den Sibilanten (Zischlauten). Die befinden sich im sehr hohen Frequenzbereich, so um die 7kHz. 47dBA ist recht leise. Also müsste man, damit Du das hörst, die Verstärkung dieses Frequenzbandes bei kleiner Lautstärke (in der Anpass-Software gibt es vermutlich einen Wert für 50dB) erhöhen.
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Dani!
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#493

Beitrag von Dani! »

Jguther,
Richtungshören:
Als Ergänzung noch, Laufzeit Unterschiede würde ich als Phasen Unterschied bezeichnen. Diese wirken hauptsächlich im niedrigen Frequenzbereich unter 1kHz, Lautheit Unterschiede wird hauptsächlich im höheren Frequenzbereich genutzt (mit fließendem Übergang)
Dominik
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Vorsicht bissig.
Smallersen
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#494

Beitrag von Smallersen »

Hi Forum,

ich bin neu hier. Krass schwerhörig, vor allem sehr starke Verzerrungen aller Töne, Musik z.B. klingt wie durch den Ringmodulator. Außerdem von Tag zu Tag äußerst starke Schwankungen der Hörfähigkeit. Es gibt Tage, wo ich fast gar nichts höre, an anderen Tagen sind nahe Gespräche ohne HG gut möglich. Ein Termin beim Akustiker bei diesen Bedingungen ist ein Lotteriespiel.

Da ich langjähriger Tonmeister bin, würde mich bei der anstehenden Neuanschaffung eines Hörgeräts interessieren, ein Gerät zum Selbsteinstellen zu bekommen. Ich kann Frequenzen immer noch recht gut analysieren.

Gibt es irgendeine Liste oder Übersicht, welche Geräte das überhaupt können?
Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#495

Beitrag von Ohrenklempner »

Hallo Smallersen,

Selbsteinstellen bedeutet, sich mit der Fittingsoftware auseinanderzusetzen und die Geräte selbst zu programmieren, wie es sonst beim Akustiker gemacht wird. Da gibt's keine Geräteübersicht, da das mit jedem Hörgerät möglich ist. ;)
Smallersen
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#496

Beitrag von Smallersen »

Danke.
Aber da geht es doch auch um die Hardware. Mein jetziges Gerät hat z.B. kein Bluetooth. Da bräuchte man also ein entsprechendes Hardware-Interface, sonst kommt man da nicht dran. Oder gibt es da auch Möglichkeiten?
Und lassen sich wirkich Hörgeräte aller Hersteller selber programmieren, also wirklich in die Frequenzen eingreifen? Ist da nichts verdongelt? Für welche Hersteller ist es denn realistisch oder am einfachsten, entsprechende Software zu bekommen?
Duc900
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#497

Beitrag von Duc900 »

Hallo
Ich bin neu hier teste grade ein Phonak Lumity90.
Ich hab mir mal die Target Software angeschaut und daher mein erster Post hier.
Nun ich weiß ja das hier auch Akustiker mitlesen.Da wurden Kunden kritisiert man kann sich mit Selbtprogrammierung selbst beschädigen.Wurde auch geschrieben Kunde kann nix da Akustiker doch eine langjährige Ausbildung gemacht hat.Die ich hier auch gebührend anerkenne.
So ständig wechselnde Lebensituationen würden eigentlich manchmal doch immer eine Nachjustierung des Hörgerätes erfordern.So ständiger Gang zum Akustiker.Wer bezahlt das eigentlich?.So der Kunde wär ja besser dran wen er das selber erledigen könnte.Im Zeitalter der Digitalisierung hat der auch einige Möglichkeiten.Zum Beispiel mit Teamviewer sich irgendwo täglich fachkundig beraten lassen.Oder mal einen Kursus besuchen DIY Hörgeräteprogrammierung.
Wie sieht Ihr das? Also für mich persönlich ich lass da die Finger weg.Aber es gibt ja auch einige einfache Einstellungen in der Anpasssoftware Geräteoptionen Tasterbelegung Tinnitus Noiser an aus.Das wird mir vorenthalten in der App.
Gruß
Ohrenklempner
Beiträge: 9194
Registriert: 20. Feb 2015, 13:08
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#498

Beitrag von Ohrenklempner »

Smallersen hat geschrieben: 2. Mai 2024, 10:03 Danke.
Aber da geht es doch auch um die Hardware. Mein jetziges Gerät hat z.B. kein Bluetooth. Da bräuchte man also ein entsprechendes Hardware-Interface, sonst kommt man da nicht dran. Oder gibt es da auch Möglichkeiten?
Und lassen sich wirkich Hörgeräte aller Hersteller selber programmieren, also wirklich in die Frequenzen eingreifen? Ist da nichts verdongelt? Für welche Hersteller ist es denn realistisch oder am einfachsten, entsprechende Software zu bekommen?
Alle Geräte, die vom Akustiker programmiert werden können, können prinzipiell auch selbst eingestellt werden. Für das entsprechende Programmiergerät, falls das Hörgerät kein Bluetooth hat, kann man auch hier im Forum fragen oder man schaut mal auf Kleinanzeigen. Da findet sich schon irgendwie was.
Ohrenklempner
Beiträge: 9194
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#499

Beitrag von Ohrenklempner »

Duc900 hat geschrieben: 2. Mai 2024, 10:16 So ständig wechselnde Lebensituationen würden eigentlich manchmal doch immer eine Nachjustierung des Hörgerätes erfordern.So ständiger Gang zum Akustiker.Wer bezahlt das eigentlich?.So der Kunde wär ja besser dran wen er das selber erledigen könnte.Im Zeitalter der Digitalisierung hat der auch einige Möglichkeiten.Zum Beispiel mit Teamviewer sich irgendwo täglich fachkundig beraten lassen.Oder mal einen Kursus besuchen DIY Hörgeräteprogrammierung.
Die meisten Hörgeräte lassen sich über die Verbindung zum Smartphone und der Hersteller-App auch per Fernwartung justieren, ohne dass man sich als Endbenutzer selbst Geräte kaufen muss oder sich um die Software kümmern muss. Das Potential ist also da, und wer das gerne machen würde, sollte das beim Akustiker ansprechen. In unseren Regionen ist dieses Feature allerdings nicht so sehr gefragt (ich mache vielleicht eine Fernanpassung in zwei Jahren), weil Mitteleuropa dicht besiedelt ist und es kaum eine Ecke gibt, in der man mehrere Stunden zum nächsten Akustiker fahren muss. ;)

Bei der Selbsteinstellung geht's ja nicht darum, ein Hörgerät komplett frisch und neu anzupassen, sondern man will mit ein paar Funktionen experimentieren, Hörprogramme und Bedienelemente konfigurieren, ein wenig am Klang und der Lautstärke verändern. Daher sehe ich das ganz entspannt und beschwöre hier keine permanenten Gehörschäden durch falsch eingestellte Hörgeräte herauf. Ja, man kann schon einiges falsch machen, aber die Software weist den Nutzer darauf hin, wenn man z.B. die Testeinstellungen (maximale Verstärkung) aktivieren will oder wenn man ein Hörgerät anpasst, das sehr hohe Schalldrücke produzieren kann.
Yak
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#500

Beitrag von Yak »

gibt ein Update der Connex Software, hat jemand schon gesehen, was das Update kann, ich Hirni hab es installiert und nicht auf den Changelog geachtet ;)
Connex hat ja leider scheinbar keine Infos über die Änderungen des Updates.
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Akustiker:
R: 25 - 30 - 30 - 30 - 40 - 45 - 70 - 80
L: 30 - 30 - 35 - 40 - 60 - 60 - 80 - 90
HNO
R: 25 - 30 - 30 - 30 - 35 - 60 - 60 - 80
L: 25 - 30 - 35 - 40 - 65 - 60 - 75 - 85
Signia Pure 7 IX
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