Bin neu hier
Verfasst: 11. Aug 2010, 22:35
Hallo zusammen,
auch ich möchte einen Thread eröffnen mit einem Titel, der hier schon mehrfach auftaucht: Bin neu hier.
Ich bin 49 Jahre alt, wohne im Raum Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen (Rhein-Neckar-Raum oder auch Rhein-Neckar-Dreieck) und bin sog. "zugewieser Beamter" zur DB Regio AG. Seit 2003 wurde bei mir eine mittelgradige Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr diagnostiziert, die sich mittlerweile zu einer hochgradigen verschlechtert hat und zwar derart, dass mein bisheriges Hörgerät - ein Hanseaton - keine Töne mehr hörbar machen kann. Zur Zeit teste ich wieder Hörgeräte aus. Vor drei Jahren hatte ich auch auf dem linken Ohr einen leichten Hörsturz, der sich aber weitestgehend wieder von selbst "repariert" hat, ansonsten höre ich links sehr gut und kann somit sehr viel kompensieren.
Kurz zu meiner Hörschädigungsgeschichte:
Im Dezember 2002 suchte ich einen HNO wegen beidseitigem Tinnitus auf. Der Hörtest ergab allerdings, dass für beide Ohren ein für mein Alter normales Hören diagnostiziert wurde. Gegen den Tinnitus bekam ich ein Gingko-Präparat. Während des Jahres 2003 verschlechterte sich mein rechtes Ohr, OHNE dass ich es großartig bemerkt hätte. Da ich zumeist mit dem rechten Ohr telefonierte war ich Anfangs der Überzeugung, die Telefone wären defekt oder habe entsprechende Apparate einfach lauter gedreht. Nur durch Zufall bemerkte ich, dass es nicht die Technik war sondern das Ohr, als einmal den Hörer an das linke Ohr hielt, wo alles lauter, klarer und deutlicher war. Als ich es bemerkte, suchte ich umgehend einen HNO auf, der bemerkte, es wäre schon zu spät, man könne nur noch versuchen, ob etwas zu retten ist. Infusionen wollte er mir keine mehr geben, sondern verschrieb mir Trental.
In der ersten Hälfte des Jahres 2004 verschlechterte sich mein rechtes Ohr abermals und diesmal bekam ich 7 Infusionen in einer Woche. Vorgesehen waren 10 aber da sich keine Besserung einstellte wurde die Infusionsverabreichung abgebrochen. Im August 2004 hat mir dann der Betriebsarzt verboten, meinen Dienst auf einem Stellwerk weiter auszüben und verboten, Gleise zu überschreiten, bis ich mir ein passendes Hörgerät verabreichen lasse. Ich entschied mich für ein Hanseaton (genaue Typbezeichnung weiß ich nicht mehr) mit dem ich dann recht gut wieder hörte. Allerdings habe ich das Hörgerät nicht immer eingestöpselt, da es mich zuweilen störte.
Seit Anfang letzten Jahres bemerkte ich, dass das Hörgerät kaum noch laut genug ist und ich habe es noch einmal justieren lassen. Nun war es wieder etwas lauter, nur hat es auch unheimlich rück gekoppelt, was ich selbst nicht hörte, sondern andere Leute mir sagten. Im Juli wurde mir eine neue Hörgeräteverordnung ausgestellt und bin nun wieder am Testen, aber mit nicht zufriedenstellenden Erfolg. Hörgeräte immer zu leise und zum Teil einen sog. "Drumbeat-Effekt" (Übersteuerung) wenn grelle Töne über das Hörgerät ins Ohr gelangen oder bestimmte Silben gesprochen werden. Allerdings führe ich den Übersteuerungs-Effekt nicht auf die Hörgeräte sondern auf die Hörschädigung zurück, da dieser Effekt auch eintritt, wenn ich über Kopfhörer Musik oder Sprache ans Ohr führe.
Seit meiner Hörschädigung setze ich mich auch mit Veröffentlichungen aus dem Internet und speziell von der deutschen Tinnitus-Liga auseinander. Und wenn man eine Hörschädigung hat, kommt man auch nicht umhin, sich mit einem gewissen Dr. Wilden und seiner Low-Level-Therapie zu befassen. Entgegen der Tinnitus-Liga und den HNOs, die ich aufgesucht habe, ist Wilden nicht der Auffassung, dass Hörgeräte ständig getragen werden sollten, da auch Hörgeräte Schallverstärker seien, die auf Dauer das Ohr noch mehr schädigen. Andererseits behauptet die Schulmedizin, dass man Hörgeräte so oft wie möglich benutzen soll, damit das Ohr das Hören nicht gänzlich "verlernt".
Hier bin ich doch etwas verunsichert, denn beides - die Meinung der Tinnitus-Liga und der von mir aufgesuchten HNOs einerseits, sowie die Meinung von Dr. Wilden andererseits sind nicht unplausibel.
Hier mache ich mal einen Strich
Liebe Grüße
auch ich möchte einen Thread eröffnen mit einem Titel, der hier schon mehrfach auftaucht: Bin neu hier.
Ich bin 49 Jahre alt, wohne im Raum Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen (Rhein-Neckar-Raum oder auch Rhein-Neckar-Dreieck) und bin sog. "zugewieser Beamter" zur DB Regio AG. Seit 2003 wurde bei mir eine mittelgradige Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr diagnostiziert, die sich mittlerweile zu einer hochgradigen verschlechtert hat und zwar derart, dass mein bisheriges Hörgerät - ein Hanseaton - keine Töne mehr hörbar machen kann. Zur Zeit teste ich wieder Hörgeräte aus. Vor drei Jahren hatte ich auch auf dem linken Ohr einen leichten Hörsturz, der sich aber weitestgehend wieder von selbst "repariert" hat, ansonsten höre ich links sehr gut und kann somit sehr viel kompensieren.
Kurz zu meiner Hörschädigungsgeschichte:
Im Dezember 2002 suchte ich einen HNO wegen beidseitigem Tinnitus auf. Der Hörtest ergab allerdings, dass für beide Ohren ein für mein Alter normales Hören diagnostiziert wurde. Gegen den Tinnitus bekam ich ein Gingko-Präparat. Während des Jahres 2003 verschlechterte sich mein rechtes Ohr, OHNE dass ich es großartig bemerkt hätte. Da ich zumeist mit dem rechten Ohr telefonierte war ich Anfangs der Überzeugung, die Telefone wären defekt oder habe entsprechende Apparate einfach lauter gedreht. Nur durch Zufall bemerkte ich, dass es nicht die Technik war sondern das Ohr, als einmal den Hörer an das linke Ohr hielt, wo alles lauter, klarer und deutlicher war. Als ich es bemerkte, suchte ich umgehend einen HNO auf, der bemerkte, es wäre schon zu spät, man könne nur noch versuchen, ob etwas zu retten ist. Infusionen wollte er mir keine mehr geben, sondern verschrieb mir Trental.
In der ersten Hälfte des Jahres 2004 verschlechterte sich mein rechtes Ohr abermals und diesmal bekam ich 7 Infusionen in einer Woche. Vorgesehen waren 10 aber da sich keine Besserung einstellte wurde die Infusionsverabreichung abgebrochen. Im August 2004 hat mir dann der Betriebsarzt verboten, meinen Dienst auf einem Stellwerk weiter auszüben und verboten, Gleise zu überschreiten, bis ich mir ein passendes Hörgerät verabreichen lasse. Ich entschied mich für ein Hanseaton (genaue Typbezeichnung weiß ich nicht mehr) mit dem ich dann recht gut wieder hörte. Allerdings habe ich das Hörgerät nicht immer eingestöpselt, da es mich zuweilen störte.
Seit Anfang letzten Jahres bemerkte ich, dass das Hörgerät kaum noch laut genug ist und ich habe es noch einmal justieren lassen. Nun war es wieder etwas lauter, nur hat es auch unheimlich rück gekoppelt, was ich selbst nicht hörte, sondern andere Leute mir sagten. Im Juli wurde mir eine neue Hörgeräteverordnung ausgestellt und bin nun wieder am Testen, aber mit nicht zufriedenstellenden Erfolg. Hörgeräte immer zu leise und zum Teil einen sog. "Drumbeat-Effekt" (Übersteuerung) wenn grelle Töne über das Hörgerät ins Ohr gelangen oder bestimmte Silben gesprochen werden. Allerdings führe ich den Übersteuerungs-Effekt nicht auf die Hörgeräte sondern auf die Hörschädigung zurück, da dieser Effekt auch eintritt, wenn ich über Kopfhörer Musik oder Sprache ans Ohr führe.
Seit meiner Hörschädigung setze ich mich auch mit Veröffentlichungen aus dem Internet und speziell von der deutschen Tinnitus-Liga auseinander. Und wenn man eine Hörschädigung hat, kommt man auch nicht umhin, sich mit einem gewissen Dr. Wilden und seiner Low-Level-Therapie zu befassen. Entgegen der Tinnitus-Liga und den HNOs, die ich aufgesucht habe, ist Wilden nicht der Auffassung, dass Hörgeräte ständig getragen werden sollten, da auch Hörgeräte Schallverstärker seien, die auf Dauer das Ohr noch mehr schädigen. Andererseits behauptet die Schulmedizin, dass man Hörgeräte so oft wie möglich benutzen soll, damit das Ohr das Hören nicht gänzlich "verlernt".
Hier bin ich doch etwas verunsichert, denn beides - die Meinung der Tinnitus-Liga und der von mir aufgesuchten HNOs einerseits, sowie die Meinung von Dr. Wilden andererseits sind nicht unplausibel.
Hier mache ich mal einen Strich
Liebe Grüße