Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

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Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#26

Beitrag von Faber »

moin Rondomat,
zu deinem Beitrag #24:
was "für DICH" "Richtungshören" ausmacht,
DAS war aber konkret NICHT das Fazit des langen Aufsatzes von fast-foot. Gelle? :)
LG
Gewichtl
muggel
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#27

Beitrag von muggel »

Hallo,

naja... Babys drehen auch nicht sofort direkt nach der Geburt den Kopf zu einer Schallquelle, sondern müssen auch dieses lernen. Das geht jedoch sehr schnell, aber bis zur "Perfektion", das genaue Erkennen fast auf den Grad genau, dauert.

@Rondomat: wenn du ein Bewegen der Geräuschquelle oder des Kopfes ausschließt, dann gebe ich dir natürlich Recht... dann ist ein Richtungshören nicht möglich.
Definiert man aber das Richtungshören als generelle Fähigkeit, eine Schallquelle zu orten, dann ist ein Richtungshören (mit Kopfdrehen etc) auch einohrig möglich.

Grüße,
Miriam
Auf mehrfachen Wunsch einer bestimmten Moderatorin hier die Warnung:
Achtung, auch gelegentlich bissig!
Rondomat
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#28

Beitrag von Rondomat »

Gewichtl hat geschrieben:moin Rondomat,
zu deinem Beitrag #24:
was "für DICH" "Richtungshören" ausmacht,
DAS war aber konkret NICHT das Fazit des langen Aufsatzes von fast-foot. Gelle? :)
LG
Gewichtl
Nein. Das war nicht das Fazit und schon gar nicht meines. Was für mich Richtungshören ausmacht, kannst Du ja gerne versuchen, zu widerlegen.
Viele Grüsse, Rainer
_________________________________ Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
rabenschwinge
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#29

Beitrag von rabenschwinge »

Sie versuchen es schon Miriam. Für mich wäre das im Mutterleib schon trainieren und kennenlernen übrigens gar nicht so außergewöhnlich sondern eher normal.
Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#30

Beitrag von Faber »

Rondomat,
jetzt ganz schlicht:
der Aufsatz von fast-foot befasste sich NICHT mit DIR,
und ICH habe das auch NICHT vor :)
LG
Gewichtl
rabenschwinge
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#31

Beitrag von rabenschwinge »

Gewichtl, bitte nicht polemisch oder beleidigend werden.
Rondomat
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#32

Beitrag von Rondomat »

Gewichtl hat geschrieben:Rondomat,
jetzt ganz schlicht:
der Aufsatz von fast-foot befasste sich NICHT mit DIR,
und ICH habe das auch NICHT vor :)
LG
Gewichtl
Dann ist es ja gut und wir können uns wieder ernsthaften Dingen zuwenden.Wie kommst Du eigentlich mit Richtungshören zurecht?
Viele Grüsse, Rainer
_________________________________ Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#33

Beitrag von Faber »

Rondomat hat geschrieben:
... wir können uns wieder ernsthaften Dingen zuwenden.Wie kommst Du eigentlich mit Richtungshören zurecht?
also "ernsthaften Dingen" bin ich immer zugeneigt.
deshalb bemühe ich mich ja auch um präzise Formulierungen :)
UND auch darum, möglichst "eigene Befindlichkeiten" bei der Beurteilung fremder Sachverhalte "auszubremsen". Insofern würde DIR nix nützen, wie ICH mit Richtungshören zurecht komme :)
Rondomat
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#34

Beitrag von Rondomat »

Stimmt. Geht mich ja auch nichts an.
Viele Grüsse, Rainer
_________________________________ Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#35

Beitrag von Faber »

Rondomat hat geschrieben:
Gewichtl hat geschrieben:moin Rondomat,
zu deinem Beitrag #24:
was "für DICH" "Richtungshören" ausmacht,
DAS war aber konkret NICHT das Fazit des langen Aufsatzes von fast-foot. Gelle? :)
LG
Gewichtl
Nein. Das war nicht das Fazit und schon gar nicht meines. Was für mich Richtungshören ausmacht, kannst Du ja gerne versuchen, zu widerlegen.
Gewichtl hat geschrieben:Rondomat,
jetzt ganz schlicht:
der Aufsatz von fast-foot befasste sich NICHT mit DIR,
und ICH habe das auch NICHT vor :)
LG
Gewichtl
rabenschwinge hat geschrieben:Gewichtl, bitte nicht polemisch oder beleidigend werden.
liebe Neumoderatorin rabenschwinge,
lies Obiges mal im Kontext.
vielleicht kommst du selbst drauf :)
LG
Gewichtl
fast-foot
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#36

Beitrag von fast-foot »

JND hat geschrieben:Da die von fast-foot angegeben Quellen doch etwas sehr unspezifisch sind (Die Primärquelle Warren, 1999 war nicht auffindbar) und um hier etwas mehr Differenzierung hineinzubringen, wie genau Richtungshören funktioniert und was mit einem und was mit zwei Ohren möglich ist, noch zwei Hinweise:

...

2) Das Gehör von Normalhörenden verwendet noch eine andere Technik als nur die Klangfarbe:...
Punkt 2) ist ja eh unbestritten.

Und hier ebenfalls noch ein Hinweis bezüglich der Frage, was mit einem Ohr möglich sei:

Die Quellen (und allgemein möglichweise sämtliche wissenschaftliche Untersuchungen zur betreffenden Thematik) halte ich für nicht besonders aussagekräftig, da ich davon ausgehe, dass ausschliesslich (bzw. vorwiegend) "beidohrig (normal) Hörende" Probanden untersucht wurden* (I).

Will man die Frage wirklich beantworten, müsste man (unter Umständen auch) eine grosse Anzahl an Probanden heran ziehen, welche einseitig taub sind.
Bei einer Person, welche seit Beginn ihrer Entwicklung (also noch vor der Geburt) mit einem Ohr nie etwas gehört hat, entwickeln sich die Strukturen im Bereich der retrocochleären Hörbahnen wohl anders.
Auch ist es so, dass (beidseitig) normal Hörende gar nie trainiert haben (ob nun bewusst oder unbewusst), mittels nur einem Ohr die Richtung, aus welchem ein Geräusch kommt, zu orten.
Von daher halte ich die von mir genannte Quelle (der einseitig taube diplomierte Akustiker, welcher sein Richtungshören testen liess - mit erstaunlichem Ergebnis) noch am Aufschlussreichsten (es sei denn, jemand könne eine Arbeit nennen, in deren Rahmen zumindest ebenfalls eine hohe Anzahl (oder auch geringe - allerdings "mit positivem Ergebnis bezüglich Richtungshören") an einseitig Tauben untersucht wurde).
Es handelt sich zwar nur um so etwas wie einen Erfahrungsbericht - befindet sich also bezüglich Glaubwürdigkeit auf der selben Stufe wie die im anderen Thread getroffenen Aussagen zweier Betroffener. Allerdings reicht ja ein einziges Beispiel** zum "Beweis" einer Behauptung (auf der Ebende "Erfahrungsbericht") aus (und nicht zwei Gegenbeispiele, um sie zu widerlegen).

*) das wäre inetwas so, wie wenn ich zur Untersuchung der Frage, wie schnell sich "Einbeinige" ohne Hilfsmittel fortbewegen können, ausschliesslich "Zweibeinige" untersuchen würde.

**) liest man im erwähnten Forum weiter, stösst man noch auf ein zweites

Hilfreich für mich wären wegen (I) also Studien, welche die Fähigkeit des Richtungshörens von einseitig Tauben mit dem von Normalhörenden vergleichen.
Diese würden meiner Ansicht nach die Diskussion voran bringen bzw. beenden.

Vielen Dank an alle, welche sich auf die Suche machen.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
fast-foot
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#37

Beitrag von fast-foot »

Wer suchte, der findet.

Ich bin nun in der Lage, die von mir aufgeworfene Frage auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen zu beantworten.
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Dani!
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#38

Beitrag von Dani! »

muggel hat geschrieben:Hallo,
Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass man auch als einseitig hörender (in gewisser Weise) eine Art Richtungshören entwickeln kann, jedoch nur bezüglich hoher Töne und niemals so gut wie jemand mit zwei funktionierenden Ohren.
Bei tiefen Tönen haben auch Zweiohrhörende Schwierigkeiten, die Schallquelle zu lokalisieren. Daher können im HiFi-Bereich Subwoover ohne weiteres irgendwo im Raum platziert werden.
muggel hat geschrieben: @Rondomat: wenn du ein Bewegen der Geräuschquelle oder des Kopfes ausschließt, dann gebe ich dir natürlich Recht... dann ist ein Richtungshören nicht möglich.
Definiert man aber das Richtungshören als generelle Fähigkeit, eine Schallquelle zu orten, dann ist ein Richtungshören (mit Kopfdrehen etc) auch einohrig möglich.
Das Richtungshören mit nur einem Ohr sehe ich auch unter diesen Umständen als fast unmöglich an, wenn das Opfer den Täter (Schallquelle) nicht sieht. Wie komme ich zu diesem Schluss? In meinem Haushalt lebt ein Erwachsener mit miserablen Horchern (siehe Signatur), davon aber zwei; und ein Erwachsener mit einem perfekten und einem tauben Ohr. Die Schnurlostelefone dürfen ausschließlich von mir gefunden werden, obwohl der Klingelton "klassisches Telefon" extra über das gesamte Frequenzband von 500-4000Hz verteilt ist.
Immer muss man alles selber machen lassen
Dominik
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
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Rondomat
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#39

Beitrag von Rondomat »

Ich bleibe dabei, nach 40jähriger einseitiger Taubheit: Richtungshören ist nur mit zwei Ohren möglich, vor allem im Freifeld, ohne Mitwirkung von Kopfdrehen und ohne Kenntnis der Quellposition, aus der der Schall kommt. Ich merke ja jetzt, wieder beidseitig hörend, den Unterschied. Und auch mein jetziger Zustand mit brauchbarem Richtungshören ging nicht von heute auf morgen, das hat jetzt auch zwei Jahre lang bis dahin gedauert (seit Versorgung der zweiten Seite mit dem CI).
Viele Grüsse, Rainer
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EinOhrHase
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#40

Beitrag von EinOhrHase »

@Rondomat

auch das kann ich - ruhigen Gewissens :lol: - wieder bestätigen.
Es ist ziemlich egal, ob man den Kopf in versch. Richtungen dreht, die Schallquelle ist definiitiv nur schwer zu orten.

Und doch muss ich ein kleines Veto einlegen:
Wenn man a) jahrelang trainiert, b) sich meist in der selben Umgebung aufhält
kann ! ein Richtungshören mit einem Ohr funktionieren und auch eben nur deshalb, weil gewisse Schallquellen dieselben sind und man "weiss" wo diese sein "müssen".
Das ist die einzig mögliche Erklärung, wann Richtungshören mit einem Ohr annähernd! möglich ist - wenn auch stark eingeschränkt.

In fremder Umgebung (zB Urlaub im Ausland) sieht die Sache so aus, dass das Orten von Schallquellen in nahezu jeder Situation nicht mehr möglich ist, da ua zuviel Hör-Eindrücke.

Gruss
Wer nicht (gut) hören kann, sollte genauer hinsehen ;)
Körper(sprache) lügt niemals :!:

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rabenschwinge
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#41

Beitrag von rabenschwinge »

Jap, ich denke auch, es sind zum Richtungshören zwei Ohren notwendig genauso wie ich zum räumlichen Sehen zwei Augen brauche und nicht nur eines.
Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#42

Beitrag von Faber »

aber zum "Richtungssehen" reicht EIN Auge - gelle? :)
es ist eben nicht alles ein Vergleich, was hinkt :)
rabenschwinge
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#43

Beitrag von rabenschwinge »

Tja, dann halte Dir doch mal das Auge zu, lass eine zweite Person im Raum etwas verstecken und geh auf die Suche......

oder versuch etwas dreidimensionales mit nur einem Auge zu malen.

Denn darum geht es: Ein Geräusch zu orten und die Schallquelle zu identifizieren.
tan
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#44

Beitrag von tan »

Meine Erfahrung ist: Richtungshören mit einem Ohr geht ... manchmal ein bisschen.
0250 0500 1000 2000 3000 4000 6000 8000 Hz
..10…..15.….25…..30….55…..60....55.…60 links OPN 2, 85er Hörer
..50…..55.….85…..95.100….110...115...95 rechts OPN 2, 105er Hörer
Ohrenklempner
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#45

Beitrag von Ohrenklempner »

tan hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Richtungshören mit einem Ohr geht ... manchmal ein bisschen.
...und damit sind alle Fragen beantwortet. :)
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

Zu audiologischen Ratschlägen, Anpassberatungen oder Hörgeräte-Offerten fragen Sie nicht mich sondern Ihren Hörakustiker (m/w/d)! 👍
Faber

Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#46

Beitrag von Faber »

Ohrenklempner hat geschrieben:
tan hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Richtungshören mit einem Ohr geht ... manchmal ein bisschen.
...und damit sind alle Fragen beantwortet. :)
der Kreis der Aufregung schließt sich
und wir sind wieder beim Fazit des Startposts des ursprünglichen, ersten Threads zu diesem Thema, seitens des Threadstarters fast-foot angekommen.
kurz:
"eigentlich ist ja alles gesagt, nur noch nicht von jedem"
stellte weiland den Valentins ihr Carl schon fest :)
Jani
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#47

Beitrag von Jani »

Trotzdem ist Richtungshören mit nur einem Ohr nicht so optimal wie mit beiden Ohren!!
Seit nach Geburt hörgeschädigt.

rechts: Naída Q70 CI seit 2001
links: Naída Q90 CI seit 2018

"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (Antoine de Saint-Exupéry) :blume1:
Dani!
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#48

Beitrag von Dani! »

Gewichtl hat geschrieben:kurz:
"eigentlich ist ja alles gesagt, nur noch nicht von jedem"
Und von manchem nicht oft genug..................

Lass uns andere doch einfach in Ruhe diskutieren. Wenn für dich bereits im zweiten Post alles gesagt ist, ist es die einfachste Sache der Welt, an einer Diskussion einfach nicht mehr teilzunehmen. Und wie du siehst, sind da durchaus manche von gegenteiliger Meinung zu dir. Akzeptiere das.
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#49

Beitrag von rabenschwinge »

Da hast Du recht Jani. Nur wer sein HG zur Prävention trägt ( wie das Gewichtl ja schon mehrfach schrieb)..... nun ja..... er ahnt nichts von dem, was tatsächlich Schwerhörige an Einschränkungen haben.
fast-foot
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Re: Die Sache mit dem einseitigem Richtungshören

#50

Beitrag von fast-foot »

So, den ausstehenden Beweis liefere ich nun nach. Man lese auf s. 13. Dort wurde einfach gesagt das Richtungshören von einseitig Tauben mit beidseitig Hörenden verglichen (ich hatte ja geschrieben, dass eine solche Studie bezüglich der aufgeworfenen Frage aussagekräftig sei). Ich zitiere den entscheidenden Satz:

"...wobei ein Proband Azimuth und Elevation der Schallquellen ähnlich exakt angab wie die binaural getesteten Normalhörenden."

https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.d ... elmann.pdf

Ab s. 13 oben findet man übrigens viele der Erklärungen (insbesondere solche, welche erklären, wie einseitiges Richtungshören funktioniert), welche ich bereits abgegeben habe*.

Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmals auf den Thread mit folgendem Link verweisen, welcher der Grund war, der Frage auf den Grund zu gehen:

http://www.schwerhoerigenforum.de/phpbb ... 751&page=2

In Beitrag #24 habe ich geschrieben:

"Ein eingschränktes Richtungshören ist auch bei einseitiger Taubheit möglich - wie gut das im besten Falle funktioniert, weiss ich nicht, insbesondere icht bei Kleinkindern."

Diese Aussage, welche zu Diskussionen Anlass gab (bzw. von rabenschwinge und akopti beanstandet wurde), ist also absolut korrekt.

Zunächst schrieb Dani! in Beitrag #37, dass man mit einem Ohr kein Richtungshören erzeugen könne.

Darauf musste ich unter anderem Beitrag #41 lesen:

"fast-foot, Dani! hat er wunderbar erklärt und ich sehe den Sinn Deines Postes, das die Meinung von einem Akustiker ( also jemand mit fundiertem Fachwissen, was Du nicht hast) unterwandert, nicht!

Es ist schlicht Blödsinn, was Du schreibst."

Und akopti schrieb von "Quatsch" (ich gehe davon aus, dass er der Akustiker ist, dessen Meinung ich underwandert hätte).

Die meisten hier (und im von mir eröffneten Thread) verfassten Beiträge mögen zwar interessant sein, sind jedoch in Bezug auf meine ursprüngliche Aussage bzw. aufgeworfene Frage ziemlich irrelevant, und die Schlussfolgerungen zum Teil falsch (ein häufig an zu treffender Fehler besteht darin, von sich auf alle anderen zu schliessen).

JND brachte für mich interessante Informationen ein, auch muggel, und Gewichtl hat aus meiner Sicht gut das Wesentliche hervor gehoben.

Vielen Dank an alle.

*) in einem Punkt lag ich allerdings falsch, den möchte ich nun korrigieren: die (wissenschaftlichen) Erkenntnisse sind nicht neu, sondern uralt (bald ein Vierteljahrhundert)

Gruss fast-foot
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