Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

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rabenschwinge
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#26

Beitrag von rabenschwinge »

Hoffi hat geschrieben: 29. Okt 2021, 22:36 Hallo,
ich wundere mich, dass zu dem Thema diskutiert wird, ohne dass der Grad der Schwerhörigkeit von den Betroffenen angegeben ist.

Als Musikliebhaber hatte ich das Glück, vor meiner SH (Beginn vor ca. 13 Jahren) viele tolle klassische Konzerte hören zu können.
Ich habe dann alle Phasen der Schwerhörigkeit (von leicht bis hochgradig) durch und kann bei Bedarf gern schildern, welche Live-Konzerte man in welcher Situation noch hören kann.

Grundsätzlich ist zu sagen, ab starker Schwerhörigkeit kann man Konzerte vergessen, leider. Da taugen die besten und teuersten Geräte nix.
Ich beziehe mich dabei nur auf live-Konzerte.
Wie es mit Radio, TV oder sonstigen Player ist, kann ich nicht exakt beurteilen, da ich nicht die modernsten Bluetooth-Geräte habe.

Beste Grüße und frohes Wochenende
Hoffi
Wieso möchtest Du den Grad der Schwerhörigkeit wissen?

Es handelt sich bei dem Konzert um eines von Max Raabe, also Chansons und Schlager im Stile der goldenen Zwanziger und Dreißiger des letzten Jahrhunderts und nicht um Mozarts Zauberflöte.

Im Übrigen genieße ich durchaus die Königin der Nacht als auch den Walkürenritt gern mit meinen HG´s im Musikprogramm und kann da gar nichts vergessen. Ganz im Gegenteil!
Dani!
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#27

Beitrag von Dani! »

Hoffi, deiner letzten Aussage muss ich entschieden widersprechen! Nur weil das du für dich entschieden hast, gilt es längst nicht für alle, dass man mit HGs live-Konzerte vergessen kann. Ich bspw habe diese sehr genossen.

@Oreo
Falls dein Hörgerät für Leute mit an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit gedacht ist, könnte eine Frequenzverschiebung aktiv sein. Für Musik ist das dann natürlich doof und sollte in einem Musikprogramm abgeschaltet sein.

Möglich ist allerdings auch eine Fehlfunktion des Gehörs.
Dominik
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L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Johannes B.
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#28

Beitrag von Johannes B. »

moin,
ich stimme Dominik zu, wenn er meint, dass Verallgemeinerungen stets schwierig sind.
Ich erinnere mich aber auch noch recht gut, wie unser verstorbener damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, im Alter stark schwerhörig, sehr darunter litt, dass Konzerte für ihn inzwischen eine Tortur seien.
Aber der letzte Satz von Dani! lässt mich aufhorchen:
was ist denn eine "Fehlfunktion des Gehörs"?

Freundliche Grüße
Johannes B.
"Wir sind die Guten"
ja, "Wahrheit" wird stets nur dann erfasst, wenn sie zum eigenen Weltbild passt ;-)
Carla
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#29

Beitrag von Carla »

Ich stimme hier Katja zu. Ich war auf einigen Konzerten, von Pavarotti :prayer: bis Rammstein. Bei letzterer Band achtete ich nicht auf die Töne, die Show stand hier im Vordergrund, und bei Pavarotti war ich so ergriffen, dass ich auch nicht darauf achtete, ob er die Töne hundertprozentig genau traf. Ich durfte da sein.

Dann kommt es auch auf die Hallenakustik an. Ich traue dem verstorbenen Bundeskanzler Schmidt durchaus zu, dass er nur in klassische Konzerte ging und akribisch auf die Töne achtete. Das sollte aber bei Max Raabe kein Problem sein.
KatjaR
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#30

Beitrag von KatjaR »

Oliver Sacks hat dazu in einem Buch "der einarmige Pianist" ein Kapitel geschrieben, in dem er den Fall eines Musikers mit cochlearer Amusie beschrieb. Dieser war durch Schwerhörigkeit in bestimmten Frequenzen nicht mehr in der Lage, Melodien harmonisch wahrzunehmen. Die passiert wohl einigen mit starker Schwerhörigkeit, vor allem wenn die Frequenzen sehr unterschiedlich betroffen sind.
Dem beschriebenen Musiker gelang es aber durchgezieltes Training mit ihm bekannten Musikstücken, diese Fähigkeit wieder zurück zu gewinnen und quasi seine Hörerinnnerung mt der neuen Hörerfahrung zu synchronisieren.
Das kann man meiner Erfahrung nach auch mit einem CI oder Hörgerät so machen, bei anfangs fehlendem Musikgenuss.
Wie ich bereits schrieb kommt es vielen bei Musikgenuss auch mehr auf die emotionale Resonanz an, als die klangliche Brillianz.
Hier muss jeder schauen, ob er mit dem was mit Hörhilfen erreicht werden kann Musik wieder genießen kann, oder nicht.
Ich würde dazu raten dran zu bleiben, da dadurch auch das akustische Zentrum in Frequenzunterscheidung trainiert wird, was auch für Sprachverstehen ein relevanter Aspekt ist.
LG
Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
Dani!
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#31

Beitrag von Dani! »

War ja klar, dass Johannes bei dem einen Satz aufhorcht. Aber Katja hat es gut beschrieben. Es betrifft nur schwere Schwerhörigkeit. Nicht fast-Normalhörende.
Dominik
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L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Hoffi
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#32

Beitrag von Hoffi »

Hallo,

ich habe mir verwundert die Augen gerieben, warum rabenschwinge meine Frage zum Grad der SH für o. g. Thema ignoriert.
Natürlich wollte ich keinem Betroffenen die Hoffnung nehmen, dass man mit starker/hochgradiger SH Konzerte besuchen kann.

Meine Ausführungen waren vor allem auf Klassik (Orchesterwerke) bezogen. Einzelinstrumente (Orgel oder Klavier) oder Blaskapellen sind eventuell machbar. Pop-Konzerte und Musik der 20...30 er Jahre kann ich nicht beurteilen.

Wenn ich meine HG total runterfahre kann ich mich noch ans Klavier setzen. Das Hörerlebnis ist sehr grenzwertig. Selbst musizieren war aber hier wohl nicht das Thema.

Dass man ab einem bestimmten SH-Grad mit Hörgeräten bei Konzerten nicht weiter kommt, ist ja logisch.
Die Funktion der äußeren Haarzelle (Lautheitsregulierung) ist mit dem besten Hörgerät nicht gegeben; auch nicht annähernd.
Daher werden die leisen Klänge (Streichinstrumente) und lauten (Blasinstrumente) so gemixt, dass nur "Brei" rauskommt.
Bei einem Konzert mit gleichen Instrumenten (nur Violinen, nur Blasinstrumente o. ä.) könnte das eventuell noch machbar sein.

Frage an Dani:
Wie ist das bei CI ? Mir hat bisher jeder HNO-Arzt gesagt, dass Musik live mit CI kaum möglich ist.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die CI einen Einfluss auf das Recruitment haben.
Wenn es anders ist, würde ich mich für dich und alle CI-Träger freuen.

Beste Grüße
Hoffi
Blümle
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#33

Beitrag von Blümle »

Meine SH ist von fast nix bis hochgradig, - je nach Frequenz.
Aber besten Dank für deine Mühe hier.
Sehr lieb und nett!

Laut und leise kann ich mit den Hörgeräten eigentlich ganz gut unterscheiden, - habe nicht den Eindruck, Brei in den Ohren zu haben (nur so fiese Otoplastiken 😂).

Habe erfahren, was ich wollte: Da ich meine HG ohne Automatiken, also „pur“ nutze, ist auch kein Musikprogramm nötig, da ich das mehr oder minder ohnehin schon habe.

Es wird also wahrscheinlich funktionieren, dass ich was vom Konzert habe.
Schaun mer mal, ansonsten war es nicht der erste Hunni, den ich wegen der HG in den Sand gesetzt hab… 😂🤣
Ich kann im Januar ja dann berichten.

Und übrigens: Max Raabe spielt mit Orchester, - einem ganz fantastischen sogar!🎼 🎶🎵🎶🎵🎶🎼🎹🎺🎷🎻🥁
Hoffi
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#34

Beitrag von Hoffi »

Hallo Blümle,
bei welcher Frequenz hast du keinen Hörverlust (nix ?), bei welcher bist du hochgradig?
Der Grad der SH ist einfach zu ermitteln. Hochgradig / an Taubheit grenzend ist bei 80 dB im Durchschnitt des besseren Ohres; dies ist WHO4-Grenze. Dort bin ich fast ran.

Ein Akustiker hat mal hier im Forum geschrieben, bei 80 dB wissen die Computer im Ohr eh nicht was sie machen. Dies ist zwar schon eine Weile her, geändert hat sich in der Beziehung aber nix ! Die leistungsfähigeren chip sind gut fürs Zubehör (bluetooth) aber wohl kaum eine Verbesserung der akustischen Wiedergabe.

Sollte jemand im Forum über die Entwicklung der Mikros und Lautsprecher aktuelle Infos haben, wäre ich sehr dankbar.
Für Lautsprecher gibt es sowieso nur einen Hersteller (oder zwei ?).
Wie es bei den Mikros aussieht weiß ich leider nicht.
Natürlich sind die Lautsprecher offensichtlich gar nicht so schlecht, da ich mit blutooth (Telefon) eine guten Empfang habe.

Schönen Abend
Hoffi
Blümle
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#35

Beitrag von Blümle »

Hallo Hoffi,
- da ich mir mehrfach erklären ließ, aber es nicht wirklich verstanden habe, wie groß mein Hörverlust ist, und es ja wohl auch verschiedene Methoden gibt, diesen auszudrücken, habe ich mir das eben nur so gemerkt, dass ich bei den tiefen Tönen noch recht gut hören kann und bei den hohen Tönen eben so gut wie nix mehr, was eben zum Ergebnis führt, dass es ohne diese vermaledeiten Otoplastiken nicht geht.

Wenn Du es genauer wissen willst, müsste ich mal noch eines der verschiedenen Audiogramme raussuchen. Die sind zwar alle aus nem ähnlichen Zeitraum, aber unterschiedlich, was auch wieder dafür spricht, dass man es so ganz genau ohnehin nicht sagen kann, was Sache ist. Genau kann ich nur sagen, dass ich ohne die Dinger ziemlich verständnislos durch die Welt laufe…
Rondomat
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#36

Beitrag von Rondomat »

Hallo Hoffi, ich bin zwar nicht Dani, aber er antwortet sicher auch noch. Ich kann als beidseitiger CI-Träger auch etwas dazu schreiben:

Zunächst sind Cis, wie Hörgeräte auch, grundsätzlich für das Sprachverstehen optimiert. Da fällt dann die Musik etwas herunter. Mit Cis wieder Musik zu hören, ist nicht einfach. Es gibt aber eine Faustregel: Wer sich in seiner noch guthörenden Zeit viel mit Musik auseinander gesetzt hat oder gar selbst musiziert hat, wird es einfacher haben, weil ja noch die Erinnerung an das "Vorher" mehr oder weniger vorhanden ist. Ich habe festgestellt, dass sich CI-Träger ohne diesen Hintergrund enorm schwer tun in der Tonhöhenerkennung, von Verschiedenheiten bei Instrumenten und Vokalstimmen, vor allem mehrstimmige, ganz zu schweigen. Das muss man sich tatsächlich antrainieren (wollen), dann kann man sich schon wieder einiges an Musikgenuss verschaffen. Anfangs sollte man mit wenigen Instrumenten begnügen, um erstmal die Klangfarben überhaupt zu erkennen und später auch auseinander zu halten. Mit einiger Übung geht das immer besser, aber dann kommen noch die technischen Eigenheiten des Cis dazu: Meist ein beschränkter Frequenzbereich zwischen 70 bis 8500 Hz - das schränkt schon den Bassbereich, von dem auch emotionales Erfühlen und Spüren in vielen Musikstilen abhängt. Also Bassgrummeln wie früher geht nicht mehr. Dafür bekommt man glockenklare Hochtöne, Soloinstrumente können nach einiger Übung ganz gut klingen und Solostimmen ebenfalls. Auch die Auflösung und Taktrate ist ziemlich mau - es kommt auch verhältnismässig wenig an musikalischen Informationen an, da schon die Reduktion auf 12, 20 oder noch einige mehr Elektroden nicht mehr das leisten können, was die 15.000 oder bis zu 18.000 äusseren Haarzellen vermögen, umzusetzen. Aber trotzdem schafft es das Gehirn - wieder nach viel Übung - gemeinsam mit dem aktuell Gehörten und dem aus der Erinnerung abgerufenen - ein bestmögliches Hören zu ermöglichen. Mit der Erinnerung an die Klänge von früher beschummelt man seinen Hörsinn quasi ein bisschen - aber wenn's funktioniert, warum nicht?

Was das Recruitment oder auf Deutsch auch Lautheitsausgleich genannt betrifft, so können insbesonders im Hochtonbereich plötzlich auftretende Impulsspitzen, die besonders "schräg" klingen, heftig aufschrecken. Deshalb ist es hier wichtig, dass schon bei der Erstanpassungso gut wie möglich das Level von Wahrnehmung des Tons, seine kritische Grenze, bevor er zu laut wird, und der Bereich dazwischen, den man dann als komfortable Zone bezeichnet, für jede Elektrode so optimal wie möglich einzustellen. Es gibt natürlich auch Softwarehelferlein, die hier eingreifen können, aber alles kann man doch nicht abdecken.

Ich hoffe, mit den Infos kannst Du was anfangen.
Viele Grüsse, Rainer
_________________________________ Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
Dani!
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#37

Beitrag von Dani! »

Hallo Hoffi,
Rainer hat das Technische schon in sehr guten Worten beschrieben.
Mir ging es in meinem Beitrag darum, dass man von sich nicht auf die Allgemeinheit schließen kann. Ich habe vor meinen CIs auch Hörgeräte getragen und trotz an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit auch und gerade klassische Musik genossen. Wie ich das gemacht habe? Keine Ahnung, spielt hier aber auch keiner Rolle.

Jetzt mit CIs genieße ich auch meine Musik(richtung). Das war nicht von Anfang an so. Da gehört aktives (Musikhör-)Training und viel viel Geduld dazu - und eine von Anfang an herunter geschraubte Erwartungshaltung. Denn dass es klappt ist kein Selbstläufer. Dass es in meinem Fall so gut funktioniert, darüber bin ich deshalb sehr froh. Aber ausgerechnet das Instrument, das ich selbst spiele (Klavier), klingt heute noch schräg. Das habe ich mir aber auch selbst zu verschulden, weil ich mich seit einigen Monaten zu wenig Zeit für das Selbstspielen widme. Ich habe ja noch andere große Baustellen, die sehr zeitintensiv sind und die ich nicht missen möchte.
Dominik
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L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Brittany
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#38

Beitrag von Brittany »

@Katja:
Liebe Katja,
danke für diesen phänomenalen Beitrag. Das ist für mich ein absolut wichtiger Gedankenanstoß. Ich stelle schon seit einiger Zeit fest, dass ich viel weniger Musik höre als früher, ohne mir allerdings allzu genau Rechenschaft darüber abgelegt zu haben, warum eigentlich. Neben verschiedenen anderen Gründen ist es natürlich auch irgendwie "anders und mühsamer" geworden. Da bei mir aber andere Dinge im Fokus standen, ist das irgendwie verschütt gegangen - sowohl als Aktivität als auch als Thema/Problem.
Dein Beitrag hat mich gerade aufgeweckt. ;-) Von dieser Warte aus hatte ich das noch nicht betrachtet, und das ist natürlich absolut superrichtig. Es ist - abgesehen vom Musikthema - für mich auch eine Warnung, wie schnell und letztlich unbeachtet man eben doch "in Schonhaltung" geht, weil man einfach nicht andauernd und in jeder Hinsicht darüber nachdenken kann. Insofern ist die Musik auch exemplarisch für andere Bereiche, wo das ebensogut geschehen kann.
Also danke für den Weckruf. :sm(89): Dranbleiben ist alles, und daran kann man gar nicht oft genug erinnert werden, auch wenn man es im Grunde weiß.

Brittany
rabenschwinge
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#39

Beitrag von rabenschwinge »

@Hoffi,

ich bin im Hochton an Taubheit grenzend schwerhörig und ohne Hörgeräte höre ich zwar was, verstehe aber verdammt wenig.

Auch für mich ist das Hören von Musik Fleissarbeit gewesen. Ich musste es schlicht trainieren. Zudem, das Hören wird mit Hörgeräten zumindest beim heutigen Stand der Technik nicht so sein, wie es ohne Hörgeräte mit einem gesunden Gehör war.

Ist einfach so. Ich höre jetzt mi zwei Geräten am Ohr, die mir das hörbar machen was mein geschädigtes Gehör nicht mehr wahrnehmen können. Sie verstärken manches, reduzieren anderes und machen mir in erster Linie das verständlich, was ich in meinem Alltag brauche: Die Sprache.

Darauf sind sie ausgelegt, dafür wurden sie entwickelt. Dann bringen sie mir die Alltagsgeräusche wieder näher, sodass ich nicht mehr unversehens von einem von hinten herannahenden Auto überrascht werde, ebenso höre ich den PKW der noch von der Hecke der Einfahrt verborgen wird.

Ich höre das Ticken der Uhr und das Überkochen meines Topfes. Alltagsdingen eben.

Musik hören kommt da erst sehr viel später.
oreo
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#40

Beitrag von oreo »

Danke für die Meldung.Die Gitarren sind ok, eine gibson les paul standard und eine guild sowie eine campus konzertgitarre (die ich aber selten spiele.) Das Problem ist, dass ich vor dem song erst mal die Tonleiter spielen muss, dann geht es. Wenn ich allerdings dann den gleichen Ton auf einer (meist) tieferen Saite spiele, muss ich mich sozusagen reinfühlen. Heißt, ich muss mich in die Tonarten reinhören, sie sozusagen erobern, dann geht es. Ähnlich beim Klavier spielen (ich klimpere ein bisschen, kann also einfache Akkorde greifen und rechts ein bisschen Melodie). Am besten funktioniert es, wenn ich erstmal ein paar Akkorde spiele, dabei auch die Bassaiten betone, weil ich mit den tiefen Tönen mehr Probleme beim differenzieren habe. Die hohen (h- und e-saite) sind in der Regel ok. Was auch besser als bei den altlen (widex) funktioniert ist bei den Phonak P 70 die Wiedererkenbarkeit von Musik und natürlich die Sprache.
Chocolate
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#41

Beitrag von Chocolate »

Also ohne direkt auf die anderen Antworten einzugehen, mal meine Meinung/Einschätzung

Ich liebe Musik, egal ob ich sie mache oder höre,
auch wenn sich durch die SH einige Schwierigkeiten ergaben habe ich im Endeffekt das Gefühl Musik immernoch genießen zu können, nur vielleicht etwas anders als vorher.
Ich spalte es mal auf in 2 Kategorien (Musik hören / Musik machen).

Ich bin schon früher sehr gerne auf Festivals und Konzerten gewesen und hatte befürchtet, dass das mit HG nicht mehr so geht. Mein Akustiker meinte da nur "warum sollte es nicht gehen". Ich musste zwar auf Festivals vielleicht mal bei Regen aufpassen (oder Wasserduschen in der Hitze) aber ansonsten war es kein Problem. Ich hab vor den HG auf lauten Konzerten Oropax getragen, den Job haben dann die Otoplastiken übernommen, bzw das abriegeln der Geräte wenn es zu laut wird (da ist mein Mann tatsächlich etwas neidisch).
Ich war als ich neue HG bekommen habe sogar echt gespannt vor dem ersten Konzert, weil ich mich gefragt habe wie GUT es wohl wird (war super!), nicht wie schlecht.
Und ich war nicht nur auf Konzerten mit heftigerer Musik, das schönste war tatsächlich ein großes Orchester-Konzert, welches definitiv kein rausgeschmissenes Geld war, ich fand es klasse.

Das selbst Musizieren ist etwas schwieriger geworden, da ich am Anfang lieber ohne HG gespielt habe (Querflöte und Gitarre). Ich hab dann irgendwann im Laufe der Verschlechterung gemerkt, dass ich nicht mehr alle Töne auf der Flöte hören kann ohne HG und musste mich dann etwas dran gewöhnen mit HG zu spielen (hab dafür ein Musikprogramm gehabt) und danach war das kein Problem mehr.
Beim Querflöte spielen finde ich, es gibt manchmal einen Unterschied, aber Gitarre mit HG fühlt sich für mich vollkommen natürlich an, auch im normalen Programm.

Vielleicht hilft meine etwas verspätete Antwort ja noch
Chrissy

Edit: Ich kann meine Gitarre mit HG immernoch fast exakt nach "Gehör" stimmen, ich höre Dissonanzen oder Verstimmungen sehr deutlich raus.
Beidseits mittlerweile bis an Taubheit-grenzend SH
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Musihu
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#42

Beitrag von Musihu »

Hallo, Livemusik mit Hörgeräten geht bei mir überhaupt nicht, da krieg ich die Macke. Durch meine Tieftonschwerhörigkeit sind bestimmte Sinneshärchen zerstört, ausgerechnet die, die Lautstärke erträglich machen. Dadurch wird’s unerträglich laut und mit Hörgeräten gleich recht. Das nennt man Hyperakusis. Eine ganz beschi.... Form der Schwerhörigkeit. Da hast du nur noch die hohen Frequenzen und diese noch verzerrt. Auf dem anderen Ohr geht’s gerade noch mit 45 Prozent Hörleistung, aber ebenfalls überempfindlich gegenüber Lärm. Da helfen keine HG um genussvoll Musik zu hören. Wenn doch, stöpsel ich mir sogar die Ohren mit Gehörschutz 15 dB bzw. 25 dB. zu, oder gleich ganz. Wenn ich das Autoradio an habe und HG drin, ist die Lautstärke einigermaßen erträglich. Also, Livemusik/ Konzerte mit HG geht bei mir nicht, schade, wenn doch ein Konzert ansteht mache ich die Ohren zu, höre alles ganz leise und begnüge mich eventuell mit dem visuellen Erlebnis und meine Frau muss nicht alleine gehen. Ich war Himmelfahrt unterwegs, mancher Orts allerhand Krawall wie ich doch einen Mann ansprach, welcher HG trug. Ich fragte ihn wie er die laute Musik ertrage, womit er mir zur Antwort gab, er drehe ganz einfach seine HG leiser und es funktioniert. Auch habe ich einen Bekannten der regelmäßig noch zur Disco rennt und dabei seine HG nutzt. Somit scheint das schon irgendwie zu funktionieren, hängt wohl mehr oder weniger von der Schädigung ab. Den „Luxus“ so zu hören wie zu alten Zeiten, noch ohne Schwerhörigkeit weiß man jetzt erst richtig zu schätzen. Meine gesamte LP und CD Sammlung macht mir nur noch wenig Freude. Am angenehmsten sind mir da noch Kopfhörer, die kleinen In Ear Dinger mit denen sich gegenwärtig jeder zweite bereits jetzt seine Ohren beginnt zu schädigen, verrückt.
Leute, das wäre meine Story. Ich wünsche Euch was, Musihu.
Tuchel48.1.1
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#43

Beitrag von Tuchel48.1.1 »

Hallo, Musihu, solange die Konzerthallen keine Induktions-Geräte hat, macht für uns Hörgeschädigte der Besuch keinen Sinn! Es ist bedauerlich, daß sich die Konzerthäuser nicht mal die Mühe mach, überhaupt über so was nachzudenken! Sollte zufällig mal ein konzerthaus diese Induktion einbauen, hält es das Konzerthaus geheim, was natürlich Unsinn ist. Ich bin schon lange nicht mehr in ein Konzerthaus gegangen. Ich spar mir lieber das GeEld für was Anderes! Nämlich zuhaues entsprechendes anzuschaffen, da habe ich mehr davon!
Chocolate
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#44

Beitrag von Chocolate »

@Tuchel48.1.1
Ich finde, dass ist etwas zu schwarz/weiß gedacht. Die Wahrnehmung ist ja sehr subjektiv und der Grad der Hörschädigung und die Art und Qualität der Versorgung spielen da viel mit rein. Und davon abgesehen ja auch die Halle oder der Raum selbst, da die Akustik ja sehr unterschiedlich sein kann.

@Musihu
Ich würde dir wünschen, dass du eine Einstellung für deine Geräte findest, mit der du zufrieden bist.
Solange du derart abgeneigt von dem Klang bist, würde ich denken, kannst du Musik auch nicht genießen.
Die Situation in der du dich gerade siehst, war die vor der ich mich damals am meisten gefürchtet habe. Ich konnte es mir nicht vorstellen, ohne Musik zu leben. Glücklicherweise musste ich es auch nicht, ich höre sogar mehr Musik als vorher glaube ich, da der ComPilot mir das sehr leicht macht. Es gibt Situationen das klappt es nicht gut (Fahrrad fahren, Straßenbahn), und als meine alten HG an der Leistungsgrenze waren war der Klang nicht mehr so wie ich es gewünscht hätte, aber als ich danach meine jetzigen HG getestet habe hatte ich das Gefühl von alten PC Boxen auf Sennheiser OverEar Kopfhörer umgestiegen zu sein.
Es mag mir vielleicht nur so vorkommen, aber deine Beiträge lesen sich so, als hättest du dem ganzen nie eine Chance gegeben, und das die deine Einstellung der Geräte bei weitem nicht optimal ist.
Beidseits mittlerweile bis an Taubheit-grenzend SH
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Musihu
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#45

Beitrag von Musihu »

Danke Für Eure Kommentare. Ende des Monats habe ich bei einem Akustiker einen Termin, welcher u.a. Musiker betreut und selbst einer ist. Ich habe selbst lange Musik gemacht, in zwei Bands gespielt, später dann als Alleinunterhalter herumgezogen, oder auch zu zweit. Dann, über Nacht Hörsturz und bis heute Tinnitus. Eine Welt brach zusammen. Nun spiele ich immer mal noch, gemeinsam mit einem Kumpel zu kleinen Muggen, maximal eine halbe bis einer Stunde. Dabei ohne Hörgeräte und die kleine Bose Box zu meiner Rechten zugewandt, da das rechte Ohr noch einigermaßen funktioniert. Dabei allerdings beidseitig Gehörschutz. Mein Kumpel spielt Saxophon, Querflöte und diese dröhnen ganz schön rein. Ich werde den neuen Akustiker mal fragen wie es sich mit sogen. In Ear Monitoring HG verhält. Ich glaube auch, daß meine jetzigen HG nicht optimal eingestellt sind, deshalb eben auch die zweite Meinung. Die Dinger waren ja immerhin obere Preiskategorie. Ich brauch mein Musikerlebnis weiterhin irgendwie, wie Ihr auch und muss unbedingt einen akzeptablen Lösungsweg finden. Leider mischt sich der ätzende Tinnitus jedesmal mit rein und verstärkt sich manchmal sogar noch. Das macht mir auch zu schaffen. Dann kommen gleich mal depressive Phasen und es nicht wahr haben wollen wie es gekommen ist. Ich empfinde es übrigens mit dem Tragen der HG ständig zu laut im Alltag, auch wenn ich die ganz runter drehe ist noch aktiv und nicht sehr angenehm. Trage diese nun über zwei Jahre und in der Zeit ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Mich würde schon mal ein Probelauf mit jetzigen HG interessieren, habe auch schon Angebote als Testperson bekommen, ist aber noch zu zeitig da ich von der KK noch keinen Zuschuss erwarten kann. Ich hoffe, es kommt bald mal die Zeit in der ich die Dinger morgens rein stecke und abends auf den Nachttisch legen werde und sie tagsüber kaum noch wahrnehme ( außer meinen blöden Tinnitus ). Aber klasse, dass Ihr Euch meldet und Eure Erfahrungen mit mir teilt, toll. Vielen Dank und Grüße von Musihu,
svenyeng
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#46

Beitrag von svenyeng »

Hallo!
Dabei ohne Hörgeräte und die kleine Bose Box zu meiner Rechten zugewandt, da das rechte Ohr noch einigermaßen funktioniert. Dabei allerdings beidseitig Gehörschutz.
Da musst Du aber die Bose ganz schön aufdrehen, wenn Du Gehörschutz drin hast.
Also ich würde Dir zu einer InEar Anlage raten. Am besten ne gute von Sennheiser.
Dann brauchst Du auch keinen Gehörschutz mehr.
Ich stehe mit den Keyboards direkt neben dem Schlagzeuger.
Das rumst ganz ordentlich. Aber ich bekomme davon nicht mit, weil ich die InEars in den Ohren haben.
Das Schlagzeug ist komplett mikrofoniert, so kann ich mir das in angenehmer und passender Lautstärke auf die InEars geben.

Gruß
sven
Skater
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#47

Beitrag von Skater »

Ich war gestern auf einem Rock-Konzert. Meine sehr gut hörenden Bekannte waren von der Akustik begeistert.
Für mich klang das Ganze eher wie ein "Brei". Insbesondere die Sänger und Sängerinnen verschwanden komplett.
Lediglich in leisen Passagen war überhaupt ein Klangbild zu erkennen.
Mit der Reduktion der Verstärkung wurde es wesentlich besser. Musik und Sänger waren, da laut genug, gut zu hören.
Allerdings war es, dem Hochtonabfall geschuldet, immer noch nicht umfassend genießbar.
Eventuell hätte ein paar Versuche mit der App was retten können. Wollte ich nicht.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass Musik, Gesang oder Sprache aus einem (HiFi oder PA)Lautsprecher für die HG etwas anderes ist, als 'Unplugged'.
Warum auch immer.
Gruß Frank
Hochtonschwäche, Phonak Audeo P90-R
Musiker_72
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Registriert: 9. Nov 2014, 18:08
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#48

Beitrag von Musiker_72 »

Moin,
ich habe ein ganzes Arsenal von Methoden zum Musikhören. Hierbei kommt es aber immer auch auf den Grad der Schwerhörigkeit an (bei mir typischer Hochtonverlust und Hyperakusis wg. Schädigung der äußeren Haarzellen).

Ich habe zwei paar HG, eines mit offenen Schirmen (Hauptgerät) und eines mit Hörluchs Hörschutz Otoplastiken. Ferner habe ich Elacin Hörschutz mit drei Filterstärken (9dB, 15 dB, 20 dB).

Die normalen HG verwende ich
- zum Gitarrespielen und Singen (dabei 2 klicks leiser gestellt)
- zum Klavierspielen, wenn es eher leisere Stücke sind oder ich nicht stundenlang übe
- Für Konzerte bei Klassik (großes Orchester: Eher nach hinten setzen)
- Für Musik von CD über die Anlage

Die geschlossenen HG verwende ich
- bei etwas lauterer Musik, z.B. unverstärkte Bigband
- wenn ich mich zusätzlich zur Musik auch unterhalten muss, etwa bei einer Bandprobe (dann stelle ich während der Musik leiser oder verwende ein Programm mit viel Kompression)
- wenn ich sehr intensiv Klavier üben möchte (ich habe einen Flügel in einem recht kleinen Raum, das wird mir mit den normalen HG auf Dauer zu laut)

Die Elacin Stöpsel verwende ich bei sehr lauten Rock/Pop Konzerten. Das klingt dann besser als die geschlossenen HG, weil diese dann anfangen zu verzerren bzw. der Kompressor in die Sättigung geht.

Eine Erwähnung wert sind noch Schallschutzkopfhörer. Bei Konzerten sieht man oft Kinder damit, ich selbst habe einen für Schlagzeuger, der ebenfalls (wie die Elacin Stöpsel) relativ linear dämpft.

Den kann ich einfach über die normalen HG drüberziehen, sodass diese wieder in einem "normalen" Lautstärkebereich arbeiten können und nicht verzerren / matschig klingen. Das wäre noch eine Möglichkeit für alle, bei denen es ohne HG einfach zu schlecht klingt, weil bestimmte Frequenzen dann gar nicht mehr hörbar sind.
AnnaGreta
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#49

Beitrag von AnnaGreta »

Mit meinen Otikon Geräten war das überhaupt kein Problem.
Im Moment habe ich Phonak Geräte zur Probe, und mit den Dingern ist schon die Musik im Autoradio unschön.
britta.b
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Re: Konzertbesuch mit HG überhaupt sinnvoll möglich?

#50

Beitrag von britta.b »

Ich bin seit vielen Jahren hochgradig schwerhörig und trage beidseitig beidseitig Phonak Naida UP mit Schalenotoplastiken.
Natürlich klingt die Musik für mich bei einem Rockkonzert oder Festival nicht so wie für Normalhörige.
Den Anspruch habe ich aber auch gar nicht, ich muss nicht feinste musikalische Nuancen hören oder den Sänger, die Sängerin verstehen, beim Konzert oder Festival geht es mir um das Gesamterlebnis und dazu gehört Licht, Show, Atmosphäre, Publikum die Bässe die ich Spüre etc. etc.. und all das erlebe ich auch als hochgradig Schwerhörige intensiv, sodass ich die Konzerte genauso genießen kann wie meine normal hörende Freundin mit der ich immer auf Konzerte gehe. Und unterhalten über das Konzert tun wir uns dann halt erst nach dem Konzert in ruhiger Atmosphäre.
Liebe Grüße
Britta
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