Komplettes Thema anzeigen 11.06.2018, 11:21
Dani! Abwesend
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Betreff: Re: Frage an die Akustiker - Unterschiede zu Phonak Naida V90 & B90
Hoffi,
sicher, dass die MPO bis 126 geht? Oder ist das deine Unbehaglichkeitsschwelle (UCL) im Audiogramm? Das ist sehr kräftig, obwohl dein Hörverlust "nur" bis 80dB runter geht. Da du was von "Dynamik" von 20dB sprichst, hätte ich jetzt ein MPO von 100dB bei 1kHz erwartet. Das ist der Wert, der bei mir jetzt eingestellt ist und auch ein Grund, warum das Einsilben-Sprachverständnis nicht allzu prickelnd ist.
Ich widerspreche Ohrenklempner höchst ungern. Die Verringerung der Kompression führt zu einem besseren Sprachverstehen, ja. Aber das ist doch gar nicht dein Problem, oder? Okay, einigen wir uns darauf: Die Kompression zwischen leisen und mittellauten Tönen (G50-G65) sollte möglichst gering sein. G80 (laute Töne) ist bei mir knapp über G65, also hohe Kompression ab etwa 65dB Input. Andernfalls komme ich sofort mit der MPO in Konflikt: sobald es etwas lauter wird (Straßenverkehr) klingt bei hohem G80-Wert alles übersteuert/nasal. Daher ist meine Kompression eher hoch.
Die Geschwindigkeit der Kompression lässt sich bei Phonak kaum bis gar nicht einstellen. Bei Naida B kann man immerhin zwischen den Anpassformeln Adaptive Phonak Digital (APD) und APD-Contrast wählen. Letzteres hat eine langsamere Kompression. Ob's bringt?

Mein Akustiker hat ursprünglich ein MPO von über 132dB bei mir ab einer Frequenz eingestellt, die ich nicht mehr höre. Das war für mich nicht tragbar. Das führte dann bei mir dazu wie es ein CI-Träger hier schon beschrieb: Es ergibt im Kopf ein Gefühl, als ob man in einer großen Kirchenglocke steht, die lange nachhallt.
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
Seit 2018: Phonak Naida B70-SP