Komplettes Thema anzeigen 01.02.2013, 16:36
santiago Abwesend
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Betreff: Re: Artikel zum Thema Laut- und/ oder Gebärdensprache...
Hallo Mome Grinning
Denk mir Diller geht immer einfach zuerst mal von einem Grundrecht (Grundpflicht?) auf das Hören aus. Für die 90 oder 95 % der hörenden Eltern ist dies natürlich natürlich auch nachvollziehbar. Eine bewusste Wahl gegen das CI durch GL Eltern liegt außerhalb seiner Vorstellungskraft da die GL die Welt ja anders (anders als er, schlechter als er?) wahrnehmen.

Was machen wir jetzt beim "ein Lehrer, eine Sprache" Konzept nun mit GL Kindern oder Kindern bei denen das CI doch nicht ganz den gewünschten Erfolg gebracht hat? Die päppeln wir dann in den lautsprachlichen Fächern irgendwie mit Förderunterricht auf oder so? Sein ressourcenorientiertes Denken heißt doch im Klartext "Wir haben eh nicht genug gebärdensprachkompetente Lehrer da soll jeder so unterrichten wie er es halt kann".

Wie auch immer, das Grundproblem in der Hörgeschädigtenpädagogik sehe ich gar nicht so im "Kampf" zwischen GS vs Lautsprache sondern in der völligen Unkenntnis der GL-Welt. Diller ist die GL-Welt ebenso fremd wie jedem normalen Hörenden auch. Natürlich kann sich kein Hörender oder SH eine Gehörlosigkeit wirklich zu 100% vorstellen aber solche Menschen entscheiden wie hörgeschädigte Kinder dann unterrichtet werden...

Gruß
santiago