#61 08.11.2018, 14:13
Renarde Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 01.04.2018
Beiträge: 50


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Zitat von SonnePeace:


@Renarde
Danke für deinen ausführlichen guten Beitrag , ich antworte morgen darauf. Der Austausch ist lebensnotwendig, damit auf beide Seiten nicht einen falschen Eindruck entsteht!
Herzliche Grüsse

SonnePeace.

Friedlicher, respektvoller Austausch wäre gut, SonnePeace. Bin ich gerne bereit zu. Schließlich gibt es gar keinen Grund, sich anzufeinden. ;-)
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#62 08.11.2018, 17:21
rabenschwinge Abwesend
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Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 954


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Ach Moni Wink http://www.zslschweiz.ch/news/ setzt sich für Behinderte ein und ist politisch aktiv.

Wäre das denn nichts in dem Du Dich mit Deinem Hintergrund einringen und arrangieren kannst?
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#63 08.11.2018, 22:06
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.562


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Zurück zum eigentlichen Thema. Ich möchte einige Aussagen (von Akustikern, notabene), aus dem verlinkten Filmbeitrag aus meiner Sicht kommentieren (es darf ruhig auch gelacht werden, das ist schliesslich gut für die Gesundheit):

Zitat:
Das günstigere Angebot machte das Fachgeschäft Audisana mit vier Filialen im Raum Zürich. Geschäftsführer Michael Ronner betont, sie würden mit tieferen Margen rechnen als die Konkurrenz. Man wolle zufriedene Kunden, Gewinnmaximierung stehe nicht im Vordergrund.

Also findet er, dass es Akustiker/Geschäfte gibt, bei welchen Gewinnmaximierung im Vordergrund steht.


Zitat:
So sei das Geschäft mit Hörgeräten für einige Akustiker lukrativ: «In dieser Branche sind die Margen zum Teil sehr hoch. Je nach Hörgerät beträgt die Marge bis zu 100 Prozent» verrät der Insider gegenüber «Kassensturz».

Er spricht zwar nicht wörtlich von "Abzocke" (wie ich diesbezüglich in einem Beitrag), denkt es aber wohl.


Zitat:
Die Kosten sämtlicher Anpass- und Nachbetreuungsarbeiten seien im Dienstleistungspaket unbegrenzt enthalten, betont Manfred Elsässer von Akustik Schweiz.

Passt ja genau zum Preis - unbegrenzt Laughing


Zitat:
Die Hälfte der angefragten Hörcenter schickt «Kassensturz» weder eine Offerte noch geben sie die Preise bekannt. Das sei unseriös lauten unisono deren Antworten. Zuvor brauche es eine umfangreiche Bedarfsanalyse und einen Hörtest. Dazu lade man zu einem kostenlosen Beratungstermin ein.

Unseriös? Man könnte ja davon ausgehen, dass das Hörgerät für den Hörverlust passend ist. Oder hängt der Preis für das selbe Gerät vom Kunden ab (Geldbeutel)? Kostenloser Beratungstermin? Könnte man auch als unnötigen Aufwand sowohl für das Geschäft als auch für den Kunden ansehen, welcher sicher letzlich durch die Kundschaft bezahlt wird (der Angestellte kriegt ja den Aufwand bezahlt, nehme ich an).

Ich vermute, dass besondere Gründe hinter dieser Vorgehensweise stecken:

Zitat:
Das sei eine bewusste Strategie einiger Hörakustiker, die häufig aufgehe, verrät ein Insider aus der Branche. Man locke die älteren Leute mit Gratistests in ihre Geschäfte, und biete ihnen ein Hörgerät zum Probetragen an. «Nur die wenigsten Kunden werden dann den Akustiker wechseln. Die Hemmschwelle Nein zu sagen, ist bei vielen älteren Leuten zu gross».

Genau daran habe ich gedacht.

Und nochmals:

Zitat:
So sei das Geschäft mit Hörgeräten für einige Akustiker lukrativ: «In dieser Branche sind die Margen zum Teil sehr hoch. Je nach Hörgerät beträgt die Marge bis zu 100 Prozent» verrät der Insider gegenüber «Kassensturz».

Klingt doch gut. Also, nicht das Hörgerät, meine ich, sondern das Klingeln der Kasse Laughing

So, und wer im "realen Leben" kein Stinkstiefel ist, kann jetzt lachen, auch wenn ihm der Inhalt nicht passt (dann bleibt ihm das Lachen im Halse stecken - und somit noch länger erhalten)...


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#64 08.11.2018, 22:48
Birkbot Abwesend
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Dabei seit: 25.07.2018
Beiträge: 42


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Ich finde eine Marge von 100% jetzt nicht soo teuer. Also klar, das ist schon viel, aber wenn man sich überlegt, dass im Drogeriebereich z.B. auch EK x2 üblich ist, ists dann auch normal. Und, man überlege:
Ich glaube nicht, dass ein niedergelassener Akustiker jeden Tag ein, zwei Geräte verkauft. Wenn ich mir überlege, dass ich bei meiner kürzlichen Neuanpassung 8 oder 10 1h-Termine hatte (und ein einfacher Kunde bin, weil ich a) weiß, was ich will und b) es auch ausdrücken kann), dann ging mit mir mehr als ein kompletter Arbeitstag drauf.
Ich habe mir die OPN2 gegönnt, meine Zuzahlung (incl. Streamer) betrug 3300€. 1600€ hat die KV gezahlt. Macht also nen Gewinn von 2450€ für die Geräte bei ner 100%-Marge. Davon geht dann Ladenmiete, Meßplatzausrüstung, Arbeitszeit für den Akustiker, ne Reparaturpauschale und sicher noch das ein oder andere mehr ab. Ganz ehrlich, wenn ein Reingewinn durch meine Versorgung im mittleren dreistelligen Bereich übrig bleibt, war es viel.
Man überlege: Selbst wenn der Akustiker jeden Arbeitstag ein Gerät dieser Preisklasse verkauft und in meiner oben gepeilten Schätzung Gewinn macht, bleiben 12500€ pro Monat hängen, im echten Leben eher weniger, weil ich nicht glaube, dass die Geräteklasse n Standard-Verkauf ist.
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#65 09.11.2018, 07:07
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 954


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Und von den geschätzten 12.500 gehen Ladenmiete, Sozialversicherungen, Strom, Wasser, Versicherungen für den Laden, Telefon, evtl. Gehalt zzgl. Sozialversicherungen für Abgestellte, Vorsteuer, Heizung, Vorratshaltung usw. usf.ab. Zzgl. Drüber eigenen Lebenshaltungskosten.
Hab ich nach Abzug aller Kosten da noch was über, dann sprechen wir von einem Gewinn.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#66 09.11.2018, 18:06
SonnePeace Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 01.11.2018
Beiträge: 13


Betreff: Re: Wie bitte?! Unerhörte Preisunterschiede bei Hörgeräten
Ich war fünf Jahre nicht arbeitstätig, ich widmete nur an meine Kinder. War auch viel in gemeinnützigen Tätigkeiten verwickelt. Mein Mann war Alleinverdiener. Ein Einkommen. In dieser Zeit konnte ich kein Hörgerät leisten nach mein Gusto. Es war eine Zeit , die ich nicht vermisse, aber wohl litt meine Hörgeräteversorgung! Denn das Budget war nicht gross, da die Absicht war bald mal beruflich woanders orientieren, ich mit Schwerhörigkeit und dazu noch alles aufbauen mit Firma etc. Will ja nicht klagen, aber ich hatte null Geld dazumal! Aber richtig zeigt „Kassensturz“ auf, dass es auch billigere Variante gibt. Im Wissen für uns alle Jungen, die im Berufsleben stehen. Auch Ziele haben, mal was zu verwirklichen. Alles mit Kredit ist nicht das wahre!! Denn das ist ein Teufelskeis. Ich denke immer an viele Leidtragenden, die ab 18 Jahre alles selber berappen müssen. Das tut weh! Ging mir doch auch so.
Danke an Uli Schmezer, der hat ein ♡ auf der richtige Seite!
Schönes Wochende❤❤
Mut steht am Anfang des Handelns,Glück am Ende.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 09.11.2018, 18:11 von SonnePeace. ↑  ↓

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