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Tonhöhen
Verfasst: 4. Nov 2016, 12:44
von Musikinstr
Moin, verehrte Mit-Schwerhörige!
Kennt jemand das Problem? Die Tonhöhen beim Hören von Musik kommen falsch im Hrin an. Ich habe über Jahrzehnte beruflich mit alten Musikinstrumenten zu tun gehabt, habe unterschiedliche musikalische Temperaturen (nach Gehör) gestimmt und habe intensiv in kleinen Chören gesungen. Seit einiger Zeit stelle ich fest, dass ich Tonhöen falsch wahrnehme (was ich z.B. im Vergleich zwischen genauer musikalischer Erinnerung und gegnärtigem Hören feststelle, dazu auch meine Frau: "Du singst falsch"). Die Freude an Musik ist verloren.
Geht es anderen ähnlich? Kennt jemand einen Speziliasten für einen Fall wie meinen?
Bitte melden!
Re: Tonhöhen
Verfasst: 4. Nov 2016, 15:44
von Tinu76
Lieber Musikinstr
Evt. hängt dein Erlebtes wirklich mit einem Gehörverlust zusammen.
Bei mir hat sich der Gehörverlust folgendermassen geäussert:
Ich habe immer sehr intensiv und gerne Musik gehört. Innerhalb von 2 Jahren habe ich schleichend immer weniger Musik und auch weniger neue Musik gehört. Ich dachte zuerst, dass es mir einfach nicht mehr so viel Spass macht wie früher und habe mir keine Gedanken gemacht.
Als dann der Befund kam, dass ich schlecht höre, hat sich für mich vieles geklärt... ich habe tatsächlich weniger gerne Musik gehört, weil ich nicht mehr so gut die Feinheiten erkennen konnte wie früher. Neue Aufnahmen habe ich noch als schlecht abgemischt taxiert... dabei waren es meine Ohren.
Meine Frau sagte auch, dass ich nicht mehr den Ton richtig treffe beim Singen. Früher habe ich meistens richtig gesungen.
Abhilfe gibt es nur bedingt. Es gibt Hörgerätefirmen, die stärker von Musikern geschätzt werden, weil sie den Anspruch haben, Musik möglichst realistisch zu verstärken. Das sind z.B. Bernafon und Widex. Auch Oticon kann man mit dem OPN mittlerweile wohl dazu zählen.
Mit Widex kann ich wieder relativ Musik geniessen (dabei streame ich die Musik direkt in die Hörgeräte). Die Auflösung ist intern mit 33 khz Abtastrate auch nah an der CD. Andere Hersteller geben "nur" 22 khz.
Dafür ist Widex für das Singen nicht sehr geeignet, ich meine auf alle Fälle mit den Bernafon besser einschätzen zu können, ob ich richtig singe oder nicht.
Hier gibt es aber viele Meinungen und man muss für sich das richtige Hörgerät finden, das passt.
Es gibt auch viele Berichte von Musikern hier zu diesem Thema. Benutze die Suche... du wirst ziemlich sicher noch mehr Rückmeldungen von betroffenen Profis erhalten.
Melde dich mal für ein Gehörtest... dann weisst du mehr. Mit Hörgeräten wird es wohl nicht wie früher, aber sicher besser.
Liebe Grüsse
Tinu
Re: Tonhöhen
Verfasst: 4. Nov 2016, 18:19
von Silvia1969
Hallo!
Ich hatte dieses Problem einmal, als ich Diamox Tabletten nehmen musste. Der Wirkstoff Acetazolamid verursachte diese Hörstörung. (Es senkt den Augeninnendruck und wirkt entwässernd).
Als ich die Tabletten etwa eine Woche einnahm, hörte sich die Tonleiter beim Klavierspielen verstimmt an, gewisse Töne "kamen nicht mehr richtig an". Es betraf nicht alle Töne, doch einige klangen wirklich verstimmt. Das war sehr irritierend....
Nach dem Absetzen der Tabletten normalisierte sich mein Gehör in Bezug auf Musik (Tonhöhen) wieder.
Musst du vielleicht Medikamente einnehmen (Diuretika?)? Möglicherweise wäre hier eine Ursache, dass du Tonhöhen falsch wahrnimmst.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und dass du Mittel und Wege findest, um wieder Freude an Musik zu haben, weil du die Töne wieder richtig hören kannst.
Liebe Grüße,
Silvia
Re: Tonhöhen
Verfasst: 8. Nov 2016, 19:23
von Musikinstr
Liebe Silvia, lieber Tinu!
Herzlichen Dank für Eure Antworten. Besonders interessant fand ich Silvias Mitteilung, weil auch ich ein Medikament gegen erhöhten Augeninnendruck nehme (Travatan). Ich werde sehr bald mit meinem Augenarzt Kontakt aufnehmen und ihn entsprechend befragen. Und dann Euch berichten.
Danke und beste Grüße aus dem verschneiten Hamburg
Musikinstr
Re: Tonhöhen
Verfasst: 8. Nov 2016, 23:06
von Claudiaa
Hallo Musikinstr
und wenn du mal zu einem richtig guten Ohrenarzt gehst? Einen Spezialisten, die messen und testen umfangreicher.
In meiner Reha war ein Musiker der immer extrem gut die Höhen gehört hat, über dem Durchschnitt. Durch eine Ohr-Erkrankung hat er das verloren, was ihn bei seiner Arbeit als Toningenieur beeinträchtigt hat.
Ich glaube nicht dass ein 0815-HNO das wirklich gut beurteilen kann, dafür muss er ja auch gute Messgeräte haben für den Hörtest. Vielleicht irre ich mich da auch. Ich höre mal bei dem Reha-Kollegen nach.
LG Claudia
Re: Tonhöhen
Verfasst: 9. Nov 2016, 08:24
von Silvia1969
Hallo!
Ich hab dir eine PN geschickt.
Liebe Grüße, Silvia
Re: Tonhöhen
Verfasst: 9. Nov 2016, 11:00
von Claudiaa
Hallo, ich schicke dir auch eine PN.
Liebe Grüße
Claudia