moin,
mal eine weitere Laienfrage:
bezeichnet eine "Hörkurve" die Lautheitsempfindung bei unterschiedlichen Frequenzen?
ist dann ein Hörsystem für Musik korrekt eingestellt, wenn daraus eine "Hörgerade" wurde?
Danke für Info.
LG
Gewichtl
warum heißt "Hörkurve" nicht "Hörgerade"?
Re: warum heißt "Hörkurve" nicht "Hörgerade"?
Moin,
ich glaube, du vermischt gerade mehrere Begriffe und Anwendungen zu einem großem Knuddelmuddel:
Die Hörkurve meint häufig das Tonaudiogramm, also die Messung, bei der die Hörschwelle von Sinustönen unterschiedlicher Frequenz ermittelt wird. Die 0-dB HL Linie zeigt den Schalldruckpegel in dB HL an, nicht in dB SPL. HL steht für Hör-level und berücksichtigt die unterschiedliche Empfindlichkeit des Hörorgans für unterschiedliche Frequenzen so, dass eine Gerade daraus wird. (siehe z.B: hier)
Das Lautheitsempfinden wird gemessen über sogenannte Lautheitsskalierungen, in denen unterschiedliche Töne/Geräusche anhand von subjektiven Skalen mit dem Schalldruckpegel korreliert werden. Je nach Ton/verwendetem Geräusch ist die Lautstärke unterschiedlich, auch ob mit einem oder mit zwei Ohren, mit Hörgerät oder ohne etc. die Lautstärke beurteilt wird.
Ein Musikprogramm für Hörgeräte würde ich dann als korrekt eingestellt bezeichnen, wenn ich meine Lieblingsmusik in den Details höre, die ich noch wahrnehmen kann. Je nach Musik kann diese Einstellung einen Fokus auf mehr Basslastig oder mehr Höhen oder Mitten oder einfach transparent sein. Da sich Musik aber fundamental von Sprache unterscheidet (u.a. Frequenzzusammensetzung, Dynamikumfang) ist ein gutes Musikprogramm meistens kein Programm, mit dem auch gute Sprachverständlichkeit erreicht wird.
Schöne Grüße,
JND
ich glaube, du vermischt gerade mehrere Begriffe und Anwendungen zu einem großem Knuddelmuddel:
Die Hörkurve meint häufig das Tonaudiogramm, also die Messung, bei der die Hörschwelle von Sinustönen unterschiedlicher Frequenz ermittelt wird. Die 0-dB HL Linie zeigt den Schalldruckpegel in dB HL an, nicht in dB SPL. HL steht für Hör-level und berücksichtigt die unterschiedliche Empfindlichkeit des Hörorgans für unterschiedliche Frequenzen so, dass eine Gerade daraus wird. (siehe z.B: hier)
Das Lautheitsempfinden wird gemessen über sogenannte Lautheitsskalierungen, in denen unterschiedliche Töne/Geräusche anhand von subjektiven Skalen mit dem Schalldruckpegel korreliert werden. Je nach Ton/verwendetem Geräusch ist die Lautstärke unterschiedlich, auch ob mit einem oder mit zwei Ohren, mit Hörgerät oder ohne etc. die Lautstärke beurteilt wird.
Ein Musikprogramm für Hörgeräte würde ich dann als korrekt eingestellt bezeichnen, wenn ich meine Lieblingsmusik in den Details höre, die ich noch wahrnehmen kann. Je nach Musik kann diese Einstellung einen Fokus auf mehr Basslastig oder mehr Höhen oder Mitten oder einfach transparent sein. Da sich Musik aber fundamental von Sprache unterscheidet (u.a. Frequenzzusammensetzung, Dynamikumfang) ist ein gutes Musikprogramm meistens kein Programm, mit dem auch gute Sprachverständlichkeit erreicht wird.
Schöne Grüße,
JND
-
Faber
Re: warum heißt "Hörkurve" nicht "Hörgerade"?
danke JND,
für die gute Erklärung und den verdeutlichenden Link.
stimmt, ich hatte irrtümlich angenommen, dass die unterschiedliche Frequenzsensitivität erst mit zunehmendem Lebensalter entsteht.
und schon habe ich wieder was dazu gelernt
LG
Gewichtl
für die gute Erklärung und den verdeutlichenden Link.
stimmt, ich hatte irrtümlich angenommen, dass die unterschiedliche Frequenzsensitivität erst mit zunehmendem Lebensalter entsteht.
und schon habe ich wieder was dazu gelernt
LG
Gewichtl
