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Schwerhörigkeit 6.5Monate? Schwierige Diagnostik und grosse Sorgen!

Verfasst: 11. Feb 2026, 18:22
von mona6005
Hallo zusammen

Schon seit einigen Monaten lande ich immer wieder in diesem Forum und lese mir Beiträge durch.
Unser Sohn ist aktuell 6.5 Monate alt und eine Schwerhörigkeit steht im Raum, was uns tagein tagaus unglaublich belastet.
Am 2. Lebenstag waren die OAEs auf beiden Ohren nicht detektierbar. Im Verlauf wurden beim Kinderarzt wiederholt Versuche getätigt, jedoch war unser Sohn sehr oft sehr unruhig und die Messung konnte nicht durchgeführt werden. Nur einmal konnte die Messung erfolgen auf einer Seite, die auch nicht bestanden wurde (jedoch hat dabei die Hand des Arztes sichtlich gezittert).
Im Alter von 4.5 Monaten wurde eine ClickBERA im Spntanschlaf durchgeführt: Resultat klare Wellen bds bei 40dB. Der Pädaudiologe versicherte und, dass es sich maximal um eine mittlere Schwerhörigkeit handeln könne. In der FrequenzBERA mit 5.5 Monaten im Spontanschlaf wurden sehr schlechte Werte detektiert (teils bis 80dB), jedoch ist unser Sohn dabei auch aufgewacht (ein weiterer Pädaudiologe meinte die Untersuchung sei nicht zu verwerten).
Mit 6 Monaten wurde eine Verhaltensaudiometrie durchgeführt, wobei unser Sohn die 3 Tage/Nächte zuvor starkes Fieber hatte (Impfung) und zudem sehr erkältet war (Infekt). Dabei wurde eine Hörschwelle von 50dB gemessen. Zudem fand sich in der Tympanometrie ein Mittelohrerguss linksseitig. Die OAEs konnten aufgrund von starkem Röcheln wegen der Erkältung nicht durchgeführt werden.

Wir sind nun sehr verunsichert. Der Pädaudiologe der Verhaltensaudiometrie meinte auf meine Nachfrage, auch ein Normalbefund sei immer noch möglich (aufgrund des Alters müssten noch einige dB angezogen werden(?) und er sei stark erkältet mit Erguss). Trotzdem waren die Resultate immer auffällig und es scheint immer wahrscheinlicher, dass tatsächlich etwas ist.

Eine BERA in Sedation ist für im Alter von 10 Monaten geplant.

Meine Fragen:
- Wie kann die ClickBERA eine Schwelle von 40dB ergeben und die Verhaltensaudiometrie 50dB? Kömnen wir uns auf die ClickBera verlassen? Sprich, wenn einmal klare Signale bei 40dB nachgewiesen wurden, kann es dann plötzlich schlechter werden?
- Was sind eure Erfahrungen mit Aussagekräften zu Verhaltensaudiometrien mit 6 Monaten?
- Uns wurde anstelle der BERA in Sedation eine erneute Verhaltensaudiometrie mit ca 9Mt angeboten. Sollten wir diese vorerst wahrnehmen um allenfalls auf die Sedations Untersuchung verzichten zu können? (Klar bräuchte es bei einem erneuten auffälligen Befund diese Untersuchung in Sedation.)
- Wie schätzt ihr die Situation ein: Dürfen wir uns noch Hoffnung auf ein normales Gehör machen? Oder zumindest, dass er keine Hörgeräte braucht?
- Ich beobachte ihn im Alltag und bin mir an gewissen Tagen sicher, dass er mich gut hört, an anderen nicht. Immer wieder reagiert er auch auf eher leise Geräusche, dann wiederum interessieren ihn meine Rufe oder lautere Geräusche kaum. Jedoch ist die Beurteilung im Alltag in diesem Alter auch unglaublich schwierig und wir machen uns fast verrückt dabei. Was jedoch konstant auffällt ist, dass er noch nicht brabbelt und gerne laut kreischt jedoch durchaus auch melodisch und lauter und leise.

Wir sind ech verzweifelt vom ganzen Hin und Her und wünschen uns für ihn, dass am allerliebsten alles nur methodische messtechnische Schwierigkeiten waren.

Vielen Dank für eure Rückmeldungen, liebe Grüsse aus der Schweiz

Herzlichst, Mona

Re: Schwerhörigkeit 6.5Monate? Schwierige Diagnostik und grosse Sorgen!

Verfasst: 11. Feb 2026, 18:46
von KatjaR
Liebe Mona,
da kann dir hier leider keiner was Verlässliches sagen.
Klar ist das für euch als Eltern sehr verunsichernd und man klammert sich an die Hoffnung, dass alles in Ordnung ist.
Das wünsche ich euch und eurem Sohn natürlich auch.
Nichtsdestotrotz ist es halt nicht sicher und daher müßt ihr die folgenden Untersuchungen noch erledigen.
Dass sich Befunde unterscheiden ist in dem Alter eher die Regel als die Ausnahme.
"Verlassen" kann man sich auf keien der Untersuchungen, da zeitweilige Erkrankungen eine Rolle spielen können, auch Messtoleranzen und Unterschiede
wie sie bei allen Verfahren vorkommen, können eine Rolle spielen. Bei Verhaltensaudiometrie ist es sehr störanfällig.
Daher würde ich mich keinesfalls auf diese verlassen und die Untersuchung in Seditation unterlassen.
Hoffnung möchte ich euch dahingehend machen, dass auch das Vorliegen einer Hörschädigung für den kleinen Mann zwar nicht optimal ist,
er damit aber ein gutes Leben führen kann, da ihr euch als Eltern verantwortungsvoll kümmert und den Hinweisen nachgeht.
Falls er mal Hörgeräte braucht, ist das kein Beinbruch, bei guter Förderung stehen im trotzdem (fast) alle Wege offen.
Alles Gute für euch und berichtet bitte weiter.
Liebe Grüße
Katja