#41 19.09.2018, 08:11
muggel Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat von akopti:

Bei Fertiglesehilfen aus dem Kaufhaus steht am Ständer auch ein Warnhinweis, während eine angepasste Nahbrille beim Optiker ohne Warnhinweis gefertigt und verkauft wird. Warum wohl, weil es in einem von Meister geführten Fachgeschäft angepasst wurde, so wie Hörgeräte von Hörakustikern angepasst werden.
Hallo,
auf diesen Abschnitt möchte ich einmal näher eingehen.
Da die Arbeitsweise von Hörgeräten dem Schallverstärkungsprinzip entsprechen und nachweislich hohe Schallpegel (insbesondere über einen längeren Zeitraum abgegeben) zu Hörschäden führt, kann man allgemein erst mal den Zusammenhang knüpfen, dass Hörgeräte das Gehör schädigen können. Hierüber sind wir uns alle einig und dieser (kausale) Zusammenhang hat auch dafür gesorgt, dass Hörgeräte als Medizinprodukt mit einer Risikoklasse versehen wurden.
Insbesondere dann, wenn keine individuelle Anpassung von einem Fachmann stattfindet, ist es notwendig und wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Gefährdung vorhanden ist. Jedoch sollte durch eine individuelle Anpassung durch einen Fachmann eben genau die Gefährdung verhindert bzw. auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Es ist daher notwendig zu prüfen, ob tatsächlich von Hörgeräten, die von einem Fachmann individuell auf den jeweiligen Hörverlust ein so hohes Risiko einer (weiteren) Hörschädigung ausgeht, dass Warnhinweise notwendig sind.... oder ob man -- ähnlich wie bei Brillen -- durch eine entsprechende fachgerechte Anpassung das Risiko soweit minimiert hat, dass dieses als nicht mehr signifikant gilt.
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#42 19.09.2018, 08:16
Dani! Anwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat von akopti:
Bei Fertiglesehilfen aus dem Kaufhaus steht am Ständer auch ein Warnhinweis,
Tatsächlich, ich habe gerade nachgeschaut. Ich hab's dir erst nicht glauben wollen. Aber da steht auf einer Lesebrille für weitsichtige (z.B. +2,5 Dioptrien) als WARNhinweis u.a., dass diese Brille nicht für die Fernsicht geeignet ist. Ach! für wie doof hält man die Menschen noch?

Und, Akopti,
Respekt, dass du FF immer noch Kontra gibst. Ich hab's aufgegeben überhaupt zu antworten, weil er unablässig behauptet, dass ausnahmslos alle Akustiker die HGs zu laut und damit gehörschädigend einstellen. Ganz nach dem Motto: weil das kann gar nicht anders sein. Eine Diskussionsgrundlage sieht anders aus.
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#43 19.09.2018, 08:49
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat von fast-foot:
Ja. So fein ist er jedoch nicht. Er er betrifft in erster Linie den Preis.

süß ...... und sehr naiv!

Im Gegensatz zum Hörverstärker habe ich im Hörgerät ein auf mich und meine Hörbehinderung eingestelltes und zugeschnittenes Produkt.

Ich habe Garantie und Wartung, denn die ist im Preis mit inbegriffen. Ich habe Kontrolle, denn er wird immer mal wieder geschaut ob Hörgerät und Träger mit der gegebenen Einstellung zusammenpassen oder was geändert werden muss.

Alles im Preis mit abgedeckt.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#44 19.09.2018, 09:39
Dani! Anwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Mensch, bin ich FF doch glatt auf dem Leim gegangen. Selbstverständlich gibt es nicht nur für die Hörverstärkern Warnhinweise, sondern auch für die medizinischen Hörgeräte. Was bedeutet, dass die Aussage von fast-foot Unsinn ist, dass Akustiker verantwortlich dafür sein sollen, dass nur für HVs Warnhinweise erstellt werden müssen.

Miniaturansichten angehängter Bilder:
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#45 19.09.2018, 09:42
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Smiling Hast Du in jeder Gebrauchsanweisung, Dani. Ist ein vom Gesetzgeber gefordertes Muss! Auch bei medizinischen Hilfsmitteln.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 19.09.2018, 09:43 von rabenschwinge. ↑  ↓

#46 19.09.2018, 14:02
Dani! Anwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
rabenschwinge,
das ist richtig. Selbst die Bedienungsanleitung eines Autos könnte halb so dick sein, wenn man nur sämtliche Warnhinweise weglassen würde. Mein letzter Beitrag zielte aber auf die Irreführung des folgenden Zitats:

Zitat von fast-foot:
*) "Mafia" schreibe ich nicht (I). Meiner Ansicht nach geht es jedoch in diese Richtung, wenn diese Lobby dafür sorgen kann, dass so genannte Hörverstärker nur verkauft werden dürfen, wenn sie mit entsprechenden Warnhinweisen (...) versehen werden, die kaum weniger gefährlichen Hörgeräte (...) hiervon jedoch ausnehmen.

Das letzte Wort ist an diesem Satz einfach nur falsch. Und damit der ganze Sinn seines Satzes. Und da FF gerne Belege hätte, habe ich die entsprechenden Screenshots eben gleich mitgeliefert.
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#47 19.09.2018, 14:14
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Smiling ist mir bewusst, Dani. Einer der Gründe, weshalb ich FF´s Äußerungen schon lang nicht mehr ernstnehme. Es fehlt einfach der Realitätsbezug bei ihnen.

Hab einen schönen Nachmittag, Dani und liebe Grüsse
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#48 19.09.2018, 22:04
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Hallo,

hier meine Sichtweise:

Zitat von muggel:
Da die Arbeitsweise von Hörgeräten dem Schallverstärkungsprinzip entsprechen und nachweislich hohe Schallpegel (insbesondere über einen längeren Zeitraum abgegeben) zu Hörschäden führt, kann man allgemein erst mal den Zusammenhang knüpfen, dass Hörgeräte das Gehör schädigen können. Hierüber sind wir uns alle einig und dieser (kausale) Zusammenhang hat auch dafür gesorgt, dass Hörgeräte als Medizinprodukt mit einer Risikoklasse versehen wurden.

Ja, wobei ich es für einen Witz halte (meiner Erinnerung zu Folge), da auf die Möglichkeit, durch die Verwendung von Hörgeräten zusätzliche Hörschädigungen (und sogar Einbussen im Sprachverstehen etc.) zu erleiden, überhaupt nicht eingegangen wird (ob das mittlerweile anders ist, weiss ich nicht - wohl eher nicht).
In einer Ausgabe der Zeitschrift "Spektrum Hören" wurde das (in Bezug auf Hörgeräte) viel zu lasche Medizinproduktegesetz kritisiert.


Zitat von muggel:
Insbesondere dann, wenn keine individuelle Anpassung von einem Fachmann stattfindet, ist es notwendig und wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Gefährdung vorhanden ist.

Das finde ich auch richtig. Allerdings gefällt mir hier nicht ganz, dass dies "dann, wenn keine individuelle Anpassung von einem Fachmann statt finde", in besonderem Masse notwendig sei. Das klingt so, als ginge von fachmännisch angepassten Hörgeräten eine geringere Gefahr aus (als zum Beispiel von Hörverstärkern). Das kann man schlicht nicht sagen, da man die Frage bisher nicht wissenschaftlich untersucht hat (mir sind jedenfalls keine entsprechenden (vergleichenden) Studien bekannt).


Zitat von muggel:
Jedoch sollte durch eine individuelle Anpassung durch einen Fachmann eben genau die Gefährdung verhindert bzw. auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Hier würde ich noch viel weiter gehen und die Verantwortung nicht nur einzig der Person, welche die Geräte einstellt, übertragen (bzw. den Leuten, welche die Anpassprozedere entwickeln etc.). Es gibt eine ganze Reihe von weiteren Massnahmen, welche dazu beitragen können, das Risiko für weitere Gehörschädigungen zu minimieren.
Das fängt bei der Aufklärung an, betrifft auch das Verhalten des Hörgeräteträgers, soll darüber hinaus in die Gesetzgebung (Stichwort "Arbeitnehmerschutz" - nur als ein wichtiges Beispiel) einfliessen und bezieht auch die Hersteller mit ein (I).


Zitat von muggel:
Es ist daher notwendig zu prüfen, ob tatsächlich von Hörgeräten, die von einem Fachmann individuell auf den jeweiligen Hörverlust ein so hohes Risiko einer (weiteren) Hörschädigung ausgeht, dass Warnhinweise notwendig sind....

Darauf weise ich seit Jahren (immer mal wieder) hin. Warnhinweise sind nur ein Anfang. Folgen muss das, was ich weiter oben mit (I) bezeichnet habe.


Gruss fast-foot

PS: Auf Grund dessen, was man über die Pathophysiologie des Gehörs und die Arbeitsweise von Hörgeräten weiss, halte ich es für völlig absurd, davon aus zu gehen, dass durch die Verwendung von Hörgeräten keine zusätzlichen Hörschädigungen entstehen können.
Gross angelegte Studien können vor allem dazu beitragen, das Risiko zu quantifizieren oder auch gewisse unterschiedliche (bspw. verhaltens-, einstellungs- etc. etc. etc. -abhängige) Stufen der Gefährdung zu eruieren etc.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#49 20.09.2018, 11:08
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat von Dani!:
Mensch, bin ich FF doch glatt auf dem Leim gegangen. Selbstverständlich gibt es nicht nur für die Hörverstärkern Warnhinweise, sondern auch für die medizinischen Hörgeräte. Was bedeutet, dass die Aussage von fast-foot Unsinn ist, dass Akustiker verantwortlich dafür sein sollen, dass nur für HVs Warnhinweise erstellt werden müssen.


überlesen FF?

Zum anderen gibt es DinNorm für Hörgeräte, die gewissen Dinge wie auch Sicherheit genau beschreiben und nach deren Vorgaben u.a. medizinische Hilfsmittel wie HH´s zugelassen werden.

Für HG wäre das IEC- 60065 https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nals/projekte/wdc-proj:din21:283928178

und IEC - 60601 https://www.johner-institut.de/...c-60601-1/

Wink 2018 und nicht 1980......
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#50 20.09.2018, 13:58
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat:
Zitat von Dani!:
Selbst die Bedienungsanleitung eines Autos könnte halb so dick sein, wenn man nur sämtliche Warnhinweise weglassen würde. Mein letzter Beitrag zielte aber auf die Irreführung des folgenden Zitats:

Zitat von fast-foot:

*) "Mafia" schreibe ich nicht (I). Meiner Ansicht nach geht es jedoch in diese Richtung, wenn diese Lobby dafür sorgen kann, dass so genannte Hörverstärker nur verkauft werden dürfen, wenn sie mit entsprechenden Warnhinweisen (...) versehen werden, die kaum weniger gefährlichen Hörgeräte (...) hiervon jedoch ausnehmen.

Das letzte Wort ist an diesem Satz einfach nur falsch. Und damit der ganze Sinn seines Satzes. Und da FF gerne Belege hätte, habe ich die entsprechenden Screenshots eben gleich mitgeliefert.


Zitat von Dani!:
Ich hab's aufgegeben überhaupt zu antworten, weil er unablässig behauptet, dass ausnahmslos alle Akustiker die HGs zu laut und damit gehörschädigend einstellen.

etc. etc. etc.

Scherzkeks...
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#51 20.09.2018, 18:51
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Oh, Selbsterkenntnis hat zugeschlagen, FF?
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#52 22.09.2018, 13:20
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Hier meine Sichtweise:

Zitat von fast-foot:
Es gibt eine ganze Reihe von weiteren Massnahmen, welche dazu beitragen können, das Risiko für weitere Gehörschädigungen zu minimieren.
Das fängt bei der Aufklärung an, betrifft auch das Verhalten des Hörgeräteträgers, soll darüber hinaus in die Gesetzgebung (Stichwort "Arbeitnehmerschutz" - nur als ein wichtiges Beispiel) einfliessen und bezieht auch die Hersteller mit ein (I).

Die erwähnten Massnahmen möchte ich hier noch auflisten, wobei natürlich klar ist, dass im individuellen Falle nicht alle gleich gut umsetzen lassen:

- Hörgeräte nicht unbedingt bereits dann anpassen, wenn sie indiziert sind, sondern, wenn der Nutzen einigermassen da ist (grösser als jetzt)

- Hörgeräte tief begrenzen (wenn möglich bei 85 dB (A), idealerweise gar bei 70 dB (A); letzteres ist zur Zeit schwierig zu realisieren, jedoch für Viele umsetzbar, wenn man weitere Massnahmen etc. trifft))

- Lärm meiden (auch mit Hörgeräten)

- Hörgeräte selektiv tragen (Betroffene, welche zum ersten Mal Hörgeräte tragen, können allenfalls während der Anpassphase diese vermehrt tragen)

- "Einstellungen und insbesondere auch deren Veränderungen durch Sprachtests verifizieren"

- nur in-Situ-Anpassungen "o.ä." durchführen

- geschlossene Otoplastiken möglichst ohne Okklusionseffekt verwenden

- ein "Lärmschutzprogramm" einrichten (die Hörgeräte so programmieren, wie Hörluchs-Hörsysteme) und dieses möglichst oft verwenden (bspw. als Standard-Programm definieren)

- die Nutzer von Hörgeräten besser bzw. überhaupt aufklären (in Bezug auf Risiken und Nebenwirkungen - und wie diese minimiert werden können) - und die Akustiker in Bezug auf die Lärmproblematik besser ausbilden

- die Vorschriften für den Arbeitsplatz dahin gehend revidieren, dass Hörgeräteträger nur noch Hörgeräte, welche für den Lärmarbeitsplatz zugelassen sind*, verwenden dürfen - denn das Hörgerät selbst kann einen normalen Arbeitsplatz in einen Lärmarbeitsplatz verwandeln; zur Zeit ist der Mitarbeiter hiervor nicht geschützt

*) oder entsprechend eingerichtete - kann man im Prinzip mit jedem Hörgerät machen

- frühzeitige regelmässige Ueberprüfung der Hörfähigkeit und insbesondere des sprachverstehens im Störschall, um einen "rechtzeitigen Umstieg auf das CI nicht zu verpassen" (wenn bspw. "die Aussichten auf eine Verbesserung mit CI besser aussehen als die zu erwartende sich einstellende Situation mit Hörgeräten")


Darüber hinaus muss die Forschung intensiviert werden, damit Hörgeräte eine höhere Leistung (insbesondere in Bezug auf Störschallunterdrückung und gutes Sprachvrstehen) bei geringerer Belastung für das Gehör erzielen können. Auch müssen die Risiken und Nebenwirkungen besser erforscht werden, damit diese auch quantifiziert werden können.

Man könnte auch überprüfen, ob sich der Staat als Grosseinkäufer betätigen soll, um so für vernünftige und marktgerechte Preise zu sorgen und (nicht nur von mir) vermutete illegale Preisabsprachen zu verhindern.

Des Weiteren bin ich überzeugt, dass einige von mir entwickelte Innovationen/Verfahren/Vorgehensweisen dazu beitragen würden, die Einstellungen und die Leistung der Hörgeräte (insbesondere, was das Sprachverstehen im Störschall betrifft) erheblich zu verbessern und die Belastung für das Gehör zu verringern.

Die Liste ist nicht vollständig.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 22.09.2018, 13:24 von fast-foot. ↑  ↓

#53 22.09.2018, 13:44
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
@fast-foot
Mal eine direkte Zwischenfrage,
da ich mir, aufgrund einiger Kommentare hier nicht sicher bin,
trägst du selber HG, oder bist du Schwerhörig?

Treehugger
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#54 22.09.2018, 15:56
rabenschwinge Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Das liest sich wie aus den 80gern und 90gern des letzten Jahrtausend aber nicht nach 2018, FF.

Vieles von dem, was Du forderst ist grad im Bereich Untersuchung und Arbeitsschutz schon längst gang und gäbe.

Somit ist Deine Argumentation hinfällig da schon längst überholt von der Realität.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#55 22.09.2018, 16:00
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Okklusionseffekt = Verschlusseffekt
Unter Verschlusseffekt versteht man das Körperschall (z.B die eigene Stimme entstehend im Kehlkopf, aber auch Kaugeräusche beim Essen) durch den Knochen übertragen wird. Dieser Knochenschall bringt die Knochen zum Schwingen auch den knöchernen Teil des Gehörgangs. Diese Schwingungen setzen in Gehörgang Schall frei. Ist der Gehörgang unverschlossen, fließt der Schall nach Außen ab. Bei einem verschlossenen Gehörgang ist dies nicht möglich und der Schall trifft auf das Trommelfell. Bei HG-trägern führt es dazu, dass die eigene Stimme dröhnend klingt und das Essen von Keksen wie Gewitterdonner.
Zudem steigt bei einem geschlossenen Gehörgang das Infektionsrisiko denn es entsteht ein feuchtwarme Mileu, indem Mikroorganismen gut gedeihen. Dies kann zu Gehörgangsentzündugen führen.

Zudem kommt es beim Einsetzen von geschlossenen Otoplastikeb zu einer Druckerhöhung vor dem Trommelfell, was dessen Schwingungsfähigkeit beeinflusst.

Gruß

Dirk
↑  ↓

#56 22.09.2018, 16:09
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat:
- "Einstellungen und insbesondere auch deren Veränderungen durch Sprachtests verifizieren"
Meine tägliche Arbeit als Akustiker.
-
Zitat:
nur in-Situ-Anpassungen "o.ä." durchführen
Meine tägliche Arbeit als Akustiker.
↑  ↓

#57 22.09.2018, 16:17
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat:

- Hörgeräte tief begrenzen (wenn möglich bei 85 dB (A), idealerweise gar bei 70 dB (A); letzteres ist zur Zeit schwierig zu realisieren, jedoch für Viele umsetzbar, wenn man weitere Massnahmen etc. trifft))
Mittlere Sprachlautstärke liegt bei 65dB. Dabei gibt es Minimas von 45dB und Maximas von 80dB. Wenn ich also bei 70 dB begrenze verändere ich das Sprachmuster. Unser Gehirn benötigt das Sprachmuster um es dann den abgespeicherten Wörtern zu zuordnen. Begrenzung auf 70 dB = kein Sprachverstehen .
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#58 22.09.2018, 16:21
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Zitat:

- frühzeitige regelmässige Ueberprüfung der Hörfähigkeit und insbesondere des sprachverstehens im Störschall, um einen "rechtzeitigen Umstieg auf das CI nicht zu verpassen" (wenn bspw. "die Aussichten auf eine Verbesserung mit CI besser aussehen als die zu erwartende sich einstellende Situation mit Hörgeräten")
Wenn angeblich Hörgeräte retrocochleare Hörbahnen schädigen sollen, tun es dann CI nicht! Helpless
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#59 22.09.2018, 17:14
KatjaR Abwesend
Moderator
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Dirk, FF behauptet das ja, dass auch CI´s retrocochleare Hörbahnen schädigen, ich kenne allerdings seeehr viele CI-Träger und bei keinem wurde das Hören mit CI im Laufe der Zeit schlechter, außer wenn es durch Materialschaden oder Elektrodenmigration verursacht war, nur besser, was gegen diese Schädigung spricht. ich selbst habe auch seit über 20 Jahren eins, was in den 1. Jahren immer besser wurde, mittlerweile auf hohem Niveau stabil bleibt, obschon ich mir beim Musikhören auch mal ordentlich Power gönne.

LG Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) "Nehmt nur mein Leben hin in Bausch und Bogen, wie ich´s führe; Andre verschlafen ihren Rausch, Meiner steht auf dem Papiere." Laughing
Johann Wolfgang von Goethe
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#60 23.09.2018, 07:32
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Hörgerätepreise
Hier meine Sichtweise:

Zitat von akopti:
Okklusionseffekt = Verschlusseffekt
Unter Verschlusseffekt versteht man das Körperschall (z.B die eigene Stimme entstehend im Kehlkopf, aber auch Kaugeräusche beim Essen) durch den Knochen übertragen wird. Dieser Knochenschall bringt die Knochen zum Schwingen auch den knöchernen Teil des Gehörgangs. Diese Schwingungen setzen in Gehörgang Schall frei. Ist der Gehörgang unverschlossen, fließt der Schall nach Außen ab. Bei einem verschlossenen Gehörgang ist dies nicht möglich und der Schall trifft auf das Trommelfell. Bei HG-trägern führt es dazu, dass die eigene Stimme dröhnend klingt und das Essen von Keksen wie Gewitterdonner.

Die Thematik wurde hier bereits einigermassen ausführlich behandelt. Deshalb äussere ich mich nicht mehr hierzu, ausser folgendermassen:

Zitat von akopti:

Bei HG-trägern führt es dazu, dass die eigene Stimme dröhnend klingt und das Essen von Keksen wie Gewitterdonner.

Genau aus diesem Grunde schrieb ich ja:

"- geschlossene Otoplastiken möglichst ohne Okklusionseffekt verwenden"

Es bleibt dabei!


Zitat von akopti:
Zitat:

- "Einstellungen und insbesondere auch deren Veränderungen durch Sprachtests verifizieren"
Meine tägliche Arbeit als Akustiker.

Du führst also nach jeder Aenderung einer Einstellung einen Sprachtest durch?


Zitat von akopti:
Zitat:

nur in-Situ-Anpassungen "o.ä." durchführen
Meine tägliche Arbeit als Akustiker.

Daran sollte sich jeder Akustiker halten (ist jedoch nicht der Fall), deshalb habe ich den Punkt angeführt.


Zitat von akopti:
Zitat:
- Hörgeräte tief begrenzen (wenn möglich bei 85 dB (A), idealerweise gar bei 70 dB (A); letzteres ist zur Zeit schwierig zu realisieren, jedoch für Viele umsetzbar, wenn man weitere Massnahmen etc. trifft))

Mittlere Sprachlautstärke liegt bei 65dB. Dabei gibt es Minimas von 45dB und Maximas von 80dB. Wenn ich also bei 70 dB begrenze verändere ich das Sprachmuster. Unser Gehirn benötigt das Sprachmuster um es dann den abgespeicherten Wörtern zu zuordnen. Begrenzung auf 70 dB = kein Sprachverstehen .

Deshalb schrieb ich ja auch:

Zitat von fast-foot:
...letzteres ist zur Zeit schwierig zu realisieren, jedoch für Viele umsetzbar, wenn man weitere Massnahmen etc.trifft...

Wie das genau geht, schreibe ich jedoch hier nicht.


Zitat von tja:
Dirk, FF behauptet das ja, dass auch CI ´s retrocochleare Hörbahnen schädigen

Ich erinnere ich mich nicht daran, dies behauptet zu haben. Kann sie ihre Aussage beweisen?


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.09.2018, 07:36 von fast-foot. ↑  ↓

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