Komplettes Thema anzeigen 27.12.2018, 08:55
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Wohnort: -


Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo fornarina69,

Zitat von fornarina69:
Aber wegen einer Schädigung, also wegen der Diskussion...ein HG verstärkt die Frequenzen, die betroffen sind? Also zB bei 4000kz, da würde dann bei mir diese Frequenz 30db laut“ gemacht beim linken Ohr.. oder die 8000hz dann 45db? Wenn der Ton leiser ist als das, höre ich ihn ja nicht..? Warum kann das einen Schaden hervorrufen?

Die Beantwortung dieser Frage ist offenbar zu wenig interessant (bzw. bisher als zu wenig wichtig erachtet worden), als dass sie bisher untersucht wurde - oder aber zu schwierig (ich kenne jedenfalls keine Studien, in welchen dies getan wurde).
Untersucht wurde nur, ab welchen Schalldruckpegeln bzw. Lärmdosen das Gehör Schaden nehmen kann. Ich habe mich bei meiner Antwort an die entsprechenden Erkenntnisse gehalten.
Gemäss der Ergebnisse von umfangreichen Studien kann ein vorgeschädigtes Gehör sogar noch schädigungsanfälliger werden* - anders, als Du es Dir offenbar vorstellst.

*) das muss allerdings nicht sein - nur gibt es bisher (kaum) eine Möglichkeit, dies für das individuelle Gehör herauszufinden


Zitat von Birkbot:
^ne, Dani!, ich glaub eher, dass das ein "schlecht Verstehen" im Lärm bei der Threaderstellerin ist. Das in der lauten Umgebung ist logisch, weil die hohen Frequenzen bei der TE schlecht sind. Und die hohen Frequenzen tragen nen guten Teil zur Sprachverständlichkeit bei. Es dürfte also bei der TE alles etwas genuschelt klingen und dieses Nuscheln im Lärm zu verstehen ist das schwierige. hohe Frequenzen weg -> bei Lärm kein großer Unterschied mehr zu hören, v.a. bei Zischlauten -> Sprachverstehen weg -> "schlecht hören".
"Deine" leicht Schwerhörigen haben das Problem, dass die Spracherkennung bzw. -filterung der HGs nicht so gut funktioniert wie das eigene Ohr: Es wird zu viel Gesamtgeräusch verstärkt und dadurch "ertrinkt" die Sprache im Lärm. HG
raus -> Lärm weg -> Verstehen da.

Das sehe ich auch eher so (dass die Situation in vielen Fällen so ähnlich ist).

Deshalb wären Hörgeräte, welche die von mir beschriebenen Anforderungen erfüllen, optimal (die Otoplastiken dämmen so, dass sie vor Lärm schützen, gleichzeitig filtern die Hörgeräte die Störgeräusche so gut heraus, dass Sprache gut verstanden wird, wobei keine hohe Verstärkung notwendig ist (nur so viel, wie zum Verstehen ohne Störgeräusch erforderlich ist (bzw. dank weiterer Innovationen sogar noch weniger, als dies bei aktuellen Geräten der Fall ist)).

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 27.12.2018, 10:32 von fast-foot.