fast-foot 09.03.2014, 20:41
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Off-Topic:


Zitat von Syrinx:
Aber bitte, wenn ihr jede Gelegenheit zu Grundsatzdiskussionen nutzt, Hörgeräte und CIs verdammt, so negativ zur HG-versorgung steht, erinnert euch an Coralies Beitrag.

Wer hier Hörgeräte und CIs verdammt, ist mir schleierhaft. Bitte bei den Fakten bleiben!
Wenn überhaupt jemand, dann gerade Du und Coralie, wie folgende Aussage belegt (I):

Zitat von Coralie und Syrinx:
Es ist oft die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Ausserdem hat ja Coralie eine Güterabwägung vorgenommen und selbst entschieden. Auf Grund der Informationen, welche das Buch bietet (anscheinend liege ich mit meiner Einschätzung richtig), wäre gerade dies so gar nicht möglich gewesen. Darauf habe ich aufmerksam gemacht.
Es stellt die Situation eben gerade nicht so dar, als hätte man die Wahl zwischen mindestens zwei Alternativen, welche beide Nachteile mit sich bringen, sondern unterschlägt die Nachteile der einen Variante; gemäss den Informationen, welche mir über das Buch vorliegen (es gibt übrigens noch weitere Optionen, aber hierzu verrate ich an dieser Stelle nichts) (II).

Also widersprichst Du Dir mit Deinen Aussagen gleich mehrfach selbst (siehe (I) und (II)).


Zitat von Coralie:
Aber, musst du deshalb jeden zweiten Beitrag in diese Richtung lenken? Mich nervt das, denn das Thema ist ein völlig anderes. Schreib doch auch ein Buch mit Deinen Schwerpunkten und gib es in den Handel... Ich kenne das Buch um das es geht und denke, dass es gedacht ist für Menschen, die im Laufe ihres Lebens schwerhörig werden und Akzeptanzprobleme haben und sich erstmalig mit dem Thema auseinandersetzen.

Und gerade deshalb fehlt dieser wichtige Aspekt. So ähnlich, wie man bei Schmerzen langfristig gesehen nicht einfach Tabletten einnehmen kann, und alles ist wieder ok, gilt dies entsprechend für Hörgeräte. Darauf weise ich immer wieder ein mal hin (gemäss Deiner Aussage in über 1700 Beiträgen; ich bitte um eine Auflistung, welche dies belegt).
Und wer jetzt behauptet, dies sei völlig unnötig, da eh bekannt, kann sich ja informieren, wem die entsprechenden Zusammenhänge wann nicht bekannt waren (oder wer sie leugnete); es ist alles sehr gut dokumentiert.
Wenn nicht so engagiert versucht worden wäre, diese Zusammenhänge abzustreiten, hätte ich auch nur einen Bruchteil darüber zu schreiben brauchen. Dies kann man nun wirklich nicht mir anlasten.


Unter folgendem Link findet man in einer Buchbesprechung auch diese Aussage:

http://www.ichbinschwerhoerig.de/..._INFOS.pdf

"Für die Branche könnte das Buch eine grosse Hilfe sein, weil sie eine Lanze für die Hörgeräteversorgung bricht."

Zum Einstieg für Betroffene fände ich ein Buch hilfreicher, welches in erster Linie im Interesse von Hörgeschädigten geschrieben ist und nicht eines, welches sich für die Akquirierung von Neukunden eignet.



Zitat von maryanne:
Und wo ist die Buchvorstellung?

Gleich im ersten Beitrag in diesem Thread (es geht immer noch um das selbe Buch).


Gruss fast-foot

KatjaR 17.03.2014, 17:22
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Allein die Tatsache dass der Hauptverlust der Gehirnmasse im auditorischen Cortex stattfand zeigt ja schon die Kausalität an, nicht nur die Korrelation.

"Der Gehirnschwund trat bei den Personen mit Hörminderung auch deutlich mehr in bestimmten Bereichen des Gehirns auf. Zum Beispiel waren die Regionen, die für Verarbeitung von Klang und Sprache verantwortlich sind, besonders betroffen".

Die Wirkrichtung dürfte auch klar sein, da nicht anzunehmen ist dass der Abbau im auditiven Areal zuerst vorhanden ist und die Betroffenen danach schwerhörig werden.

Je besser die Hörbeeinträchtigung kompensiert wird, desto weniger ist demnach ein Abbau zu befürchten, da die erforderliche Stimulation des Gehirns erfolgt.

fast-foot 17.03.2014, 17:59
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Zitat von KatjaR:
Allein die Tatsache dass der Hauptverlust der Gehirnmasse im auditorischen Cortex stattfand zeigt ja schon die Kausalität an, nicht nur die Korrelation.

Mehr als eine Erklärung ist es nicht.

"Der Rückgang des Gewebes in den Regionen, die für Sprache und Klang verantwortlich sind, überraschte die Forscher nicht. Der Geweberückgang lässt sich mit dem Mangel an Stimulation des auditiven Kortex erklären."


Zitat von KatjaR:
Die Wirkrichtung dürfte auch klar sein, da nicht anzunehmen ist dass der Abbau im auditiven Areal zuerst vorhanden ist und die Betroffenen danach schwerhörig werden.

Wenn die betreffenden Areale (aus welchen Gründen auch immer) abgebaut werden, dann dürfte eine Schwerhörigkeit folgen. Die umgekehrte Richtung ist also auch möglich.

Siehe auch:

"Der Gehirnschwund trat bei den Personen mit Hörminderung auch deutlich mehr in bestimmten Bereichen des Gehirns auf. Zum Beispiel waren die Regionen, die für Verarbeitung von Klang und Sprache verantwortlich sind, besonders betroffen."

Welche Bereiche waren ausser dem genannten Beispiel (ev. auch besonders) betroffen? Und weshalb? etc.

Nochmals:

"Denn WENN Schwerhörigkeit Grund für die strukturellen Veränderungen im Gehirn ist, denn gilt es den Hörverlust zu behandeln, bevor diese Veränderungen auftreten."

1. Und wenn nicht?

Und 2. ist nicht gesagt, dass die Behandlung des Hörverlusts den gewünschte Wirkung zur Folge hat:

"Sie wollen prüfen, in wieweit eine zeitige Behandlung von Schwerhörigkeit die damit verbunden Gesundheitsprobleme verzögern kann."


Dann noch zu den Informationen, welche unter dem zu letzt von Dir eingestellten Link abrufbar sind:

http://www.german.hear-it.org/Horgerate-1

"Unbehandelte Schwerhörigkeit beeinträchtigt die Lebensqualität, aber auch die Fähigkeit des Hirns, sich an gewöhnliche Alltagsgeräusche zu erinnern, weil die Gehörgänge nicht mehr effektiv genutzt werden."

Die Gehörgänge?


"Wenn die Hörnerven ihre Funktion einbüßen und die Geräuschsignale nicht mehr an das Hirn weiterleiten, ’vergisst’ das Hirn die Geräusche mit der Zeit und kann sie nicht mehr verstehen."

In diesem Falle kann ja eh nur noch ein Hirnstamm- oder gar ein Mittelhirnimplantat Abhilfe schaffen.


Gruss fast-foot

fast-foot 17.03.2014, 18:49
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Zitat von KatjaR:
Die Hörnerven degenerieren ja auch erst in Folge der ausbleibenden stimulation und können bis zu einem gewissen Maß auch regeneriert werden nach erneuter Stimulationt

Bei MS ist (die Myellinscheidendegeneration der Hörnerven) nicht eine Folge mangelnder Stimulation, nur als Beispiel.


Zitat von KatjaR:
Eine reine Verstehensproblematik liesse sich so erklären, aber kein Abfall im Tonaudiogramm.

Doch. Bei einer Taubheit, welche auf einen Schaden bspw. in den Hörbahnen ab dem Hirnstamm zurück zu führen ist, können die Hörschwellen gemäss RTA sehr schlecht (bis gar nicht bestimmbar) sein.

Gruss fast-foot

Elfio 21.02.2014, 20:49
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Ich finde für grosse vorteil mein sehr hohe schwerhörigkheit -beim meditation !

santiago 17.03.2014, 18:43
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Hallo!
Ich persönlich verweigere ja sowohl die Diskussion ob HG schneller taub oder eine unversorgte SH schneller doof macht aber eine Sache finde ich interessant:

Die Frage ob das Gehirn tatsächlich Töne vergessen würde wenn man sie länger nicht hört?

Stellt euch mal vor ihr rutscht als Hörende am 20. Geburtstag aus und seid durch den Aufprall plötzlich GL. Dann vergehen 50 Jahre und zum 70. Geburtstag verliert ihr beim Ausblasen der Kerzen wieder das Gleichgewicht und hört plötzlich wieder ganz normal.

Ohne es jetzt irgendwie wissenschaftlich begründen zu können glaube ich dass man dann weder die Muttersprache akustisch neu erlernen müsste und auch alle Lieblingslieder von früher sofort wieder erkennen würde.

Was meint ihr?

Gruß
santiago

KatjaR 17.03.2014, 20:38
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Denke ich auch dass sich das auditorische Areal verändern würde. Gehirnareale die "brach" liegen werden umfunktioniert und für andere Aktivitäten genutzt. Kann man auch bei Menschen mit dem Ausfall von motorischen Fähigkeiten, wie einer Lähmung nachweisen.

KatjaR 17.03.2014, 18:17
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Die Umkehrung des Zusammenhangs zwischen Gehirnabbau und Schwerhörigkeit finde ich nicht einleuchtend. Wie soll ein Abbau des auditorischen Areals die Schwerhörigkeit auslösen? Eine reine Verstehensproblematik liesse sich so erklären, aber kein Abfall im Tonaudiogramm. Die Hörnerven degenerieren ja auch erst in Folge der ausbleibenden stimulation und können bis zu einem gewissen Maß auch regeneriert werden nach erneuter Stimulationt

KatjaR 17.03.2014, 20:09
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Eine Demyelensierung aufgrund von neurologischer Erkrankung ist ja ein Spezialfall, der mit der "normalen" Hörstörung nicht vergleichbar ist. Auch eine auditorische Neuropathie entspricht ja nicht dem Normalfall des Schwerhörigen.Die Befunde wurden an Patienten ohne zusätzliche neurologische Erkrankungen erhoben. Solche würden aus klinischen Studien ausgeschlossen. Daher kann man schon davon ausgehen, dass hier die Kausalrichtung des Abbaus von der Cochlea zum Gehirn verläuft und nicht umgekehrt. Spezialfälle lassen sich nicht auf die Allgemeinheit generieren. Wenn es nur Einzelfälle beträfe würde es nicht zu signifikanten Effekten kommen.

fast-foot 17.03.2014, 20:13
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Hallo santiago,

ich denke, dass ein Abbau von "auditiven Fähigkeiten" statt finden würde. Wie weit dieser fort schreiten würde, und wie weit eine Wiederherstellung gelingen würde, weiss ich nicht.

Gruss fast-foot

Syrinx 08.03.2014, 16:24
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Ich wollte einfach eine weitere, für mich persönlich sehr hilfreiche, Lektüre vorstellen, die evtl. für andere Neulinge und Mitmenschen hilfreich sein könnte, weil sie meine Perspektive leicht verändert hat, mir Anregungen und Informationen gab und vor allen Dingen das Gefühl vermittelte, nicht mit diesem Thema und einigen geschilderten Gedankengängen allein zu sein, einzig betroffen. - Mehr nicht

Die meisten, die sich geäußert haben, kennen das Buch sicher nicht. Finde ich auch nicht schlimm. Aber bitte, wenn ihr jede Gelegenheit zu Grundsatzdiskussionen nutzt, Hörgeräte und CIs verdammt, so negativ zur HG-versorgung steht, erinnert euch an Coralies Beitrag. Es ist oft die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich wäre meine Arbeit inzwischen los ohne Hörgeräte. Und aus meiner hörenden Sozialisation heraus ist die Gehörlosenkultur und Gebärdensprache im 2ten Lebensdrittel keine so überaus attraktive Alternative. Ich habe genug Lebenserhaltendes"um die Ohren". Nun tanzen einige innerlich Tango. Aber so ist es nun mal. Ich kommuniziere gern und viel und möchte das auf gewohntem Weg weiter tun so lange es möglich ist. Nehmt das nicht als Wertung oder Abwertung, weder als Pro noch Contra, sondern als meine persönliche Entscheidung, die allen zugestanden werden muss und so wie Elfio schreibt, versuche ich (auch dank des Buches) die Vorteile bewusst wahrzunehmen und zu genießen, wenn es rundherum zu laut ist, ich aber abschalten kann :).
In diesem Sinne sonnige Grüße

maryanne 08.03.2014, 17:29
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Und wo ist die Buchvorstellung?

Maryanne

KatjaR 17.03.2014, 14:24
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Wie schädlich das Nichttragen von Hörgeräten ist zeigt mittlerweile auch die Wissenschaft, das halte ich für gefährlicher als das Tragen von Hörgeräten.
http://www.german.hear-it.org/...schrumpfen

fast-foot 17.03.2014, 15:17
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Zitat:
Wie schädlich das Nichttragen von Hörgeräten ist zeigt mittlerweile auch die Wissenschaft, das halte ich für gefährlicher als das Tragen von Hörgeräten.

Aus dem Text ist gar nicht ersichtlich, ob die Studienteilnehmer Hörgeräte trugen oder nicht.
Wenn alle Hörgeräte trugen, könnte man ("in der gleichen Manier"* sogar heraus lesen, dass gerade dies eine Reduktion der Hirnmasse bewirkt [*) allerdings wäre diese Schlussfolgerung ebenso falsch; man könnte höchstens eine Korrelation heraus lesen, aber eben so wenig einen Kausalzusammenhang].
Aber auch das alleine sagt nicht gerade viel aus, wie der Text alleine schon aufzeigt:

"Denn wenn Schwerhörigkeit Grund für die strukturellen Veränderungen im Gehirn ist, denn gilt es den Hörverlust zu behandeln, bevor diese Veränderungen auftreten."

Und wenn nicht? Also weiss man eigentlich viel zu wenig. Aber Hauptsache, man schreibt eine Ueberschrift in BILD-Manier. Wenigstens scheinen die Forscher zu wissen, wie sie ihre Erkenntnisse einzuordnen haben:

"Lin und seine Kollegen planen weitere Untersuchungen. Sie wollen prüfen, in wieweit eine zeitige Behandlung von Schwerhörigkeit die damit verbunden Gesundheitsprobleme verzögern kann."

Es ist also nicht gesagt, dass die folgenden Risiken durch eine Hörgeräteversorgung herab gesetzt werden können:

"Diese Forschungsergebnisse ergänzen die Liste der gesundheitlichen Risiken bei Schwerhörigkeit. Zu denen gehören ein erhöhtes Risiko für Demenz, Stürze, Krankenhausaufenthalte und verminderte körperliche und geistige Gesundheit im allgemeinen."


Gruss fast-foot

serik 19.03.2014, 00:47
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Off-Topic:
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, wo man die Einzelheiten her hat, wenn keine konkrete Quelle zu der Studie angegeben wird - http://www.hopkinsmedicine.org und http://www.medicalxpress.com als Quelle anzugeben, wäre eine seltsame Art, seine Leserschaft ernst zu nehmen (gemeint sind Verfasser jenes Berichtes - machen die sich etwa über ihre Leserschaft lustig oder was ist da los?)).

Schöne Grüße,
Sergej

KatjaR 17.03.2014, 15:29
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Da im Titel der Studie von unbehandelter Schwerhörigkeit die Rede ist gehe ich davon aus dass die Teilnehmer keine Hörgeräte trugen.

"Die Studie zeigt die Wichtigkeit einer Behandlung bei Schwerhörigkeit auf. Ignorieren ist keine Lösung. Wenn es um die Behandlung von Schwerhörigkeit geht, ", erklärt Lin, "dann gilt, je früher, desto besser. Denn wenn Schwerhörigkeit Grund für die strukturellen Veränderungen im Gehirn ist, denn gilt es den Hörverlust zu behandeln, bevor diese Veränderungen auftreten."
Das leuchtet auch unmittelbar ein finde ich, da klar ist dass bei Nichtgebrauch von Gehirnarealen diese mit der Zeit verkümmern, genauso wie das motorische System von Paraplegikern.
http://www.german.hear-it.org/...das-Gehirn

KatjaR 17.03.2014, 15:37
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Das Hörgeräte ein Allheilmittel sind hat auch keiner gesagt, dass sie nicht gegen Stürze helfen leuchtet ein, aber der akustischen Deprivation, in dessen Folge es auch zu sozialer und letztendlich oft auch kognitiver Deprivation kommt können sie schon entgegen wirken, genau wie ein CI wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichen.

fast-foot 17.03.2014, 16:47
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

"Denn wenn Schwerhörigkeit Grund für die strukturellen Veränderungen im Gehirn ist, denn gilt es den Hörverlust zu behandeln, bevor diese Veränderungen auftreten."

Man weiss aber (laut Artikel) nicht, ob 1. die Schwerhörigkeit der Grund für diese Veränderungen ist, und 2. ob sie sich durch eine Hörgeräteversorgung aufhalten (oder zumindest reduzieren) lassen.

Die Forscher widersprechen sich selbst (oder aber der Autor des Artikels weiss nicht, wovon er schreibt, was ich in anderen Beiträgen bereits fest gestellt habe):

"Die Studie zeigt die Wichtigkeit einer Behandlung bei Schwerhörigkeit auf. Ignorieren ist keine Lösung. Wenn es um die Behandlung von Schwerhörigkeit geht, ", erklärt Lin, "dann gilt, je früher, desto besser. Denn wenn Schwerhörigkeit Grund für die strukturellen Veränderungen im Gehirn ist, denn gilt es den Hörverlust zu behandeln, bevor diese Veränderungen auftreten."

Die Studie soll die Wichtigkeit einer Behandlung bei Schwerhörigkeit aufzeigen, obwohl deren Wirkung gar nicht bekannt ist:

"Lin und seine Kollegen planen weitere Untersuchungen. Sie wollen prüfen, in wieweit eine zeitige Behandlung von Schwerhörigkeit die damit verbunden Gesundheitsprobleme verzögern kann."


Gruss fast-foot

Syrinx 09.12.2013, 19:51
Betreff: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Dieses Buch bietet enorm viel mehr als der Titel verrät.
Fr. Schultens-Kaltheuner ist Ärztin und selbst doppelseitig schwerhörig und schreibt sehr lebensnah und teils sehr humorvoll was es in verschiedenen Situationen und für die Seele bedeuten kann schwerhörig zu sein. Wie ihr Umfeld reagiert (hat), wie sie selbst damit umzugehen lernte, auch über die gelegentlichen Vorteile, die es mit sich bringt. Ja, auch das gibt es.
Zwischendrin gibt es ebenfalls laienhaft verständliche Informationen zur Anatomie und den unterschiedlichen Arten von Schwerhörigkeit.
Ich finde es sehr gelungen, lege es Menschen ans Herz, die nachfragen und verstehen wollen und anderen, die sich bescheuert benehmen :D.
Als e-buch bei Amazon unschlagbare 4,62, die sich lohnen, als Taschenbuch ca. 15 € wie ich finde ebenfalls überschaubar für ein komplexes Thema auf diese Art leseleicht aufbereitet.
Grüssle

fast-foot 09.12.2013, 21:52
Betreff: Re: Ich bin schwerhörig - und das ist auch gut so

Laut Beschreibung des Buches auf der Seite der Aerztin scheint die kritische Auseinandersetzung mit der Hörgeräteversorgung völlig zu fehlen - für mich ist das Buch daher kaum wirklich informativ für Laien (ja vermutlich gar eher irreführend), sollte dies zutreffen...

Zum Preis:

Werbung ist in der Regel kostenlos.