#21 26.09.2018, 11:21
Hörer2019 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 11.08.2018
Beiträge: 152


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Ja das Umdenken, das ist für jeden das Schwerste.
Ich lege die HGs jeden Abend ab. Du nicht?
Ich leg sie im Bad ins Ladegerät ab. Du in eine Schale wohl, vielleicht neben dem Bett.
Wer sieht den Unterschied?
↑  ↓

#22 27.09.2018, 23:14
Skunkdude Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.09.2015
Beiträge: 139


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Hey,

spannende Diskussion, da möchte ich mich auch nochmal einbringen.
Sehe es ähnlich "modern": Die Utensilien in unserem Alltag, die Abends an die Steckdose müssen, werden immer mehr, weil alles einen Akku hat.

Der ein oder andere mag sowas wie die AirPods von Apple nutzen, deren Ladeschale hat wiederum einen integrierten Akku welcher die Teile unterwegs laden kann. Gibts bei Hörgeräten ebenfalls.
Oticon arbeitet mit Z-Power Systemen, bin gespannt wie lange wir diese noch sehen werden Wink der Trend (und das ist kein Hype der schnell wieder verschwindet) geht zu Lithium-Ionen.
Für mich überwiegen auch die Vorteile. Bei fest verbauten Akkus können die Gehäuse aus einem Guss sein: ein definitives Plus wenn es um Feuchtigkeitschutz geht.

Man darf gespannt sein Smiling
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#23 12.12.2019, 00:54
Mathias76 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.01.2019
Beiträge: 7


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Zitat von Hörer2019:
Ich lege die HGs jeden Abend ab. Du nicht?

Manchmal nein. Für mich muss ein Hörgerät rund um die Uhr einsatzbereit sein. Und das kann ein Hörgerät mit Akku nicht.

Zitat von Renarde:
Wenn wir nun optimistisch davon ausgehen, dass eine Batterie 10 Tage hält...

Bei den neuen Hörgeräten hält die Batterie etwa 5 Tage.
Dann wird der Akku auch halb so lange halten, also 6 bis 8 Stunden. Dann brauche ich 6 Akkus und 4 sind immer im Ladegerät. Nein Danke.
_Hz 125 | 250 | 500 | 1K | 2K | 3K | 4K | 6K | 8K
dbR _40 | _50 | _65 | 75 | 75 | 75 | 80 | 55 | 70
dbL _45 | _55 | _65 | 70 | 75 | 80 | 70 | 60 | 70
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#24 12.12.2019, 09:37
svenyeng Abwesend
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Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.677


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Hallo!

Zitat:
Bei fest verbauten Akkus können die Gehäuse aus einem Guss sein: ein definitives Plus wenn es um Feuchtigkeitschutz geht.

Das ist definitiv eine Pro Argument für Akku HGs.
Aber irgendwie auch das einzige.

Zitat:
Manchmal nein. Für mich muss ein Hörgerät rund um die Uhr einsatzbereit sein. Und das kann ein Hörgerät mit Akku nicht.

Sehe ich auch so, denn es gibt auch Situationen, auch wenn sie nicht so oft vorkommen, wo man die HGs sehr lange benötigt. Ein Beispiel wären Familienfeiern die bin weit in die Nacht gehen.
Wenn die Batterien leer sind, wechsele ich die und höre wieder. Die hat man ja immer in der Tasche.
Bei Akku HGs nehme ich die HGs dann aus den Ohren und stecke sie ins Ladegerät in der Gaststätte?
Ach nee, ich fahre nach Hause, kann ich halt nicht mehr weiter mit feiern.
Das kommt besonders gut, wenn man selber der Gastgeber ist.

Ich bleibe dabei, Akku HGs sind nur sinnvoll, wenn man den Akku unterwegs schnell wechseln kann.
So dass man halt wie die Batterien immer Ersatzakkus in der Hosentasche hat oder eben die HGs trotz Akkus auch mit Batterien betrieben werden können. Heißt also Akkus raus und Batterien rein und weiter hören.
Wenn es so ein System bei den nächsten fälligen HGs in ein paar Jahren gibt, würde ich das in Erwägung ziehen.
Festverbaute Akkus sind ein klares No Go.

Habe das hier schon mal mit dem Beispiel Akkuschrauber erklärt meine ich.
Wenn der Schrauber einen festverbauten Akku hat, macht der Handwerker halt Feierabend wenn der Akku leer ist, oder wie? Daher immer Wechselakku.
Es gibt noch eine Alternative, aber die ist kostspielig: 2. Akkuschrauber.
Auf HGs übertragen heißt das die HGs 2x kaufen. Nur wenn das 2. Paar HGs öfters rumliegt, ist die Frage ob die Akkus vom 2. Paar immer voll sind.

Es gab früher schon Akkus für HGs, haben sich aber nicht durchgesetzt.
Die waren schneller wieder vom Markt als man denken kann.

Gruß
sven
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#25 12.12.2019, 09:42
Albman Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.05.2019
Beiträge: 81


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Hallo,

die in einer Batterie/Akku gespeicherte Energie wird als Kapazität bezeichnet. Die Einheit dafür sind mAh. Das wird "milliamperestunden" ausgesprochen.

Grob gesagt bedeutet doppelt soviele mAh = doppelte Betriebszeit. Halbe mAh = halbe Betriebszeit.

Laut Wikipedia hat eine 13 Batterie eine Kapazität von 310 mAh:
https://de.wikipedia.org/...tebatterie

Der Akku im 13er-Format Power one Acu plus hat eine Kapazität von 31 mAh:
http://www.powerone-batteries.com/...accu-plus/

Also hat dieser Akku ein Zehntel der Kapazität und somit haben die HG bei gleicher Nutzung auch nur ein Zehntel der Laufzeit. Wenn jemand mit einem Satz Batterien 6 Tage hinkommt, dann reicht es mit dem Akku nicht über den Tag, da nur Kapazität für 0,6 Tage da ist. Wenn jemand 12 Tage mit einem Satz Batterien hinkommt, dann reicht der Akku über den Tag, da Kapazität für 1,2 Tage da ist.

Das gilt aber nur, solange der Akku noch seine Nennkapazität hat. Akkus werden schlechter und wenn im obigen, zweiten Beispiel der der Akku nur noch 80% der Kapazität hat, dann werden aus den 1,2 Tagen 0,96 Tage. D.h. es wird schon knapp.

Interessant ist, dass dieser Akku ein NiMH-Akku ist. Das war vor Einführung der Lithium-Ionen-Akkus (LiIon), die heute die vorherrschende Technologie sind, das Beste was man als Normalo kriegen konnte. Quasi der Akku für "Bosch-blau"-Geräte Laughing Aber heute ist die Energiedichte von NiMH nicht mehr ausreichend , LiIon ist dramatisch besser. Allerdings sind LiIon-Akkus als Einzelzellen (=Knopfzelle) zu gefährlich (brennbar) und daher wurde wohl NiMH verwendet, da die sehr sicher sind.
Beste Grüße! Timo
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 12.12.2019, 09:43 von Albman. ↑  ↓

#26 12.12.2019, 13:19
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.741


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Früher hat Siemens auch Hörgeräte für Hybridbetrieb (Batterie oder Akku) angeboten. Die ZL-Batterie konnte einfach durch einen NiMH-Akku getauscht werden. Es gab auch eine separate Ladestation und die HGs hatten an beiden Seiten Kontakte für die Aufladung.

Mit den 312er Akkus wurde es schnell eng, die haben mit Ach und Krach ein Jahr durchgehalten. Bei intensiver Nutzung nicht so lage. Den 13er-Geräten ging es da besser, da kam man mit einem Akkupaar über ein Jahr.

Theoretisch läuft jedes Batterie-Hörgerät mit einem NiMH-Akku. Die damaligen Siemens-Geräte arbeiteten allerdings noch bei 0,8-0,9V Batteriespannung und waren speziell für den NiMH-Akkubetrieb ausgelegt. Normalerweise steigen Hörgeräte bei Spannungen unter 1,1V aus, das macht NiMH-Akkus für heutige Geräte uninteressant.
Allons-y!
↑  ↓

#27 12.12.2019, 16:13
Dani! Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.03.2012
Beiträge: 975


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Zitat von Albman:
Interessant ist, dass dieser Akku ein NiMH-Akku ist. Das war vor Einführung der Lithium-Ionen-Akkus (LiIon), die heute die vorherrschende Technologie sind, das Beste was man als Normalo kriegen konnte. Quasi der Akku für "Bosch-blau"-Geräte Laughing Aber heute ist die Energiedichte von NiMH nicht mehr ausreichend , LiIon ist dramatisch besser. Allerdings sind LiIon-Akkus als Einzelzellen (=Knopfzelle) zu gefährlich (brennbar) und daher wurde wohl NiMH verwendet, da die sehr sicher sind.
Die LiIon-Akkus sind nicht zu gefährlich. In manchen HGs sind die ja fest verbaut.
LiIon kannst du nur nicht als wechselweisen Ersatz für die üblichen Zink-Luft-Batterien verwenden. Denn letztere arbeiten mit 1,2V Nennspannung, LiIon aber mit 3,7V. Damit grillst du die HGs, die auf 1,2V eingestellt sind.
Dominik
L: Hz/dB 125/10 250/20 500/35 1k/80 2k/90 >=3k/--
'18: Phonak Naida B70-SP
R: 20.2.'20: Med-el Sonnet 2
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#28 12.12.2019, 17:16
Albman Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.05.2019
Beiträge: 81


Betreff: Re: Jemand Erfahrung mit Akkubatterien für's Hörgerät?
Ja stimmt, das habe ich nicht bedacht, die Spannung ist viel höher.

Brennen können die LiIon aber trotzdem besser als die ollen NiMH:

https://www.swr.de/...index.html

Bennende Teslas und brennende Smartphones würde es mit NIMH nicht geben, aber dafür würde, wenn wir nur NIMH hätten, es auch die Teslas und Smartpones gar nicht geben Laughing
Beste Grüße! Timo
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