Nyke 26.11.2015, 18:17
Betreff: Umgang mit Morbus Meniere

Hallo zusammen,

gibt es hier Leute, die ebenfalls von Morbus Meniere betroffen sind und schildern mögen, wie sich die Krankheit bemerkbar macht, verändert hat und vor allem, wie Ihr damit umgeht?

Ich war bis vor kurzem noch in Behandlung bei einem HNO.
Kurz darauf kam ich aber ins Krankenhaus, weil mir nachts extrem schwindelig und richtig übel geworden ist.

Das MRT im KH ergab nichts, der Hörtest beim HNO ergab anschließend aber einen massiven Hörverlust links, Tinnitus hab ich sowieso schon seit etwa drei Jahren links (mittlerweile auch rechts) und ein weitere Test ergab das zumindest der Hörnerv noch super da steht.

Der HNO hat mich weiter zum Neurologen geschickt, welcher mir nach 10 Minuten Morbus Meniere vor den Kopf haute und mich mit einer Jahresration Betahistin 12 (3 x täglich) wieder nach Hause schickte.

Und damit stehe ich nun da und bin völlig ratlos.

Täglich habe ich Kopfschmerzen, mir ist permanent leicht schwindelig und die Tabletten welche ich seit etwa einer Woche nehme, zeigen keine Wirkung.

Da ich nicht ganz sicher bin was auf mich zukommt, habe ich natürlich Dr. Google gefragt und was ich da über Morbus Meniere lese, da wird mir ganz schlecht.

Es wird von extremen Attacken geredet die das Leben lang zu jeder Zeit auftauchen können. Wenn ich dran denke gleich beim Einkaufen irgendwo liegen bleiben zu können, traue ich mich gar nicht außer Haus, vom Autofahren mal ganz zu schweigen.

Glücklicherweise hab ich nächste Woche Montag einen Termin zur Sprechstunde bei meinem Hausarzt, aber solange fühle ich mich mit meiner Panik ziemlich allein gelassen ...

crew 26.11.2015, 18:56
Betreff: Re: Umgang mit Morbus Meniere

Hallo,
Es geht mir seit vielen jahren auch so,ich leide unter Meniere.
Ich habe Tinnitus beidseitig und auch noch Hörverluste.Aber gute dran ist,dass der Körper nach eine Bestimmte zeit lernt ,damit umzugehen.ich nehme 2X bis 3X Täglich Betahistin.Dieses Medikament hat gute Wirkung , muss aber längere zeit regelmässig eingenommen werden.Sie sind auf dem Richtigen weg,Kopfhoch und lassen Sie sich nicht runterkriegen.

Syrinx 27.11.2015, 11:15
Betreff: Re: Umgang mit Morbus Meniere

Hallo Nyke,
ich rate dir, parallel den Bereich der Halswirbelsäule auf Fehlstellungen untersuchen zu lassen.
Alles Gute!
Syrinx

maryanne 27.11.2015, 19:14
Betreff: Re: Umgang mit Morbus Meniere

@ Syrinx, wenn die Diagnose M. Meniere lautet, dann wird sie zutreffen und da ist mit der HWS nichts zu machen.
@Nyke: in der Tat kann M.M. sehr belastend sein. Ich hatte mehrere Anfälle (aber das war nicht der Hauptgrund für meine Hörschädigung) und nach der Versorgung mit CI (nach völliger Ertaubtung) hatte ich keinen einzigen Anfall mehr; das habe ich auch schon von anderen Betroffenen gehört. Nun hängt es davon ab, wie stark fortgeschritten deine Hörschädigung ist und ob du beidseits von Meniere betroffen bist. Konsultiere mal eine Schwindelambulanz!
Maryanne

Nyke 28.11.2015, 13:51
Betreff: Re: Umgang mit Morbus Meniere

Was genau ist eine Schwindelambulanz, davon hab ich noch nie gehört.

Die Hörschädigung habe ich bisher nur links. Tinnitus aber mittlerweile genauso stark rechts. Führt M.M. denn grundsätzlich immer zur vollständigen Ertaubung bzw. bis auf Tabletten nehmen und hoffen kann man rein gar nichts machen?

gestern dachte ich, etwas frische Luft könnte mir mal ganz gut tun und wollte mit einer Freundin zum Weihnachtsmarkt.

Die ganzen Lichter auf der Autobahn (als Beifahrer) und der Tummult auf dem Markt hat mich dann aber echt an meine Grenzen gebracht.

Wenn da so wirklich garkeine Besserung in Sicht ist, weiß ich nicht wie das über Jahrzehnte funktionieren soll >.<