HG-Test Haftung verlangt

svenyeng
Beiträge: 1960
Registriert: 10.06.2013
7
Wohnort: Rahden

Re: HG-Test Haftung verlangt

#26

Beitrag von svenyeng »

Hallo!

@ohrenklempner:
Danke für die Info und die Erklärung wie das geregelt wird.

Damit ist doch glasklar das die Versicherung nicht nötig ist und die 20 Euro mehr oder weniger Abzocke sind.

Gruß
sven
Randolf
Beiträge: 749
Registriert: 23.04.2017
3

Re: HG-Test Haftung verlangt

#27

Beitrag von Randolf »

Hallo,

... und ich habe von KIND HG zur Probe bekommen, wochenlang, ohne Unterschrift und ohne Kenntnis der Kosten ...

LG Randolf
serik
Beiträge: 347
Registriert: 08.07.2011
9

Re: HG-Test Haftung verlangt

#28

Beitrag von serik »

Hallo zusammen,

kann es sein, dass hier zwei Arten von Testen vermischt wurden (und deswegen Fragen unterschiedlich zu beantworten wären)?
Nämlich:
- das eine Testen für klassische "HG-Versorgung" (mit Beteiligung der KK) und
- das andere "kostenlos testen" (ohne Beteiligung der KK).

Schöne Grüße,
Sergej
Wie manipuliert man einen Menschen?
Man erzählt ihm nur die halbe Wahrheit.
svenyeng
Beiträge: 1960
Registriert: 10.06.2013
7
Wohnort: Rahden

Re: HG-Test Haftung verlangt

#29

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
kann es sein, dass hier zwei Arten von Testen vermischt wurden (und deswegen Fragen unterschiedlich zu beantworten wären)?
Nein, das ist total egal.
Und generell sollte man ja eh immer beides testen.

Gruß
sven
akufrank59
Beiträge: 59
Registriert: 10.01.2020
1

Re: HG-Test Haftung verlangt

#30

Beitrag von akufrank59 »

@svenyeng

"Denn da verdienen nur der Akustiker und die Versicherung selber dran."

Hi Sven,
das ist mir völlig neu, dass "der Akustiker" daran verdient, reiner Geldwechsel. Bis jetzt habe ich noch von keinem Akustiker gehört, der diese Versicherung MIT GEWINN kalkuliert (darf er das überhaupt, nach dem Versicherungsvertragsgesetz ?). Nicht er ist der Anbieter, sondern das Versicherungsunternehmen. Und eine Provision (als Versicherungsmakler, der er ja gar nicht ist) fällt auch flach.

Die damit befassten Versicherer bewerben ggü. dem Akustiker dieses entsprechend auch lediglich als Werkzeug zur Kundenbindung ;)

"... und die 20 Euro mehr oder weniger Abzocke sind ..." eben nicht des Akustikers, denn der leitet diese ja bloß weiter.

lg Frank
Zuletzt geändert von akufrank59 am 16. Jan 2020, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
Treehugger
Beiträge: 438
Registriert: 23.08.2017
3
Wohnort: Schweiz

Re: HG-Test Haftung verlangt

#31

Beitrag von Treehugger »

Der Bereich Versicherung sollte ja nun ziemlich klar sein ;-)

Aber ein zweiter Aspekt in der Diskussion, der hier auftaucht und auch schon mehrmals aufgetaucht ist scheint sehr interessant:

Was für Demo Geräte.
Es ist dabei egal ob IDO oder HDO

Zum testen ist es doch scheiss egal, ob ein Gerät "fabrikneu" oder gebaucht ist.
Wichtig ist, dass das was ins Ohr kommt "neu" und unbenutzt ist.
Beim HDO also ab Schlauch oder Kabel Beim IDO die sowieso persönlich angepasste Schale.

Ich persönlich finde es gut wenn Hersteller Geräte mit DEMO auf dem Gebäude anschreiben. Da weiss jeder woran er ist und das sie wahrscheinlich auch schon mal in Benutzung waren.

Da passiert doch auch aus Hygienischer Sicht nichts, oder sehe ich das Falsch?

Die definitiven Geräte müssen dann "Fabrikneu" sein.

Treehugger
akufrank59
Beiträge: 59
Registriert: 10.01.2020
1

Re: HG-Test Haftung verlangt

#32

Beitrag von akufrank59 »

Die DEMO-Geräte werden dem Akustiker in "fabrikneuem" Zustand geliefert, und es ist daher auch an ihm, den hygienischen Zustand, z. B. durch Einsatz entsprechender Desinfektionsmittel, über die er ja verfügt, sicher zu stellen.

Du brauchst dir deshalb also keine Sorgen zu machen, es sei denn, besagter Kollege wäre ein Schmierfink.

lg Frank
Ohrenklempner
Beiträge: 3658
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: HG-Test Haftung verlangt

#33

Beitrag von Ohrenklempner »

Auf Demogeräten steht bei den meisten Herstellern groß DEMO drauf. Bei den anderen Herstellern steht's klein drauf, zum Beispiel bei Signia steht auf einem kleinen Aufkleber im Batteriefach DX oder DNx.

Aus hygienischer Sicht ist ein HdO völlig unbedenklich. Die Geräte werden nach jeder Benutzung gereinigt, Exhörer (wenn sie noch 1A sind) kann man desinfizieren und mit neuem Filter versehen. Dünnschläuche und Schirmchen werfe ich weg. Otoplastiken und IdOs passen ohnehin nur in das dafür vorgesehene Ohr. Wenn ein Demogerät nicht mehr schön aussieht, geht es zurück zum Hersteller und man bekommt ein Neues. In der Regel sind die Geräte dann aber ohnehin technisch überholt.
Allons-y!
akufrank59
Beiträge: 59
Registriert: 10.01.2020
1

Re: HG-Test Haftung verlangt

#34

Beitrag von akufrank59 »

@svenyeng, @randolf

"... ohne Unterschrift ..."

Grundsätzlich ergibt sich die Haftung des Probekunden ganz simpel aus dem BGB.

Soweit ich weiß, ist es aber ratsam, den Kunden auch darauf hinzuweisen. Wenn nicht, kann es da ohne weiteres auch konkurrierende Rechtsprechung geben, sprich: das Gericht könnte den Kunden auch "freihalten", wenn er dahingehend nicht vorher informiert wurde (hat aus diesem Forum jemand schon entsprechende Aktenzeichen gefunden ?)

Das leidige "Leihe"problem: grundsätzlich ist zwar Vermietung versicherbar, LEIHE aber nicht, es sei denn, der Versicherer schließt dieses Wagnis, wie auch immer ausgestaltet, ein.

Sollte tatsächlich der Schaden eingetreten sein (selbstverständlich in nachgewiesener Höhe, wohl kaum brutto VK !), muss der Akustikerkollege seinen Schadensersatzanspruch ja auch beweisen!

Ohne unterschriebene Empfangsbescheinigung soll das wie genau gehen ???????

Und deshalb unterschreiben meine Kunden jeder, ohne zu murren sowohl bei der Neuausprobe, als auch bei Leihgeräten wegen Reparatur, eine Empfangsbestätigung.

Hatte noch nie auch nur eine kritische Rückfrage deswegen !!!

lg Frank
Zuletzt geändert von akufrank59 am 16. Jan 2020, 11:10, insgesamt 2-mal geändert.
akufrank59
Beiträge: 59
Registriert: 10.01.2020
1

Re: HG-Test Haftung verlangt

#35

Beitrag von akufrank59 »

@handycappy (ganz am Anfang)

Hallo,
SoniTon Personal 3.2 ist das Oticon OPN S 3 beim Meditrend-Akustiker.

lg Frank
Zuletzt geändert von akufrank59 am 16. Jan 2020, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
NRE
Beiträge: 212
Registriert: 09.03.2018
2
Wohnort: Niederrhein

Re: HG-Test Haftung verlangt

#36

Beitrag von NRE »

Hallo,
in meinem Versicherungsvertrag ist die Leihe mit 10.000 € versichert. Das ist bei meiner Versicherungsgesellschaft Standart, also ohne gesonderte Beantragung oder Mehrprämie.

Aber das sollte jeder Höregerätetester in seiner Police nachschauen oder beim Versicherer nachfragen.

Das gegenüber dem Akustiker im Schadenfall Haftung besteht ist ja geklärt.
svenyeng
Beiträge: 1960
Registriert: 10.06.2013
7
Wohnort: Rahden

Re: HG-Test Haftung verlangt

#37

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
Sollte tatsächlich der Schaden eingetreten sein (selbstverständlich in nachgewiesener Höhe, wohl kaum brutto VK !), muss der Akustikerkollege seinen Schadensersatzanspruch ja auch beweisen!
Eben. Und das wird meist nicht ganz einfach. Und da die Akustiker sicherlich nicht die Kunden vergraulen wollen wird sich im Fall des Falles eine Lösung die für beide gut ist finden.
Und deshalb unterschreiben meine Kunden jeder, ohne zu murren sowohl bei der Neuausprobe, als auch bei Leihgeräten wegen Reparatur, eine Empfangsbestätigung.
Bisher hat kein Akustiker von mir eine Unterschrift haben wollen. Also bei Test oder Leihe bei Reparatur.

Gruß
sven
NRE
Beiträge: 212
Registriert: 09.03.2018
2
Wohnort: Niederrhein

Re: HG-Test Haftung verlangt

#38

Beitrag von NRE »

Dann hast du halt den Ausnahmeakustiker oder eben einen „Alleinunterhalter“
Es ist doch völlig normal, dass ich den Erhalt der Hörgeräte bestätige, insbesondere wenn dies durch Angestellte des Akustikers erfolgt.

Ich habe gestern Testgeräte erhalten und eine Empfangsbestätigung mit Hinweis auf die Haftung unterschrieben. Absolut korrekt. Hatte mich irritiert wenn es anders gewesen wäre.
Ohrenklempner
Beiträge: 3658
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: HG-Test Haftung verlangt

#39

Beitrag von Ohrenklempner »

Würde ich auch immer machen. Wenn einer durchbrennt mit teuren Kommissionsgeräten, hat der Akustiker am Ende die A-Karte. ;)
Allons-y!
svenyeng
Beiträge: 1960
Registriert: 10.06.2013
7
Wohnort: Rahden

Re: HG-Test Haftung verlangt

#40

Beitrag von svenyeng »

Hallo!

Ich denke es kommt da auch ein bisschen drauf an, was für einen Kunden der Akustiker da hat.
Ich bin dort weit über 10 Jahre Stammkunde mit HGs und Brillen.
Zu 99,9% mache ich auch alles direkt mit dem Chef mit dem ich mich auch schon recht lange duze. Aber auch die Angestellten sind richtig gut.
Wenn ich mit nem Paar HG durchbrennen würde käme ich nicht weit.
Der Akustiker kenn mich ja lange genug und weiß ja auch wo ich wohne.
Und hier auf dem Lande ist man ja auch nicht grade anonym. Hier kennt fast jeder jeden.

Ist natürlich klar, wenn da ein Neukunde kommt oder jemand den man kaum kennt, da muss der Akustiker sich absichern.

Gruß
sven
akufrank59
Beiträge: 59
Registriert: 10.01.2020
1

Re: HG-Test Haftung verlangt

#41

Beitrag von akufrank59 »

Zitat Sven:
wenn da ein Neukunde kommt oder jemand den man kaum kennt, da muss der Akustiker sich absichern.

AAAH ha! :D
Zuletzt geändert von akufrank59 am 16. Jan 2020, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
Dani!
Beiträge: 1331
Registriert: 09.03.2012
8
Wohnort: Großraum München

Re: HG-Test Haftung verlangt

#42

Beitrag von Dani! »

sedi hat geschrieben:Er sensibilisiert und nennt -sehr überspitzt meiner Meinung nach- Fakten des Für und Wider.

Etwas zu leihen ist immer heikel wenn der Verleiher keine Vollversicherung zumindest anbietet und sich der Kunde AKTIV dagegen aussprechen muss!!

11,--€ für einen gewissen Zeitraum für Gerätschaft von vielen hundert Euros unverschämt ....

was zahlt Ihr für ein paar Skier oder den Tennisschläger oder dem e-bike oder dem Tretboot oder dem Kleinwagen im Urlaubsort -pro Tag- !!!???
Unabhängig davon, ob 11€ (zu)viel sind oder nicht: Wenn ich ausgeliehene Skier oder Tennisschläger oder e-Bike oder Tretboot oder gar Kleinwagen im Urlaubsort VERLIERE(!) muss ich selbst den verliehenen Gegenstand bezahlten - KOMPLETT. Wenn ich es "nur" kaputt mache, muss ich meist den Schaden selbst bezahlen bzw. beim Auto ist idR eine Selbstbeteiligung zur vom Verleiher abgeschlossenen Versicherung fällig.
Irgendwie sehe ich da keinen vergleichbaren Zusammenhang zum Hörgerät.

Btw. Haftpflichtversicherungen bezahlen Schäden, die durch den Schädiger entstanden sind, der nicht selbst Eigentümer der geschädigten Sache ist. Das allerdings normalerweise nur, wenn die Sache nicht vom Schädiger benutzt wird. Ein geliehener Rasenmäher wird also mehr oder weniger nur ersetzt, wenn er beim Transport kaputt geht, nicht jedoch beim tatsächlichen Mähen eines Rasens.
Dominik
https://www.schwerhoerigenforum.de/phpbb/viewtopic.php?t=10370
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
svenyeng
Beiträge: 1960
Registriert: 10.06.2013
7
Wohnort: Rahden

Re: HG-Test Haftung verlangt

#43

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
Wenn ich es "nur" kaputt mache, muss ich meist den Schaden selbst bezahlen bzw. beim Auto ist idR eine Selbstbeteiligung zur vom Verleiher abgeschlossenen Versicherung fällig.
Da ist jetzt die Frage was Du unter kaputt machen verstehst.
Wenn ich z.B. einen Holzspalter leihe und beim spalten funktioniert das Teil auch einmal nicht mehr, dann ist das nicht mein Problem. Also es ist irgendein technischer Defekt.
Solche Dinge sind vom Verleiher in die Leihgebühr einkalkuliert.
Ein Verleiher muss ja auch die Geräte, die er verleiht regelmäßig prüfen und ggf. Reparaturen machen.

Wenn Du im Urlaub ein Fahrrad leihst und beim Fahren platzt der Reifen.
Dann muss Du dafür auch nichts zahlen, da das ja keine Absicht ist.
Der Verleiher wird dann das Rad tauschen und in Ruhe reparieren.
Die Reparatur wird aber dem Kunden nicht berechnet.

Ich muss aber auch sagen, das es schwierig ist, das mit HGs zu vergleichen.
Eben ganz einfach, weil der HG Test oder das leihen im Reparaturfall ja eh alles kostenlos ist.

Gruß
sven
Dani!
Beiträge: 1331
Registriert: 09.03.2012
8
Wohnort: Großraum München

Re: HG-Test Haftung verlangt

#44

Beitrag von Dani! »

svenyeng hat geschrieben:Da ist jetzt die Frage was Du unter kaputt machen verstehst.
Ja, das ist eine Gratwanderung, was unter Verschleiß unter "üblicher Benutzung" fallen könnte.
Wer mit gebrochenen Skiern oder Tennisschläger zurückkommt dürfte kaum auf freudestrahlende Verleiher treffen. Eine Schramme in der Lauffläche der Skier, weil man über einen Stein gefahren ist, dürfte zum normalen Gebrauch zählen. Aber ich glaube, da werden wir arg OT.
Dominik
https://www.schwerhoerigenforum.de/phpbb/viewtopic.php?t=10370
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Nanni
Beiträge: 408
Registriert: 06.02.2019
2

Re: HG-Test Haftung verlangt

#45

Beitrag von Nanni »

Bei meinem AKU habe ich immer Kommisionsgeräte bekommten und musste eine Empfangsbescheinigung unterschreiben, dass ich die Geräte teste und ggf. Schadensersatz leisten muss. Irgendeine Absicherung braucht er ja schon, sonst könnte ich ja sagen, die Teile nie empfangen zu haben.

Wenn einer wirklich durchbrennt, ist wahrscheinlich Geld und Gerät weg. Vielleicht lässt sich ja anhand der Seriennummer feststellen, ob die Geräte bei einem anderen AKU noch mal auftauchen?

Ich war mal bei einem anderen Akustiker und habe dort Demo-Geräte bekommen. Auf meine Frage, ob ich was unterschreiben muss, meinte er, ne die Geräte haben eine Abschaltautomatik, nach einem gewissen Zeitraum könnte ich eh nichts mehr damit anfangen ....
Ohrenklempner
Beiträge: 3658
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: HG-Test Haftung verlangt

#46

Beitrag von Ohrenklempner »

Nanni hat geschrieben: Ich war mal bei einem anderen Akustiker und habe dort Demo-Geräte bekommen. Auf meine Frage, ob ich was unterschreiben muss, meinte er, ne die Geräte haben eine Abschaltautomatik, nach einem gewissen Zeitraum könnte ich eh nichts mehr damit anfangen ....
Der schlaue Kunde könnte sich aber die Anpasssoftware besorgen und eine NoahLink Wireless kaufen und sich selbst alle paar Wochen den Testzeitraum zurücksetzen. :D
Allons-y!
Antworten