#1 10.08.2018, 19:49
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Hörsturz und Hörtest
Hallo,

ich war bis heute stationär im KH wegen einem Hörsturz. Es ist wohl so dass ich auch noch eine Schwerhörigkeit habe, wobei lt. der Dame die die Tests gemacht hat die Ergebnisse nicht zusammenpassen. Leider kenne ich mich mit den Testergebnissen gar nicht aus und der Arzt meinte erst mal abwarten. Kann mir jemand aus dem Forum vllt. Die Ergebnisse erklären?

Viele Grüße

Bianca
↑  ↓

#2 10.08.2018, 20:59
BenB Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.01.2018
Beiträge: 256


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Hallo Fototante/Bianca,

gern!

Weil das aber ohne nähere Angaben verständlicherweise etwas schwierig ist, müsstest Du bereit sein, die Testergebnisse hier ins Forum zu stellen - natürlich anonymisiert.

Gruß

BenB
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.08.2018, 21:01 von BenB. ↑  ↓

#3 10.08.2018, 21:53
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Danke

Miniaturansichten angehängter Bilder:
IMG_0017_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 33
Dateigröße: 92,69 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel
IMG_0015_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 28
Dateigröße: 62,50 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel
image2_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 54
Dateigröße: 103,59 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel

↑  ↓

#4 10.08.2018, 21:54
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Teil 2

Miniaturansichten angehängter Bilder:
image1_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 36
Dateigröße: 75,98 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel
image3_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 24
Dateigröße: 72,73 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel
image4_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 20
Dateigröße: 74,23 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel

↑  ↓

#5 10.08.2018, 21:54
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Teil 3

Miniaturansichten angehängter Bilder:
image6_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 25
Dateigröße: 83,35 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel
image5_b.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 15
Dateigröße: 81,13 KB
Bildgröße: 768 x 1024 Pixel

↑  ↓

#6 10.08.2018, 22:55
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.439


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Hallo Fototante,

zunächst einmal ist es so, dass von den Werten für das rechte und das linke Ohr her gesehen eine grosse Aehnlichkeit besteht.

Auffällig in Bezug auf die Ergebnisse der Reintonaudiometrie (Du musstest bei diesem Test Dir Töne anhören und signalisieren, sobald Du sie hörst) ist die Kurvenform: es sind alle Frequenzen von einem Hörverlust betroffen, insbesondere jedoch auch die tiefen und am stärksten die mittleren (genau bei 1 kHz). In der Mehrzahl der Fälle sind die hohen Töne besonders stark betroffen.

Die Sprachtests ergeben erstaunlich gute Werte - Sprache scheinst Du trotz der deutlich erhöhten Hörschwellen ziemlich gut zu verstehen.

Besonders ist auch, dass die Ergebnisse der TEOAEs und die DPOAEs mehr oder weniger unauffällig sind.
Diese Tests sagen (bei intakter Mittelohrfunktion, welche bei Dir auf Grund der Resultate gegeben sein muss) aus, dass die OHCs im Innenohr mehr oder weniger intakt sind. Da, wie bereits erwähnt, auch keine Schallleitungsproblematik vorhanden ist, muss die Hörstörung ihre Ursache "irgendwo ab den inneren Haarzellen im Innenohr" haben - das heisst, dass diese Zellen, der Hörnerv oder auch die Hörbahnen im Hirn einer Funktionseinschränkung unterliegen könnten.

Da dies für beide Ohren gilt, kann man sich auch fragen, weshalb bei rechten Ohr die Störung plötzlich aufgetreten ist, beim linken jedoch (vermutlich) schleichend.

Als weitere Untersuchung käme für mich auch eine Ueberprüfung der Stapediusreflexe (möglichst umfassend) und diverse BERAs (Hirnstammaudiometrie) in Frage.

Dies vorerst. Wenn Du etwas nicht verstanden hast, dann frag' einfach!


Ich wünsche weiterhin gute Besserung!


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#7 10.08.2018, 23:17
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 561


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Hallo,

die Ton- und Sprachaudiogramme passen überhaupt nicht zueinander.
Nach Tonaudiogramm hörst du zB rechts erst ab 50dB etwas, verstehst aber schon 50% der gesprochenen Worte bei einer Lautstärke von 50 dB, sogar Zahlen verstehst du unterhalb der Hörschwelle, dh du verstehst Zahlwörter bevor du bei gleicher Lautstärke noch keinen Ton wahrnimmst.
↑  ↓

#8 10.08.2018, 23:29
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.439


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Das stimmt (so genau habe ich mir das dann nicht angeschaut). Die im Bericht erwähnten Hörschwellen liegen auch tiefer als die im Audiogramm eingetragenen.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#9 11.08.2018, 00:56
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Kannn das daran liegen dass ich bei Tönen generell Probleme habe diese zu erkennen, weil ich immer unterscheiden muss ob Tinnitus oder Ton? Das war heute besonders schlimm.
↑  ↓

#10 11.08.2018, 08:55
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 561


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Die Differenz ist damit nicht wirklich zu erklären. Links hörst du nach Aufiogramm erst bei ca 60 dB, verstehst aber Wörter bei 65 dB zu 100%.
Normalhörende hören ab ca 0 dB und verstehen bei ca 45 dB 100%, dh die Tonschwelle ist deutlich unter der Sprachverständlichkeitsschwelle!
Übertragen würde man bei deinem Sprachaudiogramm Hörschwellen um die 25-30 dB im Tonaudiogramm erwarten. Dieses würde auch zu den anderen Tests wie den OAEs passen.
Daher wohl die Vermutung der Ärzte, dass du deutlich besser hörst als es das Tonaudiogramm vermuten lässt und die Empfehlung, den Test zu wiederholen und beieiner Verschlechterung des Hörverstehens Hörgeräte anzupassen - diese sind nämlich noch nicht indiziert, da du beidseitig bei 65 dB 100% verstehst!

Tinnitus mag eine Rolle spielen, aber in der Regel sind das 5-10 dB. Zudem überdeckt ja auch der Tinnitus die Sprache, dh das Sprachaudiogramm müsste schlechter ausfallen.
Hattest du dem Arzt was vom Tinnitus gesagt? Denn dann könnte man mit Wobbeltönen statt mit Sinustönen testen.
↑  ↓

#11 11.08.2018, 09:21
Fototante Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Das mit dem Tinnitus habe ich gesagt. Was ich nicht verstehe ist dass der Test am Dienstag eigentlich noch besser war, da hatte ich auch keine großen Probleme mit dem auseinanderhalten der Geräusche.
Manchmal denk ich mir ich werde verrückt!a
↑  ↓

#12 11.08.2018, 12:57
fleur Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 13.02.2018
Beiträge: 3


Betreff: Re: Hörsturz und Hörtest
Hallo Fototante,

auch bei mir passen Audiogramm und Sprachtest nicht zusammen.
Bei mir ist es nur umgekehrt, der Hörtest fällt besser aus als der Sprachtest im Störlärm. Seit einem grippalen Infekt letzten Sommer hat sich mein linkes Ohr verschlechtert (bei 6-8 kHz um 20 dB, also von 20 dB runter auf 40 dB). Laut Ärzten ist das aber zu wenig, um mein schlechtes Sprachverständnis im Störlärm zu erklären. Ich habe alles gehört, es fehle mir an Konzentration, das sei der Stress, ich hätte eine Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung...
Auch ich habe einen Tinnitus seit dem grippalen Infekt, tue mir beim Hörtest schwer zu unterscheiden ist das der Ton oder der Tinnitus. Ich glaube in meinem Fall, dass der Tinnitus mit Schuld ist dass sich mein Sprachverständnis verschlechtert hat.
Ich habe beschlossen eine Bissschiene anfertigen zu lassen, da ich im Kiefer so verspannt bin. Vielleicht wird auch der Tinnitus leiser und das Sprachverständnis dadurch besser?

Auch bei mir sind die Otoakustischen Emissionen unauffällig. Nachdem das Audiogramm nicht sehr auffällig ist, wurde auch nie weiteruntersucht. Ich habe den Verdacht, dass sich bei mir etwas hinter dem Innenohr getan hat, beschädigte Zellen? In dem Fall gäbe es derweilen eh keine Behandlungsmethoden.

In welcher Form fühlst du dich im Alltag beeinträchtigt? Verstehst du im Störlärm schlecht?

Bei mir hat es einige Monate gedauert bis ich wieder besser gehört habe. Das "schlecht verstehen im Störlärm" ist leider geblieben. Auf jedenfall solltest du dir Zeit geben und nicht vorschnell zum Hörgerät greifen, lass deinem Körper Zeit.

Lass dich von den Audiogrammen nicht stressen, da ja dein Sprachverständis viel besser ist und das zählt!

lg
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 18:28.