#21 10.08.2018, 11:33
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
@Hoffi

ich kann deiner Zusammenfassung leider auch nicht folgen,
oder die Zusammenfassung nachvollziehen.

zu 1. Lese ich so gar nirgendwo
zu 2. Lese ich auch nicht so in Akoptis Beitrag
zu 3. Den ersten Teil kann ich so nachvollziehen,
das macht ja auch Sinn, erst reinigen schauen ob alles gut ist und dann Prüfen -
Der zweite Teil deiner Zusammenfassung macht ja an sich keine Sinn - wieso sollte ich Fehlersuche an einem neuen Gerät betreiben?
zu 4. Ja, das lese ich auch so, macht ja auch Sinn - immer bei gleichen Vorraussetzungen Prüfen. Wenn du es genauer wissen möchtest, musst du wohl oder übel dem Kommentar von Akopti folgen.
Wahrscheinlich ist das nicht nur auf einer Seite erklärt, sondern ist eher eine ganze Abhandlung.

Meiner Meinung nach wird aber ein Grossteil des Verschleisses auf Verschmutzung zurückzuführen sein.
Ich glaube nicht, das die Lautsprecher oder die Micros so doll altern, das sie einen Messbaren verschleiss haben wenn man sie denn "klinisch" tragen könnte.

Und gegen dauerhafte Verschmutzung, durch Staub / Hitze / Feuchtigkeit / Kleinstpartikel, wird man HG kaum schützen können.

Mir sind meine HG schon zwei mal "Abgesoffen" (Und ich habe sie ich kein Jahr)
OK, einmal durch Dummheit anderer (Abspritzen mit einem Wasserwerfer)
und einmal durch einen so starken Platzregen (ca. 5 sek) dass ich wirklich dachte jemand steht mit Wassereimern hinter mir.
Beide male konnte ich nicht verhindern, bzw. habe es nicht kommen sehen.
> Ich habe das aber jeweils dem AKU so auch kommuniziert! <

Ansonsten muss ich feststellen, das ich fast Wöchentlich die Filter wechseln muss, da ich ziemlich viel Schwitze und Ohrenschmalz produziere.
> Da suche ich grade nach eine Lösung, täglich reinigen reicht bei mir anscheint nicht <

Treehugger
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#22 10.08.2018, 11:49
svenyeng Anwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Hallo!

@hoffi:
Ich warne nicht ohne Grund vor Oticon.
Genau das ist normal bei Oticon.
Kunden interessieren die nicht.
Antworten auf eMail kommen nur wenn man Glück hat und dann auch erst nach Wochen. Und dann ist es immer nur laber laber. Nichts das weiterhilft.
Die können nur Abzocken und deren Geräte sind auch sehr anfällig.

Oticon verweist auch immer an den Akustiker. Mit Endkunden wollen die so nichts zu haben. Service in Schulnoten ist bei Oticon 6-.

Gruß
sven
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#23 10.08.2018, 11:54
Hoffi Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Hallo treehugger,

zu 1. "Silikonkunststoffe... klebrige Masse" usw. s. akopti
zu 2. steht im gleichen Absatz wie 1.von akopti
zu 3. ist logisch
zu 4. wenn die Geräte in dem einen Betriebspunkt funktionieren sagt das nichts aus, wie das insgesamt ist. (s. Beitrag fast-foot).

Da du ex-Hörer hast, ist eine Filterreinigung möglich; bei Hinter-Ohr-Geräten leider nicht. An das "Innenleben" der Geräte kommt man nicht ran ohne das Gehäuse zu zerstören !!

Gruß
Hoffi
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#24 10.08.2018, 12:03
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Zitat von akopti:
Bei der ersten Einstellung wird die OSPL90 >> Output Sound Pressure Level at 90dB input level aufgenommen.
Bei der zweiten Einstellung wird die Bezugsprüfverstärkung eingestellt und die "normale Akustische Wiedergabe" bei 60 dB input gemessen. In dieser Einstellung wird auch die Dynamikkennlinie, der Klirrfaktor, das Eigenrauschen und der Batterieverbrauch gemessen.

Die gemessenen Werte werden mit den Datenblättern verglichen und sind ein Indiz für die Funktion des Hörgerätes.


Na ja, wenn sich der Hörgeräteträger ausschliesslich in Situationen bewegen würde, in welchen der Schalldruckpegel 60 dB nicht übersteigt. Das ist vielleicht nachts der Fall, wenn man schläft und die Geräte nicht trägt - sonst jedoch wohl in kaum je einem Fall. Deshalb finde ich die unten stehende Aussage für korrekt (da folgerichtig aus akoptis Aussagen geschlossen):

Zitat von Hoffi:
4. Die Messungen des Akustikers in der Meßbox erfolgen nur bei einem bestimmten Betriebspunkt.

Damit ist die Fehlerdiagnose und Qualitätsprüfung bei Hörgeräten wohl sehr zweifelhaft.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#25 10.08.2018, 14:23
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Zitat von akopti:

Werden die Geräte eingeschickt, dann muss zur Fehlersuche erst einmal eine Innenreinigung des Hörgerätes erfolgen. Man glaubt gar nicht, wie so ein HG nach einigen Jahren, auch bei guter Pflege, aussehen. Besonders die Lagerungen und die Akustikröhrchen, die aus Silikonkunststoffen bestehen sind oft nur noch eine klebrige Masse. Diese, Schmutz, Hautschuppen, kleine Haare usw müssen entfernt werden, bevor die Bauteile geprüft werden können.

OK, du interpretierst anscheint das so, dass die Silikonkunstoffe sich aufgelöst haben.
Ich lese das so, das diese verschmutz sind und mit einer klebrigen Masse überzogen sind.
Du leitest darauf eine nicht unbeträchtlichen Verschleiß draus ab.

Er schreibt aber auch ganz klar, das man erst mal ermitteln muss was kaputt ist. Ich denke je nach Bauteil wird repariert oder es gibt neue.

Ich denke schon das eine standardisierte Messung aussagen kann, ob etwas kaputt ist oder nicht. Ein Mikrophon oder ein Lautsprecher zeigen defekt nicht erst ab einer bestimmten Lautstärke. Nur hören wir es einfach nicht.
An der Messbox wird das aber wohl zu tage kommen.

Ich bin kein Techniker, oder Ingenieur der sich damit auskennt, aber ich denke die Leute die das "erfunden" haben wissen was sie tun.
Ich glaube auch das "unabhängige" Labore die so etwas prüfen sonst aufschreit würden, wenn es nicht aussagekräftig ist.

Oder sich die Hersteller gegenseitig an die Gurgel gehen würden, wenn es nicht aussagekräftig wäre.

Mann darf hier nicht immer alles so absolut lesen und interpretieren.

Treehugger
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#26 10.08.2018, 22:02
Hoffi Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Hallo,

war heute bei beim Akustiker. Wegen Personalmangel (Sommergrippe) konnte keine Messung in der Meßbox gemacht werden.

Richtigstellen möchte ich, dass nicht nur ein Betriebspunkt gemessen wird (in der Regel drei).
Zugegeben wurde aber, dass es sich um reine Laborwerte handelt; mit tatsächlichen Werten und Verhalten in der Praxis wenig gemein hat (Dieselabgasmessungen ich lass dich grüßen).

Leider konnte ich aus Zeitgründen nicht erfahren, welche Messprotokolle der Kunde von den Messungen in der Box erhalten kann (oder darf ?).

Gruß und schönes Wochenende
Hoffi
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#27 10.08.2018, 22:05
Hoffi Abwesend
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Dabei seit: 23.10.2011
Beiträge: 228


Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Frage an Treehugger,

wo gibt es unabhängige Labore ?? Die muss ja auch jemand bezahlen!!
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#28 10.08.2018, 23:15
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Hier meine Sichtweise:

Zitat von Treehugger:
Ich denke schon das eine standardisierte Messung aussagen kann, ob etwas kaputt ist oder nicht. Ein Mikrophon oder ein Lautsprecher zeigen defekt nicht erst ab einer bestimmten Lautstärke. Nur hören wir es einfach nicht.
An der Messbox wird das aber wohl zu tage kommen.

Der Kunde geht zum Akustiker und sagt, im Alltag klinge das Gerät schrecklich. Der Akustiker misst bei einer Situation, welche im Alltag kaum vorkommt, und sagt dann, das könne nicht sein, da die Messwerte gut seien.

Das kann es wirklich nicht sein...

Und selbst, wenn es so wäre, dass sich bspw. der Klirrfaktor in Folge eines Defekts verdoppelt (nur als Beispiel), dann läge der bei einem Input von 60 dB bei 2 % anstatt bei 1 %, an der Leistungsgrenze jedoch bei bspw. 30 % anstatt bei 15 % - und genau dies stört den Kunden. Der Akustiker kann jedoch sagen, 2 % sei ein guter Wert, da man diese Verzerrungen eh nicht hören könne (er wird wohl kaum einen Vergleich ziehen zu dem noch besseren Wert, wie er bei intaktem Lautsprecher eigentlich vorliegen müsste).


Zitat von Treehugger:
Ich bin kein Techniker, oder Ingenieur der sich damit auskennt, aber ich denke die Leute die das "erfunden" haben wissen was sie tun.

Ich denke dies ebenfalls. Die Frage lautet, wem dies dient.


Zitat von Treehugger:
Zitat von akopti:

Werden die Geräte eingeschickt, dann muss zur Fehlersuche erst einmal eine Innenreinigung des Hörgerätes erfolgen. Man glaubt gar nicht, wie so ein HG nach einigen Jahren, auch bei guter Pflege, aussehen. Besonders die Lagerungen und die Akustikröhrchen, die aus Silikonkunststoffen bestehen sind oft nur noch eine klebrige Masse. Diese, Schmutz, Hautschuppen, kleine Haare usw müssen entfernt werden, bevor die Bauteile geprüft werden können.


OK, du interpretierst anscheint das so, dass die Silikonkunstoffe sich aufgelöst haben.
Ich lese das so, das diese verschmutz sind und mit einer klebrigen Masse überzogen sind.

Kurz und bündig: Hörakustik ist eben nun mal ein richtig dreckiges Geschäft Laughing


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 10.08.2018, 23:31 von fast-foot. ↑  ↓

#29 11.08.2018, 06:30
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Zitat von Hoffi:
Frage an Treehugger,

wo gibt es unabhängige Labore ?? Die muss ja auch jemand bezahlen!!


Nein, deshalb ja auch in ""
Also zumindest nicht in meinen Augen.

Treehugger
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#30 11.08.2018, 21:58
Hoffi Abwesend
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Beiträge: 228


Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Kapiere die Antwort von Treehugger nicht !!
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#31 11.08.2018, 21:58
Hoffi Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 228


Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Kapiere die Antwort von Treehugger nicht !!
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#32 11.08.2018, 22:18
Dani! Abwesend
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Dabei seit: 09.03.2012
Beiträge: 234


Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Treehugger hat den Ausdruck "unabhängige" Labore in Anführungsstrichen gesetzt. D.h. er hält kein Labor für unabhängig. Daher kann er dir kein unabhängiges Labor nennen.
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
Seit 2018: Phonak Naida B70-SP
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#33 11.08.2018, 22:30
Hoffi Abwesend
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Beiträge: 228


Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Der Beitrag von fast-foot trifft genau den Punkt.

Dabei will ich den Akustikern keinen Vorwurf machen. Sie müssen Geld verdienen und das ist heute nicht immer einfach. Die großen Handelsketten und Firmen machen ganz schön Druck. Ich bekomme z. B. in regelmäßigen Abständen Anrufe und Posts von diesen.

Die Qualität und die Innovationen bleiben da auf der Strecke. Die Antworten die ich von Herstellern auf spezielle Fragen bekommen habe, sind z. T. haarsträubend.

Die Tendenz läuft auf Massenware aus, wobei Deutschland ein nicht so gewinnbringender Markt mehr ist. Die Akustiker in den zukunftsträchtigen Ländern (Indien, China, u.a.) werden in drei Monaten ausgebildet.

Am Montag werde ich wieder bei meinem Akustiker vorstellig. Er hatte die Funktion meiner Geräte (ohne Messungen) als in Ordnung befunden. Die Neueinstellung erfolgte entsprechend meiner angeführten Probleme im "play back-Verfahren". Der Schuss ging aber nach hinten los. Jetzt ist alles noch schlimmer als vorher.

Leider weiß ich immer noch nicht ob bzw. was für Messprotokolle man aus der Messbox erhält.

Viele Grüße und frohen Sonntag
Hoffi
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#34 12.08.2018, 09:39
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
@Dani!

Danke = Richtig

Treehugger
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#35 12.08.2018, 10:56
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Zitat von fast-foot:


Na ja, wenn sich der Hörgeräteträger ausschliesslich in Situationen bewegen würde, in welchen der Schalldruckpegel 60 dB nicht übersteigt. Das ist vielleicht nachts der Fall, wenn man schläft und die Geräte nicht trägt - sonst jedoch wohl in kaum je einem Fall. Deshalb finde ich die unten stehende Aussage für korrekt (da folgerichtig aus akoptis Aussagen geschlossen):


Gruss fast-foot



Siehe Tabelle. Als "ausgwiesener Spezialist" sollte man schon wissen was man von sich gibt.

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#36 12.08.2018, 11:57
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Supie, akopti!

Meine Aussage ist nicht falsch. Ich erkläre Dir jedoch nicht, weshalb.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#37 Heute, 07:37
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Fehleranalyse von Hörgeräten
Hallo Hoffi,

hier meine Sichtweise:

Zitat von Hoffi:
Die Tendenz läuft auf Massenware aus, wobei Deutschland ein nicht so gewinnbringender Markt mehr ist.

Na ja, im internationalen Grosshandel wird mit der Hardware nicht mehr so viel Gewinn erzielt wie auch schon - in Deutschland dürften jedoch nach wie vor völlig überrissene Preise bezahlt werden (letztlich durch den Endkunden).


Zitat von Hoffi:
Die Qualität und die Innovationen bleiben da auf der Strecke.

Von Innovation sehe ich kaum etwas. Und als qualitativ hochstehend stufe ich die Hardware ebenfalls nicht ein. Es wird viel eher versucht, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn zu erzielen. In Deutschland werden aktuell noch (viel zu) hohe Preise für die Hardware selbst bezahlt.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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