Komplettes Thema anzeigen 22.05.2015, 10:44
otoplastik Abwesend
Moderator
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Betreff: Re: Sie ist nicht Lernbehindert weil sie HG versorgt ist!!!
Hallo,
dass Deine Tochter nicht gut liest und schreibt, könnte zum einen an der zu spät erkannten Höreinschränkung liegen, vielleicht aber auch ganz banal an einer Lese-Rechtschreibschwäche, die man übrigens auch mit einem IQ von über 130 haben kann. Und da kann es tatsächlich eine große Erleichterung sein, wenn man es weiß.
Als erstes bräuchten die Lehrer jemanden, der sie berät in Bezug auf die Hörschädigung. Und wieso hat bisher niemand einen Nachteilsausgleich angewendet, wenn die Einschränkung schon 1,5 Jahre bekannt ist.
Hier in Niedersachsen kommt von der zuständigen Förderschule ein mobiler Dienst, der sich ein Bild über das Kind macht und die Lehrer entsprechend berät. Und mit den Lehrern den Nachteilsausgleich für dieses spezielle Kind vereinbart. Habt Ihr so etwas nicht?
Man sieht die Hörschädigung ja nicht und den Lehrern ist vermutlich überhaupt nicht klar, was das bedeutet für ein Kind. Zumal vermutlich Deine Tochter mit ihrer Intelligenz viel kompensiert.
Allerdings ist sie nur einseitg schwerhörig, richtig? Wenn sie dann, laut Aussage der Lehrer, schon gut entwickelt und sprachlich kompetent ist, fragt man sich tatsächlich, ob die Probleme nur damit zusammenhängen, dass sie schwerhörig ist.
Bei uns kann man die Testung auch selber bei einem Psychologen machen. Dazu braucht man kein Gutachten und keine Initiative der Schule. Vielleicht ist das erstmal ein Weg für Euch.
Was heißt eigentlich: nicht staatlich anerkannt? Muss die Schule sich dann auch nicht nach den Lernvorgaben richten?
Mein Sohn geht übrigens auf eine (staatlich anerkannte) Montessori-IGS in privater Trägerschaft.
Herzliche Grüße, otoplastik
otoplastik
Sohn, 17 Jahre, mit 14 Monaten Meningitis, seitdem re. hochgradig und links taub,
rechts HG (Naida S IX UP), links CI seit 01/14 (Naida Q70), vorher links viele Jahre PhonakCros Smiling