Komplettes Thema anzeigen 22.01.2019, 15:49
Dani! Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.03.2012
Wohnort: Großraum München


Betreff: Dani stellt sich vor!
Dies ist mein 500. Beitrag. Wird Zeit, dass ich meinen ersten Thread erstelle und mich auch mal vorstelle Wink
1974 wurde ich mit hochgradiger Schwerhörigkeit geboren und habe dafür auch noch starke visuelle Einschränkungen davongetragen. Zu Hause bin ich im Westen von München. Erst im Alter von 4 Jahren habe ich meine ersten Hörgeräte. Seitdem habe ich nun einige Hörgeräte hinter mir.
2002 hatte ich die bisher besten HGs, das Modell "Signia" von Siemens. Das waren die ersten Geräte, bei denen ich kein Eigenrauschen der HGs mehr gehört habe bzw. mir wurde damit das erste Mal bewusst, dass sämtliche Vorgänger stark rauschten.
2012 gingen diese Geräte nach 10 Jahren defekt und es gab weder Reparatur noch Ersatz. Also ging eine längere Anpassphase los. Da kein getestetes HG den alten Siemens-Geräten das Wasser reichen konnte, habe ich mich hier angemeldet und Erfahrungsaustausch gesucht. Letztendlich bin ich dann bei Siemens Motion hängen geblieben, da sie den Vorgängern noch am nächsten kamen. Übermäßig zufrieden war ich allerdings nicht. Und so begann aus Verzweiflung die Phase der Selbstanpassung.
2018 war mir einerseits die schon immer währende mangelnde Leistungsreserve ein Dorn im Auge. Andererseits hat mich auch nach knapp 6 Jahren Tragedauer der "Fortschritt" zwischen den Hörgeräten enttäuscht. Mit den älteren Signias konnte ich wunderbar zwischen lauter und leiser Umgebung wechseln, ohne ständig an den Lautstärkereglern hantieren zu müssen. Nach kurzer Recherche bin ich dann zügig bei Phonak Naida B70-SP gelandet. Bis heute habe ich den Kauf zumindest nicht bereut.
Als selbständiger Softwareentwickler hatte ich natürlich keine Skrupel, auch diese Geräte selbst zu optimieren, was ich bis heute nach 1 Jahr immer noch mache. Das Problem für meinen Akustiker bzw. mir ist mein hoher Hörverlust bei gleichzeitig niedriger Lärmtoleranz. Inzwischen habe ich auch den höchst unterschiedlichen Dynamikumfang der Sprache meiner inzwischen 5 Mitglieder umfassenden Familie mit den Hörgeräten weitestgehends im Griff.

Update
Ende Juli 2019 habe ich es aufgegeben, an Hörgeräten festzuhalten. Ich habe nun akzeptiert, dass ich vor allem wegen des Zuhörens täglich vollkommen erschöpft bin und dass auch meine Familie und Freunde unter meinem Nichtverstehen leiden. Seitdem habe ich mit voller Überzeugung für ein oder besser zwei CI entschieden, das allerdings leider erst am 19. Februar 2020 implantiert ist. Ursprünglich wollte ich ein hybrid-System (elektrisch und akustisch stimuliert, "EAS"). Habe mich jetzt aber für eine lange Elektrode entschieden. Das Risiko, dass nach der OP oder später die akustische Stimulation der tiefen Töne doch nicht (mehr) funktioniert, war mir dann zu groß als dass ich auf EAS setze.
Dominik
R+L: Hz/dB 125/10 250/20 500/35 1k/80 2k/90 >=3k/--
'18: Phonak Naida B70-SP
R 19.2.'20: Med-el Sonnet 2
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.01.2020, 11:11 von Dani!.