Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

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Michael62
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Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#1

Beitrag von Michael62 »

Hallo,

ich machs kurz: Ich bin verwirrt. Verwirrt mit einer Aussage eines HNO Chefarztes. Auf meine Frage hin, ob ich mit meiner Innenohrschwerhörigkeit weiterhin auf Rockkonzerte darf, bejahte er dies. Das wäre kein Problem, solange ich nicht direkt vor den Boxen stehe. Hat mich ja erstmal sehr gefreut.

Dann habe ich mal wieder aus Langeweile das Wort "Innenohrschwerhörigkeit" gegoogelt. Da steht fast immer, dass diese auch vom hören von zu lauter Musik kommen kann.

Widerspricht sich das nicht alles? Habt ihr vielleicht eine Erklärung? Danke Euch.
Akustik Alex
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#2

Beitrag von Akustik Alex »

Hey Michael,

es gibt Tabellen in denen du ablesen kannst, welche Lautstärke ab welcher Dauer schädlich ist. D.h., dass du ggf. mit Gehörschutz arbeiten, oder eben genug Distanz zur Schallquelle wahren solltest. Dann ist das durchaus mal machbar.

Besten Gruß,
Alex
Dani!
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#3

Beitrag von Dani! »

Michael62 hat geschrieben: 10. Okt 2022, 11:34 Hallo,

ich machs kurz: Ich bin verwirrt. Verwirrt mit einer Aussage eines HNO Chefarztes. Auf meine Frage hin, ob ich mit meiner Innenohrschwerhörigkeit weiterhin auf Rockkonzerte darf, bejahte er dies. Das wäre kein Problem, solange ich nicht direkt vor den Boxen stehe. Hat mich ja erstmal sehr gefreut.

Dann habe ich mal wieder aus Langeweile das Wort "Innenohrschwerhörigkeit" gegoogelt. Da steht fast immer, dass diese auch vom hören von zu lauter Musik kommen kann.

Widerspricht sich das nicht alles? Habt ihr vielleicht eine Erklärung? Danke Euch.
Wo siehst du da bitte einen Widerspruch? Der Besuch eines Rockkonzerts ist ja nicht per Definition zu laut.
Public viewings (öffentliche Fußball-Leinwände) können genauso schmerzhaft werden, wenn man zu nah an den Lautsprechern ist.
Vermeiden solltest du allerdings den Besuch der Rolling Stones ohne Gehörschutz. Die übertreiben maßlos.

Noch ein Tipp: Als Innenohrgeschädigter ist man meist empfindlicher gegen zu laute Geräusche (auch ohne Hörgeräte). Man ergreift meist freiwillig früher Gegenmaßnahmen als es gesunde Ohrenträger täten.
Immer muss man alles selber machen lassen
Dominik
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Akustik Alex
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#4

Beitrag von Akustik Alex »

Ohrenklempner
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#5

Beitrag von Ohrenklempner »

Ich würde es je nach Konzert einfach für die jeweilige Situation entscheiden. Ist es gefühlt zu laut, Gehörschutz tragen oder von den Lautsprechern entfernen. Man merkt's ja, ob der Schallpegel belastend ist. Da spielt's auch keine Rolle, ob man hörgeschädigt ist oder nicht.
Was aber durchaus langfristig bedeutsam sein kann, ist die Dauer der Lärmbelastung. Wenn man alle paar Monate mal auf ein lautes Konzert geht, muss man nicht so sehr mit einem dauerhaften Schaden rechnen. Bist du aber selbst Musiker und zwei Mal pro Woche drehen die Gitarristenkollegen im Proberaum für ein paar Stunden ihre Amps auf 12, dann kann das über die Jahre schon eher Folgen haben.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

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Michael62
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#6

Beitrag von Michael62 »

Zum Begriff "Gehörschutz": Hörgeräte raus und einen Gehörschutz tragen? Ich hab bei Konzerten die Hörgeräte drin gelassen und eben die Lautstärke reguliert bzw. herunter gefahren. Ist es dennoch besser, einen Gehörschutz statt die Hörgeräte zu tragen?
Ohrenklempner
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#7

Beitrag von Ohrenklempner »

Bei geschlossenen Otoplastiken brauchst du keinen Gehörschutz. Du hast sogar noch den Vorteil, dass du (im Gegensatz zu normalen, dichten Schaumstoff- oder Silikonstöpseln) durchs Hörgerät ein ausgewogenes Klangerlebnis hast und nicht alles nur dumpf wird. ;)
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Robert Wilhelm
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#8

Beitrag von Robert Wilhelm »

Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Okt 2022, 13:03 Bist du aber selbst Musiker und zwei Mal pro Woche drehen die Gitarristenkollegen im Proberaum für ein paar Stunden ihre Amps auf 12, dann kann das über die Jahre schon eher Folgen haben.
Und von den Trommlern mit ihren Kantenschlägen auf die Snare redest Du nicht. :-x ..Hab keinen Gitarrenamp mehr, nur noch den Peavey direkt ins Mischpult. Meistens darf ich sowieso nur noch mit Kopfhörer spielen. :wave:
Zu Konzerten in Hallen geh ich auch nicht mehr, im Freien kann mann sich ja weit genug entfernen. Gedränge vor einer Bühne - nie wieder. Hab ein Mal Klaustrophobie erlebt, als ich nicht mehr gerade stehen konnte.
Michael62
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#9

Beitrag von Michael62 »

Momentan habe ich noch die SIGNIA ACTIVE PRO. Wie verhält sich es mit denen?
Dani!
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#10

Beitrag von Dani! »

Kannst du mir mal bitte deine Adresse geben. Ich schicke dir einen GARANTIEschein, zertifiziert von der Bundesrockinitiative, in der klipp und klar geregelt ist, mit welchen Hörsystemen Innenohrgeschädigte unter ALLEN Umständen Lärmzonen betreten dürfen.
Immer muss man alles selber machen lassen
Dominik
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#11

Beitrag von Ohrenklempner »

Michael62 hat geschrieben: 10. Okt 2022, 14:55 Momentan habe ich noch die SIGNIA ACTIVE PRO. Wie verhält sich es mit denen?
Wie gesagt, kommt drauf an... geschlossen oder offen angepasst? Oder anders gefragt: Wenn die HGs ausgeschaltet sind und du sie einsetzt, hörst du dann noch was oder ist es viel stiller als ohne HG?
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KatjaR
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#12

Beitrag von KatjaR »

Bei Innenohrschwerhörigkeit und Lärm wäre ich insgesamt sehr vorichtig.
Die Ursache von Lärmschwerhörigkeit setzt sich wie mir erklärt wurde, meist aus mindestens 2 Faktoren zusammen.
Dauer und Intensität von Lärm, aber auch die (genetische) erhöhte Lärmempfindlichkeit.
Bei in Richtung auf Empfindlichkeit anfälligen Personen reichen schon geringere Lärmeinflüsse, um die Haarzellen zu
schädigen, als das bei robusteren Personen der Fall ist.
Hinzu kommt, dass bei fortschreitender Schwerhörigkeit die toxische Lärmschwelle weiter sinkt, da die äußeren Haarzellen
geschädigt werden, die auch eine Geräschdämpfungsfunktion haben.
Lautheitswerte zu Grunde zu legen, wie sie bei einem Hörgesunden gelten, schützen daher nicht jeden vor einem Lärmschaden.
Oftmals festgelegte Lautheitsbeschränkung auf 85 DB kann bei Empfindlichkeit und Vorschädigung schon zu hoch sein.
Wichtig finde ich auch, nach einem Konzert oder anderen lauten Ereignissen, den Haarzellen Ruhe zu gönnen und nicht weiter mit Hörgerät
oder Kopfhörer stundenlang laut zu hören.
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
Musihu
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#13

Beitrag von Musihu »

Ich trage stets Gehörschutz bei mir wenn ich unterwegs bin, gefertigt vom Akustiker, einmal 15 dB und sogar welche mit 25 dB. Verblüffend fand ich heraus, dass
es mit einfachen Stöpseln , verbunden mit einer Strippe, aus der Drogerie, funktioniert. Die schiebe dann soweit rein wies nötig ist. Das für rund 8 Euro. Damit konnte ich Livemusik recht gut ertragen. Ansonsten ist wahrlich eine Innenohrschwerhörigkeit sehr bescheiden weil eben die natürliche Dämpfung nicht mehr funktioniert und bestimmte Geräusche doppelt so laut rüber kommen. Da kann ein Kneipenbesuch schon zur Hölle werden. Mit Hörgeräten ebenfalls sehr unangenehm.
beate_r
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#14

Beitrag von beate_r »

Ich weiß, schon alt, aber genau diese Frage liegt mir eh auf der Zunge.
Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Okt 2022, 13:39 Bei geschlossenen Otoplastiken brauchst du keinen Gehörschutz. Du hast sogar noch den Vorteil, dass du (im Gegensatz zu normalen, dichten Schaumstoff- oder Silikonstöpseln) durchs Hörgerät ein ausgewogenes Klangerlebnis hast und nicht alles nur dumpf wird. ;)
Funktioniert das tatsächlich?

Also kann ich tatsächlich das Hörgerät so leise stellen, dass ich entzerrt leiser höre? Wenigstens so gut oder schlecht wie mit den Elacins, die ja entgegen der Werbung (aber sinnvollerweise!) alles andere als linear sind und zumindest die Höhen deutlich wegfiltern?

Auf welche Eigendämpfung darf ich denn bei den Otoplastiken hoffen?

Und wie sieht es eingangsmäßig aus: wie groß ist denn die Gefahr der Übersteuerung der Eingangssstufe des HGs? Sind da Akkugeräte in der Praxis überlegen?
rabenschwinge
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#15

Beitrag von rabenschwinge »

Ich bin ja mit den Enzo Q von resound unterwegs und bislang haben die mir jedes Konzert auf Zimmerlautstärke runtergeregelt.
Ohrenklempner
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#16

Beitrag von Ohrenklempner »

beate_r hat geschrieben: 29. Jan 2026, 17:32 Ich weiß, schon alt, aber genau diese Frage liegt mir eh auf der Zunge.
Ohrenklempner hat geschrieben: 10. Okt 2022, 13:39 Bei geschlossenen Otoplastiken brauchst du keinen Gehörschutz. Du hast sogar noch den Vorteil, dass du (im Gegensatz zu normalen, dichten Schaumstoff- oder Silikonstöpseln) durchs Hörgerät ein ausgewogenes Klangerlebnis hast und nicht alles nur dumpf wird. ;)
Funktioniert das tatsächlich?
Ja, das funktioniert bei geschlossener Hörgeräteversorgung. Das ist aber nicht so sinnvoll, wenn du keinen so starken Hörverlust hast. Das Ohr wird eigentlich nur als "ultima ratio" ganz verschlossen, wenn ein sehr starker Hörverlust und eine höhere Rückkopplungsneigung besteht.
beate_r hat geschrieben: 29. Jan 2026, 17:32 Also kann ich tatsächlich das Hörgerät so leise stellen, dass ich entzerrt leiser höre? Wenigstens so gut oder schlecht wie mit den Elacins, die ja entgegen der Werbung (aber sinnvollerweise!) alles andere als linear sind und zumindest die Höhen deutlich wegfiltern?
Theoretisch schon, aber wie gesagt, die Otoplastik müsste komplett geschlossen sein.
beate_r hat geschrieben: 29. Jan 2026, 17:32Auf welche Eigendämpfung darf ich denn bei den Otoplastiken hoffen?
Das wird so ähnlich sein wie bei Gehörschutz ohne Filter, also in den tiefen Tönen 10-15 dB und bis 40 dB in den höheren Tönen. (Höhere Töne heißt beim Hörgerät ca. 8 kHz ;) )
beate_r hat geschrieben: 29. Jan 2026, 17:32 Und wie sieht es eingangsmäßig aus: wie groß ist denn die Gefahr der Übersteuerung der Eingangssstufe des HGs? Sind da Akkugeräte in der Praxis überlegen?
Das kommt auf den Hersteller und die verbauten Mikrofone und A/D-Wandler an, die innerhalb einer Serie identisch sind, egal ob Akku, Batterie, Im-Ohr oder Hinterm-Ohr. Ich habe keine aktuellen Zahlen und die Audiologen bei den Herstellern können einem da auch nicht immer so viel drüber sagen. Ein normaler moderner Hörgeräte-A/D-Wandler fängt bei 5 dB SPL an zu arbeiten und geht dann mit seinen 18 Bit bis 113 dB. Die Wandler arbeiten heutzutage aber zunehmend dynamisch, das heißt, in einem Musikprogramm kann es gut sein, dass diese Dynamik verschoben wird und der Wandler von beispielsweise 15 bis 123 dB verzerrungsfrei arbeitet. Wie gesagt habe ich da aber keine aktuellen Infos.
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#17

Beitrag von beate_r »

Da stellt sich dann aber schon die Frage, was man bei "nur" mittelgradigem" Hörverlust und breitbandigem Resthörvermögen in soner Situation am geschicktesten macht.

Wie gesagt, mit Elacins klappt es aktuell nicht mehr, weil es Probleme im Grund- und Mitteltonbereich gibt (besser über KH als über die Lautsprecher).

Und jetzt eine für unsere Band typische Situation: irgend ein kleiner lokaler Event mit mehreren Acts. Wenn wir die PA/Gesangsanlage stellen, könnte ich IEM andenken. Und wenn die anderen dran sind, kann ich kaum zuhören. Auch wenn es nur "mittellaut" ist.

Das Thema habe ich übrigens vorhin auch schon bei dem HGA angesprochen, bei dem ich die ersten Schritte vorhabe. Aber weil ich nur spontan in den Laden reingeschnuppert hatte, gabs natürlich noch keine definitve Antwort. Wie auch?
Ohrenklempner
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#18

Beitrag von Ohrenklempner »

Vielleicht brauchen deine Elacins mal einen neuen Filter? ;)
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#19

Beitrag von beate_r »

Es geht darum, was ich auch bei normaler (Zimmer-) Lautstärke und ungeschützt aktuell noch wahrnehmen kann. Das ist das, was mit KH aktuell etwas besser funktioniert als Lautsprecher. Und das ist erschreckenderweise seit dem Lärmtrauma stark eingeschränkt.
Elacins werden das wohl eher weniger beeinflussen.
Und klar, im Zweifelsfall kommts bei der ganzen Sache auf die 70€ für ein drittes Paar Filter für die Elacins auch nicht mehr an ... aber noch im Sommer konnte ich mit den 15-db Filtern ohne beleidigte Ohren aus nicht extrem lauten Konzerten rausgehen. Krawallmusik ist eh nicht so mein Ding.
Dani!
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#20

Beitrag von Dani! »

Brian Adams oder The Rolling Stones hätte ich jetzt nicht als Krawallmusik bezeichnet, auch wenn sie auch nicht mein Ding sind. Ungesund laut können die trotzdem.
Irgendwann ist es Zeit, seinen Hörverlust zu akzeptieren, dass nicht mehr alles geht wie früher.
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Re: Innenohrschwerhörigkeit / Rockkonzerte

#21

Beitrag von beate_r »

Das bin ich ja durchaus.
Aber auszureizen, was noch geht, und zu lernen, was wie am besten geht, ist doch ok? Oder ist das hier Deiner Meinung nach nicht statthaft?

Und das gilt jetzt ganz ausdrücklich für das Musizieren, weil das nämlich ein wirklich ganz zentraler Bestandteil meines Lebens ist. Und das jetzt aufzugeben --- anläßlich eines einem gerade mal mittleren, vergleichsweise breitbandigen Hörschadens --- obwohl ich nicht zuletzt auch hier, aber auch im Bekanntenkreis mitbekomme, dass andere dazu ebenfalls Lösungen finden? Im Ernst jetzt?

Früher, vor Jahrzehnten mit noch gesunden Ohren, bin ich übrigens auch schon aus Konzerten rausgegangen, weil die mir zu laut waren. In diesem Fall waren das Jazzer ... Volker Kriegel in der Rüsselsheimer Festung (der auf Klagen meinte, das müsse so laut sein) und Michael Sagmeister im Frankfurter Jazzkeller.

Und zu Brian Adams oder gar den Stones würde ich wegen deren verrückter Ticketpreise eh nicht gehen.
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