Erfahrungen mit My Second Ear?

Samos
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#26

Beitrag von Samos »

Bei MSE und anderen Onlineanbietern kannst Du auch die Zuzahlung der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Es bleibt also dann im Verhältnis ähnlich günstig.

Gruß
Günter
Samos
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#27

Beitrag von Samos »

Ergänzend zum Thema Onlienanbieter kann ich meine Erfahrung mit Hörgeräten aus den Niederlandenmitteilen. Vor einigen Jahren bin ich in Roermond (ca. 30 km von meinem Wohnort entfernt) auf zwei Angebote eines niederländischen Hörgeräteakustikers vor Ort gestoßen. U.a. gab es die damals neuen Phonak Audeo M90 zu einem unschlagbar günstigen Preis mit allen Serviceleistungen, wie man sie auch in Deutschland erwartet. Ich stand schon vor der Entscheidung in den Niederlanden die Hörgeräte zu kaufen. Da in unserer Stadt u.a. Fielmann eine Niederlassung betreibt, habe ich dem zuständigen HG-Akustiker das Angebot aus Roermond vorgelegt. Fielmann ist auf dieses Angebot eingegangen. In Summe habe ich in dieser Niederlassung die Audeo M90 noch etwas günstiger als in den Niederlanden erworben. Die Geräte wurden mittels Insitu-Messung mit Percentilanalyse eingestellt, wass bei Fielmann wohl Standard ist. Geht mal ein Hörer defekt, wird der auch kostenlos ersetzt.

Ich möchte jetzt nicht unbedingt jeder Kette etwas gutes nachsagen. Grundsätzlich bin ich auch eher geneigt, kleinere inhabegerführte Läden zu unterstützen. Allerdings waren meine Erfahrungen, die ich an meinem Wohnort mit kleineren Akustikern gesammelt habe, alles andere als positiv. Service war speziell in 2 solcher Geschäft alles andere als gut zu bezeichnen. Auf meinen Fall bezogen ist Fielmann klar die beste Option gewesen. Aber daraus möchte ich auch keine Verallgemeinerung ableiten. Ich denke, da muß jede*r seine Erfahrungen sammeln.

PS: Geers am Wohnort war die allergrößte Katastrophe, die ich je kennen gelernt habe. Auch bereist zu der Zeit, als das Unternehmen noch nicht zum Sonova Konzern gehörte. Da lautet mein Resümee: Unbedingt Finger weg.

Gruß
Günter
Johannes B.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#28

Beitrag von Johannes B. »

sind bei den Preisen bei Jahnecke die Exhörer mit inbegriffen oder kommen die noch oben drauf?
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Ohrenklempner
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#29

Beitrag von Ohrenklempner »

Samos hat geschrieben: PS: Geers am Wohnort war die allergrößte Katastrophe, die ich je kennen gelernt habe. Auch bereist zu der Zeit, als das Unternehmen noch nicht zum Sonova Konzern gehörte. Da lautet mein Resümee: Unbedingt Finger weg
Das entspricht in etwa dessen, was mir manche Ex-Geers-Kunden so berichten. Ich bin auch nicht per se gegen Großfilialisten oder Ketten, jeder hat schon seine Position im Markt und auch ein Existenzrecht. So finde ich, dass Kind und Fielmann durchaus gute Arbeit machen und auch verhältnismäßig fair agieren. Aber Geers ist wirklich übel.
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Johannes B.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#30

Beitrag von Johannes B. »

wieso darf hier jetzt eigentlich plötzlich munter über die berliner Fa. "My second Ear" debattiert werden?
Dieser Name wurde doch bisher in diesem Forum rigoros wegzensiert.
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Dani!
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#31

Beitrag von Dani! »

Darf man das? Nur kurz:
a) auch ein Adm*in hat mal Ferien
b) Du bist doch sonst immer so penibel in der Wortklauberei und ignorierst wie gewohnt entlastende Aussagen. Siehe
https://www.schwerhoerigenforum.de/phpb ... 16#p131216
Zuletzt geändert von Dani! am 5. Jan 2022, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#32

Beitrag von fras12 »

Ich denke, es liegt an der Schreibweise des Namens dieses Shops.

Zusammengeschrieben wird der Name (wohl) zensiert.
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Ohrenklempner
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#33

Beitrag von Ohrenklempner »

Ich find's jetzt auch nicht wirklich sinnvoll, dass "mysеcondеar" automatisch zensiert wird (Hihi, wenn man das kyrillische "е" anstelle des lateinischen "e" nimmt, klappt's nicht. :D ). Bei derben Vulgärausdrücken mag das gelegentlich in Ordnung sein, aber einen Firmennamen zensieren, den ja eh jeder kennt, halte ich für Quatsch.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#34

Beitrag von rhae »

Johannes B. hat geschrieben: 5. Jan 2022, 11:22 wieso darf hier jetzt eigentlich plötzlich munter über die berliner Fa. "My second Ear" debattiert werden?
Dieser Name wurde doch bisher in diesem Forum rigoros wegzensiert.
Darf man schon immer, nur ein anklickbarer Link zu deren Homepage wird durch den automatischen Spamfilter unterbunden. Auch ein googelbarer Name (zusammengeschrieben) wird verhindert. Dafür haben die Leute von MSE mich in der Vergangenheit zu sehr geärgert, so dass ich die in keiner Weise fördern will.

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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#35

Beitrag von Dani! »

Gerhard Weber hat geschrieben: 4. Jan 2022, 16:59 Hallo Johannes, es gibt kein "Problem". Meine Hoffnung war, einige Erfahrungsberichte von Hörgeräteträgern zu erhalten, welche tatsächlich schon ein Hörsystem von MSE erhalten haben bzw Erfahrungen mit dem Unternehmen sammeln konnten.
Na was ist, probierst du das nun aus? Wir würden so gern mal einen neutraken Erfahrungsbericht lesen.
Ich selbst kann es nicht testen, da ich taub bin.
Dominik
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Gerhard Weber
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#36

Beitrag von Gerhard Weber »

Nach einem erneuten Telefonat mit einem der Mitarbeiter des Unternehmens, werde ich MSE eine Chance geben. Am meisten störte mich bis jetzt das sie gern wollten, dass ich in "Vorkasse" gehe. Also das Gerät kaufen, dann wird es zugeschickt und dann kann ich testen (ca. 30 Tage) und bei Nichtgefallen zurück senden. Deswegen auch meine Anfrage hier im Forum, ob das Unternehmen jemand kennt. Einem bisher mir völlig unbekannten Unternehmen eine große Summe Geld zu überweisen, ohne zu wissen, was mich erwartet, schien mir sehr risikobehaftet.

Wir haben uns auf einen für mich guten Kompromiss geeinigt: ich werde in die Filiale in Berlin fahren, bekomme die Geräte angepasst und kann sie zum testen mitnehmen. Sollten sie mir nicht gefallen, kann ich sie ohne Angabe von Gründen zurück senden. Wenn sie mir aber zusagen (davon gehe ich zunächst aus) begleiche ich die Rechnung und fertig. Ich bin gespannt und harre der Dinge die da kommen.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#37

Beitrag von Wallaby »

Gerhard Weber hat geschrieben: 4. Jan 2022, 16:51 Die Misere besteht also darin, dass ich das Angebot der Akustiker mit langem Herumprobieren und Testen nicht brauche und ein Ohrpasstück sowie diese Sondenmessung auch nicht. Ich bin kein Knauser, aber der Unterschied beträgt immerhin 2000 € im Preis und da fängt man schon an zu überlegen.....
Da Du bei andere Akustiker nach Preise gefragt hast, sind dies Deine ersten HG?
Gerhard Weber hat geschrieben: 5. Jan 2022, 19:54 Wir haben uns auf einen für mich guten Kompromiss geeinigt: ich werde in die Filiale in Berlin fahren, bekomme die Geräte angepasst und kann sie zum testen mitnehmen. Sollten sie mir nicht gefallen, kann ich sie ohne Angabe von Gründen zurück senden. Wenn sie mir aber zusagen (davon gehe ich zunächst aus) begleiche ich die Rechnung und fertig. Ich bin gespannt und harre der Dinge die da kommen.
Hier schrieb du, dass du davon aus gehst, dass es dir zusagen wird! Woher willst du ohne vergleichest der div. HG wissen, dass DIESE die richtigen sein wird? Nach was bist du gegangen, dass du bestimmte HG nehmen willst?
svenyeng
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#38

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
Am meisten störte mich bis jetzt das sie gern wollten, dass ich in "Vorkasse" gehe. Also das Gerät kaufen, dann wird es zugeschickt und dann kann ich testen (ca. 30 Tage) und bei Nichtgefallen zurück senden.
Alleine das ist schon die reinste Lachnummer.
Niemals würde ich in Vorklasse für HGs gehen.
Erst mal teste ich in Ruhe und wenn ich irgendwann das richtige HG gefunden habe, wird bezahlt.
Test HGs kosten dem Akustiker keinen Cent.

Gruß
sven
Johannes B.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#39

Beitrag von Johannes B. »

moin Gerhard,
danke, dass du uns hier teilhaben lässt an deinen Erfahrungen.
Ich habe bis jetzt noch keine Antwort von MSE bekommen.
Ich habe in den 20 Jahren meiner Hörgeräteerfahrung erleben dürfen worauf´s (bei mittelgradiger Schwerhörigkeit) wirklich ankommt:
1. eigene Akzeptanz der Verstärkung von hohen Tönen (ist zum "maskierten" Sprachverstehen unerläßlich)
2. Rückkopplungsfreiheit auch bei offener Versorgung (sonst kreischt es dauernd, wenn man dir zu nahe kommt)
3. geringstmögliche Latenz (schnelle Schallverarbeitung, sonst klingt´s hallighohl wie Blechdose)
den Rest schafft die eigene Birne noch am besten ;-)

Freundliche Grüße
Johannes B.
"Wir sind die Guten"
ja, "Wahrheit" wird stets nur dann erfasst, wenn sie zum eigenen Weltbild passt ;-)
Carla
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#40

Beitrag von Carla »

So, ich würde auch gerne was dazu schreiben.
War mal jemand von den Kritikern hier auf deren HP? Mir erschien die Händelung, auch im Fall eines Defekts der Hörgeräte, gut durchdacht. Man bekommt Ersatzgeräte zugesandt, im Karton befindet sich ein Rückschein. Alles kann man auf der HP nachlesen. Schlecht gedacht ist das nicht.

Gerne wird hier das Hohelied des kleinen Akustikers um‘s Eck gesungen. Und ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber: Der kann besser sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Ich habe es anders erlebt. Und selbst nach dem Wechsel war nicht all Top. Wenn man also schreibt, beim kleinen Fachbetrieb bekommt man einen erstklassigen Service, stimmt das so nicht generell.

Was bei MSE momentan schlecht ist, ist die Vorauskasse. Ich gehe davon aus, dass dieses Start Up, es wurde erst 2019 gegründet, finanziell noch nicht gefestigt ist. Auch gehe ich davon aus, dass die darauf setzen, dass der Käufer sich an seinem Wohnort schlau macht und dann dort bestellt.

Und an wen richtet sich dieser Handel? Momentan ist Mütterchen Müh nicht so internetaffin, dass es damit zurecht kommt. Die nächste Generation schon. Ich vermute, dass MSE In Großstädten eventuell mit Akustikern zusammenarbeiten wird, wie Mr. Spex mit Optikern. Und Jeff Bezos fing auch so klein an.
Mukketoaster
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#41

Beitrag von Mukketoaster »

Gerhard Weber hat geschrieben: 5. Jan 2022, 19:54 Am meisten störte mich bis jetzt das sie gern wollten, dass ich in "Vorkasse" gehe. Also das Gerät kaufen, dann wird es zugeschickt und dann kann ich testen (ca. 30 Tage) und bei Nichtgefallen zurück senden. De
Also jetzt mal ganz ehrlich. Sicherlich ist es in der Regel so, dass Geräte kostenfrei zur Ausprobe gegeben werden. Aber im Grunde genommen, kann man das auch umkehren. Sie kennen dich nicht und sie sollen die sau teure Geräte geben. ;) Aber das nur mal so am Rande.

Mit den Ersatzgeräten zuschicken is das so eine Sache. Dauert eben ne Weile bis Du sie hast. Im Geschäft bekommste sie sofort.

AAAAber ist ja jetzt auch alles egal. Wir wollen hier keinen Schwanzvergleich hinlegen. Hier gehts um deine Erfahrungen, teile uns doch diese dann mal mit.

LG
M!
svenyeng
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#42

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
War mal jemand von den Kritikern hier auf deren HP? Mir erschien die Händelung, auch im Fall eines Defekts der Hörgeräte, gut durchdacht. Man bekommt Ersatzgeräte zugesandt, im Karton befindet sich ein Rückschein. Alles kann man auf der HP nachlesen. Schlecht gedacht ist das nicht.
Grundsätzlich ja, aber ...
Dazu 2 Beispiele:

a)

Person X ruft bei MSE an und die sagen ok, wir schicken ein Ersatzgeräte raus.
2 Tage später, da auch bei den Paketdiensten alles gut gegangen ist, ist das Ersatz HG da.
Hier gehts schon los, 2 Werktage ohne HG. Also zum Arzt und krank schreiben lassen, ohne HGs kann ich nicht arbeiten.
Na bravo, kommt gut auf der Arbeit.
Hätte Person X beim Akustiker vor Ort gekauft, geht sie direkt dahin und paar Minuten später mit Leih-HGs wieder aus dem Geschäft.
Perfekt, keine Krankschreibung nötig.

b)
Person X kauft bei MSE HGs. An einem Samstagmittag tritt ein Defekt ein so das ein HG ausgefallen ist.
Anruf bei MSE, die Ersatz HGs gehen Montag raus, heute bekommen wir nichts mehr in den Versand,
denn hier ist gleich Feierabend. Mit Glück sind die Leih-HGs Dienstag da.
Person X arbeitet im Krankenhaus und hat Wochenenddienst.
Also 4 Tage Krankschreibung, da Arbeit nicht möglich.
Kolleginnen und Kollegen freuen sie, denn grade am Wochenende ist die Station eng besetzt.
Person X kann es aber noch schaffen bis kurz vor Geschäftsschluss bei Akustiker vor Ort zu sein, bekommt direkt Leih-HGs mit und kann direkt zum Dienst fahren.
Keine Krankschreibung nötig.

Für Rentner, die nicht arbeiten müssen und sich zu Hause mal 2-3 Tage ohne jegliche Kontakte einschließen können geht das.
Aber wenn man auf die HGs angewiesen ist, ist MSE indiskutabel.
Gerne wird hier das Hohelied des kleinen Akustikers um‘s Eck gesungen. Und ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber: Der kann besser sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Ich habe es anders erlebt. Und selbst nach dem Wechsel war nicht all Top. Wenn man also schreibt, beim kleinen Fachbetrieb bekommt man einen erstklassigen Service, stimmt das so nicht generell.
Klar, auch da gibts solche und solche, keine Frage.
Aber trotzdem denke ich da die Überwiegende Mehrheit der kleinen Akustiker auch einen sehr guten Service bieten.
Was bei MSE momentan schlecht ist, ist die Vorauskasse. Ich gehe davon aus, dass dieses Start Up, es wurde erst 2019 gegründet, finanziell noch nicht gefestigt ist.
Was hat das damit zu tun?
Kommissions HGs sind komplett kostenlos für den Akustiker. D.h. MSE hat nur Portokosten.
Also Unsinn dafür Vorlasse in voller Höhe des Kaufpreises zu erstatten.
Allenfalls würde ich ne Kaution von sagen wir mal 100 Euro noch durchgehen lassen.
Auch gehe ich davon aus, dass die darauf setzen, dass der Käufer sich an seinem Wohnort schlau macht und dann dort bestellt.
Ganz toll, der Akustiker vor Ort investiert ggf- mehrere Stunden und am Ende kauft der Kunde beim MSE. Ist ja billiger.
Wer leidet am Ende darunter? Richtig, die Leute die generell beim Akustiker vor Ort kaufen, denn für die wird's noch teuerer.
Der Akustiker muss diese Verdienstausfälle irgendwie wieder reinholen. Er ist kein Wohlfahrtsunternehmen.
Wie macht er das? Richtig! Er muss die HGs noch teurer verkaufen als bisher.
Eine andere Möglichkeit wäre dem Kunden erstmal jede Minute in Rechnung zu stellen.
Kauft er bei ihm vor Ort, wird's mit dem Kaufpreis verrechnet, kauft der Kunde woanders, gibts nichts zurück.
Nur in dem Fall wird's schwierig. Das würde bedeuten wenn jemand mit dem Akustiker nicht zufrieden ist, hat er Kosten.

Ich habe ähnliches bei meinem Musikhändler erlebt:
Ein Kunde kam ins Geschäft und wollte ein Keyboard kaufen. Der Händler nahm sich viel Zeit und hat ihn ausführlich beraten.
2h gingen am Ende für die Beratung drauf. Das machte er gerne, denn gute Beratung und Service sind seien Philosophie.
Am Ende des Gespräches sagte der Kunde das er sich das ganze in Ruhe überlegen will. Immerhin ging es um ein Keyboard im Wert von um die 1000 Euro.
Es standen auch 2 Geräte von 2 verschiednen Herstellern am Ende zur Auswahl.
Ist a auch OK, nicht jeder kauft sofort und der Händler sagte ihm auch er soll in Ruhe überlegen und sich dann melden.
Nach 2 Wochen kam der Kunde wieder ins Geschäft und bat den Händler um Hilfe. Er hätte das Keyboard im Internet gekauft weil es da günstiger war.
Jetzt sind aber einige Fragen aufgekommen und er braucht hier und da Unterstützung.
Kein Problem sagte der Händler, das kostet dann aber pro Stunde x Euro.
Der Kunde wurde stinksauer und motze rum. Der Händler fügte noch hinzu das so etwas bei ihm kostenloser Service ist, wenn er bei hm gekauft hätte.
Ich muss sagen, das ich das Vorgehen des Händlers absolut richtig und korrekt ansehe.
Und an wen richtet sich dieser Handel? Momentan ist Mütterchen Müh nicht so internetaffin, dass es damit zurecht kommt. Die nächste Generation schon. Ich vermute, dass MSE In Großstädten eventuell mit Akustikern zusammenarbeiten wird, wie Mr. Spex mit Optikern. Und Jeff Bezos fing auch so klein an.
Ich mage generell Onlinehandel und kaufe auf dem Wege auch viel. Grade jetzt unter Corona.
Da will ich möglichst Geschäfte meiden.
Aber bei manchen Dingen ist für mich der Internethandle ein NoGo. Eben wie z.B. Hörgeräte.
Das snd medizinische Geräte und da gehört für mich eine Auge in Auge Beratung dazu, eben der Ansprechpartner vor Ort, im Falle von Problemen.
Ich bezweifele auch das MSE sich ständig Zeit nimmt und an den Einstellungen schraubt, wenn der Kunde Änderungen benötigt.

Natürlich verstehe ich das der Preisunterschied mit 2.000 Euro immens ist.
Da kommt man ins grübeln, keine Frage.

Gruß
sven
Carla
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#43

Beitrag von Carla »

Sven, bitte beruhige dich :lol: Ich schrieb nicht, dass ich das toll finde. Ich bin gegen jeglichen Beratungsdiebstahl.

Ich denke mir aber auch, dass dieses Unternehmen sich an die Leute richtet, die ohne Hörgeräte noch was hören und nicht fast taub sind. Das ist wohl deren Zielgruppe. Die können warten, bis sie Ersatzteile bekommen.
Nur schreibst du gerne immer wieder, dass der kleine Akustiker vor Ort einen 1a Service bietet. Das mag bei deinem so sein, der ja fast alles kostenlos abgibt. Ich habe in den fast drei Jahren als Hörgeräteträgerin 3 Akustiker durch und habe telefonische Anfragen gestellt. Sven, 1a war da nichts. Hätte ich beim ersten Kauf das Wissen gehabt, was mir hier vermittelt wurde, hätte ich meine Verordnung genommen und mich verabschiedet.
Und ich verstehe, wenn jemand sagt, 2k ist eine Menge Geld.
MaxtNix
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#44

Beitrag von MaxtNix »

Ich brauche auch neue Hörgeräte und das sogar relativ schnell.
Ich bin auch über die preissuche da hin gekommen und eine Differenz zu Fielmann für die Resoud 70 M&RIE von 1300,-€ und für die 50iger von 1000,-€ feststellen können. Preisstand, heute.
Ich war bei Fielmann, war begeistert vom Service, aber ich trage nun schon ein paar Jahre Geräte, habe alle fälligen Reparaturen selbst vorgenommen, wobei mir die Ersatzlautsprecher und sonst auch alles andere grosszügig mitgegeben wurde. Ich war lediglich zu nachanpassungen beim Akustiker und er hat leider mangels Tonquelle das Mahlwerk meiner Kaffeemaschine sowie das geklapper von Töpfen in der Metallspüle, was jedesmal fast einen Hörsturz verursacht haben könnte und ich vorher jedesmal die Geräte aus dem Ohr genommen habe, nicht abstellen.
Einen Onlineservice bietet wiederum Fielmann aber auch nicht an um da abhilfe schaffen zu können und übrigens auch kein anderer meiner Akustiker. Da wird von denen aber Abhilfe versprochen.

Ich bin trotzallem aber zu dem Schluss gekommen das Fielmann mit dem günstigsten Preis wirbt und ich in Hamburg einfach mal Frech und Frei nachfragen werde wie sie dazu stehen. Das ihr Service Geld kostet ist verständlich und bin ich auch bereit zu zahlen, aber es ist ohnehin bei einem Herstellungspreis von nichtmal 15,-€ eine Marge auf den Hörgeräten das ich nicht gehemmt wäre da zu verhandeln.
LG Max

Schlecht hören konnt ich schon immer gut, nur gut sehen, das kann ich noch viel schlechter 8-)
Dani!
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#45

Beitrag von Dani! »

Die Marge beim Friseur ist da weitaus höher. Sind ja praktisch keine Materialkosten, die dort wegen dir anfallen.
Dominik
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#46

Beitrag von MaxtNix »

Mit dem kleinen Unterschied das ich mir einen Friseur schnell mal leisten kann, bei Hörgeräten ist das schon mal gaaanz anders.
LG Max

Schlecht hören konnt ich schon immer gut, nur gut sehen, das kann ich noch viel schlechter 8-)
Dani!
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#47

Beitrag von Dani! »

Okay, anderes Beispiel: ich musste kürzlich einen Maler bezahlen. 6800 €. Die Farbe war mit einem erheblichen Preis angesetzt, obwohl das Material im Verhältnis fast nichts kostet. Ist aber egal, weil wenn ich die Farbe selbst gestellt hätte, wäre der Stundensatz entsprechend hoch geschossen. Es war übrigens egal, welchen Maler ich nehme. Alle fünf Maler, bei denen ich um ein Angebot gebeten hatte, kamen auf etwa das selbe Ergebnis.
Dominik
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#48

Beitrag von KatjaR »

Hi hi Dominik, warum hast du nicht selbst gemalt, wäre bestimmt sehr kreativ geworden, duck. ;)
Sorry für Offtopic.
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
fras12
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#49

Beitrag von fras12 »

Für Maler- & Lackierer ist der Tariflohn ein bundesweit allgemeingültiger Tariflohn, heisst alle Malerfirmen sollten mit den gleichen/ vergleichbaren Stundensätzen ihrer Gesellen kalkulieren, die sie mindestens zu zahlen haben. Ich glaube, es gibt lediglich die Unterscheidung Tarifgebiet West u. Ost. In Berlin ist es das Einsatzgebiet, nicht der Ort, wo die Fa. sitzt.
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Re: Erfahrungen mit My Second Ear?

#50

Beitrag von akopti »

@fras12 Der Stundentariflohn ist aber nur ein Punkt, der in den verrechneten Stundensatz auf der Rechnung einfließt.
Man bedenke, das die Mitarbeiter in den Büros auch bezahlt werden, und die turnen nicht auf der Baustelle rum. Und es gibt noch sehr viele Punkte die in die Kalkulation des Stundensatzes hineinfließen

@MaxtNix: für 15.- euro bekommt man vielleicht ein Stücken 'Silizium, welches man in Thailand oder Singapur selbst ahohlen kann.

Gruß

Dirk
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