Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

dixi

Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#551

Beitrag von dixi »

Die Silks gibt es öfter mal auf willhaben der quoka günstiger,..
ak22
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3

Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#552

Beitrag von ak22 »

Servus, wo finde ich die Phonak Target Software zum downloade, finde leider nichts in Google und geschweige auf der Phonak Website ?

Ist das AirLink 2 NoahLink kompatibel mit Phonat Target ?
Mit dem aktuellen Upgrade, entspricht es das Noah Link Wireless?
Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#553

Beitrag von Ohrenklempner »

Hi,
die AirLink 2 ist das gleiche wie die NoahLink Wireless. Damit kann man problemlos alle bluetoothfähigen Hörgeräte programmieren.
Windy Miller
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#554

Beitrag von Windy Miller »

ak22 hat geschrieben: 30. Mai 2024, 10:18 wo finde ich die Phonak Target Software zum downloade
Fragst du am besten im Ami-Forum nach: https://forum.hearingtracker.com/c/hear ... justing/15, die werden weiterhelfen können.
jguther
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#555

Beitrag von jguther »

Klaus hat geschrieben: 26. Mai 2024, 14:57 1. Habe schon mit einem einfachen Frequenzgenerator(sinus, rosa Rauschen( Empfehlung aus Beitrag von jgunther)) die einzelnen Frequenzen durchlaufen lassen. Bis ca. 2500Hz ist der Verlauf der Hörschwellen (mit Hörgeräten im Musikprogramm) relativ geradlinig. Bis ca. 7500Hz ist ein Sägezahnverlauf so wie Groovy ihn beschrieben hat vorhanden. Ab ca.7500Hz keine Aussage möglich.
Hallo Klaus,

bei hohen Frequenzen kommt es bereits zu Resonanzen und Auslöschungen, weil die Wellenlänge der Töne im Größenbereich der Strukturen von Ohr, Kopfhörer, etc. liegen. Das ist einer der Gründe, warum man nicht mit Sinustönen arbeitet. Allerdings kann eine Resonanz auch bei rosa Rauschen den Lautstärkeeindruck komplett verändern - die Lautstärkesummation beim Ohr ist alles andere als linear, es gibt Maskierungseffekte, etc. Da gibt es andere Verfahren, mit denen man versuchen kann, eine akzeptable Einstellung hinzukriegen. Ich will jetzt nicht zu tief in die technischen und psychoakustischen Details reingehen, dazu gibt es ja Akustiker. Um es ganz klar zu sagen: Eine optimale do-it-yourself-Anpassung bei einem komplexen Hörverlust ist sehr, sehr schwierig und für die meisten Hörgeräteträger nicht machbar.
Klaus hat geschrieben: 26. Mai 2024, 14:57 2. In sehr leiser Umgebung streame ( auf max.30-40% Lautstärke ) ich mit den HG sehr gerne Musik. Gefühlt ist der Klang sehr fein und differenziert und dem Klang der Airpods pro vorzuziehen.
Erhöhe ich die Streaminglautstärke, so verschlechtert sich das Klangbild. Einige Frequenzbereiche schieben sich in den Vordergrund, während andere unterbetont sind.
Kurz: Die Streamingquälität nahe der Hörschwelle ist super - Die Streamingqualität nimmt mit zunehmender Lautstärke (wohl durch errechnete Verstärkungswerte der Kanäle durch die Software?) ab.
Fazit: Wäre ein kalibrierter Lautheitsabgleich über alle einstellbaren Kanäle zB.bei 60dB und 80dB sinnvoll ?
Wie wäre das mit einfachen Mitteln zu realisieren?
Das bedeutet nur, dass die Verstärkungsfaktoren bei geringer Lautstärke recht gut passen, bei mittlerer und hoher Lautstärke aber noch nicht.

Wenn Du selbst den Abgleich über die Lautstärke machst, funktioniert es wahrscheinlich am besten, wenn Du mit der mittleren Lautstärke beginnst und Dir danach die leisen und zuletzt die lauten Töne vornimmst.
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beidseitig Starkey Genesis AI 24 CIC 312 WL
Backup: Signia Silk 7IX
ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#556

Beitrag von ReinerH »

Ich bräuchte mal eine Meinung/Einschätzung zu dieser Frage:
Ich trage Oticon Real 1 Hörgeräte mit offenen Schirmchen. Diese werden in der Genie 2 Software nur ab 1kHz aufwärts unterstützt. Alles darunter lässt sich auch in der Feinanpassung nicht einstellen. Ich mag die offene Versorgung aber grundsätzlich schon lieber als geschlossene Schirmchen. Trotzdem würde ich mir eine kleine Anpassung unterhalb von 1kHz wünschen. Vielleicht bis 500Hz und es müssten auch eigentlich nur die leisen Töne etwas verstärkt werden. Ich möchte einfach erreichen, dass der Übergang zur vollständigen Versorgung etwas „weicher“ ausfällt.

Jetzt frage ich mich ob es eine gute Idee wäre, in der Software einfach andere Passstücke auszuwählen um dadurch den Verstärkungsbereich auch unterhalb von 1kHz nutzen zu können?!
Ist das sinnvoll oder eher ne dumme Idee?


In meinem Footer ist mein Hörprofil.
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Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#557

Beitrag von Ohrenklempner »

Oticon Genie sperrt anders als z.B. Widex Compass oder Signia Connexx die Frequenzbänder unter 1 kHz eigentlich nicht standardmäßig, wenn eine offene Anpassung gewählt wurde. Zumindest ist das bei mir nicht so. Ich habe es gerade simuliert mit OpenBass-Schirm, LiteTip mit XL-Vent und MicroMould mit XL-Vent, und die Einstellung der unteren Bänder war immer möglich. Habe auch keine Einstellung gefunden, in der man das umschalten kann.
Sind die Bänder unter 1 kHz gar nicht auswählbar bei dir? Hast du ein Bildschirmfoto da?
ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#558

Beitrag von ReinerH »

BildBild

Es ging jetzt leider nur so. Der Windows PC kann weder Mails verschicken noch hat er andere Möglichkeiten einen Screenshot zu schicken.

Was hier aber zu erkennen ist, alles unterhalb von 1kHz hat in der Feinanpassung „0“ stehen und es lässt sich auch nicht verändern.
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ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#559

Beitrag von ReinerH »

Wenn ich dann statt „OpenBass dome“ „Bass dome, double vent“ auswähle bekomme bis ganz nach unten einstellbare Werte.
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Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#560

Beitrag von Ohrenklempner »

Ah okay, ja, ich seh's.
Doch, du kannst die unteren Bänder auswählen und auch verstellen, allerdings siehst du anfangs nichts. Und zwar deshalb, weil die "Insertion Gain"-Ansicht das darstellt, was laut Berechnung effektiv durch das versorgte Ohr verstärkt wird -- und zwar nichts = Null. Der tieftonige Schall geht durch die offene Otoplastik ins Ohr und wird weder verstärkt noch gedämpft.
Du musst öfter oft auf "+" klicken, dann sieht man da auch eine Veränderung. Klicke ruhig 10-20 Mal, dann müsste auch eine Veränderung in der simulierten Ansicht zu sehen sein.
Das Umstellen auf "geschlossen" bringt in dem Fall keine Veränderung. Es werden dann zwar Werte angezeigt, die stimmen aber nicht, weil das Ohr eben nicht verschlossen ist. ;)
ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#561

Beitrag von ReinerH »

Ohrenklempner hat geschrieben: 17. Jun 2024, 16:44 Ah okay, ja, ich seh's.
.
.

Du musst öfter oft auf "+" klicken, dann sieht man da auch eine Veränderung. Klicke ruhig 10-20 Mal, dann müsste auch eine Veränderung in der simulierten Ansicht zu sehen sein.
Das Umstellen auf "geschlossen" bringt in dem Fall keine Veränderung. Es werden dann zwar Werte angezeigt, die stimmen aber nicht, weil das Ohr eben nicht verschlossen ist. ;)
Herzlichen Dank für die schnelle und kompetente Antwort. So hat es jetzt geklappt. Da so oft draufzuklicken wäre mir im Traum nicht eingefallen. 😉
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ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#562

Beitrag von ReinerH »

Ich muss hier noch eine Rückfrage nachschieben. Da die offenen Schirmchen ja im Grunde kaum in der Lage sind tiefe Töne ans Ohr zu bringen besteht dann nicht die Gefahr, dass durch zu starkes Hochstellen (20x klicken) die Hörgeräte (Elektronik oder Ex-Hörer) durch diese Einstellung Schaden nehmen oder in schlechte Arbeitsbereiche verschoben werden, die sich dann nachteilig auswirken können?
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Mukketoaster
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#563

Beitrag von Mukketoaster »

Schaden nimmt da nichts, irgendwann fängts einfach an zu dröhnen. Domes sind keine gute Wahl.
Ohrenklempner
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#564

Beitrag von Ohrenklempner »

Das ist wie eine Heizung, die du im Winter bei offenem Fenster auf "5" drehst. Die Heizung geht davon nicht kaputt, aber es ist fraglich, ob das Zimmer wärmer wird.
Damit es voller klingt, brauchst du eine geschlossenere Anbindung.
ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#565

Beitrag von ReinerH »

Mukketoaster hat geschrieben: 19. Jun 2024, 10:25 … Domes sind keine gute Wahl.
Zu dem Ergebnis komme ich nun auch, deshalb war ich beim Aku und habe ThermoTec Otoplastiken bestellt. Die werden vermutlich in ca. 14 Tagen geliefert.
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ReinerH
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Re: Wer stellt sein Hörgerät selbst ein?

#566

Beitrag von ReinerH »

Erste Erfahrungen mit Otoplastiken aus ThermoTec
Die Angabe des Akustikers beim Selffitting in der Anpassung „LiteTip“ auszuwählen war scheinbar nicht so optimal. Ich habe verschiedene Auswahlmöglichkeiten ausprobiert und komme mit der Einstellung „Micro Mould Short @2,4 mm“ am besten zurecht. Interessant ist der generelle Klangunterschied den die Entwickler von Oticon bei der Anpassung mit unterschiedlichen Passstücken berücksichtigen, da ziehe ich den Hut.
Die Vent Bohrung hatte ich mit einem 2,5 mm Bohrer aufgebohrt. Wegen des weichen Materials ist die Bohrung etwas kleiner als 2,5 mm, genau lässt es sich nicht bestimmen. Es dürfte aber ganz nah im Bereich von 2,4 mm liegen. Im Gegensatz zur originalen Lochgröße habe ich nun nur noch ganz minimal dieses „Ohr-ist-zu“ Gefühl. Da setze ich noch ein wenig auf die Gewöhnung. Derzeit spüre ich die Otoplastiken ja auch noch etwas, sie drücken aber nicht. Auch da setze ich auf die Gewöhnung.

Vom Ergebnis bin ich positiv überrascht. Ich verstehe Sprache exzellent und bin nur sehr wenig von komischen Klängen aus Umgebungslärm genervt. Sehr naher Autoverkehr (Autobus unmittelbar neben dem Fußweg und dann auch noch in einer Unterführung) ist mir zwar etwas zu laut aber davon bin ich möglicherweise auch einfach etwas entwöhnt und die Situation ist auch eher ungewöhnlich.

Für mich war der Schritt weg von den Schirmchen und hin zu einer Otoplastik ganz offensichtlich richtig.
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