Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

cherusker
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Re: Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

#51

Beitrag von cherusker »

urlaubsreif hat geschrieben: 3. Jul 2024, 12:59 von Siemens hatte ich nur das Flaggschiff
Das habe ich gelesen. Aber das Siemens "Flaggschiff" ist auch nicht wirklich konkurrenzfähig. Da würde ich eher zu einem einfachen Unitron tendieren.

... btw: Siemens Hörgeräte gibt es schon länger nicht mehr.
urlaubsreif hat geschrieben: 3. Jul 2024, 12:59 Es steht dir selbstverfreilich frei, jede Statistik anzuzweifeln, die du nicht selbst gefälscht hast.
Angezweifelt habe ich keine Statistik. Eine Statistik ist sehr von der Fragestellung und dem Datensatz abhängig. Wenn man mit einer Statistik untermauern möchte, dass (unversorgte) Schwerhörigkeit eine signifikante Ursache für Arbeitslosigkeit ist, ist das problemlos machbar. Der VDEK kann dir sicherlich auch eine Statistik anfertigen, nach der der überwiegende Teil der Träger von aufzahlungsfreien Hörgeräten keine bis kaum nennenswerte Einschränkungen im Alltag hat. Aber diese würdest du sofort anzweifeln.
urlaubsreif hat geschrieben: 3. Jul 2024, 12:59 [...] einen psychoneuroimmunologischen Vortrag halten [...] systemisch kausalen Zusammenhang von Stress/chronischem Hörstress, Burnout/Depression und Immunsystem [...]
Den Vortrag kannst du dir sparen. Aufgrund kognitiver Dissonanzen würde ich das eh' nicht verstehen :D

Leider liest und verstehst du in "schwarz/weiß". Aus meinem Beitrag formst du pauschale Aussagen, die ich so nicht getroffen habe.
Grüße vom cherusker :cheers:
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emilsborg
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Re: Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

#52

Beitrag von emilsborg »

Wenn man sich das Geld von irgend jemandem erklagen möchte, bitte, gerne, aber ich bin da raus.
Das versteht jeder, der euch Akustiker nicht hasst bzw. euch ruinieren will, ohrenklempner. Die Verträge der Krankenkassen sind in dem Punkt ehrlich gesagt unverschämt, da sie sowohl Patienten wie auch Hörgeräteakustiker in eine Situation bringen, die meiner Meinung nach an Erpressung grenzt.

urlaubsreif hat geschrieben: 2. Jul 2024, 15:09 Arbeitnehmer können die immerhin bei der Steuer absetzen. Gerade Hörbehinderte sind aber überproportional häufig von Arbeitslosigkeit betroffen.
Ersteres ist leider ein Gerücht, pauschal stimmt es so nicht. Du musst „nur“ über deine persönliche Grenze für außergewöhnliche Belastungen kommen (Details siehe zum Beispiel hier: https://www.finanztip.de/aussergewoehnl ... lastungen/). Als Werbungskosten kann man das vergessen, wurde versucht einzuklagen und höchstrichterlich abgelehnt.

Letzteres ist für Behinderte insgesamt in jedem Fall so, ob Hörgeschädigte da hervorstechen bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Hilfreich ist die Schwerhörigkeit sicherlich nicht bei der Stellensuche.
Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war. (Françoise Sagan)
Dani!
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Re: Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

#53

Beitrag von Dani! »

urlaubsreif,
Wenn wie du sagst hor Stress immer besteht, dann ziehe ich aus deiner Aussage die Schlussfolgerung, dass es dann wieder egal ist, ob man mit Hörgeräten versorgt ist oder nicht. Dann gilt die Aussage erst recht, dass Premium Geräte wirtschaftlich unsinnig sind für die Krankenkasse.

Tut mir leid, ich habe deine Logik nur zuende geführt, mein Standpunkt ist das jedoch nicht.
Dominik
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Vorsicht bissig.
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Re: Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

#54

Beitrag von KatjaR »

Hörstress macht urlaubsreif :D
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
muggel
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Re: Erfahrungen mit Klagen vor den Sozialgerichten für eine über den Festbetrag hinausgehende Versorgung mit Hörgeräten

#55

Beitrag von muggel »

Das Problem ist eher, dass man Hörstress nicht in dem Sinne nachweisen kann, dass man sagen kann "in der Situation X ist mit den Hörgeräten A der Hörstress 20% weniger als mit Hörgeräten B".
Denn Hörstress ist auch von individuellen Vorlieben mit abhängig.
Beispiel: Person A mag den Klang der Kopfhörer des Herstellers X gar nicht, während der Hersteller Y einen für Person A sehr angenehmen Klang hat. Mit Sicherheit hat Person A in Meetings mit Kopfhörern des Herstellers X deutlich mehr Hörstress als mit den Kopfhörern des Herstellerx Y.
Da stellt sich dann ja die Frage: welcher Hörstress ist "normal", welcher ist "akzeptabel" und welcher Hörstress ist nicht mehr zumutbar / nicht akzeptabel?
Auf mehrfachen Wunsch einer bestimmten Moderatorin hier die Warnung:
Achtung, auch gelegentlich bissig!
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