Hallo Shoshan,
es wäre einfacher, wenn man die Diagramme sehen könnte (insbesondere die Ergebnisse von Reintonaudiometrie und TEOAEs bzw. DPOAEs).
Es scheint keine Schallleitungs- (also Mittelohr-) Problematik vor zu liegen.
Dann hierzu:
Shoshan hat geschrieben:2012 Reinaudigramm Stapediusreflexe beidseits negativ (?) bedeutet?...
OTOAKUSTISCHE Emissionen nachweisbar über das gesamt Frequenzspektrum.
Diagnose: Innenohrschwerhörigkeit / Schallempfindungschwerhörigkeit beidseits mit Chronischem Tinnitus
Die Diagnose ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, da
1. eine Schallleitungsstörung ausgeschlossen wird,
2. die otoakustischen Emissionen unauffällig sind und
3. die Stapediusreflexe nicht auslösbar sind (hier stellt sich noch die Frage, ob ipsi- oder kontralateral).
Wenn der Hörverlust wirklich innenohrbedingt wäre (auf Grund von Lärm), dann wären die otoakustischen Emissionen auffällig. Dies hätte jedoch (insbesondere bei intaktem Mittelohr) keinen Einfluss auf die Auslösbarkeit der Stapediusreflexe bzw. auf die Schwellen (Stichwort Recruitment).
Die Ursache könnte mit der Diagnose eines Zervikozephalen Syndroms zusammen hängen.
Die Ergebnisse der BERA deuten nicht auf ein retrocochleäres Problem hin bzw. lässt sich daraus nicht auf ein solches schliessen.
Laut Reintonaudiometrie liegt ein Hochtonhörverlust ab 2 kHz vor. Dies kann lärmbedingt sein. Weshalb aber wird die Diagnose einer Lärmschwerhörigkeit gestellt (es könnte auch andere Ursachen haben)?
Es wäre aufschlussreich, wenn Du sämtliche Untersuchungsergebnisse (insbesondere die Potentialkurven der BERA ("Zick-Zack-Linien") anonymisiert hier hochladen könntest, so dass ich mir ein genaueres Bild der Hörstörung machen könnte.
Vielen Dank.
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme