#21 Gestern, 23:30
Musiker_72 Abwesend
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Dabei seit: 09.11.2014
Beiträge: 623


Betreff: Re: erstes Hörgerät mit 49J, zudem technische Frage
Ich habe mal in den Sourcecode von DSP-Algorithmen geschaut. (die sehr guten CALF-Plugins für Linux sind alle open source)

Beim Kompressor benötigt man tatsächlich nur ein (!) Sample. Keine zusätzliche Latenz.

Beim Equalizer habe ich den Code nicht verstanden, da bräuchte ich etwas länger ...

Sicherlich kann man auch Samples der Vergangenheit für eine Situationsanalyse verwenden. Dennoch braucht es eine bestimmte Anzahl von Samples, um die Ausgabe auch wieder korrekt zusammensetzen zu können.

Ich kann bei meinen HG (offene Schirmchen, gutes Hörvermögen meinerseits bis ca. 1 kHz) keinerlei Latenz hören, ich habe aber auch den besagten Hersteller "ohne" Kanäle.

Ich habe sehr gute Kondensatormikrofone, vielleicht kann ich damit die Latenz meines HG ganz leicht messen (HG-Lautsprecher ans Mikro, dann müsste ja HG-Schall und Direktschall aufgenommen werden). Probiere ich mal.
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#22 Heute, 09:06
BenB Abwesend
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Dabei seit: 24.01.2018
Beiträge: 272


Betreff: Re: erstes Hörgerät mit 49J, zudem technische Frage
Hallo in die Runde, hallo Musiker72,

Zitat:
Beim Kompressor benötigt man tatsächlich nur ein (!) Sample. Keine zusätzliche Latenz.

Danke, das wusste ich nicht. (Ist aber logisch, weil die Signalanalyse ja nur aus dem Messen von Einzelsamples besteht, das Erzeugen der Stellgröße (Attack/Release) parallel zum Signalweg stattfindet, und im Signalweg selbst nur eine Multiplikation Originalsample x Stellgröße ausgeführt wird.)

Zur Latenzmessung: Das müsste sogar mit einem Einzelmikrofon gehen, wenn die Abstände (HG-Lautsprecher/Messmikrofon + Quell-Lautsprecher/HG-Mikrofon) = Quell-Lautsprecher/Messmikrofon sind.

Bei der Auswahl des optimalen Mess-Signals kann man raten: Nadelimpuls?

Bin mal gespannt!

Gruß BenB
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 17.10.2018, 09:16 von BenB. ↑  ↓

#23 Heute, 09:06
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 5.542


Betreff: Re: erstes Hörgerät mit 49J, zudem technische Frage
Hier meine Sichtweise:

Zitat von fast-foot:
Das ist zwar sehr einfach und daher auch rechenintensiv...

So, wie ich die Sache nun einschätze, kann man, wenn man nur ein Rechteckfenster verwendet, für jede neue Berechnung durch eine entsprechende Verschiebung des Bezugssystems ohne weitere Berechnung alle bisherigen Werte übernehmen bis auf den neu hinzu gekommenen und muss nur diesen in die Neuberechnung einbeziehen, was nicht sehr aufwändig ist (die Verschiebung des Bezugssystems würde ich als Kniff bezeichnen, welcher mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt (bzw. eingefallen) war).
Verwendet man jedoch andere Fenster (was sinnvoll ist), so wird das Ganze ziemlich rechenintensiv. Ein weiterer Trick könnte darin bestehen, das Fenster so zu gestalten, dass "ein bestimmter Kurvenverlauf in möglichst breite Treppenstufen umgewandelt wird" - bei grösstmöglicher Annaherung - was zur Folge hätte, dass eine minimale Anzahl an Werten neu gewichtet würden, was natürlich den Berechnungsaufwand minimiert.


Zitat von Musiker_72:
Sicherlich kann man auch Samples der Vergangenheit für eine Situationsanalyse verwenden. Dennoch braucht es eine bestimmte Anzahl von Samples, um die Ausgabe auch wieder korrekt zusammensetzen zu können.

Weshalb genau? Ich berechne ja mit jedem neu hinzu gekommenen Sample so zu sagen alles wieder neu - natürlich mit möglichst geringem Aufwand. Das verändert zwar möglicherweise (bzw. wahrscheinlich in den meisten Fällen) Phase und Amplituden aller Frequenzen - interessieren tut allerdings nur der letzte ("Spannungs"-) Wert.
Das Problem sehe nur dort, wo auf Grund der Analyse eine Veränderung des Signals vorgenommen wird. Bspw. soll eine tiefe Frequenz heraus gefiltert werden. Diese kann (als Extrembeispiel) abrupt verstummen. Trotzdem "wird sie in der Gegenwart heraus gefiltert", da sie ja "in der Vergangenheit vorhanden war". Dies hat natürlich zur Folge, dass die Korrektur ein falsches Resultat hervor bringt. Bei lauter abrupten Aenderungen des Signals weist sich die von mir beschriebene Vorgehensweise als problematisch auf.
Allerdings ist es auch nicht ganz unproblematisch, wenn man (bspw.) das Signal um die Länge des gesamten Fensters verzögert ausgibt. Wenn bspw. die tiefe Frequenz, welche heraus gefiltert werden soll, genau in der Mitte des Fensters "verstummt", so ergeben sich auch hier Fehler, was natürlich logisch ist (für eine hohe Frequenzauflösung wird ein möglichst langes Fenster benötigt - bei Aenderungen der Frequenzen während der Betrachtung führt jedoch genau dies wiederum zu Problemen - während ein kurzes Fenster die Frequenzauflösung beschränkt).


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#24 Heute, 09:21
BenB Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.01.2018
Beiträge: 272


Betreff: Re: erstes Hörgerät mit 49J, zudem technische Frage
Zitat:
Zitate:

Sicherlich kann man auch Samples der Vergangenheit für eine Situationsanalyse verwenden. Dennoch braucht es eine bestimmte Anzahl von Samples, um die Ausgabe auch wieder korrekt zusammensetzen zu können.


Weshalb genau?

Damit das Ausgangssignal konsistent ist.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.10.2018, 09:25 von BenB. ↑  ↓

#25 Heute, 09:38
fast-foot Abwesend
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Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.542


Betreff: Re: erstes Hörgerät mit 49J, zudem technische Frage
Die Frage lautet (für mich zumindest), wie sich die Inkonsistenzen auswirken. Je nachdem ergeben sich auch keine (bspw., wenn keine Veränderung des Signals vorgenommen wird) etc.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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